Der CHEAT-MODE Guide

Der CHEAT-MODE Guide

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Von Kurtis Frank |

Hoppla – nach einem zwischendurch und in aller Eile noch eingeschobenen fünften Teil zum Thema [CHEAT-MODE] folgt nun der lang erwartete und heiss ersehnte offizielle Guide in deutscher Sprache, der alle vorherigen Installments auf ein handliches Format vereint und prinzipiell (unter Berücksichtigung des anderen Datenmaterials, welches ihr in der Carb Back-Loading und Intermittent Fasting Kategorie findet, keinerlei Fragen offen lassen sollte.)

Der unten angeführte Guide geht alle Stationen des Tages step-by-step durch, fasst noch einmal die wichtigsten Unterpunkte zusammen und verweist bei Bedarf auf die dazugehörigen In depth-Artikel. Darüber hinaus werden noch ein paar Randbemerkungen in Sachen Fruktose- & Fettkonsum in der Post-Workout-Phase angesprochen.

Für diejenigen unter euch, die noch keinee genaue Vorstellung davon haben, wie die [CHEAT-MODE]-orientierte Ernährung aussehen könnte, gibt es drei anschauliche Beispiel-Eps, die sich an den jeweiligen Konstitutionstypen orientieren. (Ich bin mir bewußt, dass der easy-mode relativ harmlos ist, er könnte sich jedoch insbesondere für die Frauen der Schöpfung als Einstieg  in das Konzept eignen.

Last but not least werden noch in einigen abschließenden Gedanken Personengruppen diskutiert, für die der [CHEAT-MODE] nicht in Frage kommt – natürlich inklusive nachvollziehbarer Erklärungen. Darunter fallen Trainingsanfänger, Frauen,  ehemals (oder immernoch) Übergewichtige, Personen mit Stoffwechselanomalien, sowie Schwangere, Stillende, ältere Menschen und Personen unter 18 Jahren.

Der CHEAT-MODE Guide

aus dem Englischen von N.D. “Furor Germanicus” M / copyright by silverhydra.com & Kurtis Frank

[CHEAT-MODE]: Ein recht wissenschaftlich angehauchter und überraschender gesunder Weg um Körperfett zu verlieren und Muskeln aufzubauen – alles in Moderation? Im Arsch: der offizielle Guide!

...ich erinnere mich an meine Haferflockenzeit, zur der ich immer gut gerüstet - wie ein Soldat für den Krieg - zur Uni aufgebrochen mit. Mein Rucksack, prall gefüllt mit Tupperdosen...wer soll den Scheiss eigentlich abspülen?!

…ich erinnere mich an meine Haferflockenzeit, zu der ich immer gut gerüstet – wie ein Soldat für den Krieg – zur Uni aufgebrochen bin. Mein Rucksack, prall gefüllt mit Tupperdosen…doch wer soll den Scheiss eigentlich abspülen?!

Dieser Artikel darf mit Fug und Recht als der offizielle „Guide“ zum [CHEAT-MODE] gesehen werden ([C-M]). Er beschreibt die Hauptaspekte dieser Ernährungsform und weist auf wichtige Punkte, die man unbedingt zur Kenntnis nehmen sollte, hin.

Ich denke es dürfte relativ klar sein (und eigentlich müsste ich dies hier gar nicht erwähnen, weil es so klar sein sollte), dass man – um sich nach [CHEAT-MODE] zu ernähren, man sich auch an die  Regeln des [CHEAT-MODE]‘s halten sollte. Warum ich extra drauf hinweise? Ganz einfach deswegen, weil es so manchen Experten unter unseren Lesern gibt, die der Ansicht sind, sie können essenzielle Kritieren einfach so – und ohne Konsequenzen – manipulieren und verändern.

Der [CHEAT-MODE] ist für all diejenigen designt worden, die dem generellen Ziel „Muskelaufbau bei Fettabbau“ nacheifern. Zusätzlich ist diese Form der Ernährung die sich als eine Art täglicher Lifestyle eignet. Es ist für Leute gemacht, die sich mehr zu Extremen hingezogen fühlen, als für all jene, die lieber das Mantra „Alles im Maße“ predigen.

