Review: D-Asparaginsäure “geschmacksneutral” von Myprotein im Test

Review: D-Asparaginsäure “geschmacksneutral” von Myprotein im Test

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MP-Logo-DE-HighRes-strapErst vor wenigen Wochen haben wir einen ausführlichen In depth Artikel zu einem vielversprechenden Testosteron-Booster veröffentlicht: D-Asparaginsäure (D-AA, auch bekannt als D-Aspartat bzw. in seiner englischen Bezeichnung als „d-aspartic acid“). Selbstverständlich liegt es in der Natur der Dinge, dass man nach einem solchen vielversprechenden Review auch die praktische Relevanz eines Supplements überprüfen möchte. Wie bei vielen Nahrungsergänzungsmitteln, so ist auch bei dieser Aminosäure eine intra-individuelle Wirkung nicht auszuschließen, was nichts anderes heisst, als dass es bei Person A wirken mag, während es bei  Person B zu keinerlei nennenswerten Effekten kommt.

Während meiner Recherchen im Web tauchte vielfach das Argument auf, dass die Ergänzung lediglich dann sinnvoll ist, wenn man von Haus aus einen erniedrigen Testosteronspiegel vermutet bzw. wenn sich dieser bereits am unteren Ende des Normalbereichs befindet. Wie aus dem initialen Review zu entnehmen ist, gibt es derweil Indizien dafür, dass eine Erhöhung von bis zu 40 % im Rahmen des Möglichen ist. Dies mag im Vergleich zu herkömmlichen Steroiden nicht besonders viel sein (und für viele ggf. als „nicht erwähnenswert“ anmuten) – für Männer, die von Natur aus mit einem niedrigen Testosteronspiegel zu kämpfen sind, ist dies indes eine interessante Option, um die körpereigenen Reserven zu pushen (und das vielfach ohne die vielen Nebenwirkungen der Roids). (Topo et al. (2009); D’Aniello et al. (1996); D’Aniello et al. (1998))

Es sieht jedenfalls ganz so aus, als sei D-Asparaginsäure neben diversen Snakeoils (die viel versprechen, aber nur wenig halten), eines der wenigen Supplemente, welches auch im Menschen das bewirkt, was von der Wissenschaft versprochen wird. In wiefern der Boost erwähnenswert oder zielführend ist, muss am Ende natürlich jeder selbst entscheiden, aber 40 % sind eben 40 %. Für die ultimative Überprüfbarkeit empfiehlt es sich daher einen Bluttest vor der Supplementation und einen während/nach der Ergänzung durchzuführen. Anekdotischerweise sind mir schon einige Anwenderberichte zu Ohren gekommen, die zu überzeugen wussten.

Jedenfalls Grund genug für Aesir Sports, um sich einmal näher mit dem Supplement zu beschäftigen und … es zu reviewen. Explizit hierführ haben wir uns aufgrund der Verfügbarkeit für das reine D-AA des britischen Supplementherstellers MyProtein entschieden, jedoch könnt ihr ähnlich geartete Produkte auch bei anderen Herstellern erwerben (u.a. die D-Asparginsäure von PharmaSports oder das DAA Profssional von Peak – nur um einige andere zu nennen).

Als Testproband hat sich für dieses Review Anis „ad89“  bereit erklärt. Ein Wehrmutstropfen zu Beginn: Es wurde leider kleine Blutuntersuchung durchgeführt, insofern bleiben die Endergebnisse eher spekulativ und vom Empfinden des Testkandidaten beeinflusst. Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf Zuschriften und Testergebnisse der Leser, die einen Solchen durchgeführt haben oder  planen durchzuführen. Anmerkungen und Hinweis könnt ihr entweder per Kommentarfunktion (siehe unten) mit uns teilen, oder ihr beehrt uns in unserem Forum und verewigt euch in unserem Review-Thread.

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D-Asparaginsäure von MyProtein. Testo-Booster oder Hoax?

