Life Domination – Wie man die Kontrolle über das eigene Leben erlangt

Life Domination – Wie man die Kontrolle über das eigene Leben erlangt

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Der heutige Artikel bildet den Auftakt für eine neue Unterkategorie auf Aesir Sports. Es ein komplett neuer Ansatz, den es in dieser Form auf dieser Plattform nicht gegeben hat und der einen ideellen Gedanken zu dem Projekt hinzufügt, den ich schon seit längerem vermisst habe: den philosophischen Charakter.

Vielleicht werden einige von euch es bereits gemerkt haben, dass ich mich innerhalb er letzten Monate extensiv – im Studium und privater Natur – mit dem Thema (Sport-)Psychologie beschäftigt habe. Einige der letzten von mir verfassten Artikel, welche u.a. auf Team-Andro (hier für Damen und hier für die Allgemeinheit) erschienen sind, sind unleugbare Zeugen dieser Auseinandersetzung. Das Studium zahlreicher Werke, Artikel anderer Autoren und Blogger sowie ein wenig Selbstreflektion über mein eigenes Leben, haben mir überdies deutlich vor Augen geführt welchen Stellenwert – welch kolossalen Impact – das Mindsets, Ideale, Moralität und eine generelle Meinung zur eigenen  Lebensphilosophie, haben. Etwas, dass ich (nicht nur) unter dem Begriff des Selbstrespektes subsummiere. Es ist die Eigenschaft, sich morgens in den Spiegel schauen zu können, ohne das Kotzen zu kriegen. Es ist die Fähigkeit, für seine Überzeugungen einzustehen, auch wenn man auf Widerstand stößt, aber vor allem ist es eine Frage der Integrität und der Authentizität, wodurch man in der Lage ist ohne schlechtem Gewissen und ohne Reue, dafür mit aufrechtem Gang, durchs Leben zu gehen.

Egal ob ihr euch bereits in eurem Leben Gedanken zu derartigen Fragestellungen gemacht habt oder ob es sich hier um Neuland für euch handeln mag – absolut jeder dürfte von den hier präsentierten Inhalten auf eine gewisse Art und Weise profitieren. Um über das eigene Leben nachzudenken muss man freilich kein Philosoph sein, doch es hilft ungemein, wenn man sich mit gewissen Aspekten einfach nur beschäftigt und Dinge liest, über die man sich vorher eigentlich noch nie so richtig Gedanken gemacht hat. Es handelt sich hier nicht um ein bloßes Vorkauen von Sachverhalten, sondern um ein Aufzeigen und ein Hinweisen auf etwas, dass eigentlich immer da war und nie so richtig in Worte gefasst (oder gelesen) wurde.

Life Domination – Wie man die Kontrolle über das eigene Leben erlangt

 

Was machen wir hier eigentlich? Wohin geht die Reise?

Die Gründe wegen denen wir mit dem Training angefangen haben, mögen mannigfaltiger Natur sein. Einige von uns wollten nur abnehmen, weil wir uns mit den vielen Kilos unwohl oder unförmig gefühlt haben. Dann gibt es noch Leute, die quasi von der anderen Richtung aus angreifen: Sie sind dünn und sehnig, einige sogar untergewichtig. Vielleicht fehlt ihnen kostbare (Lebens)energie – immerhin verfügt ihr Körper über knappe Energievorräte oder sie haben anderweitige, schwere und persönliche Schicksalsschläge (zum Beispiel eine Essstörung) hinter sich. Der Weg über den (Kraft-)Sport kann, wenn richtig angewendet und durchgeführt, zielführend sein und zu einer gesunden Gewichtszunahme führen – und letzlich auch zu einem aktiveren Leben und mehr Freude. Wir leben in einem hochtechnisierten Informationszeitalter in dem wir Schaufel, Axt und Pflug gegen Kugelschreiber, Laptops und Telefone eingetauscht haben.

