Life Domination V: Wie man ein Badass wird

Life Domination V: Wie man ein Badass wird

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(Anmerkung: Es hat sich zufällig ergeben, dass aus diesem Artikel ein “Life Domination”-Artikel geworden ist. Die Einleitung ist länger geworden, als beabsichtigt und nach reiflicher Überlegung stellt die LD-Kategorie die passendste Sparte dar, die es auf dem Blog dazu gibt. Wie dem auch sei – have fun @ life domination)

Die Konzeption eines echten Badass wird viel zu oft fehlverstanden. Für einige stellt der stereotypische Badass einen Rowdy, Rocker oder Anarchisten dar – jemanden, der sich gegen Recht und Gesetz stellt, jemanden der schreitet und waltet, wie es ihm beliebt und sich nimmt, was ihm seiner Meinung nach zusteht – und das ohne Rücksicht auf die Mitmenschen. Diese Definition könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Gibt man bei Google “badass” ein, so stößt man auf folgende Definition:

  1. tough or aggressive.
    “a badass demeanour”
  2. formidable; excellent.
    “this was one badass camera”

Wisse, dass die Bezeichnung des Badass – für die es leider im Deutschen keine sinnvolle Übersetzung gibt – im zweiteren Sinne verstanden werden soll. Ein echter Badass zieht nicht durch die Straßen, Bars, Clubs und posaunt heraus, wie badass er doch ist. Er versucht nicht besonders though auszusehen und er prügelt sich nicht just for fun. Ein echter Badass gibt niemals auf, entwickelt sich jeden Tag weiter und erledigt den Scheiss, den er eben erledigen muss. Er ist kein Arschloch, er vergreift sich nicht an Schwächeren und ist in der Lage Empathie und Mitleid zu empfinden. Badass sein, heißt seine Limits zu kennen – und diese permanent neu auszuloten.

Dieser Artikel handelt davon, wie man ein Badass des Lebens wird, doch was man sich klar machen sollte: Ein Badass wird man nicht dadurch, dass man sich als solcher bezeichnet oder so unantastbar tut, sondern viel mehr, weil andere in einem einen Badass sehen.

“The badass is an uncommon man of supreme style. He does what he wants, when he wants, where he wants. You won’t find him on facebook, myspace, msn et cetera because he is probably out being cool somewhere. He might be on a motorcycle, but it’s probably not a Harley or a crotch rocket because he won’t spend that much money to be accepted. Traditionally, he will smoke, but it’s not necessary at all. He feels no obligation whatsoever to justify his beliefs, values, convictions, morals et cetera with anyone. He likes his music because it sounds cool to him. You won’t find him if you look for him because there is no sure way to identify him. One does not think that he is badass; he KNOWS it and that’s that. Alternatively, a badass is the complete opposite of a douchebag.” – Urban Dictionary

Badass sein, heisst Alpha sein. Merke: Ein Badass besitzt Alphastatus, jedoch besitzt ein Alpha nicht unbedingt Badassstatus! Bevor wir daher genauer klären, was der Badass ist, widmen wir uns zu allererst dem Alpha.

Life Domination V: Wie man ein Badass wird

Der Alphastatus: Ein Exkurs in Sachen Soziologie & Hierarchie

Die Bezeichnung des Alpha leitet sich aus dem Griechischen her („α“) und beschreibt den ersten Buchstaben des Alphabets. Erster, erste. Das Erste. Der Erste. Der Wissenschaftszweig der Verhaltensforschung widmet sich u.a. dem Studium von Hierarchieordnungen – in der Tierwelt stellt das Alpha-Männchen das ranghöchste Mitglied eines Rudels dar – es ist das Leittier und gehört oftmals zu den erfahrensten und stärksten Tieren innerhalb der Gruppe. Abseits dessen genießen Alphas oftmals besondere Privilegien, etwa ein Anrecht auf die ersten Bissen der erlegten Beute oder das Recht zur Paarung.

Run with the pack: Ein Wolfsrudel besitzt eine klare Hierarchiestruktur. Der Leitwolf stellt das Alphatier dar.

Run with the pack: Ein Wolfsrudel besitzt eine klare Hierarchiestruktur. Der Leitwolf stellt das Alphatier dar. (Bildquelle: Wikipedia.de))

Weiter unten in der Rangfolge finden sich die Betas („β“), Gammas („γ“) und schließlich die Omegas („ω“). Die Betas folgen den Alphatieren in der Rangfolge und sind damit jene Mitglieder der Gemeinschaft, die nach ihnen mit den meisten Rechten ausgestattet sind („second-in-command“). Es folgen die Gammas, mit weniger Rechten & Privilegien. Ganz unten in der Befehlskette sind die Omegas – sie bilden die niedrigste Kaste der Gemeinschaft und gelten als Untergebene aller ranghöheren Mitglieder. Sie zeigen unterwürfiges Verhalten und werden – etwa um Frustration abzulassen – gerne als Prügelknaben missbraucht. Klar dürfte schon jetzt sein: Niemand möchte ein Omega sein und es zahlt sich aus, einen höheren Rang zu besitzen.

Wenn man an eine solche Hierarchie denkt, kommen einem meist Wölfe und Primaten in den Sinn, welche über eine ausgeprägte Sozialstruktur verfügen und deren „Gesellschaft“ nach strikten Rängen sortiert ist. Das Alphatier muss nicht zwangsweise männlichen Geschlechts sein – die Bezeichnung beschreibt lediglich die klare Dominanz eines Tieres im Ranggefüge, daher kann es in einer Herde bzw. einem Rudel ein männliches und ein weibliches Alphatier geben – das Alphapaar – oder nur ein Alphaweibchen (wenn dies in der Spezies so üblich ist, z.B. bei einem Matriarchat)

Menschliche Sozialstruktur: Die subtilere Hierarchie

Es ist wesentlich einfacher in die Tierwelt zu blicken und über eine derartige Ranghierarchie zu fachsimplen, als den Blick auf die eigene Spezies zu werfen und solche Strukturen zu erörtern. Wir würden heutzutage vielleicht nicht direkt von Alphas, Betas, Gammas und Omegas sprechen, doch auch der Homo sapiens – welcher immerhin ebenfalls zu der Klasse der Primaten zählt – verfügt über ein fragiles Sozialgefüge, eine „Hackordnung“ wenn man so will, die nach klaren Regeln und Pflichten aufgebaut ist. (Merke: Scheiße fällt immer nach unten!)

