Kokosöl für weniger Körperfett und mehr Gesundheit

Kokosöl für weniger Körperfett und mehr Gesundheit

20 Kommentare 📅12 März 2014, 10:38
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Kaum einer hatte es auf dem Zettel, doch innerhalb der letzten Jahre erlebten Kokosprodukte, allen voran nativ-gepresstes Kokos-Öl, einen wahren Hype in der Ernährungs- und Fitnessindustrie.

Neben Omega-3-Fettsäuren (z.B. Fischöl) zählt das fettige Fruchtfleisch der Kokospalme zu einem der wenigen fettreichen Lebensmittel, die bei „Experten“ und Medien nicht in Ungnade gefallen sind (und das trotz der Tatsache das der Großteil der darin enthaltenen Fette, nämlich ~90 %, gesättigten Ursprungs ist [1])

Kokosfett besitzt jedoch einige interessante Eigenschaften, die sich ansonsten in kaum einem fettreichen Produkt finden lassen. Es lässt sich dank seines Sättigungsgrades nicht nur hervorragend zum Braten verwenden (ohne die Gefahr der Transfettentstehung), sondern scheint auch eine positive Körperkomposition zu begünstigen und der Gesundheit zuträglich zu sein, indem es

  • den Kalorienverbrauch erhöht (↑ Fettoxidation) [4][5][6]
  • den Appetit hemmt [7][8][9][10]
  • krankmachendes Bauchfett verbrennt („viszerales Fettgewebe“) [13][14][15][16]
  • vor Infektionen schützt (Bakterien/Viren und Pilze abtötet) [30][31][32]
  • die Blutfettwerte verbessert (↑ HDL, ↓ LDL & Transformation von vLDL-Partikeln in größere LDL-Partikel), ↓ Triglyceridspiegel) [13][33][34]
  • das Haut- und Haarbild verbessert [35][36][37]
  • die Hirnleistung schützt und den Hirnstoffwechsel stabilisiert (Schutz vor Alzheimer, Behandlung von Epilepsie) [2][38][39][40][41]

Alles in allem lässt sich hier tatsächlich eine Art von „Superlebensmittel“ ausmachen, welches das Potenzial hat einen großen Beitrag für eine höhere Gesundheit (auch im Alter), mehr Wohlbefinden und mehr Lebensqualität, zu leisten.

Da es unmöglich ist all die benefitiären Eigenschaften von Kokos (und im Speziellen Kokos-Öl) zu covern, beschränke ich mich im folgenden Artikel auf die physiologischen Auswirkungen einer Ernährungsergänzung – oder anders formuliert: Was Kokos und Kokos-Öl so alles für die „die schlanke Linie“ leisten kann.

Ich kann euch versprechen: Es lohnt sich!

Kokosöl für weniger Körperfett und mehr Gesundheit

Kokosfett & Mittelkettige Triglyceride (MCTs)

MCT-Stoffwechsel

Anders als langkettige Fettsäuren (LCTs), die erst in Chylmikrons (kleine Lipoproteipartikel) verpackt und über die Lymphbahnen transportiert werden und carnitin-abhngig verstoffwechselt werden müssen, nehmen mittelkettige Fette die Abkürzung direkt über die Leber, wo sie zur Ketogenese und Deckung des akuten Energiebedarfs rasch verstoffwechselt werden. (Bildquelle: Dean/English (2013))

Ja, das Fruchtfleisch der Kokospalme besteht überwiegend aus Fett und ja, es sind auch gesättigte Fettsäuren, die darin enthalten sind. (eine der wenigen pflanzlichen Quellen, die derartige Fette enthalten), doch das Kokosfett besitzt eine ganz besondere Struktur, die es unter den Fetten schier einzigartig macht. Wenn ihr unseren Grundlagenartikel zum Thema Fettstoffwechsel & Fettsäuren sowie den ausführlichen Guide zur ketogenischen Ernährung inhaliert habt, dann werdet ihr bereits über ein solides Verständnis hinsichtlich der Fettarten und deren Funktionen in unserer Ernährung aufgeklärt sein.

Das Fruchtfleisch der Kokospalme ist reich an sogenannten mittelkettigen Fettsäuren, [1] kurz „MCTs,“ genannt, die sich maßgeblich in ihrer Länge von den sonst üblichen langkettigen Fetten in unserer Ernährung unterscheiden.

Als „langkettig“ werden Fettsäuren mit 12-18 Kohlenstoffatomen definiert; „mittelkettige“ Fette enthalten lediglich 6-10 Kohlenstoffatom.

Anstatt den mühevollen und langwierigen Weg über die Lymphflüssigkeit zu nehmen, werden MCTs von unserem Körper, dank ihrer kompakten Größe, direkt vom Verdauungstrakt (Darm) zur Leber befördert und zu energetischen Zwecken verstoffwechselt.

Damit sind MCTs so etwas wie die kurzkettigen Kohlenhydrate in unserer Ernährung: Schnelle, den Stoffwechsel-ankurbelnde Energieträger, die entweder unmittelbar zur Deckung des Energiebedarfs – etwa in der Skelettmuskulatur – verbrannt oder bei der Produktion sogenannte „Ketonkörper“ verwendet werden. Diese Ketonkörper können beispielsweise die Blut-Hirn-Schranke passieren und nehmen damit Einfluss auf den Hirnstoffwechsel, [17][18] weshalb sich die in Kokos enthaltenen MCTs auch zur Behandlung neurologischer Erkrankungen, etwa Epilepsie, im Zuge einer ketogenischen Ernährung (HighFat/LowCarb) eignen. [2]

Dies bedeutet zwar nicht, dass die Aufnahme von mittelkettigen Triglyceriden bei einer hyperkalorischen Ernährung nicht als Fett gespeichert werden kann, [19] allerdings implizieren klinische Studien, dass Fette dieses Typus schlechter gespeichert werden können, als zum Beispiel langkettige Fettsäuren.

