Foxa 2: Hunger auf Sport?

Foxa 2: Hunger auf Sport?

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Wie heißt es doch sprichwörtlich im Volksmund? Ein voller Bauch studiert nicht gerne? Wie so oft steckt in jeder Geschichte auch ein Körnchen Wahrheit und wenn es nach einigen Schweizer Forschern geht, dann korreliert die Nahrungsaufnahme mit der Lust auf Bewegung und Sport. Foxa 2 – so tauften die Forscher das mysteriöse Protein, welches durch einen hohen Insulinspiegel  unterdrückt wird und so die Lust auf Bewegung sabotiert.

Wie das Ganze funktioniert? Ganz simpel erklärt folgt der Mechanismus den urinstinkten zum Überleben, ganz so, wie hungrige Tiere (= niedriger Insulinspiegel, nüchterner Zustand) sich aktiv auf die Suche nach Nahrung ( = erhöhter Bewegungsdrang) begeben. Dabei spielen die Botenstoffe MCH und Orexin eine entscheidende Rolle. Je länger die Nahrungsaufnahme zurückliegt, umso erhöhter ist die Konzentration dieser Botenstoffe und desto höher ist das Verlangen nach Bewegung:

“Der Transkriptionsfaktor Foxa2 spielt dabei eine wichtige Rolle. Transkriptionsfaktoren sind Proteine, die im Erbgut die Aufgabe haben, Gene zu aktivieren, die wiederum in Proteine übersetzt werden. Foxa2 kommt beim Menschen in der Leber und im Hypothalamus vor. In der Leber beeinflusst es vor allem die Fettverbrennung. Der Hypothalamus ist eine Hirnregion, die den Tagesrhythmus, Schlaf, Nahrungsaufnahme und Sexualverhalten steuert. Die Aktivität von Foxa2 wird in der Leber und im Hypothalamus durch Insulin moduliert. Nehmen wir Nahrung auf, so geben die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) Insulin ins Blutkreislauf ab. Insulin hemmt die Aktivität von Foxa2. Im nüchternen Zustand wird kein Insulin ausgeschüttet, demnach bleibt Foxa2 aktiv. Im Hirn fördert Foxa2 die Synthese von zwei Botenstoffen, nämlich MCH und Orexin. Diese Proteine stimulieren die Verhaltensweisen der Nahrungsaufnahme und spontanen Bewegung. So sind hungrige Tiere beispielsweise aufmerksamer und suchen aktiv nach Futter.” [Quelle: Urbinelli.ch]

 
Jene übergewichtigen Versuchstiere, die an einem dauerhaft inaktiven Foxa 2-Protein litten, neigten zur erheblichen Bewegungsarmut, egal ob sie nun Nahrung aufnahmen oder nicht. Die Züricher Forscher um Markus Stoffel manipulierten den Stoffwechsel einzelner Mäuse dahingehend, so dass sie mehr Foxa 2 produzierten und als Folge daraus über erhöhte MCH- und Orexin-Werte verfügten. Das Ergebnis ist ebenso erstaunlich wie anschaulich: 
 

Die Mäuse bewegten sich rund fünfmal mehr, verringerten ihr Fettgewebe und erhöhten zusätzlich noch ihre schiere Muskelmasse. Als logische Konsequenz der Forschungsergebnisse könnte man als Fazit aufführen, dass eine allzu häufige Mahlzeitenaufnahme nicht nur zu Unlust in Sachen Bewegung führen, sondern sich auch obendrein negativ auf eine Gewichtszunahme auswirken könnte. Was schlussendlich wieder zu einem Showdown zwischen “Drei große Mahlzeiten vs. mehrere kleinere Mahlzeiten” führen würde.


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weiterführende Links: 
Pnas.org
Ncbi-Abstract
dev.biologists.org
Nature.com 

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