CrossFit – Part V: Community

CrossFit – Part V: Community

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 Jetzt haben wir Alex schon durch mittlerweile vier Parts, einer grundlegenden Einführung in das Thema “CrossFit,” begleitet und näheren uns damit auch mit dem fünften – und letzten – Installment dem Ende. Aber nur, weil dieses Topic erst am Ende angeschnitten wird, ist es nicht weniger wichtig!

Communitas” – aus dem Lateinischen, steht für eine unstrukturierte Gemeinschaft, in der alle Mitglieder gleichrangig sind.

“Communities” – noch nie haben sie sich so leicht gebildet, wie im Zeitalter des Internets. Das finden von Gleichgesinnten und Menschen mit ähnlichen Hobbies ist dank der weltweiten Vernetzung an einem Punkt angekommen, wo es jedem ein leichtes sein dürfte, mit Individuen zu kommunizieren, deren Herz in eine gleiche Richtung schlägt. Egal ob man Briefmarken sammelt, gerne lyrische Texte verfasst, ein Faible fürs Stricken hat oder eben Eisen hebt: man ist nicht alleine.

Und insbesondere im Sportbereich, also auch Bodybuidling, K3K und im CrossFit genießt der Begriff “Community” einen hohen Stellenwert, stellt dieser Ort für viele doch die letzte Bastion – eine Insel der “Freude” und Freunde – dar, wo man noch verstanden wird. Ein Ort, wo man sich nicht für seine Disziplin oder seine Leidenschaft schämen muss. Hier holt man sich auch weitere Tipps, Ratschläge und Ideen für das weitere – persönliche – Fortkommen. Egal ob es darum geht die eigenen Plateaus zu überwinden oder von ganz Neuem anzufangen.

Rückhalt gibt es in der Community! 

Dieses “Dogma” gilt auch im CrossFit-Bereich. Community, das heisst Gemeinschaft und das heisst miteinander statt gegeneinander. Die Teamrollen sind klar verteilt und der Gegner? Guess what: der innere Schweinehund! Der Leitspruch citius, altius, fortius – zu deutsch schneller, höher, stärker beschreibt die Situation im CrossFit doch ziemlich treffend.

Doch wie genau gestaltet sich diese “Community” im CF? Und gibt es ein sogenanntes Endzielt? Lest selbst im letzten – und abschließenden – CrossFit: Eine Einführung- Teil!

 

CrossFit – Part V: Community 

Jeder der sich bereits näher mit CrossFit auseinander gesetzt hat, der kennt die CrossFit Games. Die CrossFit Games sind vergleichbar mit den Weltmeisterschaften anderer Sportarten.

Mit einem kleinen Unterschied: Der Sieger der CrossFit Games darf sich – meines Erachtens – wirklich ‚The fittest man/woman on earth“ nennen.

In jeder Sportart in der es um körperliche Leistungsfähigkeit geht, geht es früher oder später um „ich bin der beste.“ So wird zumindest oftmals der Eindruck vermittelt. Es wird sich immer an der Leistung der anderen gemessen und der Leistungsbeste in den Vordergrund gestellt. Dies wiederum ist nicht verwunderlich: Gerade in der heutigen Leistungsgesellschaft liegt ein immenser Druck auf Jedermann. Es stellt sich wiederum die Frage, ob dieser Druck wirklich durch die Gesellschaft oder nicht doch viel mehr von einem selbst, durch das Verlangen und der ‚fehlerhaften‘ inneren Einstellung nur durch extreme Leistung und „der Beste zu sein“ imponieren zu müssen, zu können. Ja auch CrossFit, gerade durch die CrossFit Games und durchaus auch durch manche Athleten, mag diese Einstellung vermitteln. Doch der Schein trügt!

Der Spirit des CrossFit ist ein ganz anderer. Wer sich nach den nun obigen Definitionen von „What is CrossFit“ und „What is Fitnessdamit ein wenig konstruktiv auseinander gesetzt hat und die Gedanken weiter gesponnen hat, den dürfte der ‚wahre‘ Spirit des CrossFit nicht überraschen.

Diesen beiden Definitionen nach ist das grundlegende Ziel eine des Individuums möglichst hohe Leistungsfähigkeit aufzubauen und diese über Jahre hinweg, bis ins hohe Alter, aufrecht zu erhalten. Hierbei sollte ein Begriff, ein elementarer Bestandteil des ‚Spirits‘ sofort herausstechen: Individuum. Im eigentlichen geht es im CrossFit allein um das Individuum und um die Gesundheit des Individuums.

Jedem ist klar, eine Sportart welche im direkten Leistungsvergleich steht und bei welcher Weltklasseleistung abverlangt wird, die ist nicht gesund, deren Ausführung auf diesem Niveau ist auf lange Sicht nicht gesund für den menschlichen Organismus. Einmal abgesehen davon, was alles getan wird um diese hohe Leistungsfähigkeit überhaupt zu erlangen.