Die kleinste Einheit der menschlichen Sozialstruktur stellt die typische Familie dar, in der man die Rangverteilung noch am ehesten klar abgrenzen kann. Wir haben den Vater und die Mutter (das Alphapaar mit den meisten Rechten und Privilegien) sowie die heranwachsenden Kinder (Beta), Kleinkinder (Gamma) und Säuglinge (Omega). (Maggie & Ape Simpson wären die klassischen Fälle von Omegas – kein Schwein nimmt wirklich auf sie Rücksicht ;))

In unserem Staat lässt sich freilich eine ebenso treffende Einteilung der Bevölkerung treffen, wobei hier die Trennschärfe vielleicht nicht ganz klar ersichtlich ist. An oberster Stelle steht natürlich der Kanzler bzw. die Kanzlerin mit ihrem Kabinett (Alpha). Gleich darunter findet sich die politische Elite (Beta), die Durchschnittsbevölkerung (Gamma) und die Unterschicht (Omega) – oder man bringt noch mehr griechische Buchstaben und soziale Klassen ein und macht das Chaos perfekt. Wie ihr bereits sehen könnt, bietet das Ganze reichlich Zündstoff für hitzige Debatten und politische Diskussionen, doch darum geht es hier nicht.

Was ich eigentlich mit diesem Punkt sagen möchte: Unsere Zivilisation gliedert sich nach denselben Prinzipien, wie die Gesellschaft im Tierreich, nur das wir gerne behaupten, dass wir an der Spitze der Nahrungskette stehen und wissen, wie der Hase läuft, während in Wahrheit sehr viel auf unterschwelliger Ebene abläuft.

Wann immer ihr euch in eine Subkultur begebt, findet ihr mehr oder weniger ausgeprägte Hierarchie und selbst wenn ihr in die Disco oder einen Club geht, nehmt ihr automatisch an dieser „Ranglotterie“ teil: Euer Auftreten, eure Kleidung, euer Verhalten, die Dinge die ihr tut (oder nicht tut) und was ihr sagt (oder nicht sagt), sorgen automatisch dafür, dass euch eure Mitmenschen in bestimmte Kategorien einsortieren („Schublade“) und euch einen Platz im Sozialgefüge zuweisen – ob ihr wollt oder nicht.

Themenverwandter Artikel:
Life Domination VI: Über Perfektion, Durchschnittlichkeit und realistische Ziele

PickUp: Das Alphatier sein

Innerhalb der letzten Jahre bekam die PickUp-Szene erheblichen Zulauf. PickUp, das ist die Kunst beim anderen Geschlecht zu landen und (im Optimum) eine Frau erfolgreich abzuschleppen. Es dürfte daher nicht weiter verwundern, dass „die Szene“ größtenteils von Männern dominiert wird. Sogenannte Pick-Up Artists – häufig als Gurus gehandelt – verdienen sich eine goldene Nase mit einschlägiger Lektüre, Workshops und Coachings. Erfahrungsaustausch findet über Communities statt, die in Foren organisiert sind. (Vermutlich ziehe ich mir sogar gerade den Zorn einige Mitglieder zu, in dem ich von dieser geheimen Bruderschaft rede – aber who cares).

Wenn ihr bereits mit dem Begriff des „Alphas“ in einem derartigen Zusammenhang (Frauen aufreißen) in Kontakt getreten seid, dann dürfte das mit 99 %iger Wahrscheinlichkeit aus diesem Milieu stammen. Die Theorie ist simpel und nachvollziehbar: Verhalte dich wie ein Alphatier und alle Frauen liegen dir zu Füßen (oder: die Welt steht dir offen). „Alphas“ sind die Gewinnertypen. Diejenigen, denen die Frauen nachlaufen, die erfolgreich im sozialen Leben sind, die netzwerken und über einen großen Freundeskreis verfügen, Spaß im Leben haben, beruflich erfolgreich sind – kurzum: eine gute Partie für das reproduktionswillige Weibchen/Männchen darstellen.

Jedenfalls…augenscheinlich. Die Kunst liegt nicht so sehr darin, Alpha zu sein, sondern Alpha zu schein‘, Marke: „Fake it, till you make it.“ Es dürfte daher prinzipiell nicht allzu sehr verwundern, dass es unter denjenigen, die sich selbst als Alphas bezeichnen, sehr viele Charakterschweine gibt, die nur auf ihren eigenen Vorteil aus sind und sich erst hinterher als wahre Arschlöcher herausstellen.

Zugegeben – dies muss zwar nicht die Regeln sein und es gibt sicherlich eine ganze Menge PickUp-Kollegen, die an einer tatsächlichen Weiterentwicklung ihrer eigenen Persönlichkeit interessiert sind, doch für einen Großteil ist das Gebaren eher Mittel zum Zweck.

Der PickUp-Alpha ist mehr als oft mir eine Silhouette - ein Schatten dessen, was ihr wirklich sein könnt, wenn ihr euch anstrengt.

Der PickUp-Alpha ist mehr als oft nur eine schale Silhouette – ein Schatten dessen, was ihr wirklich sein könnt, wenn ihr euch anstrengt. Um ein richtiger “Alpha” oder “Badass” zu sein, müsst ihr euch weiterentwickeln.

Für mich persönlich war PickUp – und das Studium derartiger Lektüre bzw. das Abhängen in Foren mehr eine Möglichkeit menschliches Verhalten zu studieren, denn so sehr man sich an der Grundidee stoßen kann, umso erschreckender ist die Effektivität des Ganzen, die sich auf den Grundprinzipien sozialer Verhaltensstruktur aufbaut.

Wir Menschen sind tief in unserem Inneren eben doch Sklaven unserer Instinkte und Triebe. Die Evolution findet immer einen Weg und der Endzweck liegt eben nun einmal in der Reproduktion.

Die epische Heldenreise oder: Engineering the Alpha

Nach reiflicher Überlegung bin ich also derartig verblieben: Das Grundkonzept des Alphas und die Idee dahinter – erfolgreich sein, Leuten helfen und Spaß im Leben haben – sagt mir durchaus zu, allerdings bleibt das zwielichtige Image.

Weitaus besser gefallen hat mir die Definition des Alpha bei John Romaniello und Adam Bornstein.  „Men 2.0 – Engineering the Alpha“ – einem Intermittent-Fasting Buch für Kraftsportler, dass eine interessante Synthese aus Persönlichkeitsentwicklung und Bodybuilding darstellt (auch wenn mir einige Aspekte des Ernährungsprogramms nicht gefallen haben).

Die Autoren nehmen sich die Arbeiten von Joseph Campbell als Vorbild. Campbell, ein Schriftsteller und amerikanischer Mythologe, erkannte im Laufe seines Lebens dass sämtliche mythologischen Geschichten in ihrem Kern eine Ähnlichkeit besitzen bzw. starke Parallelen aufweisen und sich damit auf die gleichen Elemente reduzieren lassen. Dieses „Grundgerüst“ mythologischer Geschichten bezeichnete er als den Mono-Mythos („mono myth“) – welcher im Folgenden auch Gegenstand zahlreicher seiner Bücher war. Men 2.0 bezieht sich im Speziellen auf Campbells „Der Heros in tausend Gestalten.“

Romaniello und Bornstein erläutern anhand der 12 Stufen der Heldenreise die Entwicklung, die prinzipiell jedem von uns offen steht, sofern wir „dem Ruf des Abenteuers“ folgen möchten. Die Quintessenz: Wir alle sind in gewisser Weise Helden unseres Lebens.

