Bist du wirklich ein Hardgainer?

Bist du wirklich ein Hardgainer?

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Bist du wirklich ein Hardgainer?
aus dem Englischen übersetzt von N. D. „Furor Germanicus“ M. – http://www.elitefts.com/ / Michael Keck

Es gibt sie – die „Hardgainer.“ Das ist die Wahrheit. Und du könntest wirklich einer von ihnen sein. Aber bist du es tatsächlich…? Es gibt eine Menge Leute, die sich automatisch in die Kategorie des „Hardgainers“ einordnen,  nur weil sie nicht spontan 10 Kilo an Körpermasse zulegen und sich nicht innerhalb der ersten sechs Trainingsmonate um 25 Kilo steigern  beim Bankdrücken. Im Umkehrschluss heißt das aber noch lange nicht, dass sie Hardgainer sind.
 
Ein Hardgainer sein – das ist eine genetische Sache, nichts anderes. Allerdings gibts es viele Dinge die man machen kann, um es so aussehen zu lassen,  als sei man einer. Tatsächlich handelt es sich aber meist um die fehlende  Einhaltung der Basics, so man diesen überhaupt eine gewisse Beachtung schenkt.
 
Lass uns einmal sehen, wie ein Hardgainer in Wirklichkeit aussehen könnte:  bei den Somatotypen (die sog. „Körpertypen“),  stellt der Ektomorphe den typischen Hardgainer dar. Endomorphe mögen vielleicht auch einige Hardgainer-Eigenschaften haben.  Mesomorphe dagegen werden selten als Hardgainer bezeichnet. Obwohl der Ektomorphe-Typ meiner Meinung nach am aller wahrscheinlichsten als Hardgainer durchgeht, heißt das im Umkehrschluss nicht, dass – wenn du ektomorph veranlagt bist (schmaler Schultergürtel, schmale Gelenke, relativ dünn, niedriger Körperfettantel) – du auch automatisch zu den Hardgainern gehörst.
 
Alles in allem gibt es weit mehr als hundert Variablen, die darüber entscheiden ob du erfolgreich im Eisensport bist oder nicht (und selbst das ist relativ zu sehen – vergleiche dich nicht mit Anderen, es sei denn du bist ein Zwilling!). Zu diesen Parametern gehören unter anderem:
  • Anteile der verschiedenen Muskelfasertypen I und II
  • das eigene Hormonprofil (ein besonders wichtiger Faktor)
  • Schlafgewohnheiten
  • die Fähigkeit mit Streß umzugehen
  • die Ausdauerfähigkeit / Belastbarkeit
  • das Routine-/Trainingsverhalten
  • Ernährung
  • Neurale Umstände
  • CNS Output [Zentrale Nervensystem, Anmerk. d. Übersetzters]
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Das sind alles Kategorien, die selbst mehrere hundert verschiedene Faktoren beinhalten (jede von ihnen!). Hardgainer sind die Art Mensch, die ohne Zweifel eine riesen Fete schmeissen, wenn sie jemals im Leben mehr als 120 Kilo drücken oder 150 Kilo beugen würden. Das ist auchn die Art von Mensch, die sich perfekt ernährt und perfekt trainiert und nahezu alles erdenkliche richtig macht, was es richtig zu machen gibt – und all das nur um zwei Pfund Körpermasse in drei bis sechs Monaten draufzupacken – oder 5 Kilo in Scheibengewichten bei einer Übung in einem Zeitraum von 6-12 Monaten. Schauen wir uns zunächst einmal einige Dinge genauer an, die dich vielleicht wie einen Hardgainer aussehen lassen, obwohl du eigentlich keiner bist:

  • eine negative Einstellung (Mindset!)
  • eine sauschlechte Kondition und Ausdauer
  • miese Ernährungsgewohnheiten
  • die Wahl der falschen Routine
  • eine geringe Streßbewältigungsfähigkeit
  • miese Schlafgewohnheiten/-zeiten
  • mangelnde Konsistenz – hör auf,  Ausreden für ausgelassene Workouts zu suchen
  • Mangel an Intensität bei der Ausführung der Übung – „Pussygewichte“ bringen nicht den gewünschten Muskelzuwachs
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen (bedingt durch schlechte Ernährung)
  • Vernachlässigung von Regenerationsmaßnahmen (Stretchen, Foam Roller etc.)
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Diese Liste ließe sich beliebig fortführen,  aber ich denke die Message kommt rüber. Wenn du also darüber spekulierst ob du ein Hardgainer bist, gleichzeitig aber in Atemnot gerätst, wenn du eine Treppe besteigen musst, du weniger Protein (gemessen in Gramm) als die Hälfte deines eigenen Körpergewichtes pro Tag zu dir nimmst oder wenn du einfach nur nach einem aus der FLEX kopierten Trainingsplan trainierst, könnte es durchaus sein, dass du eben KEIN Hardgainer bist.

 
Besorg dir einen Schlitten und einen Prowler [Anmerk. d. Übersetzers: Vorrichtung zum Schlittenziehen] – drück und zieh das verdammte Ding regelmäßig! Mach dich auf die Suche nach erfahrenen Athleten und lass dir helfen! Nimm einen erprobten, ausgeklügelten Trainingsplan und wenn du keine Ahnung hast, wo du so einen Plan herbekommst, dann versuch es mal mit Google und diverse Kraftsportseiten/foren und führe diesen Trainingsplan konsequent und gewissenhaft durch. Dein wahres „Ich“ könnte sich schon bald zeigen! 
 
Und eine kleine Anmerkung noch an die wirklichen Hardgainer-Jungs: Ich habe großen Respekt vor euch.  Als wenn es nicht schon mit einer guten genetischen Veranlagung  schwer genug in diesem Sport wäre. An all die Jungs die kratzen und beißen, sich jedes Kilo auf der Stange hart erkämpfen und jedes Gramm Muskelmasse erzwingen und nahezu alles erdenklich Mögliche in perfekter Ausführung,  sowie hinsichtlich iher Ernährung durchexerzieren  – ich verbeuge mich vor euch! Bleibt dabei und seid stolz auf das, was ihr erreicht habt!


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Bildquelle Titelbild: Deviantart.com / Arches ; CC Lizenz

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