Die letzten Jahrzehnte bilden eine Zäsur der Menschheit im Okzident. Die westliche Zivilisation bewegt sich im Zuge der Einkehr einer Dienstleistungsgesellschaft immer weniger, während sich unsere Ernährungsgewohnheiten mehr und mehr in eine bedenkliche Richtung bewegen. Fast Food statt frischem Fleisch und jungem Gemüse aus heimischem Anbau, frei von künstlichen Additiven und anderem Rotz. Wir finden Kuchen, Eis und in Zucker, sowie in Fett getränkte Backwaren auf unseren Tellern, aber auch HCFS-Produkte und Fruchtsäfte, statt natürlich gewachsenes Obst (und selbst das sollte nur in Maßen konsumiert werden). Alkohol und andere Drogen bis zur Bewußtlosigkeit und darüber hinaus – unsere von Hedonismus und Konsumrausch geprägte Gesellschaft, ungeduldig und verwöhnt wie sie ist, verändert den modernen Menschen in einem erschreckenden Ausmaße. Mit vorgehaltener Hand spricht man auch von der zunehmenden Degeneration der Gesellschaft. Wahrlich, wenn man die fortschreitende Entwicklung nüchtern betrachtet (und das trotz Smartphones, Designer-Möbeln und High-Tech Maschinen), dann steht es nicht gut um unsere Spezies bestellt.

Abseits der Mehrheit gibt es aber eine Bastion, eine kleine Enklave von Sportverrückten und schwer trainierenden Leuten, die von zuviel Müßiggang und simpler Völlerei Abstand genommen haben. Ob aus optisch-kosmetischen Gründen, als Stresskiller oder weil es die eigene Gesundheit erforderlich macht. Sie rennen in die Studios und Muckibuden, lösen Abos und trainieren wie die wilden Germanen. Sie suchen sich Ernährungskonzepte und –systeme, nach denen sie sich fortan zelotisch ernähren und wo jedes Gramm und jede Kilokalorie bis auf zwei Nachkommastellen festgehalten wird. Manch einer führt zu Hause eine kleine Apotheke mit stattlicher Supplementvielfalt, während andere wiederum dem Ruf „Back to Basic“ folgen und nur auf grasgefüttertes Rindfleisch, Weidebutter und heimisch angebautes, saisonales Gemüse setzen und bei denen keine Geschmacksverstärker bzw. Konservierungsstoffe auf den Tisch kommen. Jeder hat sein eigenes persönliches Lifestyle-Rezept; individuell und im höchsten Maße auf die eigenen Lebensumstände abgestimmt. Viele merken es nicht, doch oftmals stellt eine solche Herangehensweise eine konstante Variable im Leben dar, nach der man sich richten kann. Das ist der Mensch, das liebt der Mensch: Dinge ordnen, nach komplexen Mustern suchen, optimieren. Natürlich ist es in gewisser Weise eine Art von Pedanterie, aber es ist das Streben nach Perfektion, welches uns kontinuierlich antreibt und nicht loslässt. Man kann sich natürlich darüber streiten, ob ein derartig strukturiertes, in ein Korsett gezwängte Leben angenehm ist, aber es ist eine tägliche Herausforderung an der man wächst. Dafür besteht für mich kein Zweifel.

Doch kehren wir wieder zum Wesentlichen zurück: Die Gründe um mit Sport (und dem Eisentraining im Speziellen) anzufangen – und sich dementsprechend zu ernähren – sind Legion. Ein Konzept über das ich bei meinen vielen Recherchen immer wieder gestoßen bin, wenn ich mich mit dem Thema Sportpsychologie beschäftigt habe, ist das Verständnis über die Körper-Geist-Verbindung. Diese Vergegenwärtigung der Interdependenzen (Abhängigkeiten) von Körper und Geist ist etwas, dass mich schwer begeistert und in den letzten Monaten stark geprägt hat. Viele sind sich dessen meist gar nicht bewußt, so dass dieser Prozess eher still und leise im Verborgenen arbeitet und wächst, bis man irgenwann über die Existenz einer solchen Theorie stolpert. Sei es, in dem man viel zum Thema liest (hier z.B.) oder weil man es von anderen erfährt. Die eminente Wichtigkeit – das Ausmaß – einer solchen Beziehung wird aber erst deutlich, wenn man sich vor Augen führt, wie stark die eigenen Gedanken auf die Biochemie des Körpers wirken. (Wer mehr erfahren will, dem empfehle ich diese Hörbuch-Reihe zum Thema Mental Toughness, die mir persönlich sehr gut gefallen und mir dabei geholfen hat mein Verständnis in dieser Hinsicht zu vertiefen).Ein einfaches Beispiel wie das Mindset die Wahrnehmung beeinflussen kann – und damit eine neue Realität erschafft – sei an dieser Stelle kurz gegeben.