In einer Studie an Ratten, die man für einen Zeitraum von 6 Wochen auf eine hyperkalorische Diät gesetzt und mit MCTs (45 % Anteil an mittelkettigen Triglyceriden) gefüttert hat, legten diese trotz identischer Kalorienzufuhr rund 20 % weniger Gewicht (und 23 % weniger Depotfett) zu, als ihre Artgenossen, die in den Genuss einer Ernährung mit hohem Gehalt an langkettigen Fettsäuren (LCTs) kamen. [3]

Exkurs: Ist eine Kalorie wirklich eine Kalorie?

Der menschliche Körper funktioniert im Wesentlichen wie ein Automobil, bei dem der Grad an (Arbeits)-Effizienz in direkter Abhängigkeit zum Art des Treibstoffes steht. Der typische Verbrennungsmotor eines Kraftwagens nutzt zirka 33 % der Energie, die durch den Verbrennungsprozess entsteht, für mechanische Arbeit. Ein Großteil der Energie, die wir z.B. durch fossile Brennstoffe freisetzen, manifestiert sich dagegen in Form von Hitze, mit der wir die Umgebung aufheizen. Das heißt, dass wir de facto nur 1/3 des physischen Brennwertes des getankten Sprits nutzen was natürlich nicht besonders effektiv ist, aber im Moment die beste technologische Lösung darstellt.

Biomaschine Mensch

Die Biomaschine Mensch funktioniert im Kern genauso, nur das wir nicht mit Diesel und Benzin betrieben werden, sondern mit Kohlenhydraten, Fetten, Proteinen und – auch das – Alkohol. Wenn wir Lebensmittel essen, dann wird ein Teil der darin enthaltenen Energie als Treibstoff nutzbar, während ein weiterer Teil in Form von Wärme freigesetzt wird (die u.a. für die Aufrechterhaltung der Körperkerntemperatur zuständig ist). Das Aufheizen des Körpers kennen wir unter dem Fachbegriff (postprandiale) Thermogenese – die Wärmeenergie, die im Verdauungsprozess frei wird.

Vielleicht habt ihr ja schon einmal gemerkt, wie eure Körpertemperatur nach einer Mahlzeit langsam aber stetig ansteigt und euch wohlig warm wird. Jedes Lebensmittel, ob aus Fett, Protein oder Kohlenhydraten besitzt einen sogenannten TEF-Wert („Thermischer Effekt der Nahrung“), [20][21] welcher die energetischen Kosten der Verdauung widerspiegelt (beim Automobil wäre es die Verbrennung). Unterschiedliche Treibstoffe können unterschiedlich ergiebig genutzt werden, d.h.:

Zur Ermittlung des physischen Brennwerts setzt man ein sogenanntes "Bomben-Kalorimeter ein. Beim Verbrennungsprozess wird über das Aufheizen des Wassers auf den Energiegehalt des Lebensmittels geschlossen (Bildquelle: Wikipedia.de)

Zur Ermittlung des physischen Brennwerts setzt man ein sogenanntes „Bomben-Kalorimeter ein. Beim Verbrennungsprozess wird über das Aufheizen des Wassers auf den Energiegehalt des Lebensmittels geschlossen. Blöd nur, wenn der menschliche Körper die Lebensmittel nicht vollständig oxidiert, wie es sein mechanischer Gegenpart tut. (Bildquelle: Wikipedia.de)

Bei der Nutzung von Proteinen muss der Verdauungsapparat am härtesten arbeiten (es treten Energieverluste von bis zu 30 % auf), bei langkettigen Fetten am Wenigsten (Verluste bei ~2 %) und Kohlenhydrate liegen irgendwo dazwischen. (Verluste bei ~7 %)

Worum es mir aber gerade geht, ist, dass ihr realisiert, dass die Komposition der Ernährung (Konkret: das Verhältnis von Fett zu Protein zu Kohlenhydraten) sehr wohl einen signifikanten Einfluss darauf hat, wie viel Energie freigesetzt und am Ende auch tatsächlich genutzt werden kann. Die idealtypischen Angaben auf Lebensmitteln (9 kcal für Fette, 4 kcal für Protein & Kohlenhydrate) setzen sich aus errechneten Durchschnittswerten zusammen, was jedoch nicht bedeutet, dass alle Fettarten, Proteinarten und Kohlenhydratarten gleich effizient metabolisiert werden. Je nach Typ und Stoffwechselpfad gelten andere Regeln, was die Behauptung „eine Kalorie entspricht eine Kalorie“ ad absurdum führt.

MCTs sind ein solcher Sonderfall, da sie anders im Körper genutzt werden, als ihre langkettigen Verwandten.

Die logische Konsequenz: Eine Fettkalorie aus MCTs ist nicht identisch mit einer Fettkalorie aus LCTs. (bzw. der physische Brennwert mag identisch sein, aber der physiologische Brennwert – was wir damit machen, ist ein anderer)

Der Unterschied zwischen physischem Brennwert und physiologischem Brennwert ist deswegen so wichtig, weil die Angaben auf den Lebensmittelverpackungen meist den physischen Brennwert wiedergeben. Die Messung via Bomben-Kalorimeter hinterlässt am Ende lediglich Asche, d.h. dass die komplette Energie des Lebensmittels verbrannt wurde. Leider funktioniert der Mensch nicht auf diese Art und Weise (oder hinterlasst ihr nach dem Gang aufs Klo ein Aschehäufchen? Also ich nicht)

Unterschiedliche Lebensmittel mit unterschiedlichen Makronährstoffkombinationen können bei einem Individuum mit einzigartigem Hormon- und Enzymprofil sehr wohl zu einer schwankenden intra-individuellen Effizienz (von Person zu Person) führen.

