Die Wahrheit über Muskelaufbau & Fitnesstraining

Die Wahrheit über Muskelaufbau & Fitnesstraining

10 Kommentare

Von Christian Zippel

Ach, wie ich sie satt habe, diese Core-Typen. Die sind auch nicht besser als Kraftdreikämpfer oder Strongmen.

Den ganzen Tag mit Kettlebells oder schweren Hanteln trainieren, aber entweder sehen die Jungs nach nichts aus oder sie sind viel zu fett.

Und diese Bodybuilder können auch nicht mehr. Sie sind zwar nicht so fett. Aber sie sehen viel zu plump aus mit ihren dicken Ärschen und Beinen, wie die von der Gazelle – oder wie heißt das vormäusenangsthabende Viech mit den Elfenbeinrüsseln und der grauen Haut nochmal? Na egal, das sieht auf jeden Fall überhaupt nicht gut aus.

Außerdem passt einem da doch keine normale Ed Hardy-Hose mehr! Die Jungs haben doch allesamt nicht verstanden, worauf es ankommt und vom richtigen Training haben sie auch keine Ahnung und dann dieses ewige Ernährungsgetue. Kein richtiger Mann wäre je so pingelig. Als ob das alles eine Wissenschaft wäre.

Die Wahrheit über Muskelaufbau & Fitnesstraining

Worauf es wirklich ankommt…

…sind nun einmal die richtigen Supplements. Ohne Whey und BCAA läuft da gar nichts. Aber aufpassen, hier gibt es große Unterschiede: Von Eiweiß ist abzuraten. Das verkleistert die Nieren! Und Aminos sind auch nicht besser. Die machen Fett! Also wenn schon Supplemente, dann Proteine. Die sind besser und gesünder als Eiweiß und Aminos zusammen.

Die beste Proteinfirma heißt nun ‘Whey’ und das sollte man auch kaufen. Alles andere ist einfach mal Müll – ich kenn mich da aus. Also z.B. dieses Molke-Eiweiß ist da `n gutes Beispiel für. Wie das schon klingt: ‘Molke‘. Bah, so was kommt mir nicht in den Shaker. Also Whey oder gar nichts. Allenfalls kann man ab und zu noch so`n BCAA-Bonbon lutschen, aber die schmecken eigentlich überhaupt nicht – wirken tun sie dafür umso mehr.

Und dann sollte man endlich aufhören mit diesen ollen Steinzeitgewichten zu trainieren. Hanteln sind doch total asbach. Die gibt es schon ewig und alle, die damit vor 100 Jahren trainiert haben, sind jetzt tot. Ne danke – nicht mit mir! Einzig und allein diese modernen Trainingsmaschinen verfügen über das Potenzial, diejenigen Muskelgruppen zu trainieren, die wirklich von Bedeutung sind, ohne dabei den Körper zu schrotten.

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(Bildquelle: Flickr / Yozza ; CC Lizenz)

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Brust, Bizeps und Bauch. Sie sind das optische Zentrum jedes männlichen Körpers. Alles andere ist unwichtig. Wer will schon dicke Beine und dafür kleine Eier haben? Wer hingegen mit seinen Familienjuwelen richtig auftrumpfen möchte, muss unbedingt jegliche Beinbelastung vermeiden. Das nennt man gezielte Atrophie und das ist auch ganz groß im Kommen. Bei dem Rücken sieht es ähnlich aus. Den sieht man doch nicht mal im Spiegel. Warum sollte man ihn also überhaupt trainieren?

Wer solche unbedeutenden Muskeln trainiert, hat einfach zu viel Zeit. Außerdem sehen die wichtigen Muskeln viel größer aus, wenn man die ganzen anderen gezielt atrophieren lässt. Der Frank Zane hat das auch genau so gemacht – nur völlig anders. Oft macht man es durch ein Training dieser Gruppen sogar nicht besser, sondern schlimmer. Also ich will mir meine Bandscheiben nicht durch Kreuzheben zerschießen. Jesus ist die Übung auch nicht gerade gut bekommen. Der ist kurz darauf gestorben – und das mit der Auferstehung halte ich für Propaganda der Hantelindustrie.

Aber das ist ja noch gar nichts gegen Kniebeugen. Gibt es einen schnelleren Weg, sich die Knie kaputt zu machen? Die Kniegelenke können da wirklich explodieren – wegen der hohen Spannung. Das passiert öfter als man denkt, insbesondere bei den Verrückten, die mit der Hantel bis zum 90° – Winkel runtergehen. Das grenzt schon fast an Selbstmord. Ohne Gürtel würde ich sie sowieso nicht ausführen. Aber man sollte sie lieber von Anfang an weglassen.