Der Fastenmorgen

Simpel: der Fastenmorgen ist ein Morgen, an dem ihr schlicht und ergreifend gar nichts esst. Den Artikel, der das Thema in aller Tiefe behandelt, findet ihr hier. Für unsere Ziele heisst das, dass der Fastenmorgen einen Zustand darstellt, an dem wir folgendes auf keinen Fall haben wollen:

  • Viele (wenn überhautp) Kalorien essen
  • Den Glukagon-dominierenden Zustand des Körpers durchbrechen, der charakteristisch ist für den Fastenzustand („fasted state“)

Die nachfolgenden Dinge sind alle während des Fastens erlaubt:

  • Konsum von Stimulanzien wie zum Beispiel schwarzer Kaffee, Tee, Fatburner
  • Nahezu jede Art von künstlichem Süßstoff, die keine verwertbaren Kalorien liefert [Ich würde auf Acesulfam K – enthalten z.B. in Diät Cola – rauslassen]
  • Eine gewisse Menge an Fettsäuren. Ein wenig Sahne im Kaffee, Kokosöl, MCTs oder Fischölkapseln sind genehm. Haltet die Kalorien unter 50 kcal.

Diese Phase sollte ungefähr 8 Stunden (nach dem Aufstehen) dauern, aber schiebt keine Panik, wenn ihr hin und wieder mal um eine Stunde abweicht, wenn es besser in euren Zeitplan passt.

Die Pre-Workout-Mahlzeit

Eine beliebige Mahlzeit, die hauptsächlich aus Protein und Fett besteht. Der Konsum von Gemüse wird wärmstens empfohlen, genauso wie die Einnahme von ballaststoff- und mineralreichen Lebensmitteln [guess what: das ist eigentlich das Gemüse…]. Dies hilft eurer Verdauung ein wenig auf die Sprünge und sorgt dafür, dass ihr ein paar Tageskalorien außerhalb des Post-Workout-Fensters reinholen könnt.

Das Auslassen der Mahlzeit zu Gunsten von literweise Flüssigkeit auf nüchternen Magen (Workout Nutrition) könnte derweil in nicht so soliden Ergebnissen im Badezimmer resultieren. In Anbetracht der Tatsache, dass massive Mengen an Fett in der Post-Workout Phase (dem Gelage) ebenso keine geniale Idee darstellt, liegt die Vermutung nahe, dass der beste Zeitpunkt für die Fettaufnahme in der Zeit vor dem Training liegt.

Das einzige Ziel wähend dieser einen Mahlzeit besteht darin, die Insulinsekretion so gering wie möglich zu halten, d.h. der größte Teil von kohlenhydratreichen Lebensmitteln fällt damit weg. Getreideprodukte, Früchte und Obst sowie Milchprodukte: lasst den Kram weg.

Idealerweise sollte die Mahlzeit vor der Workoutsession komplett verdaut sein [das ist Kurtis Empfehlung, was ich aber für relativ unrealistisch halte, da Protein+Fett eine recht lange Verdauung benötigen – experimentiert und stimmt die Menge so ab, dass ihr euer Workout hart und effizient zu Ende bringen könnt, ohne den Boden vollzukotzen].

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Die Workout-Nutrition

Die Workout-Nutrition im [CHEAT-MODE] darf so verstanden werden, dass sie jenen Zeitraum vor oder während dem abendlichen Training abdeckt. Einen Artikel, der sich mit dem Thema in aller Tiefe auseinandersetzt findet ihr an dieser Stelle.

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Ihr habt die freue Auswahl zwischen Modi, die auf einem breit gefächerten Spektrum liegen und von euren individuellen Zielen bezüglich der Körperkomposition abhängig sind. Ein Ansatz fokkusiert sich z.B. speziell auf die KFA-Reduzierung, ein anderer Approach legt das Hauptaugenmerk dagegen auf den Muskelaufbau. Ein dritte stellt quasi eine Art Kompromiss zwischen beidem an – eine mehr balanciertere Herangehensweise.

Es soll aber aufjedenfall darauf hingewiesen werden, dass all die verfügbaren Optionen in gewissem Umfang Muskeln auf- und Fett abbauen werden. Sie unterscheiden sich lediglich in ihrem Auswirkungsgrad.