Damn cool story, bro.

Kokosöl & beschleunigter Stoffwechsel

Wenn Nährstoffe auf unterschiedlichen Wegen metabolisiert werden, haben sie auch andere Effekte auf den Hormonspiegel und die Stoffwechselgesundheit. Je schwerer der Verdauungsapparat arbeiten muss, um die in der Nahrung gebundene Energie freizusetzen, desto unergiebiger ist es. Dies ist der Grund, weshalb so viele Leute auf eine proteinreiche Ernährung setzen, denn die Herabsetzung der Effizienz bedeutet nichts anderes, als das man mehr essen kann, ohne dafür die Konsequenzen auf der Waage zu spüren zu bekommen (da viel Energie in Form von Wärme verpufft). Der Körper kann weniger speichern, wir können mehr essen und alle sind glücklich! (Außer die schlechten Esser, die sowieso schon ein Problem damit haben auf ihrer Tageskalorien zu kommen)

Kokosöl, welches aus dem getrockneten Fruchtfleisch („Copra“) der Kokosnuss gewonnen wird, verfügt über einen solchen hohen TEF-Wert, d.h. es erhöht den Energieverbrauch durch den bloßen Konsum und kann somit die Fettverbrennung – im Gegensatz zu anderen Fetten – ankurbeln. [4]

Blackbox Leber: Die MCTs werden in den Leberzellen, den Hepatozyten, zu Fettsäuren zerlegt (MCFAs)

Die carnitin-unabhängige Abkürzung: Die MCTs werden direkt in den Leberzellen, den Hepatozyten, erst zu Fettsäuren (MCFAs) zerlegt, dann ins Mitochondrium transportiert und schließlich zu Acetyl-CoA verstoffwechselt. Acetyl-CoA kann wiederum entweder zu Ketonkörpern transformiert oder im Citratzyklus („Krebs-Cycle“) zur Generierung von zellularer Energie, etwa ATP, genutzt werden. (Bildquelle: Dean/English (2013))

Dulloo et al. (1996) untersuchten beispielsweise die Auswirkung von Kokosöl (15-30g MCTs/Tag) auf den Energieverbrauch in menschlichen Probanden und stellten fest, dass sie den Metabolismus im Schnitt um rund 5 % erhöhten (was sich etwa auf einen Mehrverbrauch von 120 Kilokalorien pro Tag umrechnen lässt) [5]

Dieser Fund konnte auch von anderen Forschern verifiziert werden: Die Zufuhr von MCTs sorgt unter dem Strich für einen höheren Kalorienverbrauch im Verlauf des Tages. [6]

Wer nun glaubt, dass eine Fettkalorie aus Olivenöl oder Butter genauso schwer wiegt wie eine Fettkalorie aus mittelkettigen Triglyceriden (MCTs), der wurde soeben eines besseren belehrt. (Auch wenn an Butter nichts Schlechtes dran ist.)

Kokosöl & Appetit

Vielen Menschen ist das strikte Kalorienzählen ein Gräuel (und es stellt sich heraus, dass eigentlich viel mehr hinter dieser Praktik steht und der Sachverhalt komplizierter ist, als man immer vermutet – siehe unseren Artikel über den „Waste of Effort“), dennoch gibt es sehr viele Athleten, Sportler und Gesundheitsfanatiker, die felsenfest davon überzeugt sind, dass die Quantifizierung der Ernährung zumindest ein grobes Richtmaß zur Orientierung liefert und ihnen bei der Balance hilft.

Während ich damit übereinstimme, dass das Kalorienzählen und das Festhalten der Nahrungsaufnahme in einem Ernährungstagebuch seinen Sinn und Zweck erfüllt und ein solides Grundverständnis über unsere Nahrung beschert, kann man sich freilich darüber streiten, inwiefern dies für erfahrenere Personen, die nicht nur ihren Körper wie die eigene Westentasche kennen, sondern auch über ein breites Know-How in Sachen Ernährung verfügen, zielführend ist oder nicht doch eher unnötigen Stress verursacht und einen guten Teil an Lebensqualität raubt. (Über die Waage als Richtmaß, Kalorien & EPs habe ich mich ja  hier bereits ausgelassen)

Was man allerdings nicht vergessen sollte, ist die Tatsache, dass es bei der Reduktion von unerwünschtem Körperfett noch immer auf ein Kaloriendefizit ankommt. Nur wenn wir mehr Energie verbrauchen, als wir über die Nahrung aufnehmen, werden Reserven (Depotfett) ernsthaft geschröpft, wodurch der Bauch- und Hüftumfang schließlich sinkt. (Und auch wenn wir die Energiezufuhr und den –verbrauch mit unseren aktuellen technologischen Möglichkeiten nie genau auf den Punkt ermitteln können – jedenfalls nicht schnell und günstig – tut es unser Körper still und leise ja doch irgendwie)

Wer das Kalorienzählen rigoros ablehnt, der kann sich in seinem Vorhaben an seinem Appetit orientieren.