„Des Individuums möglichst hohe Leistungsfähigkeit […]“ macht es doch ziemlich deutlich. Versuche dich nicht auf Zwang komm raus mit anderen und an der Leistung anderer zu messen. Erstens gibt es zu viele Faktoren die dabei eine Rollen spielen – wie lange wird der Sport bereits betrieben, welche genetische Grundlage ist vorhanden, welche Sportarten wurden zuvor betrieben, wie lange betreibt die Person überhaupt Sport – und zweitens, womit ich einen bereits genannten Faktor erneut aufgreife:

Echte Freunde müsste ihr sein! Alex (zweiter von links) und seine Jungs beim CF-Seminar. Die Community spielt im CF eine große Rolle!

Welche genetischen Voraussetzungen bringt der individuelle Sportler mit. Einem massivem, groß gewachsenem Bullen, welchem es kinderleicht fällt, schwere Gewichte zu bewegen, der ist nicht unbedingt ein Koordinationskünstler, wohingegen ein kleines, etwas leichter gebautes Individuum gerade im Bereich der Gymanstics-Übungen punkten kann. Demnach kommt es auf die individuellen Fähigkeit drauf an, es geht darum sich selbst mit jeder Trainingseinheit zu verbessern. Sich selbst und nicht die scheinbaren Konkurrenten im direkten Umfeld. Nicht nur, dass eine solche Konkurrenz um den Status „ich bin der Beste“ belastend für eine durchaus bis dahin positiv geführte Beziehung – in welcher Art auch immer – sein kann, es kann für jeden selbst zu einer persönlichen psychischen Belastung werden. Darüber hinaus exponiert sich das Gefahrenpotential einer unsauberen Ausführung. Wer nur noch daran denkt besser zu sein als der andere, der verliert die Konzentration und das eigene Ziel aus den Augen. Und hier sei eine vielleicht waghalsige Eigendefinition genannt:

„Der wahre CrossFit-Athlet, der CrossFit-Athlet welcher den Spirit lebt und verinnerlicht, dieser lebt in Bescheidenheit, bezogen auf seine individuelle Leistungsfähigkeit, und versucht sich stets selbst zu verbessern, ist dennoch stolz darauf, wenn er sich selbst übertroffen hat. Doch profiliert er damit nicht vor anderen um ihnen zu sagen, er sei der Beste.“

Diesen Spirit macht die CrossFit Community aus, was sich allein darin auszeichnet, dem ‚ersten‘ Athleten meist gar nicht – zumindest während dem Workout selbst – die Beachtung zu schenken, wie es beim ‚letzten‘ der Fall ist. Der Letzte bekommt nicht nur die Unterstützung der umstehenden Zuschauer, für gewöhnlich kommen auch alle ‚finisher‘ zu ihm und unterstützen ihn, feuern ihn an und bewegen ihn dazu weiter zu machen. Es geht darum seinen inneren Schweinehund zu besiegen und es durchzuziehen. Das Ergebnis ist im Endeffekt zweitrangig. An dieser Stelle sei ein sehr bezeichnendes Zitat eines Oberleutnants im aktiven Dienst genannt:

„Der Weg ist das Ziel!“.

Auch in Deutschland wächst die Community nach und nach. Dieses Jahr gab es einige kleinere Challenges aber auch eine von der Atmosphäre, vom feeling her, unbeschreiblich große. Über 500 Athleten haben sich gemessen. Die Rede ist von der „cry me a river“-Challenge (klick), organisiert von CrossFit Ansbach.

 Hier sei erwähnt, dass Ansbach die erste deutsche CrossFit Box war und somit die älteste deutsche Box ist.


Hierbei spielte die Leistung der einzelnen überhaupt keine Rolle. Grundsätzlich wurde ein Ziel verfolgt: Mit Gleichgesinnten und Gleichverrückten wieder einmal mehr zusammen zu schwitzen und zusammen zu kämpfen. Sicherlich geht es bei solchen Challenges immer auch um einen Punktevergleich und hinterlässt den faden Beigeschmack nichts anderes als ein Wettkampf zu sein. Lasst folgendes gesagt sein: Dreht den Gedanken um und betrachtet jede Challenge nicht als Challenge gegen andere, sondern immer als Challenge gegen euch selbst.

Im Grunde genommen ist es das, der Kampf gegen euch selbst, der Kampf, das bis dahin persönliche Leistungsmaximum zu toppen, den Kampf, seinen Kopf zu überwinden und zu kämpfen, der Kampf gegen die eigene Bequemlichkeit einfach aufzuhören und bis zum Schluss durchzuhalten. Diese Leidenschaft und diese Gleichgesinntheit zusammen mit allen anderen zuvor genannten Faktoren und erläuterten Hintergründen macht die CrossFit Community aus.

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