Der Heldenzyklus: Wir entscheiden selbst, ob wir dem Ruf des Abenteuers ins Unbekannte folgen, oder in unserer "Komfortzone" verbleiben. (Bildquelle: Wikipedia.de)

Der Heldenzyklus: Wir entscheiden selbst, ob wir dem Ruf des Abenteuers ins Unbekannte folgen, oder in unserer “Komfortzone” verbleiben. (Bildquelle: Wikipedia.de)

Konkret schildert sich der Heldenzyklus wie folgt:

  1. Ruf: Erfahrung eines Mangels oder plötzliches Erscheinen einer Aufgabe
  2. Weigerung: Der Held zögert, dem Ruf zu folgen, beispielsweise, weil es gilt, Sicherheiten aufzugeben.
  3. Aufbruch: Er überwindet sein Zögern und macht sich auf die Reise.
  4. Auftreten von Problemen, die als Prüfungen interpretiert werden können
  5. Übernatürliche Hilfe: Der Held trifft unerwartet auf einen oder mehrere Mentoren.
  6. Die erste Schwelle: Schwere Prüfungen, Kampf mit dem Drachen etc., der sich als Kampf gegen die eigenen inneren Widerstände und Illusionen erweisen kann.
  7. Fortschreitende Probleme und Prüfungen, übernatürliche Hilfe.
  8. Initiation und Transformation des Helden: Empfang oder Raub eines Elixiers oder Schatzes, der die Welt des Alltags, aus der der Held aufgebrochen ist, retten könnte. Dieser Schatz kann in einer inneren Erfahrung bestehen, die durch einen äußerlichen Gegenstand symbolisiert wird.
  9. Verweigerung der Rückkehr: Der Held zögert in die Welt des Alltags zurückzukehren.
  10. Verlassen der Unterwelt: Der Held wird durch innere Beweggründe oder äußeren Zwang zur Rückkehr bewegt, die sich in einem magischen Flug oder durch Flucht vor negativen Kräften vollzieht.
  11. Rückkehr: Der Held überschreitet die Schwelle zur Alltagswelt, aus der er ursprünglich aufgebrochen war. Er trifft auf Unglauben oder Unverständnis, und muss das auf der Heldenreise Gefundene oder Errungene in das Alltagsleben integrieren. (Im Märchen: Das Gold, das plötzlich zur Asche wird)
  12. Herr der zwei Welten: Der Heros vereint Alltagsleben mit seinem neugefundenen Wissen, und lässt somit die Gesellschaft an seiner Entdeckung teilhaben.

Hierzu ein Ausschnitt auf Joe Rogan’s Podcast, der das Ganze sehr schön ausdrückt:

httpv://www.youtube.com/watch?v=8U8w9AzLvnM

Natürlich zieht niemand von uns aus, um Drachen zu töten oder holde Jungfrauen zu retten – und übernatürliche Hilfe gibt es auch nicht an jeder Ecke – aber stehen nicht auch wir vor einer Entscheidung, die unser ganzes Leben verändern kann? (Aufnahme des Trainings und Rekomposition des Körpers). Lockt uns nicht auch die Couch und der Fernseher? Haben auch wir nicht „Angst“ unser bekanntes Leben hinter uns zu lassen und alten Gewohnheiten leb wohl zu sagen? Stoßen auch wir nicht auf Probleme und Widerstände, (Plateaus und Stagnationen, Ernährungsprobleme) die wir aus eigener Kraft – oder der Hilfe anderer – überwinden müssen? Werden nicht auf wir wiedergeboren, wie Phönix aus der Asche, wenn wir uns (und unseren Körper) schlussendlich transformiert haben?

Und so lautet auch die Definition des Alphas bei Herrn Romaniello & Bornstein:

Der Alpha ist die beste Version deiner selbst!

Das bedeutet nichts anderes, als das jeder ein Alpha sein kann. Ich werde nun sicherlich nicht die Story mit den parallelen Universen aufgreifen, die beschreibt, wie jede unserer eigenen Entscheidungen irgendwo dort draußen einen neuen Zeitstrahl inkl. Alter-Ego generiert, doch tatsächlich liegt es nur an uns selbst, ob wir morgen die beste oder schlechteste Version unserer selbst sind:

  • Wir können früh aufstehen, trainieren, uns gesund ernähren, gute Laune verbreiten und unseren Mitmenschen helfen, lächeln und die Welt ein kleines Stück besser machen, oder…
  • Wir pennen bis 12 Uhr mittags, ziehen uns den ganzen Tag Junk rein, sitzen mies gelaunt vor der Glotze und lachen uns einen Ast ab, weil irgendwo auf der Welt eine arme Seele gegen einen Baum gefahren ist. Ist es spät genug, rollen wir uns wieder in unser Bett und suhlen uns in Selbstmitleid, weil die Welt/Gesellschaft uns so schlecht behandelt. Dabei vergessen wir aber, dass wir selbst kein Stück dazu beigetragen haben, diesen Ort ein bisschen positiver zu gestalten.

Alpha sein heißt viel mehr, als sich nur als solcher zu bezeichnen, sein Inner Game darauf auszurichten und sich vorzumachen, man sei in der örtlichen Bauerndisko die lässigste Sau. Es geht nicht darum, möglichst viele Hotbabes klar zu machen, sondern darum ein echter Badass des Lebens zu werden – und es an den Eiern zu packen. “Just make it – then there’s no need to fake it.” – Mike Mahler

Tatsächlich lassen sich die Begriffe Alpha und Badass als Substitute verwechseln, doch wie ich bereits sagte: ein Alpha kann auch ein absolutes Arschloch und Charakterschwein sein. Ein echter Badass allerdings nicht, daher kann der Badass auch mit Fug und Recht als eine weiterentwickelte Stufe betrachtet werden. Ein Badass hat immer Alphastatus – ein Alpha jedoch nicht zwangsweise Badassstatus.

Eine treffender (vielleicht DER treffendste) Beitrag zum Thema stammt aus der Feder von Chris McCombs. Mein Kollege Anis, der vielen vielleicht als „ad89“ ein Begriff sein dürfte (und der hin und wieder einen Beitrag zum Blog beisteuert), hat sich die Mühe gemacht, und die badass-igste Wall of Text dort draußen für euch in deutsche Sprache übersetzt. An dieser Stelle ganz großen Dank an Anis – verdammt gute Qualität.