Die Idee dahinter: Alles, was den Appetit reduziert, sorgt in letzter Instanz für eine geringere Tagesenergiebilanz – und führt im Idealfall zu einer Abnahme von Körperfett. (Vorausgesetzt, das Individuum ist gesund und deckt seinen Bedarf über natürliche Lebensmittel ohne Geschmacksverstärker und sonstigem Industriemüll, welche den Appetit und das natürliche Hungergefühl verzerren).

6 Probanden erhielten in der Untersuchung von Stubbs/Harbron entweder eine Low-, Medium-, oder High-MCT-Ernährung (Bildquelle: Dean/English (2013))

Kälber, die man entweder mit Soja-Öl, tierischem Fett oder MCTs fütterte, zeigten eine cholesterinsenkende Wirkung bei MCT-reicher Kost. (Bildquelle: Dean/English (2013))

Gute Nachrichten, denn die im Kokosfett/-öl enthaltenen mittelkettigen Triglyceride für eine erhöhte Sättigungswirkung in Relation zu anderen Fettarten und ist so in der Lage die Tagesenergiebilanz eines Individuums zu senken. [7] Hierfür gibt es mehrere Theorien, wovon die populärste auf die Entstehung von Ketonkörpern verweist, die dafür bekannt sind den Appetit signifikant zu reduzieren. [8][9][10]

In einer Studie mit 6 gesunden Männern zeigten Stubbs/Harbron (1996) dass der Konsum von MCTs zu einer natürlichen Reduktion der Kalorienaufnahme von durchschnittlich 256 weniger Kilokalorien pro Tag führte. Die Wissenschaftler kommen zu der Konklusion, dass der Austausch von Fetten, die vom Körper leichter gespeichert werden (LCTs) mit Fetten, die eine geringe Speicherwahrscheinlichkeit besitzen (MCTs), den Appetit merklich unterdrücken und somit im Kampf gegen unliebsame Pfunde eine wichtige Rolle übernehmen können. [11] Eine ähnliche Studie bestätigte die Ergebnisse von Stubbs/Harbron rund 2 Jahre später:

„The addition of any of the fats to the high-carbohydrate breakfasts did not alter hunger ratings, but significantly delayed the request for lunch compared with the low-fat breakfast. The free-choice lunch eaten after the MCT breakfast was also significantly smaller..[12]

Im Fall von Kokosfett haben wir es also nicht nur mit einer Steigerung des Stoffwechsels zu tun, sondern auch einer Appetitreduktion (und damit einer geringeren Energieaufnahme). Beide Faktoren können bei einer zielgerechten Ernährung, deren Ziel in der Reduktion von Körperfett liegen, unterstützend wirken.

Kokosöl & Körperfett

„Okay,“ mögen nun einige unserer Leser sagen, „im Endeffekt muss man also nur Kokosfett in die tägliche Ernährung einbauen und WOOSH – das Körperfett verdünnisiert sich im wahrsten Sinne des Wortes –  oder?!“

Wie ich bereits weiter oben gesagt habe, wird noch immer ein Kaloriendefizit für eine nennenswerte Reduktion von Körperfett benötigt. Das Kokosfett besitzt natürlich auch eine gewisse Energiedichte. Es handelt sich hierbei um ein ergiebiges Energiesubstrat, welches eher zur Deckung des Energiebedarfs verbrannt wird, als das es vom Körper für schlechte Zeiten in Form von Fett eingespeichert wird. Es bringt aber nichts, wenn man seine alte Ernährung beibehält (und die Kalorienzufuhr identisch bleibt) und einfach nur noch (Kokos)-Öl ins sprichwörtliche Feuer gießt – quasi „on top“ zur restlichen Kost.

Die Substituierung von leicht zu speichernden Fetten (langkettige Fettsäuren) mit schwer zu speichernden Fetten (mittelkettige Triglyceride) kann jedoch die Einhaltung einer Reduktionsdiät erleichtern.

Wie genau? Mit natürlicher Ernährung und ausreichend Bewegung!

Assunção et al. (2009) gaben beispielsweise 40 Frauen im Alter von 20-40 Jahren über einen Zeitraum von 12 Wochen entweder 30 Gramm (2 große Löffel) Kokosöl oder ein Äquivalent in Form von Soja-Öl. [13] Die Testkandidatinnen ernährten sich hypokalorisch (Kaloriendefizit) und hatten die Anweisung für 50 Minuten pro Tag spazieren zu gehen. (Was mit Sicherheit nun kein hartes Programm ist!)

Im Verlauf des Studienzeitraum reduzierte man den Anteil an Kohlenhydraten sukzessive, während der Protein- und Ballaststoffgehalt allmählich angehoben wurde (bei ansonsten unveränderter Fettzufuhr).

Dem abdominalen Fett ein Ende: MCTs erhöhen die Fettoxidation und senken viszerales Fettgewebe, welches für dafür bekannt ist Entzündungen und Herz-Kreislauf-Probleme zu begünstigen. (Bildquelle: Pixaby &

Dem abdominalen Fett ein Ende: MCTs erhöhen die Fettoxidation und senken viszerales Fettgewebe, welches für dafür bekannt ist Entzündungen und Herz-Kreislauf-Probleme zu begünstigen. (Bildquelle: Pixaby)

Das Ergebnis der Studie

  • Beide Gruppen verloren innerhalb des Studienzeitraums rund 1 kg.
  • Der Hüftumfang (Bauchfett) reduzierte sich allerdings nur in der Gruppe von Damen, die das Kokosöl konsumierten. In der Soja-Gruppe tat sich nicht nur nichts – der Körperfettgehalt stieg sogar noch leicht an!
  • Die Teilnehmerinnern in der Kokosnuss-Gruppe verbesserten ihren HDL-Wert, während die Soja-Gruppe ihren reduzierte und dazu noch den LDL-Wert erhöhte.

