Modern Age vs. Paleo: Joggen oder Sprinten?

Modern Age vs. Paleo: Joggen oder Sprinten?

1 Kommentar

Da ich mich in letzter Zeit sehr mit der Vokabel “Paleo” im Zusammenhang mit Trainung & Ernährung beschäftige und auch bereits das Eine oder Andere in dieser Richtung gelesen habe, möchte ich an dieser Stelle eine Artikelserie eines anderen Blogs hinweisen, über die ich mehr zufällig, als absichtlich gestolpert bin (an dieser Stelle mein Dank an den muscle-corps-User “taurus”, dessen Profil mich zu dem Blog von Chaos and Pain – Excercises in Extremity aufmerksam machte, Links siehe unten).
 
Paleo? Joggen? What the fuck? Worum gehts? Long story, made short: Die Trendsportart “Joggen” ist heutzutage nicht nur relativ bekannt, sondern auch en vogue, heisst: jeder Hans und Franz marschiert mittlerweile in den nächsten “Laufshop”, lässt sich passende “Laufschuhe” für seine Quanten fabrizieren (und löhnt dafür auch schon einmal soviel Geld, dass Menschen in den Schwellenländern dafür mehrere Jahre leben könnten, gut leben könnten!), nur um sie dann anzuschnallen und voller Elan und Eifer loszulaufen.
Laufen? Laufen? Wohin? Das ist die Frage aller Fragen, der sich auch der Autor von Chaos and Pain gestellt hat. Ist der Mensch ein “natural jogger”? Liegt es in unserer genetischen Disposition locker-flockig in der Pampa zu laufen und einem viel gepriesenen Vorbild nachzueifern, welches aller Wahrscheinlichkeit niemals das Angesicht der Erde bevölkert hat?
 
Bisher habe ich darüber nie wirklich nachgedacht, wenn jemand neunmalklug von dem damaligen homo sapiens (oder war es neanderthalensis? habilis? errectus – nevermind!) erzählt hat, der zusammen mit seiner Sippe auf die traditionelle Jagd ging, um sich was fürs Abendessen zu erlegen.  
 
Dabei soll der homo meilenweit gerannt sein, die Beute immer im Fokus, bis diese schließlich irgendwann erschöpft zusammenbrach oder aber durch vorher zugefügte Verletzungen ihrem Schicksal erlag (und ebenfalls erschöpft und bluttleer zusammenbrach). Gut, soweit die Vorstellung – und wie sah die Realität nun wirklich aus? Ist es nicht – wenn man einmal darüber nachdenkt – hirnrissig, zu glauben, der Mensch sei ein natürlicher Dauerläufer? Ganz ehrlich: das können viele Andere in der Welt von Mutter Natur besser!
 
Klar, der Mensch verfügt über die Fähigkeit, weite Distanzen über einen längeren Zeitraum durch das Dauerjoggen zu überwinden, aber in wiefern erschien das auf das Überleben in der Steinzeit und im Paläolithikum wirklich praktikabel? schaut man sich einmal Marathon-Läufer und Distanzjogger genauer an, so stellt man rasch fest, dass diese Menschen nicht nur einen verdammt niedrigen Körperfettanteil aufweisen (man sieht jeden einzelnen Muskel), sondern obendrein auch (man verzeihe mir den Vergleich) eher den Befreiten aus einem Konzentrationslager zur Zeit des 2. Weltkriefes gleichen. 
 
Schauen wir uns dagegen einen Sprinter der olympischen Spiele an, sieht die Sache schon einwenig anders aus. Auch sie sind “lean as fuck”, gesegnet mit einem niedrigen Körperfettanteil, aber verdammt will ich sein: das sind wahre Maschinen. Explosiv, athletisch und muskulös wie antike Skulupturen der Griechen! SO wollen die meisten aussehen, DAS ist das Vorbild (oder es sollte eher in diese Richtung gehen).
 
Ihr seid skeptisch? Versucht es selbst, googled! Ich habe es selbst einmal testweise ausprobiert und mir die Bildergebnisse bei Schlagwörtern wie “Sprinter”, “Runner” und “Marathon” angeschaut.
 
Der Mensch war und ist nie ein natürliche Dauerläufer gewesen – die Artikelserie von Chaos and Pain stellt dies in einer recht eigenen Art, aber dennoch recht analytisch dar (leider nur in englischer Sprache, sofern Bedarf besteht, bin ich gerne bereit, über das Gesagte in den Artikeln hier noch einmal zu schreiben).
 
Der Blogautor von Chaos and Pain entkräftet systematisch die Mär vom joggenden Homo sapiens, eingangs mit einer recht lustigen Analogie zum Superheldentum von Marvel und Co., geht es relativ flott zu harten Faken über indem er die Jagdmethoden des modernen Menschen (und seines nahen Verwandten, dem Neanderthaler) darstellt und erklärt, warum der Mensch ein Sprinter und Kurzdistanz-Jäger gewesen ist.
Im dritten und vierten Teil geht der Autor schließlich auf die moderne Form des Joggens ein – von der Geschichte (Vorab: wir habens den Briten zu “verdanken”), über  die Kasteiung von fernöstlichen Mönchen bis hin zu indigender Völker, wie den Kung-Buschmännern und den Tarahumara (welche by the way nahezu vegetarisch ernähren!). Am besten finde ich da noch die Bloßstellung des “Born to Run”-Blogautors (*grins). 
 
Vorab eine Warnung: der Blog ist relativ ungeschönt und nicht zimperlich mit anstößigen Bemerkungen, vulgärer Wortwahl und Beleidigungen. Ich finds nicht tragisch – der Humor des Bloggers hat in meinen Augen was Besonderes und trägt zu der Message, die er vermitteln will, anschaulich bei – ein echtes in your face! 
 

Seht selbst, macht euch euer Bild, lest die Artikelserie und: findet heraus warum der Mensch eine lean’n’mean sprint-machine ist! ;) 


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Chaos and Pain – Exercises in Extremity Run and your will only die tired, The Logic – Einstiegspost Run and your will only die tired, The Evidence – Part I Run and your will only die tired, The Evidence – Part II Run and your will only die tired, The Evidence – Part III

Bildquellen copyright by flickR.com [ Cro-Magnon  ]

Bildquelle Titelbild: Flickr / malouette ; CC Lizenz

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    sehr interessant. zunächst einmal, hast du mittlerweile neues zum Thema? Das hier habe ich zB gefunden: http://www.pnas.org/content/early/2011/11/02/1105277108.

    Bemerkenswert in der Hinsicht meine persönliche Beobachtung. Wie viele Jäger urtümlicher lebender Völker in Afrika oder eben Mexiko sind denn besonders athletisch gebaut? Sie sehen alle recht sehnig und dünn aus. Hingegen kenne ich bilder südamerikanischer ureinwohner aus dem dschungel die sehr breit gebaut sind, jedoch auch nur laufen und ggf kurz sprinten, wie auch anders im dschungel?
    Ich denke das spricht für die flexibilität des menschen. und nebenbei wsh auch durch veranlagung bedingte stärken hervorgerufen, lässt sich wohl keine unumstößliche festlegung auf das eine oder andere treffen
    Den englischen originaltext habe ich allerdings nicht gelesen. Was denkst du?
    LG