(Merke: Die Videos sind zur Auflockerung drin und passen oftmals thematisch zum Punkt – für das erste Lesen und um den Lesefluss aufrecht zu erhalten, könnt ihr sie auch gerne erstmal auslassen.)

Themenverwandter Artikel:
Life Domination II – Angst, der Wachstumsfaktor

Engineering the Badass – In 37 Schritten zu einem besseren Leben

Aus dem Englischen von Anis „ad89“ D. / copyright by RiseAbove & Chris McCombs

Die meisten Artikel, die du im Internet über das Thema „badass“ findest, handeln davon, wie man jemanden ins Bett bekommt. Das ist sicher nicht verkehrt – aber dieser Artikel handelt nicht davon. Er ist nicht für den aufstrebenden Aufreißer geschrieben, nicht für die Pumper oder die Streetfighter.

Es geht darum knallhart durch das gesamte Leben zu gehen – darum, ein Agent der Großartigkeit auf einer grundlegenden Mission zu sein.

…und dabei eine verdammt geile Zeit zu haben!

1. Sei cool zu jedem

Einmal stand ich bei der Backbude in der Warteschlange vor der Kasse an und es wurde ein wenig chaotisch. Der Raum war eng und die Kassiererin wusste nicht mehr, wer als nächstes dran war. Ich war in Eile und meinte, dass ich dran wäre – aber irgendein anderer Typ schnitt mir den Weg ab. Ich sprach ihn darauf an – naja, „ansprechen“ ist milde ausgedrückt – ich war ein ziemliches Arschloch zu dem Typ. Er drehte sich ruhig um und meinte „Hey, wir sitzen alle drin in dem Chaos hier. Beruhig dich.“

Da hatte er Recht. Ich meine nicht, dass du dich von allen Leuten plattwalzen lassen sollst – aber wir alle (!) haben mal Zeitdruck und je cooler du zu dem Rest der Menschen bist, desto cooler sind sie zu dir – sei freundlich zu den Leuten, wenn du aufsteigst, du wirst sie wieder treffen, wenn du fällst. (Wilson Mizner)

2. Stelle die Menschen vor Geld

Man verrennt sich so leicht darin, möglichst schnell möglichst viel Geld zu machen. Wir wurden darauf  konditioniert, zu glauben, Geld würde uns alle glücklich machen – und darüber vergessen wir, dass wir uns gegenseitig viel glücklicher machen können, als es das Geld jemals schaffen würde.

Statt der Welt irgendwelche Werte abzuringen, sollten wir vielleicht daran arbeiten, ihr Wert hinzuzufügen. Jeder auf seine eigene, einzigartige Weise. Niemand sonst kann das für dich machen. Dem Leben anderer Leute Wert zu geben ist vermutlich der Weg des größten Einflusses, den du gehen kannst.

Wenn du im Leben abstürzt und aus der Schlucht kletterst, scheue dich nicht davor, zurückzuschauen und dem unter dir die Hand zu reichen – zu sagen „komm, ich zeig dir den Weg!“

3. Mach so viele Fehler wie möglich

Fang Feuer für Fehler. Alliterationccc~ombobonus.

Mach mehr Fehler in den nächsten ein, zwei Jahren, als du dein ganzes Leben lang gemacht hast. Wenn wir scheitern, reift der Lernprozess. Nur dann potenziert sich der Wert der Erkenntnis.

Wenn du es vermeidest, Fehler zu machen, geht dir vielleicht die Chance auf Lernen und Wachstum flöten. Und alles, was nicht wächst, ist irgendwie tot.

Lustigerweise musste ich oft die Erkenntnis machen, dass viele Leute – ich übrigens auch – irgendwie glauben, von Anfang an alles perfekt machen zu müssen. Etwas in die Hand zu nehmen und es beherrschen zu müssen. Aber wir alle wissen, dass das sehr selten passiert und daraus resultiert unsere Angst vor Neuem. Wir haben Angst, etwas Neues nicht zu beherrschen.

„Die Person, die nie einen Fehler gemacht hat, hat noch nie etwas Neues probiert.“ – Albert Einstein

4. Kümmere dich um deinen eigenen Scheiß

Ein alter Mann sagte mal zu mir: „Mit 18 Jahren zerbrach ich mir den Kopf darüber, was alle von mir halten. Mit 40 machte ich mir darüber keine Gedanken mehr – und mit 65 Jahren realisierte ich dann schlussendlich, dass es tatsächlich niemanden interessiert.

Uns alle beschäftigt zu einem gewissen Grad, was andere Leute von uns denken. Der Typ, der sagt, es jucke ihn nicht, was andere von ihm denken, will, dass andere von ihm denken, dass es ihn nicht interessiert, was alle von ihm denken. Sneaky bitch.

Obwohl wir ALLE ein paar Gedanken darüber verschwenden, was die Welt von uns hält – je mehr du realisierst, dass die Meinung anderer Leute über dich überhaupt nichts ist, was dich beschäftigen sollte, dass deine Probleme darin liegen, was DU von dir hältst und was DU von anderen hältst – richtig … „the more badass your life will be.“

5. Halte einen gesunden Abstand zu einigen Leuten

Nicht absichtlich, immer und zu jedem. Denk dran, immer schön cool zu allen sein. Aber wenn du deinen eigenen Weg im Leben gehst, wirst du immer wieder auf Leute stoßen, denen das auf die Eier geht und die sich dadurch angegriffen fühlen. Ihr Problem, nicht deins.

Punkt 4. Ihre Gedanken = unwichtig.

„Das Geheimnis zum Erfolg besteht darin, die größtmögliche Zahl von Leuten anzugreifen.“ – George Bernard Shaw

6. Korrigier deine Fehler. Sofort!

Wann auch immer du Scheiße baust und dabei jemanden mit rein ziehst, korrigiere das so schnell wie möglich.

Zum einen wird das deine Beziehungen zu Menschen ziemlich geschmeidig laufen lassen, zum anderen polierst du durch die sofortige Korrektur jedes Mal deine „Washabeichfalschgemacht“-Skills auf. Du entwickelst ein besseres Sichtfeld dafür, kannst schneller reagieren. Du wirst besser und besser darin, deine Verhaltensweisen zu analysieren und wirst dich irgendwann selbst auffangen, bevor du irgendwem aus Versehen ans Bein pisst.

Gestehe deine Fehler so früh wie möglich ein und tu alles, was nötig ist, um sie zu korrigieren.

7. Schlage den verdammten alten Drachen endlich tot

Der (Lind)wurm hats verdient! (Bildquelle: Wikipedia.de)

Der (Lind)wurm hat es verdient! (Bildquelle: Wikipedia.de)

Da draußen ist ein GRANDIOSES Leben, weit hinter deinen tiefsten Ängsten und deiner Vorstellung. Und es wartet auf dich – auf der anderen Seite dieses Sumpfes voller Scheiß, vor dem du Angst hast.