Die Reduktion des Gewichts erreichte keine Signifikanz in der Untersuchung, allerdings konnten die Teilnehmer in der Kokosöl-Gruppe die Menge an Bauchfett reduzieren.

Natürlich gibt es noch andere ergiebige Studien zur Reduzierung des viszeralen Fettgewebes durch Kokosnussfett, etwa ein Paper aus dem ISRN Pharmacology, indem übergewichtige Probanden im Verlauf einer 4-wöchigen Intervention ihren Hüftumfang um 2,86 cm senken konnten. [14] Andere Experimente zeigen aber auch, dass MCTs in der Lage sind Gewichtsverluste in Kombination mit einer Reduzierung des Hüftumfangs und einer Verbesserung der Stoffwechselgesundheit herbeizuführen. [15][16]

Die Zahlen zum gewichtssenkenden Effekt sind zwar nicht astronomisch, doch viel interessanter ist die potente Wirkung von MCTs zur Reduzierung des abdominalen Fettgewebes, welches nicht nur ein Risikofaktor für das Herz-Kreislauf-System darstellt, sondern auch für Entzündungen und eine reduzierte Insulinsensitivität im Körper (Diabetes) verantwortlich ist. [22][23][24][25][26][27][28][29]

Abschließende Worte

Fett ist nicht gleich Fett und eine Kalorie ist nicht gleich eine Kalorie. Die in Kokos und Kokosprodukten enthaltenen mittelkettigen Triglyceride („MCT’s“) werden – dank ihrer geringeren Größe – anders verstoffwechselt, als langkettige Fettsäuren, nämlich auf zwei Arten:

  • direkt als Energiesubstrat in der Skelettmuskulatur
  • als Rohmaterial zur Ketonkörper-Produktion in der Leber

MCTs beeinflussen nicht nur den Hirnstoffwechsel, sondern entfalten obendrein wohltuende Effekte, wenn es um Appetitkontrolle und eine Erhöhung des Kalorienverbrauchs (Stoffwechselbeschleunigung) geht. Beide Effekte können bei der Reduktion von Körperfett, insbesondere dem schädlichen viszeralen Fettgewebe, behilflich und bei der Kontrolle des Körpergewichts dienlich sein.

…und dies ist gar nicht verkehrt, wenn man bedenkt, dass all diese Boni durch die Implementation von 15-30g Kokos-Öl pro Tag erkauft werden.

Persönliche Empfehlungen

Kokos-Öl und Kokosprodukte lassen sich heute problemlos über das Internet, etwa Amazon, beziehen. Ich selbst nutze eine Kokosnuss-Cremé (Creamed Coconut“ von der Marke „Royal Elephant,“), die es für knapp 3 € in einem handlichen Glas (200 ml) bei einem größeren Neukauf/Edeka zu kriegen gibt, sowie das MCT-Pulver von MyProtein.com.

"Creamed Coconut" von Royal Elephant beim örtlichen Edeka in der Bioabteilung

„Creamed Coconut“ von Royal Elephant gibt es für verhältnismäßig wenig Geld beim örtlichen Neukauf/Edeka in der Bioabteilung. (Bildquelle: Amazon.de)

Wenn es ein derartiges Produkt weder in eurem örtlichen Supermarkt (Schaut in der Bioabteilung in größeren Märkten) noch einem gut-sortierten Bioladen gibt (und ihr nicht auf ein Supplement eines Ergänzungsherstellers zurückgreifen wollt), findet ihr hier ähnlich geartete Produkte auf Amazon:

Wichtig ist, dass das Kokosöl nativ – also ohne Extraktionsmittel – gepresst wurde und vor allem auch ungehärtet ist. (achtet auf Glas-, statt Plastikverpackung). Und auch wenn es Kokosöl heißt, solltet ihr wissen, das dieses Fett bei Raumtemperatur in der Regel fest (und nicht flüssig) ist.

Und wie steht es mit euch? Nutzt ihr Kokosprodukte und/oder MCTs? Welche Marken könnt ihr aus persönlicher Erfahrung empfehlen? Wo gibt es eurer Meinung nach das beste Preis-/Leistungsverhältnis?

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Quellenangaben (draufklicken)

[1] NutritionData..self.com: Vegetable oil, coconut. URL: http://nutritiondata.self.com/facts/fats-and-oils/508/2.

[2] Liu, YM. (2008): Medium-chain triglyceride (MCT) ketogenic therapy. In: Epilepsia. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19049583.

[3] Geliebter et al. (1983): Overfeeding with medium-chain triglyceride diet results in diminished deposition of fat. In: American Journal of Clinical Nutrition. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6849272.

[4] St-Onge, MP. / Jones, PJ. (2003): Greater rise in fat oxidation with medium-chain triglyceride consumption relative to long-chain triglyceride is associated with lower initial body weight and greater loss of subcutaneous adipose tissue. In: International Journal of Obesity and Related Metabolic Disorders. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12975635.

[5] Dulloo et al. (1996): Twenty-four-hour energy expenditure and urinary catecholamines of humans consuming low-to-moderate amounts of medium-chain triglycerides: a dose-response study in a human respiratory chamber. In: European Journal of Clinical Nutrition. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8654328.