Wählt am besten einen der Ansätze aus und versucht euch so gut es geht an diesen zu halten. Nehmt die Workout Nutrition so ein, wie sie euch und eurem Magen am besten passt – und lasst sie für euch arbeiten, so dass ihr weiterhin schwere Gewichte bewegen könnt, während ihr dabei gleichzeitig step-by-step eure KFA-Level sinken lasst.

Das Workout

Das Workout selbst sollte – das erklärt sich von selbst – Widerstandstraining beinhalten (jede Form von Gewichte stemmen aka Bodybuilding). Also entweder power- und kraftbasierend (z.B. 5×5 oder olympisches Gewichtheben mit schweren GÜ) oder basierend auf einem hohen Volumen (z.B. klassisches Hyperthropie-Training, GVT usw. usf.). Das wir uns verstehen: das ist nicht obligatorisch, sondern ein Muss.

Optimalerweise findet das Workout am späten Nachmittag statt (m ~16 Uhr idealerweise loslegen)[ – für Training am Morgen folgt noch ein kleinerer Artikel als Add-On in Kürze. Anzumerken sei aber, dass es nicht dem Optimum entspricht, sondern eher ein Workaround darstellt]. Das Training gegen 14 Uhr wird sicherlich auch bis zu einem gewissen Grad seinen Zweck erfüllen.

So ihr eure 8 Stunden Schlaf in der Nacht reinholt, lässt sich auch eine grobe Daumenregel anpeilen, wonach ihr ungefähr 6 Stunden vor eurer Schlafenszeit im Gym aufkreuzen solltet (also 6 Stunden, bevor ihr vorhabt, pennen zu gehen). Das scheint auch zu funktionieren [Hint, hint an alle Schichtarbeiter…].

Vielleicht ist es ja bereits aus dem obigen Zahlen-Wirr-Warr klar geworden, dass ein genauer Wert nicht so entscheidend ist [auch wenn Kiefer nun was anderes sagen würde] – Hauptsache ihr legt es in den Nachmittag.

…weswegen man aber unbedingt Gewichte heben sollte? Dies liegt größtenteils daran, dass jede Muskelkontraktion ein von uns gewollte Signal aktiviert, welches eine große Rolle im nachfolgenden Essgelage und unserem Stoffwechsel spielt. Die Kontraktion muss stark und zahlreich sein [für eine ausreichende Aktivierung der GLUTs]

Der [CHEAT-MODE]-Effekt in Kombination mit einer exzessiven Futterorgie hinterher, hängt maßgeblich von dem Arbeitseifer ab, den ihr zuvor im Training an den Tag legt.

Rekapitulieren wir:

  • Cardio wird nicht funktionieren
  • Zirkeltraining wird nicht funktionieren
  • HIIT wird nicht funktionieren [stellt aber eine gute Ergänzung dar, vor allem für die Frauen unter uns eigentlich eine Pflicht bei [CHEAT-MODE]
  • Sich einen beim Training hinschludern wird nicht funktionieren
  • Schweren Shit oft und schnell durch die Gegend heben wird funktionieren
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Das Post-Workout Gelage (“The Binge”)

Endlich: der Zeitpunkt ist gekommen, an dem ihr die verdienten Früchte eurer Arbeit ernten könnt. In dieser Tagesperiode könnt ihr euch auch ruhig ein wenig Junk-Food oder den einen oder anderen Nachtisch gönnen, der zielführend für eure Zielsetzung ist – gestaltet nach dem guten alten Prinzip des Carb-Backloading. Diese Mahlzeit ist üblicherweise der pure Exzess (im Vergleich zur klassischen Ernährung) und die Zeit des Wartens, so werdet ihr sehen, wird sich definitiv gelohnt haben. Die CBL-Komponente, wird in diesem Artikel lang und breit dargelegt.