Review: D-Asparaginsäure “geschmacksneutral” von Myprotein im Test

Steckbrief: D-Asparaginsäure von Myprotein

  • Art: Testosteron-Booster
  • Verpackungsgröße: 250 Gramm (in Zip-Beuteln)
  • Preis: 26,69 € (250g)

D Asparaginsäure ist eine Aminosäure, die vorwiegend in der Hirnanhangdrüse, im Hypothalamus und in den Hoden gebildet wird. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Verbindungen, die mit der Libido und Gewebewachstum.

D Asparaginsäure regt die Bildung von Signalmolekülen an, die wiederum die Aktivität in den Hoden sowie in der Hirnanhangdrüse ankurbeln. Aus sportwissenschaftlicher Sicht bedeutet das, dass der Körper die Verbindungen produzieren kann, die er für den Aufbau fettarmer Muskeln sowie für mehr Kraft, Ausdauer und Energie benötigt.

In einer Studie erhielt eine Gruppe von Männern (Alter: 27-37) an zwölf aufeinanderfolgenden Tagen 3,12 Gramm D Asparaginsäure pro Tag. Nach den zwölf Tagen war die Menge an Wachstumsverbindungen bei den Testpersonen, die das Nahrungsergänzungsmittel erhalten hatten, um 33 % gestiegen. Diese Studienergebnisse sind daher richtungsweisend, wenn es um die Optimierung der sportlichen Leistungsfähigkeit und um den Aufbau fettarmer Muskelmasse geht. Nähere Informationen zu dieser Studie erhalten Sie, wenn Sie hier klicken.“  (Quelle: Myprotein.com)

Verpackung (1 / 2)

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Wie ein Bollwerk ragt der eigentlich kleine Beutel empor. Platzsparend und gar nicht mal so hässlich.

Der Zipbeutel erfüllt in jedem Fall seinen Zweck: dicht halten und auch dicht bleiben. Leider findet sich kein passender Messlöffel im Endprodukt – was bedeutet, dass man sich selbst mit einem Heimutensil behelfen muss. Abzug in der B-Note, dennoch reicht es hier für 1 Punkt bei der schnörkellosen Verpackung aus.

Aussehen/Konsistenz (2 / 2)

Bei der D-Asparaginsäure von MyProtein handelt es sich um mittelfeines reines Pulver. Es finden sich weder Klumpen noch sonst irgendwelche Verunreinigungen im Produkt. Wo man als geneigter Eisen-Rowdie Pulver erwartet ist auch Pulver drin, also kein Grund geizig bei der Punktvergabe zu sein: 2 von 2 möglichen Punkten.

Geruch  (2 / 2)

Okay, vielleicht werdet ihr mich jetzt für ein wenig verrückt halten, aber wenn ich am Beutel rieche, dann habe ich das Gefühl ich stehe in einem Baumarkt. Ja, genau – so als würde man sich im OBI in der Heimwerkerabteilung befinden. Wenn ihr also mal Bock auf Baumarktfeeling habt und euch nicht extra auf den Weg machen wollt, dann solltet ihr stets einen Beutel D-AA im Hause haben!

Aber jetzt mal Spaß beiseite: Der Geruch ist ein wenig schwer zu beschreiben, aber mit Sicherheit kein Manko. Für das richtige Baumarktfeeling muss man die Nase auch schon weit reinstecken, insofern  kann man von einem neutralen Geruch sprechen. 2 von 2 Punkten sind drin.

Proteingehalt (- / -)

Wir evaluieren die Produkte natürlich oftmals auf ihren Proteingehalt, was aber im Falle einer reinen Aminosäure wie Asparaginsäure nicht unbedingt zielführend wäre, denn immerhin handelt es sich hier um 100 %iges Protein (+/- Feuchtigkeit etc.)

Proteinquellen (- / -)

Dieser Part ist ähnlich zu bewerten wie oben. Erstens macht es nur wenig Sinn und zweitens wird niemand DAA nehmen, um seinen Tagesproteinbedarf zu decken, oder? Da es sich hierbei um eine einzelne Aminosäure handelt, lässt sich auch schwerlich mit der Bioverfügbarkeit argumentieren. Insofern widmen wir uns nun den weitaus interessanteren Dingen – dem Inhalt.