[6] St-Onge et al. (2003): Medium- versus long-chain triglycerides for 27 days increases fat oxidation and energy expenditure without resulting in changes in body composition in overweight women. In: International Journal of Obesity and Related Metabolic Disorders. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12532160.

[7] St-Onge, MP. / Johnes, JH. (2002): Physiological Effects of Medium-Chain Triglycerides: Potential Agents in the Prevention of Obesity. In: The Journal of Nutrition. URL: http://jn.nutrition.org/content/132/3/329.full.

[8] Sumithran et al. (2013): Ketosis and appetite-mediating nutrients and hormones after weight loss. In: European Journal of Clinical Nutrition. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23632752.

[9] Johnstone et al. (2008): Effects of a high-protein ketogenic diet on hunger, appetite, and weight loss in obese men feeding ad libitum. In: The American Journal of Clinical Nutrition. URL: http://ajcn.nutrition.org/content/87/1/44.long.

[10] Laeger et al. (2012): The ketone body β-hydroxybutyric acid influences agouti-related peptide expression via AMP-activated protein kinase in hypothalamic GT1-7 cells. In: The Journal of Endocrinology. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22357971.

[11] Stubbs, RJ / Harbron, CG. (1996): Covert manipulation of the ratio of medium- to long-chain triglycerides in isoenergetically dense diets: effect on food intake in ad libitum feeding men. In: International Journal of Obesity and Related Metabolic Disorders. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8696422.

[12] Van Wymelbeke et al. (1998): Influence of medium-chain and long-chain triacylglycerols on the control of food intake in men. In: The American Journal of Clinical Nutrition. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9701177.

[13] Assuncao et al. (2009): Effects of Dietary Coconut Oil on the Biochemical and Anthropometric Profiles of Women Presenting Abdominal Obesity. In: Lipids. URL: http://link.springer.com/article/10.1007/s11745-009-3306-6?no-access=true.

[14] Liau et al. (2011): An Open-Label Pilot Study to Assess the Efficacy and Safety of Virgin Coconut Oil in Reducing Visceral Adiposity. In: ISRN Pharmacology. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3226242/.

[15] Zhang et al. (2010): Medium- and Long-Chain Triacylglycerols Reduce Body Fat and Blood Triacylglycerols in Hypertriacylglycerolemic, Overweight but not Obese, Chinese Individuals. In: Lipids. URL: http://link.springer.com/article/10.1007/s11745-010-3418-z?no-access=true.

[16] Liu et al. (2009): A good response to oil with medium- and long-chain fatty acids in body fat and blood lipid profiles of male hypertriglyceridemic subjects. In: Asia Pacific Journal of Clinical Nutrition. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19786383.

[17] Page et al. (2009): Medium-Chain Fatty Acids Improve Cognitive Function in Intensively Treated Type 1 Diabetic Patients and Support In Vitro Synaptic Transmission During Acute Hypoglycemia. In: Diabetes. URL: http://diabetes.diabetesjournals.org/content/58/5/1237.full.

[18] McDonald et al. (2014): Alterations of hippocampal glucose metabolism by even versus uneven medium chain triglycerides. In: Journal of Cerebral Blood Flow & Metabolism. URL: http://www.nature.com/jcbfm/journal/v34/n1/full/jcbfm2013184a.html.

[19] Sarda et al. (1987): Storage of medium-chain triglycerides in adipose tissue of orally fed infants. In: The American Journal of Clinical Nutrition. URL: http://ajcn.nutrition.org/content/45/2/399.full.pdf?origin=publication_detail. .

[20] Reed, GW. / Hill, JO. (1996): Measuring the thermic effect of food. In: The American Journal of Clinical Nutrition. URL: http://ajcn.nutrition.org/content/63/2/164.

[21] Tataranni et al. (1995): Thermic effect of food in humans: methods and results from use of a respiratory chamber. In: The American Journal of Clinical Nutrition. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7733021.

[22] Yamamoto et al. (2009): Visceral Fat Area and Markers of Insulin Resistance in Relation to Colorectal Neoplasia. In: Diabetes Care. URL: http://care.diabetesjournals.org/content/33/1/184.full.

[23] Després, J-P. (2012): Body Fat Distribution and Risk of Cardiovascular Disease. In: Circulation. URL: http://circ.ahajournals.org/content/126/10/1301.full.

[24] Sironi et al. (2012): Impact of increased visceral and cardiac fat on cardiometabolic risk and disease. In: Diabetic Medicine. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22023514.

[25] Després, J-P. (2007): Cardiovascular disease under the influence of excess visceral fat. In: Critical Pathways in Cardiology. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17667865.

[26] Perseghin, GP. (2011): Lipids in the Wrong Place: Visceral Fat and Nonalcoholic Steatohepatitis. In: Diabetes Care. URL: http://care.diabetesjournals.org/content/34/Supplement_2/S367.full.

[27] Hanauer, SB. (2005): Obesity and visceral fat: a growing inflammatory disease. In: Nature. URL: http://www.nature.com/nrgastro/journal/v2/n6/full/ncpgasthep0197.html.

[28] Drouet et al. (2012): Visceral fat and gut inflammation. In: Nutrition. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22208553.

[29] Fontana et al. (2007): Visceral Fat Adipokine Secretion Is Associated With Systemic Inflammation in Obese Humans. In: Diabetes. URL: http://diabetes.diabetesjournals.org/content/56/4/1010.full.

[30] Kabara et al. (1972): Fatty Acids and Derivatives as Antimicrobial Agents. In: Antimicrobial Agents and Chemotherapy. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC444260/.