Die Quintessenz liegt darin bis zum späten Nachmittag bis Abend zu warten. Im Tagesverlauf sorgt dies nämlich für eine abnehmende Insulinsensivität in Muskel- und Fettzellen, was maßgeblich mit der Aktivität der GLUT-4 (und damit der Fähigkeit zur Glukoseaufnahme) zusammenhängt. Dieser Prozess lässt sich aber teilweise durch das Workout umkehren, d.h. die Fähigkeit der Glukoseaufnahme lässt sich infolge es Trainings innerhalb der Muskelzellen steigern. Ferner üben wir somit auch einen gewissen Grad an Kontrolle hinsichtlich der Entzündungsre- sowie der Insulinsekretion aus, nämlich dann, wenn im Zeitraum danach eine extrem leckere & exzessive Menge an Nährstoffen den Körper flutet. Vorteilhaft, weil dies genau die Phase ist, in der die Muskulatur am meisten davon profitiert und die Fettzellen größtenteils leer ausgehen.

Ist das Workout erledigt, wird am Tisch weiter rangeklotzt!

Ist das Workout erledigt, wird am Tisch rangeklotzt!

Bei dem „Post-Workout-Gelage“ handelt es sich um eine einzige, große Mahlzeit, die auch gleichzeitig den größten Teil der Tageskalorien enthält. Konsumiert wird der Spaß in der Post-Workout-Phase. Damit sich dieser „feast“ aber als vorteilhaft erweißt, müssen vorher ein paar Bedingungen erfüllt worden sein:

  • Ihr müsst die Fastenperiode ohne Makel zu Ende gebracht haben
  • Ihr müsst das Training unmittelbar davor erfolgreich beendet haben
  • Ihr müsst eine adäquate Menge an qualitativ hochwertigem Protein während des Post-Workout-Binges zuführen; tierische Quellen sind wärmstens empfohlen
  • Ihr müsst eine adäquate Menge an, zugegeben leckeren, Kohlenhydraten zuführen
  • Darüber hinaus gibt es noch einige weitere Kriterien die ihr erfüllen solltet, die aber letzlich optionaler Natur sind:
  • Ihr solltet ggf. mit einem soluble fiber Supplement oder einer zusätzlichen Gabe Verdauungsenzymen supplementieren (z.B. DigestiMax)
  • Der Konsum von Fruktose sollte strengstens limitiert werden, da die Leberspeicher für Glykogen relativ begrenzt sind [und Fruktose nur dort gespeichert werden kann, bevor es postwendend in den Fettdepots landet]
  • Die exzessive Aufnahme von Fett sollte vermieden werden; moderate Mengen sind durchaus in Ordnung – aber übertreibt es nicht

Der Post-Workout-Binge kann durchaus die letzte Mahlzeit des Tages sein. Ihr könnt aber durchaus noch weitere kleinere Mahlzeiten hinterher konsumieren. Es versteht sich natürlich von selbst, dass die kleineren Mahlzeiten eher moderat gehalten werden sollten, d.h. mehr Protein bei weniger Kohlenhydraten (im Vergleich zum Binge)

Ein paar Worte noch im Bezug auf Fruktose und Fett (da diese Dinge nicht explizit in einem In depth-Artikel gecovered wurden, jedoch auch im CBL-Guide auftauchen)

  • Ein Teil des Leberglykogens wird im Verlauf der Fastenphase und während des Trainings verbraucht. Daher kann eine gewisse Menge an Fruktose post-workout konsumiert werden, ohne das man irgendwelche Risiken eingeht. Das Problem welches im Zusammenhang mit Fruktose auftaucht, besteht in der Situation, wenn die Leberglykogenspeicher voll sind. Die daraus resultierenden Stoffwechselprozesse sind für unsere Ziele nicht zielführend und sogar schädlich. Leider ist in vielen suboptimalen Lebensmitteln (der typische Junk) auch oft größere Mengen an Fruktose enthalten (z.B. in Form von Saccharose) – die Gefahr eines Konsums über dem gewünschten Maße ist daher durchaus gegeben.
  • Wenn in eurem Körper eine große Menge an Insulin zirkuliert, wandert ein Großeil er Fettsäuren in das Depotfett. Diese werden zwar in der Fastenphase wieder freigesetzt, doch wenn es eigentlich keinen guten Grund gibt, die für die erstmalige Aufnahme sprechen, so gibt es auch keinen guten Grund, der für den Fokus auf diese Nährstoffe legt. Man muss eingestehen, dass das Schicksal nicht gänzlich schlechter Natur ist (so dass man sich zum Beispiel vehement gegen eine Aufnahme aussprechen müsste). Omega-6-Fettsäuren (diejenigen, die starke Entzündungsreaktionen hervorrufen) könnten in der Post-Workout-Phase positiv wirken (man erinnere sich an die dargelegte Situation hinsichtlich Entzündungen und Muskelteparatur im vierten Installment). Deswegen sollte man sie auch nicht per se vermeiden, sondern lediglich die Menge limitieren.

