GNBF Athlet & Bodybuilder Jonas Notter im Gespräch mit AesirSports.de

GNBF Athlet & Bodybuilder Jonas Notter im Gespräch mit AesirSports.de

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Es ist mir heute eine besondere Ehre euch einen treuen AesirSports-Leser vorzustellen, der vermutlich jeden erwähnenswerten Artikel, der hier jemals erschienen ist, bereits irgendwann einmal geteilt hat. Bekanntlich ist es ja ein Geben und ein Nehmen – und nun ist es Zeit für den hammermäßigen Support auch etwas zurückzugeben!

Jonas Notter gehört zu den leidenschaftlichen Kraftsportlern und Bodybuildern und er ist GNBF-Athlet. Zusammen mit seinem Coach Philipp „Phio“ Rauscher greift er nach der Krone – und wir drücken ihm natürlich nach Leibeskräften die Daumen!

Vielen Dank an Jonas, der sich für dieses sehr informative und lesenswerte Interview die Zeit genommen hat! Wir hoffen natürlich, dass wir nicht nur viel mehr von dir hören und lesen werden, sondern dass du auch weiterhin einen guten Nutzen aus unseren Artikeln ziehen kannst.

Wenn ihr Jonas supporten wollt, dann schaut doch einfach mal auf seinem Facebook-Profil und/oder Youtube-Kanal vorbei und lasst ein Like/Abo da!

GNBF Athlet & Bodybuilder Jonas Notter im Gespräch mit AesirSports.de

Steckbrief

  • Jonas_Notter_Interview_13_AesirSports.deAlter: 25 Jahre
  • Größe: 1,78 m
  • Gewicht (aktuell): 88 kg
  • Wohnort/Herkunft: Kreis Stuttgart
  • Wegbpräsenz: Facebook/ Youtube Kanal

Wie bist du zum Kraftsport / Bodybuilding / Sport gekommen?

Im Januar 2009 habe ich mich das erste Mal in einem Fitnessstudio angemeldet, nachdem ich zuvor mit ein paar Freunden die schon längere Zeit trainierten mit dabei gewesen war. Ich hatte mein Abitur gemacht und wollte die Zeit während des Zivildienstes sinnvoll nutzen um etwas sportlicher zu werden und mein Aussehen zu verbessern. Ich war zwar nicht fett (72 kg), aber ein Sixpack und ein bisschen muskulösere Arme/Brust (ja ich weiß….sagt nichts) hatte ich mir damals schon gewünscht.

Also begann ich zu trainieren und bemerkte, dass mir das Training an sich von Anfang an Spaß machte. Ich war sehr wissbegierig und versuchte mir nach und nach immer mehr Wissen anzueignen, um meine Leistung noch voranzutreiben bzw. zu optimieren. Irgendwann (ich glaube nach 1-2 Jahren) fing ich dann auch endlich mal an meine Beine zu trainieren, weil ich mittlerweile auch zu der Überzeugung gelangt war, dass es wohl sinnvoll wäre ein stimmiges Gesamtpaket aufzubauen.

Mittlerweile hatte ich auch Gefallen an einer stabilen Beinmuskulatur gefunden – was anfangs auch eher weniger der Fall war ;)

Im Jahr 2011 stieß ich dann mehr oder weniger zufällig auf die GNBF, nachdem ich schon zuvor mit dem Gedanken auf die Bühne zu gehen gespielt hatte. Ich hatte für mich schon ziemlich früh die Entscheidung gegen anabole Steroide & Co getroffen und da kam die GNBF gerade richtig. Im Internet lernte ich meinen damaligen (und auch aktuellen) Coach Philipp Rauscher (www.logisch-ernaehren.de) kennen, der auch sofort bereit war mich für die Herbstsaison 2012 vorzubereiten!

Was motiviert/inspiriert dich? Hast du Vorbilder?

Jonas Notter - Er gibt einen guten Spartiaten ab!Gute Frage…Ja ich denke Motivation ist ein Schlüssel zum Erfolg bei diesem Sport. Bei mir ist es so, dass ich mein Training liebe, es gibt nichts was ich lieber tun würde. Wenn andere sich aufraffen müssen um von der Couch ins Gym zu gehen, nachdem sie den ganzen Tag gearbeitet haben, dann ist bei mir eher das Gegenteil der Fall – ich brenne auf mein Training und wenn ich arbeite sehne ich dem Feierabend entgegen weil ich weiß, dass ich dann endlich ins Fitnessstudio darf.

