Part IV: 5 signifikante Gründe für eine gescheiterte Diät

Part IV: 5 signifikante Gründe für eine gescheiterte Diät

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Derzeit überarbeite ich einige ältere Artikel, die schon auf Aesir Sports vorgestellt wurden. Die Übersetzung von Chris Thibaudeau’s “Five Reasons for a Failed Body Transformation” zählt ebenfalls dazu und beschäftigt sich mit den grundlegenden Aspekten einer “Body Transformation”.  Insbesondere aber zureffend bei dem Ziel der Rekomposition und Körperfettreduktion.

And guess what? Beim aufbereiten der Artikel habe ich mal festgestellt, dass ich euch noch Part IV und Part V schuldig bin. Fragt sich wirklich, was mich da geritten hat, dass die Arbeit an diesem guten Stück irgendwann liegen geblieben und vergessen wurde. Aber aufgeschoben heisst nicht aufgehoben. ;)

Wo Part I sich mit dem oftmals maßlos überschätztem Energieverbrauch beim Training beschäftigt, geht es zweiten Teil um das sogenannte “Platte Reifen”-Phänomen, oder wie ich es klassischerweise nenne: Wenn Ausrutschter zu handfesten Orgien mutieren. Schließlich wird im dritten Teil eine einleuchtende Differenzierung zwischen den Vokabeln “Cheat,” “Load” & “Refeed” getroffen, die leider von vielen oftmals in einen Topf geworfen werden. Vollständigerhalber gibt Chris auch eine kleine Anleitung für das auffüllen der angekratzen Muskelspeicher.

…und damit kommen wir auch zum vierten Teil: Der Rache der versteckten Kalorien, die sich entweder hinterlistig in Form von trickreichen Produktlabeln (Zuckeralkohole und Co.) zu tarnen pflegen oder mehr als offensichtlich in (vermeintlich gesunden) Säften, Soft- & Energiedrinks vorkommen. Let’s get it on.

Part IV: 5 signifikante Gründe für eine gescheiterte Diät

5 signifikante Gründe für eine gescheiterte Diät

aus dem Englischen übersetzt von N.D. “Furor Germanicus” M. – Copyright by t-nation.com / Chris Thibaudeau

4. Die Rache der versteckten Kalorien

Ah, die Achilles-Sehne eines jeden Diätwilligen. Du kannst noch so diszipliniert und entschlossen deinen Siegeszug antreten, aber sobald einige der Lebensmittel die du isst mehr enthalten, als du vielleicht denkst, dann bist du wortwörtlich am Arsch.

Und um nur einige der illustren Beispiele in dieser Kategorie zu nennen, werfe ich mal die Floskeln „ohne Zuckerzusatz“ und „geringer Netto-Kohlenhydratgehalt“ in den Raum, die man in zahlreichen Produkten, Drinks und sogar Proteinriegeln findet.

Allein die Sache mit dem „ohne Zuckerzusatz“ reicht oftmals aus, um den Leuten glauben zu machen, die Lebensmittel hätten wenig Kohlenhydrate und Kalorien. Einige Diäthaltende sehen sie sogar als „problemlose Lebensmittel“ an.

Riegel sind nicht unbedingt die Art von Lebensmitteln, die in eine gut strukturierte Diät gehören. (Hierzu hat M.Berkhan schon einige Worte verloren – Klick)

Dabei heisst „ohne Zuckerzusatz“ nur, dass in der Rezeptur kein künstlicher Zucker hinzugefügt wurde. Das heißt aber nicht im Umkehrschluss, dass der Kohlenhydratanteil gering ist. Erschwerend kommt hinzu, dass genau diese Lebensmittel aus Geschmacksgründen oftmals einen weitaus höheren Fettgehalt haben, als ihr normales Pendant. Das ist garantiert kein guter Mix.

Diese oben erwähnte Geschichte und die Sach mit den „geringem Netto-Kohlenhydratgehalt“ basieren nur allzu oft auf Zuckeralkoholen wie Maltitol, Glycerol, Mannitol und Sorbitol. Durch einen einfachen, legalen Trick können die Firmen uns glauben machen, dass die mit Zuckeralkoholen vollgestopften Produkte wegen ihres niedrigem glykämischen Index und der Netto-Kohlenhydrate etwas Gutes wären.

Nehmen wir als Beispiel einen typischen Proteinriegel, der rund 35 Gramm Kohlenhydrate enthalten kann. 2 Gramm davon Zucker, 5 Gramm Ballaststoffe und 28 Gramm dieser Zuckeralkohole. Der Hersteller kann ohne weiteres behaupten, dass dieses Produkt rund 2 Gramm Netto-Kohlenhydrate enthält. Anschließend wird ein „lowcarb“ Emblem draufgeklatscht und das Produkt an gutgläubige Menschen weitervertickt.