Zwei Situationen:

Situation A

Ihr stellt am Morgen fest, dass euer Wecker (wieder einmal) nicht richtig geklingelt hat – Das wäre an und für sich nicht schlimm doch eigentlich habt ihr an dohnehin wichtigen Tag ein noch wichtigeres Meeting samt Präsentation, wovon eure Karriere der folgenden Jahre abhängig sein könnte (es handelt sich um einen vielversprechenden Klienten, den ihr unbedingt für eure Sache gewinnen wollt). Ein Blick auf die Uhr verrät euch, dass ihr noch 20 Minuten Zeit habt, bevor das Meeting beginnt.

Total abgehetzt werft ihr euch in euer Auto und düst los – Frühstück gibt es heut nicht. Anfangs sieht es noch so aus, als ob ihr super durch kommt – die grüne Welle lässt grüßen. Ihr biegt auf die Autobahn ab und gebt Vollgas. Zehn Minuten habt ihr noch; alles ist drin und euch rollen schon die Schweißperlen an der Stirn vorbei. Euer Körper wird gerade zu in Kortisol gebadet und befindet sich schon seit eurer panischen Reaktion beim Anblick des Weckers im Fight-or-Flight-Modus. Plötzlich hört ihr einen lauten Knall und merkt, wie sich das Auto leicht zur Seite neigt. „Oh Gott, doch nicht jetzt. Verdammtes Auto!“  Ihr seid beinahe den Tränen nahe. Ihr bugsiert die Karre an die Seite, springt aus dem Auto und holt das Pannenwerkzeug. Mittlerweile seid ihr völlig durch den Wind, total verschwitzt und mit Öl verschmiert. Zu allem Überfluss seid ihr noch beim Abschrauben der Räder abgerutscht und habt euch an der linken Hand eine Schürfwunde zugezogen. Und da ihr nicht versiert seid im Reifenwechseln braucht ihr knapp 20 Minuten, bis ihr wieder auf der Straße seid. „Warum passiert das ausgerechnet mir – und das an diesem Tag?!“

Ihr stürmt ins Meeting bei dem bereits alle versammelt sind (und die Leute starren euch mit aufgerissenen Augen an, weil ihr ausseht, als ob ihr gerade in einem ausgewachsenen Gang-Fight verwickelt gewesen wart) und feuert ein Entschuldigungsfeuerwerk in alle Richtungen ab, bis ihr feststellt, dass ihr die vorbereiteten Dokumente für eure Präsentation daheim auf eurem Schreibtisch im Arbeitszimmer vergessen habt. Der Blickkontakt mit eurem Boss verrät euch, dass er not amused ist und als ihr trotz der Verspätung mit der Präsentation anfangt, bekommt ihr rein gar nix auf die Reihe, weil eure Gedanken permanent um derzeitige Situation kreisen. Der Kunde scheint am Ende nur mässig von eurer Präsentation überzeugt und verabschiedet sich mit den Worten „Wir melden uns bei Ihnen.“ Ein hausgemachtes Fiasko – was für ein Tag!

Situation B

Gleiches Szenario, gleiche Uhrzeit. Der Wecker hat versagt und ihr springt senkrecht aus dem Bett. Zum Glück habt ihr eure Klamotten schon vorher rausgelegt, euch abends rasiert und die wichtigen Unterlagen für eure ausgesprochen wichtige Präsentation dazu gelegt. Nachdem ihr in den Zwirn geschlüpft und euch die Mappe unter den Arm geklemmt habt, hechtet ihr ins Auto und düst los. “Keine Zeit zu verlieren!” Grüne Welle, alles super – „20 Minuten,“ sagt ihr euch, „das geht locker!“

Ihr wisst ganz genau, dass es jetzt darauf ankommt, Ruhe zu bewahren. Hektik könnte sich in dieser Situation als fatal erweisen. Ihr biegt also auf die Autobahn und habt noch 15 Minuten. BAM! Ein lauter Knall und das Auto beginnt zu schlingern. „Platten, rauscht es durch euren Kopf. Okay, egal – was muss das muss. Ihr kutschiert die Kraftdroschke an die Straßenseite, hoppst aus dem Auto und macht euch daran, den Reifen zu wechseln. Aber ihr wechselt nicht nur den Reifen; ihr macht daraus einen Wettbewerb! „10 Minuten – das wird neuer Rekord; die Leute im Büro werden sich kaputtlachen, wenn sie die Story hören.“ Geistesgegenwärtig und sorgfältig macht ihr euch an die Arbeit, ohne in Panik zu verfallen. Nach 12 Minuten sitzt das Ding – und ihr in der Karre auf dem Weg ins Unternehmen.

