…und der Mensch sprach “Es werde Fleisch”

…und der Mensch sprach “Es werde Fleisch”

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Allenthalben hört man die Tage öfters von genmanipulierten Lebensmitteln. Ob Soja, Reis oder Mais – so langsam hat man das Gefühl, sich der fortschreitenden Technik nicht mehr wirklich entziehen zu können. Allein die Tatsache, dass bereits ein Großteil der Soja und Maisproduktion in Amerika, wie auch Asien, mit “kontaminiertem Saatgut” aufgezogen wird, sprich Bände. Der nächste Schritt in unserer schönen, neuen Welt ist das künstlich gezüchtete Fleisch – das “In Vitro-Steak.”
 
In Vitro Veritas?

“Tissue Engineering” – so nennt sich der neuste Geniestreich in der Biotech-Industrie: Fleisch aus der Retorte! Was noch vor wenigen Jahren mehr in die Richtung Zukunftsmusik ging, könnte schon bald Realität werden. Massentierhaltung adé? Keine zusammengepferchten Tiere, die auf engstem Raum und unter unzumutbaren Bedinungen gehalten werden. keine verseuchten und kontaminierten Futtermittel, die für die Fütterung des Viehs aufgewendet werden müssen. Keine CO²-Produktion durch Gülle und Co. Sieht so das “perfekte Steak” aus?

“Das Fleisch der Zukunft sieht aus wie ein matter Streifen Tesafilm. Ein mal zwei Zentimeter messen die hauchdünnen weißen Läppchen, die Mark Post an der Technischen Universität Eindhoven in Petrischalen züchtet. Noch lassen sie niemandem das Wasser im Munde zusammenlaufen, aber eines Tages sollen die winzigen Muskelfasern zu saftigen Steaks heranwachsen – Steaks, für die kein Tier sterben muss. Denn das Fleisch der Zukunft wird aus Stammzellen gezüchtet.

Könnten Lebensmittelhersteller eines Tages künstliche Muskeln aus Inkubatoren ernten, müssten nicht mehr massenhaft Tiere für die Fleischproduktion gehalten werden. Damit wäre eines der größten Probleme der industriellen Landwirtschaft gelöst. Die Massenhaltung lässt Tiere leiden, schadet der Umwelt und produziert Klimagase; der Anbau von Futterpflanzen verbraucht viel Wasser und beansprucht einen erheblichen Teil der Ackerfläche. Steigt der globale Fleischkonsum bis zum Jahr 2050, wie prognostiziert, um zwei Drittel, wird sich die Lage dramatisch verschärfen. “Als Wissenschaftler haben wir die Pflicht, eine Lösung zu suchen”, sagt der Zellbiologe Bernard Roelen von der Universität Utrecht.”

 
Weiterhin spekulieren Wissenschaftler und Forscher darüber, ob das “Fleisch der Zukunft” überhaupt “Wachstumschancen” auf dem realen Markt hätte, denn es stellt sich immernoch die Frage: Werden die Menschen diese Art von Fleisch kaufen? Wird sich die künstliche Herstellung lohnen? Fakt ist, dass dank aufstrebender Wirtschaftsmächte wie China und Indien der weltweite Hunger nach Fleisch rapide ansteigt. Auch wenn beide Nationen dafür bekannt sind recht fleischarm zu kochen, so lässt es sich doch nicht verhehlen, dass das Verlangen nach Steaks und Co. in den letzten Jahren stark angestiegen ist und immernoch ansteigt. 
 
Ein Problem der natürliche Produktion ist ohne Zweifel der Futtermittelbedarf des Viehs, welches auf der anderen Seite für ein Mehr an Menschen zur Verfügung stünde, wenn es der Wissenschaft und Forschung gelänge, künstliches Fleisch zu züchten. Gentechnischveränderte Lebensmittel tun sich heutzutage schon schwer, sich am Markt zu etablieren – wie sieht das Ganze dann bei einem Stück Fleisch aus? Würdet ihr euch so ein Steak in die Pfanne hauen? 
 

Ganz ehrlich? Ich würd’s tun – aber letzendlich muss das jeder für sich selbst entscheiden…


weiterführende Links
Spiegel-Artikel
HP-Plusmagazine – 8 Wege wie das “In Vitro”-Steak ihr Leben verändert!
Mechanical Engineering-Artikel
Frankfurter Rundschau-Artikel

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