Verträglichkeit & Nutzen (8 / 10)

Inhaltsstoffe

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Die Verpackung hat ein edles Design, jedoch sind viele Angaben in englischer Sprache. Aber keine Panik – auf der Homepage ist alles zum Produkt eingedeutscht.

Unglücklicherweise kommt die D-Form in der herkömmlichen Ernähung jedoch nur in unzureichender Menge (oder in komischen Lebensmitteln wie Kaffeeweißer, Soja oder Zein) vor. Wer also D-Asparaginsäure zuführen möchte, der kommt nur schwerlich um ein konzentriertes Supplementformat herum. Aber hey: dafür ist das Produkt ja da und es ist pur. Was will man also mehr?

Verträglichkeit (Laktose etc.)

Grundsätzlich erscheint es unwahrscheinlich, dass mit der Einnahme von DAA Komplikationen auftreten, doch bei empfindlichenf Mägen – und dem Konsum auf nüchternen Magen – kann es hin und wieder zu Rumorren oder leichten Vierdauungsstörungen kommen. Zu meiner Verteidigung (und der des Produktes) muss ich aber gestehen: hatte ich nicht.

Süßkraft

D-Asparaginsäure schmeckt überhaupt nicht süß. Und wenn ich „nicht süß“ sage, dann meine ich null. Nix. Nada. Niente.

Geschmack

Lasst uns mal sehen: D-AsparaginSÄURE ist ein Protein und ganz wie der Name impliziert, so verfügt das Pulver über eine säurehaltige Note. Es ist jetzt allerdings nicht so, als würde man direkt in eine jungfräuliche Zitrone beissen – das Gegenteil ist eher der Fall. Für eine Aminosäure schmeckt das DAA sogar fast schon gut. (Was man von anderen AS nicht unbedingt behaupten kann)

Löslichkeit

Was die Löslichkeit betrifft, so muss man leider eingestehen, dass es sich nicht ohne Weiteres auflösen lässt (aber davon kennen wir ja bereits einige Supplemente…). Jedenfalls gibt es im Notfall noch immer die „Augen-zu-und-durch-Methode“: DAA auf den Teelöffel, ab in den Mund und mit einem guten Schluck runterspülen.

Für die nicht ganz so bequeme Einnahme gib es leider ein paar Punktabzüge.

Einnahmeempfehlung

Wenn es nach MyProtein geht, so solltet ihr rund 3 Gramm DAA pro Tag einnehmen. Idealerweise, so der Hersteller, in Wasser oder Fruchtsaft aufgelöst und dann…Kopf in Nacken! Also zügig austrinken. Interessanterweise wird auch ein 12-tägiger Einnahmezyklus, gefolgt von einer Woche Abstinenz, empfohlen.

Wer bereits unseren mehr als ausführlichen Artikel zu D-Asparaginsäure hier auf Aesir Sports gelesen hat, der wird feststellen, dass sich diese Empfehlung mit der Dosierung des Einnahmeschematas von Topo et al. (2009) deckt.

Wie so oft, gibt es aber auch bei dieser Substanz kontroverse Ansichten was das Vorgehen bei der DAA-Ergänzung betrifft. Eine alternative Methodik empiehlt beispielsweise eine 3-wöchige Dauerergänzung (3g) gefolgt von 2-4 Wochen Pause. Wenn ihr euch für eine Anwendungsmethode entschieden habt dann bleibt auch dabei und wechselt nicht hin und her. Falls ihr eine Überprüfung eures Serumtestosteronspiegels anstrebt, solltet ihr euer Vorgehen genau planen und strukturieren und das Supplement nicht auf eine chaotische Art und Weisels mal Einnahme mal keine Einnahme ergänzen.