Es stimmt zwar, dass Zuckeralkohole im Vergleich zu normalen Kohlenhydraten eine geringere Auswirkung auf eine Insulinsekretion haben, was aber nicht heißt, dass sie gar keinen Effekt haben. Insbesondere Menschen mit einer niedrigen Insulinsensivität (und das sind die meisten, die einen Diätversuch starten) können dennoch Nachteile daraus ziehen. Weiterhin lieferen Zuckeralkohole auch Energie und können genauso zur Fettzunahme beitragen. Um bei einem einfachen Rechenbeispiel zu bleiben: Zuckeralkohole liefern normalerweise 3 Kilokalorien ; normaler Zucker liefert 4 Kilokalorien. Ja, Zuckeralkohole bringen weniger, aber der Unterschied ist jetzt nicht so gewaltig.

Plus: Zuckeralkohole sind eine immense Belastung für unseren Verdauungsapparat. Wer es übertreibt, der wird als aufgeschwemmter Gasballon rumlaufen. Außerdem senken Zuckeralkohole den Grad der Effizienz der Verdauung. Es dürfte also klar sein, weshalb man Produkte, die als „ohne Zuckerzusatz“ und mit „geringem Netto-Kohlenhydratgehalt“ gekennzeichnet sind, tunlichst vermieden werden sollten, wenn man die ernsthafte Absicht hat seinen Körper zu transformieren. Und ich spreche aus persönlicher Erfahrung.

Es ist jetzt schon ein paar Jahre her, als ich mich damals dafür entschied an einem Bodybuilding Contest teilzunehmen. Und wie ich eingangs erwähnte, bin ich ein Typ der auf Süßkram steht. Die ersten sechs Wochen der Definitionsdiät liefen ausgesprochen gut. Aber je definierter ich wurde, umso größer wurde der Heißhunger nach Zucker.

Es wäre kein Problem gewesen die Kontrolle zu bewahren, aber dann fand ich eine Website die diese „ohne Zuckerzusatz, geringer Netto-Kohlenhydratgehalt“ Produkte verkaufte. Schokoriegel, Süßigkeiten, Jujubes – alles, wonach es mich gelüstete. Und es war ja auch total in Ordnung diese Dinge zu essen – oder zumindest dachte ich es zuerst.

Sobald ich damit anfing, diese Produkte zu essen, stagnierte der Fettverlust. Anschließend begann ich sogar fetter zu werden. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich einige Zeit gebraucht habe, um herauszufinden, woran es lag. Und alls ich schließlich den wahren Grund herausfand, also das es an diesen vermeintlichen harmlosen Lebensmitteln lag, war ich schon mitten drin in meinen Vorbereitungen. Am Ende habe ich sehr viel Muskelmasse einbüßen müssen, um meinen Rückstand wieder aufzuholen.

Daher mein Rat: Macht einen großen Bogen um diese tödlichen Fallen.

Ein weiterer beliebter Ort, um Kalorien zu verstecken, sind Getränke jeglicher Coleur. Zwar sind sie rein technisch betrachtet nicht versteckt, wenn man die Zutatenliste genau studiert (denn mittlerweile dürfte jeder wissen, dass die meisten Säfte, Soft Drinks und Energiedrinks vollgepumpt sind mit Zucker), doch die meisten Menschen haben nicht die leiseste Ahnung, wieviele Kalorien sie sich da jeden Tag reinziehen.

Einer meiner ehemaligen Football-Coaches sprengte sich mir-nichts dir-nichts über die 400 Pfund-Marke. Und dabei war er nicht einmal ein großartiger Esser.

Wie auch immer: beim Abendessen mit dem Team sah ich, wie er literweise Soda in sich reinschüttete. Ich fragte ihn, ob das bei ihm die Regel war und er antwortete: „Ich trinke das zu jeder Mahlzeit.“ Und das waren mehr als verdammte 5000 Kalorien nur in Form von Soft-Drinks am Tag. Ich bin zwar nicht gerade ein großer Fan vom Kalorienzählen, aber das war ein dicker Hund. Selbst wenn er einfach nur auf Diet-Soda ausgewichen wäre, hätte er rund 35.000 Kalorien pro Woche eingespart und das entspricht grob gesprochen 10 Pfund Fett.

Klar, nur wenige Leute sind derart extrem, aber es gibt genug Leute da draußen, die erfolgreich gegen ihre Diät antrinken.

Wenn ihr ernsthaft bemüht seid etwas zu bewegen, dann beschränkte dich auf Wasser, Kaffee, Tee oder Diätgetränke (in Moderation) und kalorienfreie Energiedrinks wie Red Bull Sugar Free.

Und vergesst nicht: je natürlicher das Lebensmittel, desto geringer ist die Gefahr, dass dort versteckte Kalorien und Nährstoffe enthalten sind.


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