Und – völlig egal, wie hart du daran arbeitest, diese Dinge zu vermeiden, vor denen du Angst hast – der einzige Weg führt mittendurch.

Das geile an der Sache ist: Sachen zu tun, vor denen man Angst hat, ist eigentlich gar nicht mal so übel. Es sind die Gedanken daran, die es uns so schwer machen und den Geist in deinem Maschinenraum füttern.

Der Kern der Dinge, vor denen wir Angst haben, ist wie ein Drache. Nähern wir uns dem Drachen. Spüren wir seinen Feueratem (hier vielleicht ein paar TicTacs reinwerfen) – und dann stechen wir zu!

  • Bist du erstarrt vor Angst? Gut. Angst ist gut. Angst ist ebenso wie Selbstzweifel ein Indikator. Angst sagt uns, was wir zu tun haben. Denk an die Daumenregel:  „Je mehr Angst wir vor etwas haben, desto unvermeidbarer ist es, dass wir es tun.“ – Steven Pressfield

Für mich als kleinen Autor war dieser Satz vor vielen Monaten ein ziemlicher Mindfuck, so nebenbei erwähnt.

8. Steh auf!

Wenn du regelmäßig bei ChrisMcCombs.net liest, würde ich meinen Arsch dafür verwetten, dass du physisch und psychisch stärker bist als der Durchschnittslullu.

Wenn du siehst, dass jemand benachteiligt, ausgenutzt oder falsch behandelt wird, der nicht selbst die Kraft hat, sich zu wehren, dann tu alles Erdenkliche, um diese Ungerechtigkeit zu beenden.

Es geht nicht um einen selbsternannten weißen Ritter mit Einhorn, einer Panzerrüstung und anderem ego-boostendem Scheiß. Es geht darum, deine Mitmenschen zu beobachten und sich um Angelegenheiten zu kümmern, wenn es von Nöten ist.

„Wir leben in einer Welt, in der die Menschen sich stärker von Ausdrücken und Mittelfingern angegriffen fühlen, als von Hungersnot, Krieg und der Zerstörung unserer Umwelt.“ – RSIFFIAO [wer auch immer das ist]

9. Sag „nein“

Es ist wichtig, zu wissen, wann man „ja“ sagen sollte. Zum Beispiel wenn man vor einem Altar steht und schon ein paar Tage vorher weiß, was los ist..

Aber noch wichtiger ist es zu wissen, wann ein „nein“ angebracht ist.

Wenn du nicht weißt, wie man etwas ablehnt, wirst du irgendwann ziemlich ausgeleiert von der Arbeit für irgendwelche Kasper, die du gar nicht magst, enden. Du wirst Sachen machen, auf die du eigentlich keinen Bock hast, die du leidenschaftslos machst und bei denen du keine 100% geben kannst und willst. Du wirst deinen Focus verlieren und deine Kraft haut ab.

„Die Hälfte der Probleme entsteht daraus, dass wir zu schnell „ja“ und nicht früh genug ‚nein‘ sagen.“ – Josh Billings

10. Lerne dein Leben lang

Lies Bücher, gib dir Hörbücher, nimm an Seminaren teil, arbeite mit Trainern und Mentoren, versuche das Verhalten anderer Leute, die das machen, was du tun möchtest, nachzumachen.

Heutzutage findest du alles, was du suchst. Die Antwort auf jede noch so dumme Frage. Halbe Minute googlen, zack. Meistens kostenlos, überall erhältlich. Überleg dir, welche Schlüsse du aus dem Gelernten ziehen möchtest und verinnerliche sie. Und dann – geh zurück zu Punkt 3 und mach mal wieder ein paar Fehler. Denn da beginnt, wie wir wissen, das Lernen.

11. Leg die Maske ab

Oma hatte mal wieder Recht. „Sei einfach du selbst.“ Wenn du das nicht bist, kriegt deine Umgebung das ziemlich schnell heraus. Und – noch wichtiger – du selbst wirst es immer wissen und dich irgendwann für dein Fakeleben hassen.

Nice2know: „Du selbst sein“ ist das eine Ding, das niemand besser kann als du. Auf der ganzen verdammten Welt kann niemand besser du sein als du selbst.

An dieser Stelle empfehle ich, mal in Eckhart Tolles „Power of Now“ reinzuspitzen. Famoses Büchlein.

12. Folge deiner Leidenschaft

Die Zeituhr tickt und das Leben kann schnell vorbei gehen.

Während du hier rumlungerst, gibt es draußen viel Neues zu erleben. Keine Ahnung, was für dich neu ist. Freeclimbing, Surfen (nicht im Internet, du Lümmel!), Start-Up-Unternehmen gründen, Bücher schreiben über Dinge, die dir wichtig sind.

Vielleicht ist es nur eine Sache, vielleicht ist es aber auch die Kombination mehrerer Sachen, die dir das Leben erst als lebenswert erscheinen lassen.

Was auch immer es ist. Verbring so viel Zeit wie möglich damit. Dafür ist das Leben da.

13. Komm damit klar, dass du niemals alles schaffen wirst

Die To-Do-Liste wird nie ein Ende finden.

Es gibt so viel zu erledigen für dich, um dein Traumleben zu erreichen. Von Geld verdienen, neue Sachen entdecken und haben wollen – darüber, defekte Dinge, kaputte Beziehungen wieder zu kitten, familiäre Angelegenheiten – bis zu den Dingen, die du machen musst, weil du vor drei Wochen nicht die Eier hattest, „nein“ zu sagen. So viel Kram in deinem Haus, am Auto, Bedürfnisse deiner Kinder (falls du ein paar dieser Rotzgören hast) – Du wirst das nie alles packen, du wirst die kleine Entenfamilie nie in Reih und Glied stehen sehen. Die Hälfte der Küken quakt rum, die andere Hälfte rennt vor heranrasende Autos.
Chaos ist nicht nur die Ordnung des Universums, viel schlimmer ist, dass unser (Un-)Bewusstsein so strukturiert ist, dass wir dauernd (!) nach einem Overload an Dingen Ausschau halten, die uns beschäftigen und dafür sorgen, dass wir etwas zu tun haben.

Wie zum Teufel willst du zwischen all den Sachen diese Minuten finden, in denen du darüber nachdenken kannst, was du eigentlich machen willst – wer du sein willst?

Ok, mach‘ einfach die wichtigen Sachen zuerst. Ordne danach alles, was semi-wichtig, unwichtig ist, unter – tu das, was du heute tun kannst. Und mach es vernünftig. Fokussier dich darauf, erledige es, lehn dich zurück. Und hör auf, dich in deiner To-Do-Liste zu verlieren.