Was man vielleicht bei der Empfehlung vermissen könnte, ist die Warnung vor einem Anstieg der Aromatase (Umdwandlung von Testosteron zu Östrogen), was eigentlich eine permanente Gefahr ist, wenn man den Testosteronspiegel manipuliert (auch bei einer Testo-Kur). Dies ist ein Grund weshalb viele Bodybuilder, die mit DAA ergänzen, auch die Zufuhr von Aromatase-Hemmern wie Triazole, PES Erase oder DIM empfehlen.

Der Sinn und Zweck dieses Reviews liegt jetzt nicht darin, Aromatasehmmer zu beleuchten, dennoch möchten wir euch an dieser Stelle mit ein paar Links versorgen, wenn ihr mit dem Gedanken spielt DAA zu ergänzen. Eine gute Aromatasekontrolle kann eigentlich nie schaden und wenn es euer Geldbeutel zulässt, wären derartige Komplementärsupplemente bei einer DAA-Einnahme nur zu empfehlen.

Hier eine kleine Auswahl:

Aromatasekontrolle

Dopaminkontrolle

Wahlweise könnt ihr auch viel Kamillentee trinken und Champignions futtern – das soll ebenfalls im Kampf gegen Aromatase helfen. (siehe “Aromatasse & Aromatase-Hemmer“)

Ich lebe gerne gefährlich, also versuche ich mich ohne Aromataseblocker und mit einem durchgängigen Einnahmeschema. (DADAVIT, ein bekanntes DAA-Supplement welches in u.a. in Italien vertrieben wird, wurde in Studien zur Verbesserung der Spermatogenese beim Mann für bis zu 90 Tage ohne Unterbrechnungen zugeführt). (D’Aniello et al. (2012))

Inhalt (10 / 10)

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Großer Beutel für vergleichsweise wenig Inhalt. Leider hat MyProtein versäumt einen Mini-Scoop beizupacken. Schade.

Moment, ich gehe also mal eben in unser Aesir Sports-Lab rüber und überprüfe … ach, halt. Sowas haben wir ja leider (noch) nicht – Schade. Also, die Gewichtsangaben stimmen und wir gehen davon aus, dass es sich hierbei um „the real thing“ handelt. 100 % D-Asparaginsäure.

Preis (8 / 10)

Kommen wir also zum vorletzten Kriterium, dem Preis. Ich will nicht lügen, aber bei vielen Supplementen entscheidet am Ende der Preis ob man etwas Geld investiert und damit experimentiert oder ob man die Finger davon lässt (neben persönlichen Idealen und Einstellungen). Je günstiger ein Supplement ist, desto eher wird man es wohl mal ausprobieren.

Wir haben uns die Preise gängiger DAA-Supplemente angesehen und in Relation zu dem MyProtein-Produkt gesetzt. Die D-Asparaginsäure von Myprotein kostet 26,69 € pro 250 Gramm – ein Grammpreis von 10,06 Cent. Gerechnet auf eine Tagesdosis von 3 Gramm liegen wir bei einem Endpreis von ~0,32 € pro Gabe / Tag. Mit 250 Gramm reicht das Produkt auch für 83,33 Tage; rein rechnerisch. Bezieht man sich auf ein Einnahmeschema von 12 on/7 off, dann langt eine Packung für etwas mehr als 3 Monate. Der Preis ist also durchaus erschwinglich und man ist nicht gezwungen sich jeden Monat neues DAA zu holen.

Und was macht die Konkurrenz?

Nehmen wir einmal das DAA von Peak, DAA Professional, welches im Kapselformat daherkommt. In einer Packung DAA Professional sind 120 Kapseln á 1000mg Produkt enthalten und eine Dose kostet 19,99 €. Der Hersteller empfiehlt 6 Kapseln täglich, damit reicht das Produkt in jedem Fall für 20 Tage (Woohoo!). Bei einem Einnahmeschmea von 12 on/7 off kommt ihr auf etwas mehr als 5 Wochen. Beim Peak-Produkt handelt es sich aber nicht um reines DAA, sondern um eine Formula, in der noch diverse andere Substanzen zur Aromatasekontrolle enthalten sind (N-Methylglycin, Trans-Resveratrol); dies schmälert natürlich den Gesamtgehalt an DAA und sorgt dafür, dass ihr gleich 6 Kapseln pro Tag futtern müsst. Bei einem Preis von 19,99 € für 120 Kapseln zahlt ihr 0,17 € pro Kapsel. Pro Tag belaufen sich die Kosten bei 6 Kapsel ed auf ~1,00 €.