Ein wichtiger Punkt, den ich ferner aufgreifen möchte: Während des Post-Workout-Gelages sollte ihr absolut keinen Alkohol konsumieren. Wenn der Ethanol die oberste Oxidationspriorität erhält (und was wird er, da es sich um ein Nervengift handelt), verändert sich die Stoffwechselrate von Kohlenhydraten und Protein auf eine drastische Art und Weise – und nicht zum Guten.

Die rigorose Trennung von Alkohol und Essen (das Gelage) ist daher eine Pflicht in diesem Szenario. Jedoch ist dies in Anbetracht des Workout-Timings und der Größe der Mahlzeit hinterher relativ unrealistisch. Jedenfalls wenn man nicht zwangsweise auf kostbaren Schlaf verzichten möchte. Meine Empfehlung: hebt kein schweres Eisen an Tagen, in denen ihr plant zu trinken. Macht daraus stattdessen einen Paleo-Kontrolltag [hierzu gibt es im Übrigen einen sehr guten Guide: „Die Wahrheit über Alkohol, Fettverlust und Muskelwachstum"].

[i[irp]h2>Paleo Control Days

Die Kontrolltage sind für trainingsfreie Tage konzipiert – sie optimieren eure Gesundheit und diesen als eine Art Präventivschlag gegen potenzielle Gefahren, die im Zuge der exzessiven Ernährung an einem Workout-Tag auftreten könnten. Dabei orientiert sich der Aufbau an den Prinzipien der Paleo-Ernährung. Nachzulesen ist das alles im entsprechenden In depth-Artikel. Die Richtlinien:

  • Esst größtenteils paleo-approved; ihr habt durchaus ein wenig Freiraum was die Gestaltung betrifft, aber bitte haltet euch im Großen und Ganzen daran
  • Esst mindestens 4 Mahlzeiten pro Tag
  • Versucht am besten an einem solchen Tag mehr Fettsäuren in eure Ernährung einzubinden. Ballaststoffreiches Gemüse empfiehlt sich in diesem Zusammenhang, da diese Art der Nahrung an Trainingstagen oftmals zu kurz kommt
  • Ihr dürft dem Intermittent Fasting treu bleiben, wenn ihr wollt – oder ihr geht mehr den alten, klassischeren Weg
  • Entspannt euch, lasst den schweren Scheiss liegen
Den Grundsatz kannten schon unsere Ahnen: Wenn du was essen willst, reiss dir vorher den Arsch auf und verdien es dir. Was damals funktioniert hat, führt auch heute zum Ziel.

Diesen Grundsatz kannten schon unsere Ahnen: Wenn du was essen willst, reiss dir vorher den Arsch auf und verdien es dir. Was damals funktioniert hat, führt auch heute noch zum Ziel.

Beispiele: [C[CHEAT-MODE]etup

Die hier präsentierten Beispielpläne sollen als eine Art Richtpunkt für euch dienen. Sie sind auf eine niedrige, eine moderate und eine höhere Kalorienaufnahme ausgelegt. Um zu ermitteln, wie viele Kalorien ihr eigentlich benötigt, solltet ihr mit einer groben Schätzung eurer BMR beginnen (dies könnt ihr entweder via einer beliebigen Formel im Netz ermitteln (und als Schätzung nehmen) oder ihr schaut einfach mal in diesen Artikel, der auf das Thema eingeht).

Anhand dieser Werte könnt ihr anschließend die Kalorien abhängig von euren Zielen und dem jeweiligen Tagesbedarf addieren oder subtrahieren (so wie in jedem anderen Ernährungsplan). Erhöhungen und Senkungen im Bereich von ~500 kcal sind gute Werte um zu beginnen. Später könnt ihr weitere Modifikationen – abhängig von eurem Befinden und dem Wohlfühlfaktor – vornehmen.