14. Lass niemals locker

Es werden Situationen im Leben kommen, in denen du einknicken willst, es werden Leute kommen, die dich niedermachen  – Du selbst wirst dich kleinreden.

..steck dir deine Ziele, renn los und bleib am Ball!

„Wenn Du eine Vision von etwas hast, was Du in der Zukunft machen möchtest, musst Du mit einer fast schon mönchsgleichen Besessenheit daran arbeiten. Sei es Musik, Ballett oder ein simpler Hochschulabschluss. Tritt mit einer einzigen Bestimmung daran und lass kein Hindernis in Deinen Weg.“ – Henry Rollins

15. Passe dich an

Bleib auf deinem Pfad und stapfe großen Schrittes voran – aber sei flexibel und passe dich der Straße, auf der du läufst, an. Wenn du dich zu versteift verhältst, wird das Leben gegen dich sein. Manchmal musst du dich ein wenig anpassen, um besser vorwärts zu kommen. Sei Wasser – nicht Zement.

„Anpassen oder zerbrechen – das ist der unerbittliche Imperativ der Natur.“ – H.G. Wells

16. Arbeite mutig, aber unabhängig vom Ergebnis

Mach dein Ding, arbeite so hart wie möglich, verfolge deine Ziele – als würde dir jemand eine 9mm an die Schläfe halten und sagen „solange du alles gibst, drücke ich nicht ab“ – aber lass die Resultate sein, wie sie eben sind. Du kannst nur kontrollieren, was du tust. Nicht den Zufall.

Sich Gedanken über das Ergebnis zu machen wird dich innerlich auffressen vor Sorge. Diese bekümmernden Gedanken, diese kümmerlichen Gedanken (!) werden noch mehr Angst hervorrufen, die Angst im Körper anfeuern, einen unkontrollierbaren Angst-Körper-Psyche-Kreislauf hinaufbeschwören.

17. Erkenne, dass das Leben sich um Beziehungen mit und zu andere(n) Leuten dreht

Lass gute Leute in dein Leben und behalte sie dort. Schätze und pflege die Beziehungen die du mit denjenigen, die du liebst und magst, führst. Suche nicht dauernd nach guten Freunden, sei ein guter Freund. Im Leben geht es um die anderen. Nochmal, schaue dir Punkt 2 an.

18. Bringe den Müll raus

Weniger ist fast immer mehr. Besitz zu horten, den man nach dem Tod nicht mitnehmen kann, ist ein sinnloses Hobby. Die einzige Ausnahme sind Büchersammlungen. Bücher können dich in andere Dimensionen befördern und – seit ich Bücher sammle und es liebe, eine riesige Sammlung davon zu besitzen, liebäugelte ich damit, diese Ausnahme hinzuzufügen :)

„Versuchen glücklich zu werden, indem man Besitz anhäuft, ist wie versuchen, den Hunger zu stillen, indem man sich Sandwiches auf den gesamten Körper legt.“ – George Carlin

19. Mach die Welt besser

Die Welt ist am Arsch und braucht unsere Hilfe. Bring geplante und spontane Aktionen, die die Welt zu einem korrekteren Ort machen. Für alle von uns. Und mach das so oft wie möglich. Geh durch dieses Leben mit offenen Augen für die Möglichkeiten, dieses Zeitalter zu formen. Diese Generation, diese Gesellschaft. Hilf mit, uns zu verbessern. Auch für unsere Kinder – wir stellen nicht das Ende dar.

20. Buddel deine Fehler aus

Du bist eine fehlerhafte Kreatur, wie wir alle. Wir haben Kratzer, Risse, Beulen, Narben und Muttermale. Unsicherheiten, Rückenschmerzen und Probleme mit unseren Eltern. Wir zweifeln uns selbst an, wir versuchen krampfhaft, fast schon verzweifelt, jemand zu sein, der wir nicht sind – und wenn wir in den Spiegel schauen, sehen wir lauter Dinge, die wir nicht sehen wollen, die wir nicht sein wollen.

Wir sind Menschen. Wir sind keine verdammten Titelbilder. Wir sind nicht Men’s Health, GQ oder sonstige Magazine. Und niemand von uns wird so cool werden wie Filmstars und Superhelden. Akzeptier dich, wie du bist. Mit deinen Warzen.

21. Glaub nicht an deinen eigenen Bullshit

Wenn du anfängst, zu glauben, du seist cool oder sowas, wird dir das Leben erst recht zeigen, wie uncool du bist. Die weisen Menschen wählen den bescheidenen Weg. Vielleicht bist du in irgendeiner Art und Weise eine Person des öffentlichen Interesses, das ist okay. Bleib so authentisch wie möglich – und wenn Leute dir erzählen, wie toll du bist, bedanke dich, aber lass dir das nicht zu Kopf steigen!

Wenn du den Lobhymnen glaubst, wenn du an dein eigenes Gelaber glaubst, wenn du glaubst, dein Facebookaccount und du – ihr wärt eins – wird das Leben dir irgendwann solide in den Arsch treten, dich auf den Boden zurückklatschen und dir zeigen, dass du auch nur ein Mensch wie alle anderen bist.

carpe_that_fucking_diem22. Mach viele dieser coolen „kleinen Dinge“

Versuche konstant, minimale Verbesserungen zu provozieren.

Es gibt keine EINE SACHE, die irgendwann passiert und alles besser macht. Bullshit. Kein magisches Buch mit allen Geheimnissen des Lebens, kein Seminar, in das du als Versagerarschloch rein- und als Dalai Lama rausläufst. Kein perfekter Kollege, kein perfekter Coach, keine einzelne große Aktion.

Es geht darum, viele Dinge richtig zu machen und all das immer weiter zu verbessern – in kleinen Schritten. Der Shit kumuliert sich.

„Versuch nicht 100% besser zu sein – lieber 1% besser auf 100 verschiedene Arten“.

23. Lerne aus deinen Fehlern und mach weiter

Das Leben eines jeden Menschen ist chaotisch, problematisch und Scheiße passiert jedem.

Es existiert kein Endziel im Leben, an dem alles perfekt ist. Lerne, halbwegs glücklich zu sein, egal, welche Probleme du gerade durchläufst – und realisiere, dass du es, was auch immer dich bedrückt, vielleicht selbst verursacht hast.

Deine Fehler können dich bedrücken, krank machen, zu einem charakterlichen Penner machen – oder dich stärken, bescheidener machen, liebevoller. Zu einem Badass.

In jedem Fehler schlummert eine Art Geschenk. Suche es.

24. Suche eine Karriere, für die du tief in dir drin brennst

Viel zu viele Menschen bleiben dabei, das zu machen, was irgendwann mal ihre Wege kreuzte. Einfach, um Geld zu verdienen – und um den falschen Sinn des Lebens weiterzuführen. Der Blick ins Innere, das Ohren spitzen nach dem Ruf des Abenteuers – die Sehnsucht danach, einen Schritt vor den anderen zu setzen und alles in eine Reihe zu setzen ist einfach zu viel für sie.