Nachher fängt man noch an zu schwitzen. Und darauf im Studio zu duschen kann ich verzichten. Ist doch sowieso alles verseucht da. Deswegen trainiere ich auch immer mit Handschuhen. Das schützt auch vor gefährlichen Hautverletzungen und spart `ne Menge Lotion. Allenfalls lege ich mich noch auf die Sonnenbank. Das bringt wenigstens etwas und gesund ist es auch – Vitamin D und so.

Aber nun mal Butter bei die Fische: Die wichtigste Übung ist wohl SZ-Curls. Wenn man diese richtig macht, also mit ordentlich Oberkörpereinsatz und der korrekten Schwungtechnik, sind sie eine wahre Ganzkörperübung. Auch hier sollte man jedoch nie auf den Gewichthebergürtel verzichten. Dieser sollte aber nie zu eng getragen werden. Das ist schlecht für die Atmung und macht fiese Druckstellen am Bauch.

Der Bauch sollte natürlich ebenfalls gut trainiert aussehen. Die besten Erfolge habe ich hier mit dieser Elektrostimulationsmanschette gemacht. Mal ehrlich: Crunches, Beinheben usw. Das machen doch nur Idioten. Die ganze Zeit, die ich so spare, verbringe ich doch lieber in der Disco.

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Die richtige Motivation

Für die Disco trainieren wir schließlich auch. Wer was anderes sagt, ist einfach ein Lügner. Oder was soll es sonst noch für Gründe geben, sich mit dem eigenen Körper zu beschäftigen und in diesen langweiligen Studios seine Zeit zu verschwenden? Okay, also wenn ein gutes Studio `ne Sauna, `ne Bar und vielleicht sogar auch `ne Videothek zu bieten hat, dann geht das schon klar. Aber weshalb sollte man da sonst hin? Gesundheit? Dass ich nicht lache. Ich bin doch privat versichert.

Das Training

Ganz wichtig beim Training ist es, sich nicht zu sehr anzustrengen. Sonst platzen Arterien im Gehirn. Das merkt man zwar nicht, weil das Gehirn selbst nicht schmerzempfindlich ist, aber man wird dadurch immer dümmer. Durch den ansteigenden Blutstau ertrinken nämlich die IQ-Neuronen. Das ist wissenschaftlich erwiesen und wurde in vielen Doppel-Blind-Studien mit Bodybuildern belegt – denke ich zumindest.

Je schwerer man trainiert, desto dümmer wird man dadurch auch. Also Finger weg von diesen ganzen Intensitätstechniken und lieber ordentlich einen saufen gehen. Du kennst ja den alten Spruch: Dummheit frisst, Intelligenz säuft. Einstein hat schließlich auch nie schwer trainiert und genau deswegen hat er auch den Nobelpreis gewonnen. Schweres Training ist schließlich alles andere als nobel. Echte Frauen wissen das.

Der Plan

Also so macht man eigentlich die besten Fortschritte. Ich trainiere immer mit folgendem Hardcore-Ganzkörperplan:

  1. SZ-Curls: 16 Sätze á 12 Wiederholungen, mit einem Gewicht, mit dem Du noch locker durch die Hose atmen kannst.
  2. Fliegende an der Butterflymaschine: 12 Sätze á 19 Wiederholungen
  3. Die Elektrostimulationsmanschette am Bauch trägst Du am besten den Tag über immer und immer wieder – aber Vorsicht vor Übertraining. Das Manschettending wirkt nämlich total anabol.
Die Wahrheit über Creatin und Natural-Dasein.

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Mit dem Plan ist eigentlich der ganze Körper abgedeckt und das mit den verschiedenen Satz-/Wiederholungsschemen nennt sich Periodisierung. Die Profis machen das auch. Die trainieren auch immer gleich und die wirklichen Profis machen das auch immer mit den gleichen Gewichten. Variation ist schlecht. Da gerät der Körper nämlich aus seinen Wachstumsfugen und ist so verwirrt, dass er dabei nachhaltig geschädigt wird. Im Ernstfall kann es sogar zu Muskelkater kommen.

Den Plan selbst hat mir ein guter Kumpel verraten. Der trainiert immer endslang und hat sogar schon mal Bankdrücken gemacht. Der will da jetzt auch total erfolgreich drin werden – also mit der Anna Bolika als Trainerin und Bräunungscreme und so. Ich drücke ihm dabei die Daumen, hoffe aber, dass er dabei nicht abrutscht und sich Creatin oder so ähnliche Chemikalien spritzt. Das wäre total oberflächlich von ihm.

Sodala

Naja, kann ja nicht jeder den Plan vom Leben haben. Aber mit meinen Tipps hier, wirst Du ganz weit vorne stehen – also in der Warteschlange – und wenn Du erstmal drin bist, hat sich das ganze harte Training gelohnt. Dann heißt es: „Disco, Disco, Party, Party.“ Also gib Stoff oida!