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Dieser Approach wird wohl am besten geeignet sein für die holde Weiblichkeit, auch wenn es mir vermutlich selbst als Frau zu wenig wäre. Aber hey: Es sind ja nur Beispiele…

...na, so langsam tasten wir uns ran ... :-)

…na, so langsam tasten wir uns ran … :-)

Shit just got serious. Einmal alles und davon ganz viel, bitte.

Shit just got serious. Einmal alles und davon ganz viel, bitte.

(nur damit wir uns richtig verstehen: bei einigen paar im wütenden Bären sind dramatisch-rhetorische Stilmittel. Natürlich müsst ihr mit dem Kalorienbedarf arbeiten, den ihr zuvor ermittelt habt. Eigentlich dachte ich, dass die Art der Übertreibung mit Sätzen wie „trinkt direkt aus der Karaffe“ und „dominiert das Leben“ bereits deutlich werden würden, aber offensichtlich neige ich dazu, die Vorstellungskraft des geneigten Lesers oftmals zu überschätzen. Entweder das oder die Leute scheinen sich explizit die Dinge im [C[CHEAT-MODE]erauzupicken, um auf dem System herumzureiten…)

[ch2 style="text-align: left;">Andere Überlegungen bezüglich bestimmten Personengruppen

1. Trainingsanfänger

Wenn ihr gerade erst eure ersten Gehversuche in dem Sport sammelt und vorhabt, dem [C[CHEAT-MODE]u folgen, könnte es durchaus sein, dass ihr nicht gleich zu Beginn die „magischen Effekte“ des Post-Workout-Feasts erleben werdet, ohne dabei eine gewisse Menge an Fett anzusetzen. Warum ist das so? Nun, dies lässt sich im wesentlichen auf die fehlende persönliche Erfahrung im Gewichtstraining zurückführen. Vielleicht wisst ihr einfach noch nicht wie sich eine reale, kraftvolle Muskelkontraktion tatsächlich anfühlt, [w[wie man den Muskel plätten und ausreizt – simpel formuliert: an die persönliche Grenze geht]Das ist durchaus zu erwarten aber es sei angemerkt: ihr werdet rasch lernen.

Manch einer ist ein Freund der Eskalation. Als Trainingsanfänger solltet ihr euch langsam herantasten und nicht durchdrehen. Sinnvolle Anpassungen kann man auch im nachhinein durchführen.

Freunde der Eskalation: Als Trainingsanfänger solltet ihr euch langsam herantasten und nicht durchdrehen. Sinnvolle Anpassungen kann man auch im nachhinein durchführen.

Ihr könnt den Prozess verbessern, in dem ihr beim Gelage stets Moderation walten lasst oder ihr könnt euch mit der Situation arrangieren, dass ihr das Fett nicht derart schnell los werdet (bzw. es überhaupt loswerdet), wenn ihr am Buffet zu exzessiv zuschlagt – jedenfalls solange, bis ihr eine ausreichende Menge an Erfahrungen gesammelt habt.

2. Frauen

Die Faktoren, die im Guide beschrieben werden und auf denen das ganze System aufbaut (inkl. der Aktivierung des Stoffwechsels), lässt sich in der Muskelkontraktion lokalisieren. Frauen (und Anfänger) haben i.d.R. einen geringeren Muskelanteil. Konsequenterweise heisst das aber auch, dass diese Faktoren im Gesamtbild weniger präsent sein werden.

Das Gelage kann immernoch ein Gelage sein, aber ihr solltet euch dann nicht gleich die ganze Pizza reinfahren. Übt euch in Maßhaltung (und in Relation zum wahren [C[CHEAT-MODE]ann dies immernoch eine große Schüssel Eiscreme und ein paar Kekse, zusammen mit  einem Schlag Protein und Gemüse, sein). [S[Speziell für dieses Thema gibt es für die CBL-Sektion einen alleinstehenden Artikel, der den Fokus insbesondere auf HIIT-Training nach dem Eisenworkout legt. Siehe hier & hier]Ein Tipp am Rande: Krafttraining sollte eure Priorität bei einer [C[C-M]rientierten Ernährung darstellen. Cardio wirds nicht bringen.

Weitere Benefits des Kraftsports haben wir an dieser und dieser Stelle behandelt. (Must read!)