Ich glaube, deine Zukunft in die Hände anderer zu legen, wie für eine Firma zu arbeiten mit einem Boss, der dich ausnutzt und dich ankotzt und ausnutzt – jederzeit, wenn er es will –  ist deutlich riskanter, als selbstständig zu arbeiten – aber hey: Vielleicht sind das nur meine Gedanken und keine allgemeingültige Weisheit.

Viele Menschen sind wohl nicht dafür gemacht, für sich selbst zu arbeiten. Daran ist nichts verkehrt. Aber verbringe deine Arbeitszeit zumindest damit etwas zu tun, was du liebst. Es gibt viele Badass-Berufe, auch im 9to5-Sektor.

Aber deine Zeit, deine Träume einlösen für Geld am Monatsende – egal, ob es gerade ausreicht oder 5-stellig wird – scheißt in meinen Augen ziemlich rein. Allerdings ist das das, was fast jeder macht. Alles aufgeben für die sichere konstante finanzielle Sicherheit, anstatt mit unerbittlicher Lebenskraft, Fokus und Intensität ihren Lebensträumen nachzugehen.

Mach das Gegenteil von dem, was alle anderen machen. Finde das, wofür du auserwählt wurdest und tu es. Mache das, wovon du weißt, dass du mit jeder Zelle dafür brennst.

Ein Badass weigert sich, dem 9to5-Programm nachzugeben.

Ausnahmen für #24:

  • Wenn du alleinerziehend bist (oder 10 Kids hast), kannst du dein fixes Einkommen nicht riskieren. Wenn du dich aufreibst, um alle zu versorgen, ist das cool. Das ist badass.
  • Egal ob Kinder oder keine Kinder – wenn du deine Freizeit so verbringst, dass du in irgendeinem Hobby aufblühst und extrem viel arbeitest, um mit 40 die Hypothek abbezahlen zu können, ist das auch cool.
  • Aber im Großen und Ganzen – Badasses verbringen den Großteil ihrer Zeit damit, Sachen zu tun, die sie intrinsisch machen möchten. Für die sie Leidenschaft empfinden, von denen sie deutlich mehr Erfüllung erwarten als von Geld. Auf diesem Weg wirst du deutlich glücklicher und wirst deutlich mehr Einfluss auf die Menschen haben, als mit dem extrinsisch gemachten Scheiß (Geld.)

Kurz gesagt. Extrinsisch (Geld) könnte dir mehr Geld bringen, aber raubt dir dafür die Erfüllung – und der Welt die Sachen, die von dir mit Liebe kämen.

„Find what you love and let it kill you“ – Bukowski

25. Höre auf dein Bauchgefühl – Es hat recht. Aber nur immer

Wenn sich irgendwas oder irgendwer bei dir komisch anfühlt, wenn ein Projekt, ein Vorhaben dir komisch vorkommt – hör auf deine Intuition. Die weiß nämlich deutlich mehr über dich als du selbst.

Es gibt da etwas in dir, das immer weiß, was das Beste ist. Es weiß, welchen Weg du gehen musst.

Wenn du Probleme hast, in Berührung mit deinem Bauchgefühl zu kommen, versuche, zu meditieren. Höre in dich hinein, geh spazieren, schmeiß alle möglichen betäubenden oder pushenden Substanzen aus deinem Leben, die den Kontakt dämpfen oder blockieren könnten.

„Wir wissen immer, welchen Weg wir eigentlich gehen sollten, aber wir folgen immer dem Weg, an den wir uns gewöhnt haben.“ – Paul Coelho

26. Finde raus, wer du wirklich bist

Du bist nicht die Designerjeans, das T-Shirt, die Schuhe, dein Haarschnitt, Haus, Auto, Einkommen, Kontostand, Bizeps, Bauchmuskel, Lat, Arsch oder dein Gesicht. Du bist kein Magazincover, du bist nicht, wer alle glauben, wer du bist. Du bist kein Tweet und nicht dein Facebookprofil. Verarsch dich nicht selbst indem du denkst, dass du bist, was du arbeitest, was du hast, wie du aussiehst. Wen du gefickt hast, wie viele du gefickt hast und was auf deiner „Über mich“ – Seite steht.

Zerschlag deine Trophäenvitrine und schmeiß sie weg.

Geld, Besitz, Status, Sex, dein Körper, alles kommt, geht und hat nichts – gar nichts – damit zu tun, wer oder was du tief in dir drin bist. Unser Ego liebt es, sich in solchen Dingen auszudrücken versuchen. Vergiss es.

Deine Worte, deine Taten sind viel bessere Investitionsmöglichkeiten, um herauszufinden, wer du bist. Aber die Gesamtheit ist noch viel größer. Es ist so einfach, aber so schwer zu definieren – Du bist du, der gesamte Raum, in dem sich dein Leben abspielt.

27. Vergib dir, vergib anderen

Wenn du vergibst, machst du eigentlich nicht groß was für andere Menschen. Der Karma-Effekt und der Effekt auf ihr Leben werden von selbst weiterarbeiten. Du vergibst ihnen eigentlich eher für dich selbst.

Normalerweise hast du – wenn du spürst, jemandem vergeben zu müssen – tatsächlich etwas in dir selbst, dass du dir vergeben möchtest. Die andere Person lebt nur den Spiegel. Und du magst nicht, was du in dieser Person siehst.

Klar, du musst auf sie zugehen und tun, was auch immer nötig ist. Aber geh den Weg vom Standpunkt der Vergebung aus. Vergebung ist der Weg zum Frieden. Ärger ist die Straße zum Pech. Und sie ist scheißgiftig.Es ist, als würde man eine Knarre an ihren Kopf halten, den Abzug drücken und hoffen, die Kugel würde treffen. Sie trifft aber nie.

Das ist ein Thema, mit dem mich selbst lange hadern musste, das mir viele Probleme bereitet hat. Und – alles, was ich dir sagen kann, ist, dass ich jedes verdammte Mal, wenn ich im Ärger gelebt habe, lag ich mit mir selbst im Clinch und lebte abgefucked aggressiv. Wenn ich die Vergebung lebe, finde ich meinen inneren Frieden.

28. Sei dankbar

Wenn du in Dankbarkeit lebst, lebst du das Gegenteil von Ärger, Hass, Neid (all die Dinge, die dich auf dem Weg zum Badass blockieren). Ich weiß, du hast extrem viel Stress, ich weiß, hab ich auch. Aber ich wette, du hast Essen und ein Dach überm Kopf. Und es steht keine Rockerbande vor deiner Haustür, die dir den Kopf abreißen will. Oder der Typ mit den Elefanten, der die Stadt niedermachen will.