Mit einer leichten Verspätung von 5 Minuten kommt ihr beim Meeting an. Eure Unterlagen habt ihr dabei und bei der Eröffnung der Präsentation habt ihr ein paar Lacher auf eurer Seite, als ihr davon berichtet, wie flexibel man in allen Lebenslagen sein muss; auch bei Reifenpannen. Nachdem ihr das Publikum auf eurer Seite habt, fällt es euch relativ leicht den Stress am Morgen zu vergessen und euch auf das Wesentliche, die Präsentation, zu konzentrieren. Euer Boss mustert euch anerkennend, während der Kunde in schierer Beigeisterung fast vom Stuhl springt. „Das Ding ist in der Tasche,“ denkt ihr euch beim Schlussplädoyer. Was für ein Tag!

Seht ihr die Unterschiede in beiden Situationen? Zwei identische Szenarios, aber zwei unterschiedliche Persönlichkeitstypen. Person A, ein Fatalist, der sich selbst gerne in der Opferrolle seiner Umstände sieht und sich ständig überfordert fühlt, weil die Dinge nicht so laufen wie er es gerne hätte. Anders dagegen bei Person B: Klar, auch sie ist zu spät aufgestanden und damit in der Zwickmühle, doch anstatt den Kopf zu verlieren, bleibt sie kühl und besonnen, handelt soverän. Bei der Panne auf der Autobahn verliert sie keinen Augenblick, macht aus dem Wechselvorgang sogar einen Wettbewerb und wechselt das Teil in Rekordzeit. Damit nicht genug: durch die bedachte Aktion verspätet sie sich nur um 5 Minuten, nutzt die Umstände aber gleichzeitig für ihre Zwecke. Hey, hätte jedem passieren können – da gibt es nur eines: Ärmel hochkrempeln und anpacken, statt Kopf in den Sand. Wenn das Leben dir Zitronen gibt, musst du eben Limonade draus machen.

Die Macht des Mindsets – wie sieht es damit bei euch aus? Seid ihr das Opfer oder seid ihr der Souverän? Glaubt ihr, dass die Wahrnehmung in festen Zement gegossen ist und man selbst nur wenig Einfluss darauf hat? Dann lest weiter…

Wahrnehmung, Realität und unser Leben

Alleine an diesem, von mir gewählten Beispiel, dürfte die fundamentale Rolle des Mindsets und der Wahrnehmung ins Auge stechen. Und diese Art zu denken, also die innere Einstellung und das Mindset, kann man trainieren und verändern. Unser komplexes Gehirn ist, wie die Wissenschaft mittlerweile herausgefunden hat, kein statisches Gebilde, sondern in höchstem Ausmaße plastisch – es passt sich an und das sogar sehr gut. [1]

listen_learn_growJeder Gedanke, den wir denken, jedes Gefühl, dem wir uns hingeben und jede Handlung, die wir vollführen, prägt uns in eben diesem Moment; manchmal sogar für den Rest unseres Lebens. Ein altes Sprichtwort lautet: „Cogito, ergo sum“Ich denke, also bin ich. Und glaubt mir wenn ich sage, dass wir ständig denken. Wir grübeln über unser Leben, wir reflektieren unsere Taten und wir bewerten uns tagtäglich aufs Neue – nur um uns selbst permanent neu zu erfinden und zu definieren. Die Realität? Wir kreieren sie. Es ist die Summe unserer Wahrnehmung, unserer Sinne und unserer gesammelten Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Wir leben in einer dynamischen, sich ständig verändernden Welt und reagieren auf diesen Wandel nach bestem Wissen und Gewissen. Oder jedenfalls sollten wir das tun.

Warum quälen wir uns jeden Tag zu einem Job, den ihr auf den Tod nicht ausstehen können? Warum suchen wir uns nicht einfach einen Neuen? Warum haben wir ständig mit Leuten Kontakt, die uns auf den Senkel gehen? Warum schmeissen wir sie nicht aus unserem Leben? Warum sind wir mit unserer Optik unzufrieden? Es steht uns frei, jederzeit mit dem Training anzufangen – etwas zu tun – und uns ordentlich zu ernähren. Warum reissen wir uns den Hintern im Studio oder auf dem Spielfeld auf, wenn doch nicht für unser eigenes Wohl, unsere Zufriedenheit und unser Seelenheil?