Dybanix D-Aspartic Acid von PharmaSports liegt preislich bei 29,90 € und wird ebenfalls in Kapselform geliefert. Im Dybanix DAA sind 240 Kapseln enthalten und lt. Herstellerangaben  liefert eine solche Kapsel 98,8 % DAA. Bei diesem Produkt handelt es sich auch um beinahe reines, jedoch verkapseltes DAA ohne irgendwelche Zusätze zur Aromatasekontrolle. Pro Kapsel zahlt ihr einen Preis von 0,12 €. Die Verzehrempfehlung von PharmaSports beläuft sich auf 4 Kapseln pro Tag und somit landet ihr bei einem Preis pro Dosis und Tag von ~ 0,50 €. Das DAA hält für  60 Tage; mit dem uns bekannten Einnahmeschema hält das Produkt sogar 9-10 Wochen, also fast so lange wie das Produkt von MyProtein.

Tja, was soll man sagen Leute? Rein preislich kann man da nicht meckern. MyProteins Produkt ist gut aufgestellt. Es ist vom Preis her im mittleren Segment (im Preis pro Dosis sogar führend) und reicht bei der uns bekannten Dosierung für etwas mehr als 3 Monate. In Peaks Produkt sind zwar einige interessante Gimmicks enthalten und man spart sich das lästige Zusammenmischen, doch gehören Dinge wie z.B. Zink ohnehin in jeden gut durchdachten Plan eines Kraftsportlers und Bodybuilders. Der Kauf von Resveratrol, ebenfalls bei MyProtein erhältlich, zusammen mit DAA kann sich bei einer der uns bekannten Schnäppchenaktionen, bei denen es 10-20 % Rabatt gibt, schon finanziell schnell lohnen.

Zu welchem Produkt ihr am Ende selbst greift, bleibt euch überlassen. Wir dagegen vergeben für den Preis (pro Dosis) und die lange „Halbwertszeit“ 8 von 10 Punkten.

(Versprochene) Wirkung

Es dürfte verständlich sein, dass wir die Wirkungsweise von D-Asparaginsäure hier nicht in aller Breite erörtern werden – dafür gibt es diesen Artikel. Es sollen aber im Folgenden noch einmal die Schlüsselmechanismen von DAA umrissen werden:

Die Wirkung von DAA manifestiert sich auf mehreren Wegen und liefert so eine potenzielle Erklärung für die Testosteronproduktions-stimulierende Eigenschaft des D-Isomers. Zum einen kann DAA als endogener Neurotransmitter gesehen werden, welcher selbst in die Testosteronproduktion (via sTAR-Stimulation) einwirken kann. D-Asparaginsäure dient aber u.a. auch als Substrat (quasi „Bauteil“) für einen weiteren höchst interessanten Neurotransitter: N-methyl-D-Aspartat oder kurz „NMDA.“ (D’Aniello et al. (2011))

Damit leistet DAA auf diese Wege einen entscheidenden Beitrag bei der Gedächtnisleistung und Neurogenese (Schaffung neuer Neuronen im Gehirn). (Kim et al. (2010)).

Testosteron

Bei den Hormonen FSH und LH handelt es sich im Wesentlichen um Substanzen, die einen eklatanten Anteil und Impact bei de Synthese von Testosteron einnehmen. DAA wirkt nicht nur indirekt über NMDA (und damit die LH-Produktion), sondern man vermutet auch einen isolierten Mechanismus, über den die Aminosäure in diesen Prozess eingreift.