Beim Training kann ich alles andere ausblenden, ich bin voll und ganz auf meine Übungen fixiert und alles andere spielt keine Rolle – Training ist meine Droge, meine Meditation – oder wie man das auch nennen mag. Ich denke jeder braucht eine Beschäftigung bei der er einfach loslassen kann, der eine macht Yoga, der andere raucht ´nen Joint – und ich geh trainieren.

Weiterhin motivieren mich meine eigenen Erfolge und der Gedanke daran, dass ich bestimmt noch etwas herausholen kann, wenn ich Alles gebe. Ich hätte vor 5 Jahren nie im Leben geglaubt, dass ich einmal Bodybuilder sein könnte – den einzigen Sport den ich damals mehr schlecht als recht betrieben habe war Tischtennis. Durch meine körperliche Transformation, bin ich auch wesentlich selbstbewusster geworden und wenn ich früher gedacht habe: „Das schaffst du nie, vergiss es!“ – so denke ich heut eher: „Probiere aus, gib Gas, wieso auch nicht, du hast nichts zu verlieren!“

Weiterhin motivieren mich auch viele andere Bodybuilder, besonders diejenigen die wirklich ihre Leidenschaft für diesen Sport bis ins Detail ausleben – das hat mich schon immer fasziniert. Ich habe einen Riesenrespekt vor Athleten die wirklich hart trainieren – und damit meine ich richtig hart à la Dorian Yates & Co.

Welches Trainingsprinzip/-system hat dir persönlich am meisten gebracht?

Tja das ist eine verdammt schwierige Frage – wie definiert man das? Am Anfang habe ich nach dem klassischen Volumensystem trainiert, mit verschiedenen Wiederholungszahlen, teils im Pyramidensystem, teils mit Reduktionssätzen und vom 3er bis 5er Split war alles dabei. Habe ich damit gut aufgebaut? Ja! Die Frage ist allerdings ob das jetzt wirklich dem Volumentraining zuzuschreiben ist oder einfach dem enormen Potenzial für Muskelaufbau, den man als Anfänger hat?!

2011 habe ich dann auf Pitt Force gewechselt, weil es mich gereizt hat Mal in eine völlig andere Welt des Trainings einzutauchen – Intensität. Im Vergleich zur Intensität beim Pitt-Force waren die 2 Jahre davor so gesehen echt nur Kindergartentraining, wie ich schmerzlich erfahren musste. Als ich mich jedoch an das harte Training gewöhnt hatte, gingen die Kraftleistungen konstant immer weiter nach oben. Ich steigerte mich innerhalb eines Jahres im Kreuzheben um 70 kg auf 190 kg und im Beugen von 110 kg auf 175 kg. Damit erreichte ich natürlich auch optisch eine ganz gute Veränderung und ich denke meine Bühnenform 2012 bzw. 2013 habe ich zu wesentlichen Teilen dem Pittforce Training zu verdanken.

Aktuell hat wieder ein neuer Abschnitt in der Folge meiner Trainingssysteme begonnen – doggcrapp (DC). Ich wollte schon früher mit doggcrapp beginnen, hatte jedoch damals beschlossen zuerst Pittforce zu probieren, da mir DC nach 2,5 Jahren Volumentraining doch etwas zu krass vorkam. Im Nachhinein würde ich es genau wieder so machen, denn ich wüsste nicht ob ich DC anfangs durchgehalten hätte wenn ich nicht schon aus Pittforce mit dem Intensitätstraining vertraut gewesen wäre.

DC ist brutal und jeder der denkt er weiß was Schmerzen beim Training sind wird durch DC eines besseren belehrt werden. Doggcrapp basiert auf Rest-Pause Sätzen, d.h. Muskelversagen ist (außer bei ein paar Übungen) immer mit dabei. Es wird auf eine explosive konzentrische und betont exzentrische Ausführung der Übungen verwiesen, kombiniert mit so herrlichen Sachen wie z.B. loaded stretching, einem 20er Satz Kniebeugen nach vorausgegangenen Maximalsatz (4-8 Wiederholungen), oder einem Satz Wadentraining, der einfach Mal 4 Minuten dauert, weil jede Wiederholung aus 5 Sekunden Negativer Phase und 15 Sekunden Stretch im untersten Punkt besteht – ihr seht also alles mit Sicherheit kein Zuckerschlecken, mir persönlich macht es trotzdem mittlerweile einen Riesenspaß.