PS.: Du sollte auf keinen Fall mehr trainieren, als der Plan es Dir vorgibt. Ansonsten bist Du ruckzuck ein Muskelmonster und siehst total aufgepumpt aus. Und solche Muskelberge haben dann eine sehr hohe Massenträgheit. Die bekommt man dann fast gar nicht mehr weg und dann wird man auch total unbeweglich, weil die Schwerkraft zunimmt. Mit Tanzen ist es dann auch essig – aber wer zu viel tanzt, hat ja auch einfach nur zu wenig Geld zum saufen. Da musst Du also auch immer intelligent vorgehen und abwägen, was wirklich gut ist und was nur gut gemeint.

Wenn es doch einmal so weit gekommen ist, könntest Du höchstens Definitionstraining mit vielen Wiederholungen und eine Low-Protein-Diät machen oder ein paar Nächte auf E durchtanzen – das wirkt besser als Katabolika. Der Körper erinnert sich dann an seine Disco-Figur und nimmt sie auch wieder an. Das nennt sich irgendwie Memory-Jojo-Effekt oder so. Ist auch voll wissenschaftlich, Junge.

Nun gut. Lange Rede, gar kein Sinn: Dann drück ich Dir die Daumen und denk dran: Keine Drogen! Also Finger weg von Eiweiß und Creatin.


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Über Christian Zippel

Dr. Christian Zippel ist Urheber des 2013 geschlossenen und offline genommenen Kraftsport- und Bodybuilding-Blogs „Der Wille zur Kraft“. Er ist mehrfacher Autor, darunter von Werken wie „Der Wille zur Kraft – Die zehn Gebote kompromissloser Leistungssteigerung“, „HFT: Hochfrequenztraining & Autoregulation“ „Rosenrot – Oder die Illusion der Wirklichkeit“, „Leider geil, fett & faul“ oder „80/20 Fitness – Wenig investieren, viel erreichen“ und promovierte im Bereich der Philosophie.

Auch wenn er sich vielleicht selbst nicht so bezeichnen würde, so ist Christian doch das, was man als „Neuzeit-Philosoph“ bezeichnen könnte. Seine Werke und Artikel – selbst jene, die sich der Leibesertüchtigung verschrieben haben – sind durchtränkt mit philosophischem und erziehendem Charakter. Seine Lehrer? Seneca, Nietzsche, Bruce Lee. Sein Motto? Die Einheit von Körper und Geist. Mens fortis in corpore forti – ein starker Geist in einem starken. Körper.

Er selbst hat sich weitestgehend aus dem Internet zurückgezogen und ist nicht mehr in Blogs oder Foren aktiv. Die hier veröffentlichten Artikel sind aus seinem früheren Blog „Der Wille zur Kraft“ übernommen, da er sie kurz vor Torschluss zur Verfügung gestellt hat.

2014 gründete Christian den Fitness-Buchverlag „Faszination Fitness“, der vor kurzem mit seinem Erstlingswerk von sich reden machte, einem Crowdfunding-finanziertem Buchband namens „Stark & Schön“ in Zusammenarbeit mit Corinna Walther und Andreas Trienbacher.

Wer für ein Coaching oder geistigen Austausch den direkten Kontakt zu Christian sucht, der wird hier fündig: http://www.christian-zippel.de

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Bildquelle Titelbild: Flickr / kchin76 ; CC Lizenz


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  • Martin

    Echt geiler Artikel :) den Trainingsplan muss ich probieren

    • Martin

      Ironie lässt grüßen :)

    • Haha, berichte uns dann von den Erfolgen. ;)

  • Mareike

    Sehr, sehr unterhaltsamer Beitrag! ;)

  • Hahahahaha! Geiler Artikel.

  • michi

    Hahahhahahaa

  • Böser Wolf

    Der Artikel mag für uns langjährige Sportler mit Erfahrung lustig klingen. Ich male mir aber gerade aus, sollte ein Anfänger über den Bericht stolpern. Finde es schön ein wenig schade, dass man das fehlende Wissen unzähliger Athleten so polemisch darstellt. Hätte mir tatsächlich einen seriösen Bericht gewünscht.

  • SZCurls und Fliegende, mehr braucht es nicht für massiven Muskelaufbau :D….sehr geil geschrieben!

  • Tina

    Oh mein Gott, was ist das denn für ein schrottiger Artikel?! Ich konnte darüber nicht lachen, war nur entsetzt, weil das aesirsports.de nicht würdig ist. Dass das Ironie sein soll, lese ich hier kaum raus und ein NEU-Leser von aesirsports wird wahrscheinlich nie wieder hier etwas lesen und diese ganze Web-Seite als schrottig abstempeln. Löschen wäre hier eine gute Entscheidung!

  • Shay

    Endlich mal ein sinnvoller Artikel. Vergesst das Eiweiß, ich zieh mir jetzt erstmal ne Line Whey als Booster, danach aufpumpen und als Post-Workout zu Burger King, ist ja gesund wegen IIFYM.