Sei dankbar, sogar für deine Probleme. Wenn du dankbar bist, bist du glücklicher, das Leben flowed besser vor sich hin, du machst coolere Sachen und du kannst ein Badass werden.

29. Sprich es aus, wie es ist

Geheimnisse und Lügen verderben jede Zelle deines Körpers.

Sei wenigstens ehrlich zu deinen Freunden, deiner Familie und zu den Leuten, die dir wichtig sind. Ich war nicht immer so und musste jedes Mal dafür bezahlen.

Wenn du die Wahrheit sagst, wird das Leben dich besser behandeln, weil du das Leben besser behandelst.

Und wenn DU ehrlich bist – liegst du nie komplett falsch. Klar, paar Fehler gibt es immer noch. Aber wenn du transparent bezüglich allem bist und deine Fehler zugibst, wird dir komplett die Angst genommen, etwas sein zu müssen, was du gar nicht bist.

Ein richtiger Badass ist offen und ehrlich in jedem Bezug.

30. Behandle die folgenden Personen extra gut

Diener, Kellner, Busfahrer, Pagen, Kassierer, Putzfrauen, Tellerwäscher, Helfer, die Armen, die Missbrauchten, die Obdachlosen, die Alten und die Behinderten. Sei cool zu ihnen und lass Trinkgeld da, wenn es angebracht ist.

Begrüß die Leute, die von allen ignoriert werden. Zum Beispiel die Menschen, die in der Öffentlichkeit die Hecken schneiden. Gib denen, die es wohl nötiger brauchen als du, etwas Geld. Verstehe, dass alte Menschen langsamer sind. Sich langsamer bewegen, oft Schmerzen haben. Mach ihr Leben etwas einfacher wenn du es irgendwie kannst.

Nochmal, #1 – sei cool zu jedem. Aber sei zu diesen Leuten noch etwas korrekter. Zu denen und zu allen, die ein wenig von deiner Awesomeness gebrauchen könnten.

31. Sei lustig

Lustig sein ist ein geiler Weg, den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, ihren Tag etwas besser zu machen.

Der stille Typ, der kein Lachen auf seine Lippen kriegt, ist nur toll in irgendwelchen Filmen und bei Frauen mit Vaterproblemen. Und eigentlich ist der gar nicht so mysteriös, er hat meistens einfach nichts Intelligentes zu sagen. Deshalb hält er die Klappe.

Ein wahrer Badass liebt es, zu lachen – und, andere zum Lachen zu bringen.

EatALegend

Scheißegal, ob du der einzige bist, der denkt, 80% deiner Witze seien lustig – das bedeutet immer noch, dass 20% tatsächlich lustig sind. Und das reicht aus.

Also: Lustig sein. Selbst, wenn du der einzige bist, der lacht.

32. Wisse, dass Du nichts weißt

Keiner von uns weiß es. Schon einmal einen lustigen oder tollen Besserwisser getroffen? Nein. Weil die verdammt nochmal nicht existieren. Bleib offen für die Welt, lerne mehr und sei glücklicher.

Joe Rogan drückte sich da so aus:

„Wir wissen eigentlich nichts. Klar, wir wissen einiges und sind brillant im Vergleich zu Höhlenmenschen. Aber verglichen damit, die Natur des Universums zu verstehen… wir wissen viel über die Menschen, aber wir wissen nicht, wie das Universum existiert, wieso das überhaupt noch besteht, zusammenhält und nicht einfach wegfliegt.“ – Quelle

„Der Geist ist wie ein Fallschirm. Wenn er nicht funktioniert, ist er nicht geöffnet“ – Frank Zappa

33. Realisiere, dass alles, was Du machst, alles andere beeinflusst

Wir geben entweder Gutes oder Schlechtes in diese Welt. Jeder Gedanke, jedes Wort, jede Tat. Wir berühren damit nicht nur unser eigenes Leben, sondern das aller anderen. Es gibt keine kleine, unbedeutende Aktion.

„Jede Aktion verursacht eine Reaktion ohne logisches Ende“ – Scott Adams

34. Genieße die Fahrt – sie ist kurz

Ernsthaft, wir sind eh alle bald tot. Zumindest du und ich, wie wir jetzt hier sitzen und uns selbst wahrnehmen.  Also lebe gefälligst, hab eine gute Zeit.

35. Trainiere

Um ein richtiger Badass zu werden, musst du Deinen Körper stählen, ihn stark machen. Und es kann sich so verdammt gut anfühlen! Vermutlich das beste derzeit verfügbare Antidepressivum.

Das Training hat mir so viel gegeben. Ein paar Tage ohne Training und mein Körper brüllt „TRAINIERE, CHRIS! TRAINIERE!“

Es öffnet das Überdruckventil und lässt die eigenen Dämonen hinaus. Es lebt mein Leben, meine Geschichte, meine Probleme. Ich lebe den Moment – ein einfacher Fokus auf einen Punkt.  Eine Wiederholung. Einen Satz. Nie bin ich lebendiger, nie habe ich mehr Kraft, es mit der gesamten Welt aufzunehmen als in diesem Moment.

Schau dir alte Leute an, die nicht trainieren. Sie sitzen krumm und zerbrechlich da. Und jetzt wirf einen Blick auf alte Leute, die Jahre lang trainiert haben – sie sind spritzig, stehen solide und gerade da, lächeln, schauen aus, als hätten sie grad noch gepoppt. Sie sind in der Lage, noch ein paar Tage vor dem Tod davonzusprinten.

Training entledigt dich dem Stress, der Furcht, dem Ärger. Und es lehrt dich, den Wert von Opfer, harter Arbeit und Disziplin zu schätzen. Es bewegt dich in eine Richtung, die gut ist.

Wenn du trainierst, arbeitest du etwas Besseres aus dir heraus. Eine bessere Existenz.

36. Iss öfter gesünderes Zeug

Alles, was du dir in den Mund schiebst, kann entweder Gesundheit provozieren – oder Schaden.

Es ist schwierig, die Badass-Schiene zu leben, wenn du nur Müll frisst. Wenn 5 bis 10% Fastfood sind ist das was anderes als wenn du 40-70%+ Scheiße in dich reinstopfst. Es gibt viele Wege, gesundes Essen so lecker zuzubereiten, die Ausrede zählt nicht.

37. Lies diesen Blog so oft wie möglich

Das ist vermutlich einer der wichtigsten Punkte, wenn du einer der Krassesten werden willst. [Das gilt für Chris McCombs Blog wie für Aesir Sports. ;)]


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Bildquelle Titelbild: Batman – Flickr / djandyw.com ; CC Lizenz

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  • Eddie

    Life Domination V – ist WIRRKLICH badass geworden. Hat meine erwartung krass übertroffen :D