Jonas Notter bei seiner Kür

Wie sieht das Trainingsplan/deine Trainingsroutine aus?

  • Montag: Brust / Schulter / Trizeps / Rückenbreite / Rückendichte
  • Dienstag: Pause
  • Mittwoch: Bizeps / Unterarme / Waden / Oberschenkel / Beuger
  • Donnerstag: Pause
  • Freitag: Brust / Schulter / Trizeps / Rückenbreite / Rückendichte
  • Samstag: Pause
  • Sonntag: Pause

Die darauffolgende Woche ist es dann genau umgedreht sprich: Montag + Freitag Beine und Mittwoch Oberkörper

Bevorzugst du bei einer Diät eher traditionelles Cardiotraining oder HIIT?

Jonas Notter auf der BühneWeder noch – ich bin cardiotechnisch ne faule Sau! Mir macht es keinen Spaß und deshalb hab ich in meiner letzten WK-Vorbereitung nicht eine Stunde Cardio gemacht. Zumindest kein klassisches – wenn ich Lust habe geh ich eine Runde mit dem Hund von meiner Mum spazieren – das wars´.

Meiner Meinung nach ist Cardio nicht unbedingt notwendig um in Form zu kommen, was zählt ist das Kaloriendefizit und das bekomm ich auch immer ganz gut über die Ernährung hin J.

Wie ernährst du dich?

Muster-EP

  • Mahlzeit 1: 4 Eier, Zuchini, Schinken, 1 EL Fischöl
  • Mahlzeit 2: Fleisch / Fisch + Gemüse / Salat
  • Mahlzeit 3: 100 g Instantflocken + 300 ml Eiklar + Beeren
  • Mahlzeit 4: Postworkout Shake Proteinisolat, Vitargo, Creatin etc.
  • Mahlzeit 5: 150 g Reis / 500 g Kartoffeln + 300 g Steak
  • Mahlzeit 6: Magerquark mit Zimt, Walnussöl + Süßstoff evtl. Fischöl

Wie sieht deine Supplementation zurzeit aus?

Ich nutze die Produkte von BMS Sportnahrung: Den Powerbooster vor dem Training zusammen mit den Aminosäuren, im Anschluss gibt’s eine Packung Mass Xxplosion und eine halbe Flasche Protein 60+ und eine Portion Glutamin Plus. Ab und zu gibt’s ein Shake zur Zwischenmahlzeit.

Nenne uns 3 Supplemente, auf die du nur ungern verzichten würdest

Hast du ein Lieblingszitat / Motto / Maxime?

Jonas Notter beim Pose DownAh da gibt’s so einige, hier meine liebsten:

  • “It’s never too late to become what you might have been”.
  • “It’s not the load that breaks you down, it’s the way you carry it.”
  • “Discipline weighs an ounce, regret weighs a ton.”
  • “Fall down seven times, stand up eight.”
  • “One man has enthusiasm for 30 minutes, another for 30 days, but it is the man who has it for 30 years who makes a success of his life.

Wenn du 3 Übungen wählen müsstest, nach denen du für den Rest deines Lebens trainieren dürftest: Welche Übung würdest du wählen und wieso?

Die großen 3: Heben, Beugen, Drücken – weil ich am meisten beteiligte Muskeln bei diesen Übungen habe und diese 3 Übungen meiner Meinung nach der Schlüssel für Wachstum sind

Was hat dich im Leben besonders weit nach vorne gebracht? Welchen Rat kannst du unseren Lesern geben?

Im sportlichen Sinne mit Sicherheit die unendliche Motivation aus der ich (zum Glück!) schöpfen kann und darf. Ich bin mittlerweile der Überzeugung wenn man etwas wirklich will, dann kann man und wird man es schaffen – die Frage ist immer ob man auch bereit ist alles dafür zu geben. Wenn ihr etwas wirklich zu 100% wollt, wenn es euer gesetztes Ziel in diesem Lebensabschnitt ist, dann verfolgt dieses Ziel als ob euer Leben davon abhängt und gebt alles – das bedeutet oft auch dem gesetzten Ziel andere Dinge unter zu ordnen, auch das muss man zuerst Lernen. Aber je mehr man hineinsteckt, je mehr Arbeit und Schmerz sich hinter einem Erfolg verbergen, desto größer und erfüllender fühlt sich ein Sieg bzw. das Erreichen des Ziels an!

In diesem Sinne: “Don’t tell me the sky’s the limit when there are footprints on the moon.”


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