Seinen testosteronsteigernden Effekt entfaltet das DAA u.a. durch seine Aufnahme in den Testikeln (Hoden) über die NMDA-Rezeptoren (induziert durch einen steigenden LH-Spiegel). In den Leydig-Zwischenzellen, dem Ort der Spermienproduktion an dem auch Testosteron vom Körper synthetisiert wird, scheint es ganz so als ob das DAA eine Testosteronausschüttung begünstigt. (durch Stimulation des steroidogenic acute regulator proteins, kurz: sTAR) (Nagata et al. (1999)) Die Hochregulation des sTAR-Proteins sorgt dafür, dass ein Engpass der Testosteronproduktion, nämlich der Cholesterintransport IN die Zelle, überwunden werden kann. Wir erinnern uns noch aus unserem Fettstoffwechsel-Artikel: Cholesterin ist DER building block für das Testosteron des Mannes. Das heisst: LowFat-Ernährung = sehr sehr schlecht Idee!)

D’Aniello et al. (2005) haben ebenfalls gezeigt, dass DAA bei der Spermatogenese (Spermienproduktion) beteiligt ist und das eine Zufuhr von bereits 2,66g DAA täglich in der Lage ist die Beweglichkeit und Konzentration von Spermien in einem Verlauf von 90 Tagen signifikant zu verbessern (50-100 % Verbesserung ggü. der Ausgangssituation). Somit könnte man DAA auch als Supplement für Fertilität bezeichnen.

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Die Ergebnisse der Ratten- und Humanversuche sowie Testosteronveränderungen. (Quelle: D’Aniello/Topo et al. (2009))

Bis zum heutigen Zeitpunkt ist DAA somit einer der vielversprechendsten Kandidaten unter den Testo-Boostern.

Meine persönliche DAA-Erfahrung

Interessanterweise konnte ich nach bereits 3 Tagen Einnahme eine deutlich verstärkte Libido feststellen – ob es sich hierbei nun um einen Placebo-Effekt gehandelt hat oder nicht, bleibt erstmal dahingestellt. Dieser Zustand schwächte sich estmals nach 9 Tagen wieder etwas ab.

Ansonsten konnte ich (logischerweise) noch keine Veränderungen feststellen und ich will mich auch nicht anmaßen ein vorzeitiges und endgültiges Fazit abzugeben. Gegebenfalls wird dieser Abschnitt noch nach Beendigung meines n=1-Experiments nachgereicht. Verständlicherweise fischen wir ohne eine Blutentnahme (Messung des Testosteronspiegels) VOR und NACH dem Expierment im Trüben, dennoch würde ich jedem von euch empfehlen, es zumindest selbst einmal auszuprobieren.

Gesamtnote/Fazit

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Eins ist sicher: Geil mach das Zeug schon mal.

Eine Blutuntersuchung VOR und NACH der Supplementation ist in jedem Fall empfehlenswert, wenn ihr das Geld für die Überprüfung eures Testosteronspiegels erübrigen könnt (und derartige Ergebnisse würden auch uns, hier auf Aesir Sports, interessieren!)

Berücksichtigt man nun das Endprodukt von MyProtein – seine Verpackung, seine Darreichungsforum, die versprochene Wirkung und natürlich auch den Preis, so landen wir 31 von 36 Punkten (86 %).

Ohne viel Schnörkel, vergleichsweise gut im Geschmack für eine Aminosäure und ein adäquates Preis-Leistungsverhältnis sind zumindest in Verbindung mit dem Libidoanstieg schon mal eine gute Sache, jedoch natürlich kein besonders wissenschaftliches Endfazit. Es bleibt aber interessant zu welchen Ergebnis die Wissenschaft in Zukunft noch kommen wird. DAA, als testosteronsteigender Substanz, rückt gerade erst allmählich in den Fokus der Gelehrten.

Übrigens: mit dem aktuellen Aesir Sports Code bekommt ihr derzeit noch (unverbindlich):

  • 1x D-Asparaginsäure for free ab einem Bestellwert von 30 € (Code: DASPARTICDE)

HIER geht es zur Forendiskussion

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