All diese Dinge liegen in unserer eigenen Hand und wir können – wenn wir nur wollen – so ziemlich alles tun und lassen, wonach es uns gerade steht. Ihr glaubt es ist euer vor langer Zeit vorherbestimmtes Schicksal, in dieser Situation so zu sein, wie ihr augenblicklich seid ? Ihr glaubt, dass nichts auf der Welt dies zu ändern vermöge? Okay. Ihr habt Recht. Zeit, sich in Selbstmitglied zu suhlen, um Aufmerksamkeit zu heischen und den anderen zu zeigen wie unglaublich schlecht es einem geht. Die Mitleidstour hat ja bis dato auch immer gezogen.

Aber ich sage euch jetzt was euch davon abhält, das zu tun, was ihr am sehnlichsten wollt. Es sind nicht eure Mitmenschen, es ist nicht euer Job, es ist keine höhere Entität und es ist auch kein Schicksal. Das einzige was euch davon abhängt die Dinge anzupacken ist eure verdammte Komfort-Zone, die ihr partout nicht verlassen wollt, weil ihr die Veränderung fürchtet. Ihr schätzt die Bequemlichkeit viel zu sehr, als das ihr euch dazu aufraffen könnt, etwas für euch selbst zu tun. Ihr lasst das Kartenhaus lieber auf fünf Karten stehen und erweitert es nicht mehr, nur weil ihr das Risiko nicht eingehen mögt, dass es irgendwann einstürzen könnte. Ihr seid zu genügsam mit dem, was ihr habt und wollt es nicht aufs Spiel setzen für ein besseres Leben. Wie war das? No risk, no fun? Ich sage: No risk, no gain.

“Never let others tell you what you’re capable of – only you know what you’re prepared to do.” – Mike Mahler, Live Life Aggressively!

…doch das war einmal, werte Aesir Sports Leser. Jeder von uns mag in der heutigen Zeit dann und wann die Orientierung verlieren und sich verloren fühlen. Wir alle sind hin und wieder ein Spielball der Naturgewalten und der Gesellschaft – doch es hängt davon ab, wie wir den Dingen begegnen. Wie Christian Zippel es treffend formuliert hat: Unsere Generation ist die der Freigeborenen. Aufgewachsen fern vom Krieg, in einer demokratischen Sozialstruktur, stehen uns theoretisch alle Wege offen. Wir haben Berufsfreiheit, wir können unsere Religion ausleben, wir können reisen wohin wir wollen und wir können so ziemlich alles machen, sofern es nicht gegen die Gesetze der Rechtstaatlichkeit verstößt. Wir müssen nicht anderen Gefallen. Das ist keine Pflicht und daran ändern auch alle hypothetischen Ideale vom Sozialen Miteinander nichts.

fuckwhattheythink

Wenn mir jemand auf den Sack geht, dann schieße ich ihn ab. Wenn mein Chef ein undankbares Arschloch ist, dann suche ich mir einen Job, wo meiner Arbeit mit Wertschätzung begegnet wird. Wenn meine Freundin mich betrügt, dann jag ich sie in die Wüste – egal wie sehr sie heult und nach Ausreden sucht. Das hat nichts mit Sozialität zu tun. Es handelt sich um Konzepte der Integrität, des gesunden Menschenverstandes und dem persönlichen Wunsch nach einem zufriedenen Leben.

Und das müssen sich einige Leute vor Augen halten: Wir leben nicht, um anderen zu gefallen. Und wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich mit einem Großteil der Gesellschaft auch gar nicht zusammenleben. ICH suche mir die Leute aus, die ich in mein soziales Umfeld lasse und ICH entscheide, wer wann gehen muss, weil die aktuelle Situation für mich untragbar geworden ist. Heuchler, Lügner, Speichellecker und vor allem falsche Freunde sollte man rigioros aus dem eigenen Leben entfernen. Nicht immer sind solche Entscheidung leicht zu treffen, aber wenn Wohl und Wehe davon abhängen (weil man daran kaputt geht), dann sollte dies die Entscheidung vereinfachen, denn: es ist die Richtige.

