Einen guten Personal-Trainer erkennen

Einen guten Personal-Trainer erkennen

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Irgendwann treten einige von uns an eine Schwelle – einen Punkt – an dem sie sich entscheiden müssen, ob sie den Sprung in das kalte Wasser tun möchten oder sich lieber weiterhin auf eigene Faust durchkämpfen. Die Rede ist davon, sich einen Personal-Trainer zu nehmen, der einem bei der Gestaltung und Durchführung des Trainings unterstützt und motiviert, der bei der Ernährung wichtige Ratschläge und Tipps bereithält und der euch dabei hilft eine gewisse Objektivität – dank Abstand – in euren Lebensalltag zu integrieren. Wenn ihr ernsthaft mit dem Gedanken spielt auf die Bühne zu gehen oder die letzten paar Prozentpunkte an Leistung und Optik aus euch herauszuholen, dann kommt ihr irgendwann schwerlich um einen solchen PT herum.

Und man sollte diesen Aspekt der subjektiven Vereinnahmung („bias“) nicht unterschätzen oder weshalb glaubt ihr, rufen viele Vollprofis, die sich selbst in einer Vorbereitungsphase befinden, einen persönlichen Coach an ihre Seite? Richtig: Es macht einen Unterschied, ob man anderen hilft oder diese Pläne und Richtlinien für sich selbst schmiedet. Am Ende siegt oft das subjektive Ego, welches einen dazu veranlasst die eigenen Empfehlungen plötzlich zu ignorieren (ob beim Training oder der Ernährung) und die Dinge doch ganz anders aufzuziehen. Was für die anderen gut genug war, wird dann für einen selbst dann plötzlich nicht mehr als wahr und richtig angesehen. Es ist ein gewisser Eigenschutz, der hier zu Tag tritt, doch auch der Laie kann von einem objektiven Coach profitieren.

Eine Bestandsaufnahme

Mittlerweile erwarte ich von einem Großteil der in den Fitnessstudios eingestellten Trainern* nicht mehr allzu viel. Es werden eigene Süppchen gekocht und die Wünsche der Kunden oftmals nur oberflächlich berücksichtigt. Am Ende landen die meisten bei einem standardisierten Maschinenplan, der nicht nur für die vielen Studios gemütlich und sicher ist, sondern auch dafür sorgt dass man relativ schnell die Lust an dem Rumgeeiere verliert. Warum? Ganz einfach: weil die großen und heiss erwarteten Veränderungen auf sich warten lassen oder im Extremfall völlig ausbleiben. (Ein Tipp an dieser Stelle: Schaut euch im Studio diejenigen an, die eure Vorbilder sind und beobachtet einmal wie diese Person trainieren. Sind sie überwiegend an den Maschinen zu finden? Oder doch eher im Freihantelbereich?).

Selbst Online, also in einem der zahlreichen Kraftsportforen, bekommt man eine bessere Beratung zur Ernährung und dem Training, als beim lokalen Haus- und Hoftrainer, der einfach nur sein eingeübtes Ein-Mann-Theater abspult.

(*mit „dem typischen Trainer“ sind natürlich nicht alle Gym-Coaches gemeint, denn hin und wieder kommt es doch vor, dass man auf ein äußerst seltenes Exemplar trifft, welches selbst für den Sport brennt und das Wohl seiner Kundschaft im Auge hat ;-) Es sollte also jeder selbst entscheiden, ob er sich den hier angebotenen Schuh anzieht.)

Eine andere Kategorie von Coaches stellen dagegen die Personal-Trainer (PT) dar. Diese Menschen leben von ihrer Profession – sie verdienen ihre Brötchen damit – und sind in vielfacher Weise auch auf ihre Referenzen angewiesen. Der typische Trainer im Studio ist dagegen meistens ein fester Angestellter, dem es egal sein kann, ob ihr euch tatsächlich weiterentwickelt oder auf der Stelle tretet. Zur Not wandelt er ein paar Übungen ab und schon seit ihr für drei weitere Monate beschäftigt: aus den Augen, aus dem Sinn! Sowas kann sich der PT nicht erlauben, wenn er langfristig erfolgreich sein will. Aber was noch wichtiger ist: ein PT benötigt eine ganze handvoll weiterer Charaktereigenschaften und Qualifikationen, die man bei einem typischen Gym-Trainer häufig vergebens sucht. Eine kleine Auswahl der markanten Punkte gefällig? Nichts leichter als das:

  1. Sieht der Trainer auch aus, wie ein Trainer? Zwar kein hinreichendes Argument für einen guten Coach, aber alleine am Aussehen kann man schon abschätzen, ob derjenige seine eigenen Ideale lebt und für den Sport brennt. Ein dicker Diätassistent mag Ahnung haben, aber sein Aussehen ist nicht kongruent und schadet seiner Integrität. Einen Trainer der selbst dünn und schwächlich aussieht (und mich nicht vom Gegenteil überzeugen kann, indem er +100kg auf der Bank stemmt), kann man nur schwer ernst nehmen. Entweder trainiert er selbst nicht (in der Folge fehlt das, was ich „Leidenschaft & Herzblut für den Sport“ nenne) oder er hat keine Ahnung von seinem Metier – beides ist ein schlechtes Indiz. Aber dann sollte er sich auch nicht als Trainingsexperte verkaufen! Was uns zu Punkt 2 bringt:
  2. Hat der Trainer überhaupt Ahnung von dem, was er da erzählt? Ein Großteil der Leute lässt sich nur allzu leicht von Fachvokabular einlullen und ist mächtig beeindruckt, wenn der Typ hinter dem Tresen mit Begriffen wie „Hypertrophie“ und „Muskelproteinsynthese“ um sich schmeisst.  Leider kenne ich genug Leute die außerhalb der Schultrainingslehre so gut wie keine Ahnung von den biochemischen Vorgängen (speziell aber Ernährung) und praktischer Trainingslehre im menschlichen Körper haben.  Das Schlimme daran ist aber, dass es diese Leute gar nicht stört und sie der Ansicht sind, dass sie Nichts mehr dazulernen müssten (Es gibt zwar einiger natürlich Begabte, die trotz wenig Ahnung hammermäßig aussehen, aber nur weil sie selbst ein Händchen für ihren Köper haben, macht sie das noch lange nicht utomatisch zu guten Coaches für andere.) Ein Trainer, der selbst aufhört sich weiter zu entwickeln, ist kein guter Trainer. Fragt euren Coach doch einmal weshalb ihr dieses und jenes tun sollt und wartet seine Antwort ab. Ist sie schlüssig? Lasst euch nicht mit vagen Aussagen abspeisen, sondern beharrt auf Erklärungen und fragt euren Trainer zusätzlich doch einmal, welche konkreten Maßnahmen er  im letzten Jahr ergriffen hat, um sich auf seinem Fachgebiet weiterzubilden!
  3. Ist der Coach an eurer Weiterentwicklung und eurem Fortschritt überhaupt interessiert? Dies ist einer der wichtigsten Punkte, an dem sich die Spreu vom Weizen trennt. Ein Coach der nur eure Geldscheine in den Augen hat, euch mit standardisierten Plänen abspeist und nicht auf eure individuellen Wünsche und Probleme eingeht,  ist schlicht und ergreifend ein Abzocker. Natürlich kann man nicht erwarten dass man als Anfänger innerhalb von Monaten wie Greg Plitt oder Lazar Angelov aussieht, aber die Veränderungen sollten sich bemerkbar machen – vor allem dann, wenn man vorher lange Zeit gar nichts gemacht hat. Ebenso würde ich mir ernsthafte Gedanken machen, wenn der Coach versucht euch permanent irgendwelche Supplemente aufzuschwatzen, die er ja ach so günstig besorgen kann, da er einen guten Draht zu einem Hersteller hat. Als Anfänger kann man sich ein gutes Whey-Protein für die Phase nach dem Training gönnen, aber man muss nicht gleich eine ganze Apotheke einrichten, nur weil der Trainer es sagt. (Hier gilt: Recherche im Internet & in Kraftsportforen darüber, was Sinn macht und was nicht, hilft da oft weiter).

Dies sind einige der Punkte, die mir spontan eingefallen sind und die ich mit ernsthafter Besorgnis sehe.  Aber keine Sorge! Genau für dieses Thema habe ich mir einen richtigen Fachmann besorgt, mit dem wir ein wenig tiefer in das Personal-Trainer-Business eintauchen werden und der euch in einem anschließenden überblicksartigen Text einen kleinen Einblick gibt, woran man einen guten PT erkennen kann.


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