[31] Ruzin, A. (2000): Equivalence of lauric acid and glycerol monolaurate as inhibitors of signal transduction in Staphylococcus aureus. In: Journal of Bacteriology. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10762277.

[32] Ogbolu et al. (2007): In vitro antimicrobial properties of coconut oil on Candida species in Ibadan, Nigeria. In: Journal of Medicinal Food. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17651080.

[33] Nevin, KG. / Rajamohan, T. (2004): Beneficial effects of virgin coconut oil on lipid parameters and in vitro LDL oxidation. In: Clinical Biochemistry. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15329324.

[34] Nevin, KG. / Rajamohan, T. (2006): Influence of virgin coconut oil on blood coagulation factors, lipid levels and LDL oxidation in cholesterol fed Sprague–Dawley rats. In: e-SPEN. URL: http://www.journals.elsevierhealth.com/periodicals/yeclnm/article/S1751-4991%2807%2900043-1/abstract.

[35] Agero, AL. / Verallo-Rowell, VM. (2004): A randomized double-blind controlled trial comparing extra virgin coconut oil with mineral oil as a moisturizer for mild to moderate xerosis. In: Dermatitis. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15724344.

[36] Rele, AS. / Mohile, RB. (2003): Effect of mineral oil, sunflower oil, and coconut oil on prevention of hair damage. In: Journal of Cosmetic Science. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12715094.

[37] Korac, RR. / Khambholja, KM. (2011): Potential of herbs in skin protection from ultraviolet radiation. In: Pharmacognosy Reviews. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22279374.

[38] Costantini et al. (2008): Hypometabolism as a therapeutic target in Alzheimer’s disease. In: BMC Neuroscience. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2604900/.

[39] Reger et al. (2004): Effects of beta-hydroxybutyrate on cognition in memory-impaired adults. In: Neurobiology of Aging. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15123336.

[40] Henderson et al. (2009): Study of the ketogenic agent AC-1202 in mild to moderate Alzheimer’s disease: a randomized, double-blind, placebo-controlled, multicenter trial. In: Nutrition & Metabolism. URL: http://www.biomedcentral.com/content/pdf/1743-7075-6-31.pdf.

[41] Henderson, ST. (2008): Ketone Bodies as a Therapeutic for Alzheimer’s Disease. In: Neurotherapeutics. URL: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1933721308000937.

[X] Gunnars, K. (2014): URL: http://authoritynutrition.com/coconut-oil-and-weight-loss/.

Bildquelle Titelbild: Kokos – Wikipedia.de / Friman ; Public Domain Lizenz

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Damian Minichowski
Damian Minichowski Autor & Founder

Gründer und Autor von Aesir Sports. Neben zahlreichen Gastautorenschaften schreibt Damian Minichowski in regelmäßigen Abständen für unterschiedliche Kraftsportseiten, darunter Team-Andro.com, Fitnessfreaks.com & Liveforthepump.de. Seit dem Frühjahr 2011 war Damian nebenberuflich als Fitnessberater tätig. Seit 2012 arbeitet er für den britischen Supplementhersteller MyProtein.com.

20 Kommentare

  1. Jan
    12 März 2014, 15:19 Jan

    Schöner und vor allem vollständiger Artikel. Als Bezugsquelle kann man seit neustem dm-drogerie markt nennen. 220g natives Bio Kokosöl für 3,95€

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  2. human vegetable
    12 März 2014, 16:58 human vegetable

    Danke für diese ausführlich recherchierte Zusammenfassung.

    Habe eine Frage zu anderen Kokosprodukten: Statt Kokosöl verzehre ich lieber Kokosraspel – die sättigen besser, eignen sich für geniale low carb-Müslis und sind im Verhältnis günstiger (in der Backwarenabteilung oft unter 50 ct für ein 200 g-Päckchen). Sie enthalten immer noch ca. 60-65 g Fett auf 100 g Produkt (sollte also noch alles drin sein).

    Meinst du, die nativem Kokosöl zugeschriebenen Effekte lassen sich auch mit Kokosraspeln erzielen?

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    • Furor Germanicus
      13 März 2014, 08:05 Furor Germanicus Autor

      Moin,

      Ja das habe ich mich auch gefragt. Es kommt eigentlich auf den Gehalt an Laurinsäure, eine mittelkettige Fettsäure mit 12 Kohlenstoffatomen, an. Habe mal bei Nutritiondata.com geschaut. Demnach haben 100g Kokosflocken (456 kcal) einen Laurinsäuregehalt von 13.781 mg (Quelle: http://nutritiondata.self.com/facts/nut-and-seed-products/3108/2) Nimmt man die anderen mittelkettigen Fette dazu, landet man bei knapp 17-18.000 mg MCTs.

      Kokos-ÖL bringt es bei 100ml auf 862 kcal und einen Laurinsäuregehalt von 44.600 mg ! (Quelle: http://nutritiondata.self.com/facts/fats-and-oils/508/2) Rechnet man alle mittelkettigen Fette zusammen, landet man bei Kokos-Öl gar bei knapp 60.000 mg. Da ist also schon ein immenser Unterschied, selbst wenn man nur 50 ml konsumieren würde (bei ähnlichem kcal-Gehalt wären es immernoch mehr als doppelt soviele MCTs).

      Ich gehe mal stark davon aus, dass die weitere Verarbeitung und Konzentration zu dem hohen MCT-Gehalt führt. MyProtein hat ja auch MCT-Öl. Das sind dann pure MCTs die aus Kokosöl extrahiert wurden. Ist aber auch dementsprechend teuer, daher lohnt sich das nur bedingt.

      gruß
      Damian

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      • human vegetable
        13 März 2014, 08:37 human vegetable

        Hi Damian,

        vielen Dank für deine schnelle und kompetente Antwort!