Die Tatsache, dass jeder eigentlich tun und lassen kann, was er will, (man muss sich nur dessen bewußt werden!) sorgt dafür, dass eine Vielzahl junger Untentschlossener in eine Art von Paralyse verfallen –  eine Schockstarre – eine komplette Handlungsunfähigkeit gekoppelt an Frustration und Missmut. Man fängt an tiefer zu stapeln und verkauft sich unter wert – das minimiert die Wahrscheinlichkeit irgendwann enttäuscht zu werden oder Risiken eingehen zu müssen. Man flüchtet sich in Alkohol und Drogen, rettet sich im Verlauf der regulären Arbeitswoche bis zum erlösenden Binge-Friday, fröhnt der Vielweiberei und ertränkt seinen Kummer und den Großteil seiner Sorgen (und Träume) in Exzessen und Rauschzuständen, nur um am Sonntag total verkatert und mit Erinnerungslücken in einem fremden Bett aufzuwachen. (und das ist noch das gute Szenario)

Brave New World.

WAS HEISST ES EIGENTLICH, DIE VERANTWORTUNG UND KONTROLLE FÜR DAS EIGENE LEBEN ZU ÜBERNEHMEN?!

Zwei Dinge versetzen euch in die Lage euer Leben in die eigene Hand zu nehmen: die (heraufbeschworene) Veränderung und die (ergriffene) Aktion. Der Augenblick, in dem ihr einen Entschluss fasst und alles Mögliche dafür tut um dieses Ziel zu erreichen, verändert euer Leben bis in seine Grundfesten. Keine Veränderungen, kein Leben – das heisst: kein Wachstum. Mark Aurel, einst römischer Kaiser, hat es treffend ausgedrückt:

“Frightened of change? But what can exist without it? What’s closer to nature’s heart? Can you take a hot bath and leave the firewood as it was? Eat food without transforming it? Can any vital process take place without something being changed? Can’t you see? It’s just the same with you – and just as vital to nature.”- Marc Aurel

Leben heisst, sich verändern. Pantha rei – Alles fließt. Der Kosmos und das Universum, die Gestirne, die Erde, die Natur und unser Geist – all das ist im fluss und mit einem Augenzwinkern bereits Vergangenheit. Eine neue Realität offenbart sich uns mit jeder verstrichenen Sekunde – immer und immer wieder. Man muss aber bereit sein diese neue Realität zu akzeptieren und die daraus resulierenden Wege und Optionen, die eigentlich an jeder Ecke nur darauf warten ergriffen zu werfen, nutzen. Ihr wisst nicht was hinter der nächsten Türe auf euch lauert? Warum nicht einfach durchgehen und es herausfinden? Und wenn sich Probleme auftun, umso besser. Endlich eine Herausforderung, bei der man sich beweisen kann!

Der Kreis schließt sich: Die Einheit von Körper & Geist

Eingangs habe ich die Körper-Geist-Verbindung erwähnt. Genauso wie das Training unseren Körper formt, so wirkt es sich auch auf unseren Geist aus. Wir schöpfen neue Energie nach einem kräftezehrenden Workout – nicht sofort, aber unser Körper registriert die gestiegene Anforderung, die von Seiten der Umwelt an ihn herangetragen werden, und reagiert. Der Körper muss adaptieren und sich auf eine erneute Konfrontation vorbereiten, denn vielleicht wird er sich eines Tages in einer Situation wiederfinden, bei der ausgerechnet diese eine kleine Verbesserung (besser: Veränderung) der Körperkomposition sein Überleben sichern wird. Aktion –> Reaktion. Er stockt auf an Kraft, an Zähigkeit, an Schnelligkeit, an seinen Energiereserven; Er tut einfach alles, was in seiner Macht liegt, um das Überleben zu sichern.

Und lasst euch jenes, meine Freunde, gesagt sein: Es wäre ein Fehler diesen Prozess als eine einseitige Begebenheit zu betrachten, denn unser Körper steht in ständigem Austausch mit unserem Geist, wodurch es gleichwohl zu entscheidenden Rückkopplungen kommt, der in einem sich selbst erhaltenden Kreislauf mündet. Deswegen sagt man auch, dass erfolgreiche Menschen weiterhin erfolgreich sein werden. Es ist das Perpetuum mobile eines positiven, starken Mindsets. Sind Körper und Geist im Einklang, so sind wir in der Lage Großartiges zu vollbringen und nichts und niemand wird uns in einem solchen Zustand aufhalten können: „Whatever the mind can conceive and believe, the mind can achieve.“

Diese Körper-Geist-Verbindung, einmal etabliert, wird euer Leben auf immer verändern. Sie wird euch die Kontrolle über euer eigenes Leben bringen – die absolute Kontrolle unabhängig davon, ob ihr euch gerade daheim, im Studio, am Arbeitsplatz oder im Urlaub befindet. Dann – und nur dann – seid ihr wirklich frei das zu tun, was ihr euch erträumt.