3. Ehemals (oder immernoch) Übergewichtige

Kein biologisches Erbe wird den [C[CHEAT-MODE]avon abhalten in übergewichtigen (oder ehemals übergewichtigen) Individuen zu funktionieren. Es ist aber ganz einfach so, dass wir – die ehemals Dicken – meistens eine recht unmenschliches Talent haben, was den Konsum von schieren Mengen an Kalorien betrifft, ein unbändiger Appetit (oder wie glaubt ihr sonst, war es uns möglich, derart voluminös zu werden? [e[eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung, Anmerk. F.G.]span>

Ich habe selbst die Erfahrung mit +6000 kcal Fressorgien erlebt und ich habe derartige Exzesse auch gerne – angesichts meines unstillbaren Übergewichtiger-Mann-Appetits – als Ausrede und eine dahingehende Versprechung genommen, dafür die typischen Fresstempel zu meiden.

Es liegt in der Natur der Dinge, dass übergewichtige (oder ehemals übergewichtige) Personen, die noch immer über diese inhumane Fähigkeit des Staubsaugerkonsums verfügen, in weiser Umsicht handeln sollten. Es stimm: ihr könnt Junk essen. Ihr könnt sogar ausgesprochen viel davon essen. Aber ihr solltet nicht alles essen, was rein physisch in eurer Macht läge.

Der Mechanismus, über den der [C[CHEAT-MODE]inen gewissen Schutz vor Fett-Akkumulation bietet, kann ausser Kraft gesetzt werden (oder besser: plattgewalzt werden), wenn ihr nur die kcal-Grenze unverhältnismäßig hoch sprengt. Das normale menschliche Sättigungsgefühl sollte eigentlich auf den Plan gerufen werden, bevor dieser Punkt erreicht ist. Aber er existiert immernoch.

4. Personen mit Stoffwechselerkrankungen

Der [C[CHEAT-MODE]urde explizit für metabolisch gesunde Menschen entworfen (also all jene, die keine stoffwechselrelevanten Anomalien haben). Die Körper dieser Personen sind selbst in der Lage sich im Falle der Extreme, die der [C[CHEAT-MODE]it sich bringt, effektiv zu regulieren und davon zu profitieren.

Wenn ihr von irgendeiner metabolischen Stoffwechselkrankheit betroffen seid – sei es Dyslipidemia, Diabetes Mellitus, Bluthochdruck, Organschäden und/oder –versagen (oder irgendeinen anderen, hier nicht genannten Zustand), dann solllte ihr von [C[CHEAT-MODE]ringlichst Abstand nehmen, da niemand absehen kann, wie euer Körper reagiert. [U[Und seien wir mal ehrlich: Die ärztliche Konsultation wird in dem Fall auch keine Lösung darstellen, da der geneigte Allgemein- und Sportmediziner sicherlich keine derartig extreme Ernährungsforum guten Gewissens empfehlen können wird – machen wir uns da keine Illusionen!]span>

Ein wesentlich effektiverer Weg an dieser Stelle läge im [C[CHEAT-MODE]onzept, jedoch ohne den Feast. Ihr könnt den morgendlichen Fasting-Ansatz und den Workout-Protokollen folgen, aber fokkusiert euch auf die Lebensmittel in der PWO-Phase, die in einer paleoartigen Ernährung empfohlen werden. Logisch: diese Mahlzeiten können ruhig größer ausfallen, als die typische „Durchschnittsmahlzeit“ aus klassischen Tagen.

Sofern ihr irgendeine Art von Medikamenten einnehmt, solltet ihr unbedingt mit eurem Arzt Rücksprache halten bevor ihr irgendetwas an eurer Routine verändert. Aber eigentlich sollte das ja selbstverständlich sein.

5. Die Schwangere und/oder stillende Mutter; die Älteren und Jungen im Alter von unter 18 Jahren

Nein. Einfach nein.

Die hier angesprochenen Personengruppen sollten sich die hier genannten Gründe wirklich zu Herzen nehmen, denn nur so ist die langfristige Gesundheit garantiert.

Die angesprochenen Personengruppen sollten sich die genannten Gründe wirklich zu Herzen nehmen, denn nur so ist die langfristige Gesundheit garantiert.