        Da die Raspel also weniger als ein Viertel soviel MCTs wie Kokosöl enthalten, sind die oben beschriebenen Effekte wenn überhaupt nur in sehr viel kleinerem Umfang relevant.

        Wie würdest du Kokosraspel denn unabhängig davon als Nahrungsmittel beurteilen – eignet es sich als „daily staple food“ im Rahmen einer low carb Ernährung, oder gibt es Gründe, den Verzehr zu begrenzen, bzw. andere „bessere“ Lebensmittel vorzuziehen?

        Da ich täglich ein Päckchen wegziehe, würde mich deine Meinung echt interessieren!

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        • Furor Germanicus
          13 März 2014, 13:51 Furor Germanicus Autor

          Hey HV,

          hat sich noch was neues ergeben – man lernt ja nie aus. Unser Mitarbeiter Simme hat im Forum noch einmal einen interessanten Link gepostet, der meine zuvor getätigte Aussage relativiert. Kokosraspeln scheinen doch mehr MCTs zu enthalten als angenommen. Jedenfalls glaube ich mehr der deutschen Quelle, als der Amerikanischen: http://www.ernaehrung.de/lebensmittel/de/H150400/Kokosnuss-Raspeln-getrocknet.php

          Es kommt im Wesentlichen auf folgende Fettsäuren an:

          – Capronsäure
          – Caprylsäure
          – Caprinsäure
          – Laurinsäure

          demnach: knapp 43.000mg (43g MCTs) auf 100g, was im Vergleich zu Kokosöl durchaus konkurrenzfähig ist.

          Unabhängig davon hätte ich auch so mein Okay gegeben. Einziges Manko wäre vielleicht, dass die Packungen aus der Backabteilung nicht aus biologischem Anbau stammen. Also immer rein damit. ;)

          gruß
          Damian

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          • human vegetable
            13 März 2014, 18:08 human vegetable

            Damian, vielen Dank für das update! Kokosraspel sind meine Hauptenergiequelle – also gute Neuigkeiten für mich!

  3. Frank
    13 März 2014, 06:47 Frank

    Hi,
    ich trinken jeden Morgen Kokosmilch zusammen mit meinem Kaffee, seitdem ich im Herbst letzten Jahres auf CarbBackloading gestoßen bin. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön, da ich diese Ernährungsstrategie mir super gefällt und ich trotz ein Glas Kokosmilch pro Woche bereits 7 Kilo abgenommen habe ;D

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  4. Axel
    13 März 2014, 11:46 Axel

    Hi,
    wie viel Kokosöl sollte ich dann täglich zu mir nehmen, dass ich davon profitieren kann?

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  5. Leon
    13 März 2014, 13:09 Leon

    Gibt es eigentlich andere Lebensmittel, außer Kokos die viele MCT-Fette enthalten? Ich esse gerne deftig und würde deshalb lieber weniger Kokos essen und dafür mehr „richtiges Essen“. Vielen Dank schon mal :)

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  6. Horst
    16 März 2014, 17:23 Horst

    Gilt das auch alles für Kokosnussmilch??

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  7. Dan
    05 August 2014, 09:39 Dan

    Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Kokosöl und Kokosfett? Habe nun schon in einigen shops gesehen das zwischen beiden Varianten unterschieden wird.

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    • Axel
      05 August 2014, 13:18 Axel

      Der Unterschied zwischen den beiden Produkten ist der Kokosgeschmack & -geruch.
      Bei Kokosfett wird ein zusätzlicher Arbeitsschritt angewandt. Und zwar wird das vorherige Kokosöl mit Wasserdampf so bearbeitet, das der Kokosgeruch/geschmack annähernd verschwindet.
      Das Fettprofil bleibt somit gleich, nur der Kokosgeschmack ist weg.
      Ich verwende immer das Kokosfett von Rapunzel

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  8. Frank
    24 November 2014, 14:12 Frank

    Toller Beitrag. Ich schwöre seit einigen Jahren bereits auf die Kombination von Leinöl und Kokosöl. Als Butterersatz nehme ich zum Beispiel Oelolux, eine Kombination aus Kokosfett: http://www.youtube.com/watch?v=LVrIlEnjTao
    Viele Menschen machen beim Kokosfett den Fehler, dass sie „gesättigte Fettsäuren“ sofort mit schlecht abstempeln. Kokosfett mit seinem Anteil an gesättigten Fettsäuren von über 90% (Quelle: https://www.meineoele.de/kokosoel#tabs-3 ) kommt da natürlich auf den ersten Blick nicht gut weg. Dass die gesättigten Fettsäuren des Kokosöls jedoch aus mittelkettigen Fettsäuren bestehen – überwiegend Laurinsäure – wissen die meisten Laien nicht. Und gerade diese mittelkettigen Fettsäuren können im Körper erstaunliches bewirken, wie du ja oben bereits sehr anschaulich beschreibst!

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  9. Anna
    22 Juni 2016, 10:38 Anna

    Halli Hallo =)
    Erst einmal vielen Dank für diesen Informativen Text! Esse nun seit einer Woche jeden morgen zum Frühstück 1 Teelöffel Kokosöl, ich bin 1,68 und wiege 52 kg. Danach ca. 1-2 Std später gehe ich zum Sport. Meine Frage: wann sollte man denn nun Kokosöl zu sich nehmen. Vor dem Sport oder nach dem Sport. Hoffe ich habe dies nicht überlesen. Lg

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