Philosophischer Ansatz: Die „Ich kann“-Mentalität ; Life Domination

Bis dato war Aesir Sports eine Plattform, die sich primär mit der Manipulation und Entwicklung des Körpers beschäftigt hat. Progressives Training, eine adäquate Ernährung und Ruhe waren (sind & bleiben) die drei Grundsäulen für den langfristigen Erfolg unseres Sports. Daran ändert sich auch in Zukunft nichts, doch wie heisst es so schön? „Der Mensch lebt nicht von Brot allein.“ Wir erweitern einfach nur das Spektrum um eine weitere Facette, denn auch der Geist will kultiviert und herausgefordert werden. Vielleicht verfügt ihr ja über besten Voraussetzungen und eine Bombengenetik, die ihresgleichen auf unserem Planeten sucht, doch wenn ihr nicht lernt, euch nicht diszipliniert und euren Hintern nicht hoch bekommt – wenn ihr also stinkefaul seid – dann bringen euch die beste Anfangsausstattung, das Potential und all das Talent rein gar nichts. Die Idee des Lebens besteht nicht darin, dass wir dort bleiben wo wir angefangen haben, sondern das wir uns konstant weiterentwickeln: körperlich, geistig und spirituell.

Decide_commit_succeedLife Domination ist die neue lebensphilosophische Säule des Blogs, deren zükünftige Aufgabe darin liegen wid, euren Geist zu schärfen, ihn nähren, die Körper-Geist-Verbindung zu stärken und euch auf Dinge hinzuweisen, die mir selbst gerade durch den Kopf geistern und die ich als wert erachte, in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Stellt euch diesen Part einfach als eine Art von Lebens-Guide vor. Nicht immer mustergültig, nicht immer einfach zu befolgen, aber vielleicht eine kleine Richtschnur im MMORPG „Leben,“ welche euch permanent herausfordert und dazu zwingt, euch Gedanken über euch selbst, euer derzeitiges Leben und eure Ziele nachzudenken.

Lebt ihr wirklich zu euren eigenen Bedingungen oder tanzt ihr noch immer nach der Pfeife eines anderen? Umgebt ihr euch mit Leuten, die euch runterziehen und die euch offensichtlich nicht gut tun und das nur, weil ihr denkt, ihr müsstet sozial sein und Menschen, die euch mies behandeln, mit Samthandschuhen anfassen? Und wie steht es um eure Träume und Wünsche. Habt ihr sie stets imm Auge und verfolgt sie beharrlich, oder tuckert ihr gerade verloren und ohne Ruder in den endlosen Weiten des Lebensozeans herum?

Stellt euch einmal die essenzielle Frage: Habt ihr die Kontrolle über euer eigenes Leben oder seid ihr noch immer ein Spielball eurer Umgebung? Ich glaube es ist Zeit für ein wenig Life Domination.


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Über den Autor

Damian N. „Furor Germanicus“ Minichowski ist der Gründer und Kopf hinter dem Kraftsport- und Ernährungsmagazin AesirSports.de. Neben zahlreichen Gastautorenschaften schreibt Damian in regelmäßigen Abständen für bekannte Online-Kraftsport und Fitnessmagazine, wo er bereits mehr als 200 Fachartikel zu Themen Kraftsport, Training, Trainingsphilosophie, Ernährung, Gesundheit und Supplementation geschrieben hat.

Zu seinen Spezialgebieten gehört das wissenschaftlich-orientierte Schreiben von Fachartikeln rund um seine Passion – Training, Ernährung, Supplementation und Gesundheit.

Quellenangaben (draufklicken)

[1] Mercola.com (2012): How Innate ‘Plasticity’ of Your Brain Allows You to Improve Cognitive Performance and Prevent Age-Related Decline. URL: http://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2012/12/09/brain-plasticity.aspx .

Bildquelle Titelbild: Flickr / Moyan_Brenn ; CC Lizenz

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  • Axel

    Genial! Finde es klasse, dass auch in diese Richtung gegangen wird. Bin gespannt, was alles kommen wird.