Die ersten beiden Personengruppen (Schwangere und Stillende) sollten schlicht und ergreifend nicht fasten, was auch mit den hohen metabolischen Anforderungen zusammenhängt (die Vorteile des Essens sind an dieser Stelle größer, als die Vorteile des Fastens). Und ich kann diese drastischen Ernährungsmaßnahmen auch nicht bei älteren Menschen ohne Gewissensbisse empfehlen. Dies hängt mit unvorhersehbaren Umständen und physiologischen Schwächen zusammen. Schließlich ist dieses Ernährungskonzept auch nicht für Individuen im Alter von unter 18 Jahren zu empfehlen (aufgrund des Wachstums ist das Fasten natürlich keine sinnvolle Alternative).

Natürlich bin ich mir der Tatsache bewußt, dass einige Personen bereits mit 18 Jahren ihr Längenwachstum abgeschlossen haben, aber aus Sicherheitsgründen kann ich hier keine Empfehlung für [C[CHEAT-MODE]ussprechen.

Sofern ihr also in eine dieser hier genannten Kategorien fallt, ist [C[CHEAT-MODE]eine passende Ernährungsform für euch. Keine Fragen diesbezüglich, keine Debatten – Ende der Diskussion.

Wie bei jeder typischen Veränderung im Ernährungs- und Trainingsverhalten, solltet ihr euch sinnvollerweise mit eurem Arzt gemeinsam hinsetzen und euch allumfassend durchchecken lassen BEVOR ihr euch am [C[CHEAT-MODE]ersucht. Keiner der oben gemachten Aussagen kann diese Art der ärzlich-beaufsichtigten Patientenberatung ersetzenes handelt sich nur um Ratschläge bezüglich einer möglichen Ernährungsweise. Keiner der hier getroffenen Aussagen sollte eine größere Priorität zugesprochen werden, als der verschriebenen Medikation oder getroffenen Krankheitsdiagnose.


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Über Kurtis Frank

Kurtis Frank ist einer der Mitbegründer der unabhängigen Supplement-Review-Plattform  Examine.com und Inhaber des Blogs Silverhydra.com.
Sein Bachelor-Studium schloss Kurtis an der University of Guelph im Fachbereich der Applied Human Nutrition ab. Mittlerweile ist die wissenschaftliche Analyse von Supplementen und Ernährung sein Hauptaufgabengebiet.

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Kurtis Frank ist einer der Mitbegründer der unabhängigen Supplement-Review-Plattform  Examine.com und Inhaber des Blogs Silverhydra.com.

Sein Bachelor-Studium schloss Kurtis an der University of Guelph im Fachbereich der Applied Human Nutrition ab. Mittlerweile ist die wissenschaftliche Analyse von Supplementen und Ernährung sein Hauptaufgabengebiet.


Bildquelle Titelbild: Flickr / Rod-20 ; CC Lizenz


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  • alexthetics

    Denke nicht dass hier Epinephrin (=reines Adrenalin)gemeint ist, sondern Ephedrin (Stimulanzie)!

    • Ahoy Alexthetics,

      da hast du natürlich Recht. Es geht hier um Ephe und nicht um Adrenalin! Danke für das Spotten des Fehlers. Ich werd mal schauen, dass das verschwindet. ;)

      besten Gruß
      Damian

  • bob

    Und wie viel Kcal und welche Makroverteilung ist bei den einzelnen Protokollen einzuhalten? Da steht leider nirgends eine Formel mit der man das für sich selber ausrechnen kann. Die Beispiele helfen hier genauso wenig weiter :( bitte vervollständigen :)

  • Tim Paul

    Hi, toller Artikel, as usual. Und auch wenn ich mir bewusst bin, dass der Blogeintrag schon etwas älter ist, hoffe ich doch auf Antwort: Du beschreibst mehrfach, dass am Eisen zu trainieren unerlässlich ist für entsprechende Ergebnisse, allerdings hoch Intervall Training ebenfalls eine Möglichkeit darstellt. Wie sieht da dein Tipp für Bodyweight-Training aus, welches kein extra Gewicht, aber hohe Intervalle beinhaltet und voll auspowert? Lässt sich das sinnvoll mit [CHEAT-MODE] kombinieren?

    Beste Grüße,
    Tim