14 Stunden: Gewinner finden Wege, Verlierer Ausreden

14 Stunden: Gewinner finden Wege, Verlierer Ausreden

2 Kommentare

Von Christian Zippel   |

Es ist doch immer das Gleiche. Hört man sich die schwachen Menschen an – zu denen man oft genug selbst gehört: “Ich kann nicht so oft trainieren, ich bin gerade mitten im Prüfungsstress. Ich kann momentan nicht auf die Ernährung achten, ich bin ja nur unterwegs. Ich kann momentan dies nicht, ich kann momentan das nicht.”

Die Familie, der Job, die Uni, Krankheiten, Termine, Reisen, Verabredungen usw. usf. das sind die Ausreden der Verlierer. Das sind die Momentan ist es ganz schlecht, aber bald leg ich los“-Menschen.

Was sie verlieren?

Auf diese Weise verlieren sie all ihr Potenzial, ihre Zeit und ihre Chancen. Sie verschwenden ihr Leben, da sie es sich gerne gut gehen lassen und innerlich freuen sie sich, dass sie so patente Ausreden zur Hand haben, bei denen jeder verständnisvolle Mitmensch sofort zustimmend nickt und damit bekräftigt, dass er auch nicht mehr Rückgrat hat als ein Wackeldackel.

Wie macht der Esel?

Wie macht der Esel? I-A!

Wie macht der Esel? (Bildquelle: Flickr / ecatoncheires; CC Lizenz)

I-A. Was anderes machen wir auch nicht, wenn wir die Ausreden unserer verlierenden Mitmenschen abnicken. IA, JA sagen wir dann und denken uns unseren Teil, aber wir selbst sind zumeist keinen Deut besser. Überall schieben wir Gründe vor für unser eigenes Versagen und somit sind wir hier in einer wunderbaren Gesellschaft von Eseln: IA, JA…

Tag für Tag erleben wir mehr JA-Sager als jeder Standesbeamte.

Ja, Ja…

heißt leck mich am Ar***. Und genau das sagen wir auch zu unserem Potenzial mit jedem einzelnen:
Ja, ja, dass kann ich ja mal wann anders machen. Aber jetzt… hey, ich würd ja gerne. Aber ich hab einfach keine Zeit. Ich hab Familie, Arbeit und dann ist meine Zeit doch schon weg.“

Doch in Wirklichkeit verschwenden wir einfach nur viel zu viel von unserer Zeit. Wir lassen vieles schleifen anstatt uns selbst zu schleifen.

Dabei haben wir überhaupt nicht zu wenig Zeit

Wir haben zu viel Zeit. Zu viel Zeit, die wir nicht nutzen. Der Tag hat 24 Stunden und die Woche 168. Ich wiederhole: Einhundertachtundsechzig Stunden! Das gilt für jeden Menschen, selbst für die von gestern.

Gut, wie viel von dieser Zeit investieren wir durchschnittlich in unsere Arbeit? Sagen wir mal 40-60 Stunden. Nehmen wir 50. Bleiben 118 Stunden übrig für Familie, Freizeit und Schlaf. Wie viel davon verbringen wir pro Woche in Morpheus Reich? 6,5 Nächte lauschen wir pro Woche an den flauschigen Daunen und das für im Schnitt 6-9 Stunden – sagen wir 8 und planen damit auch den Wochenendbonus ein. Das wären knapp 52 Stunden Schlaf pro Woche.

Wo stehen wir?

Abzüglich der durchschnittlichen Arbeits- und Schlafdauer bleiben uns noch volle 66 Stunden pro Woche, die uns zur freien Verfügung stehen. Das ist mehr, als wir normalerweise der Maloche frönen.

Nun gut, dann kommt die Familie und die Körperhygiene und die Ernährung usw. usf. Aber mal ehrlich. Da vergeht mir gleich das Rechnen. Jeder Volltrottel wird es hinbekommen, in diesen 66 Stunden diese drei durchaus wichtigen Aspekte des menschlichen Daseins mit Bravour zu meistern.

Aber worum es wirklich geht

Niemand und ich meine wirklich niemand kann mir erzählen, dass er es in diesen 66 Stunden nicht schaffen würde, mindestens 60 Minuten pro Tag für seine körperliche Entwicklung aufzubringen. Locker können das hier auch 1 ½ Stunden sein. Ein knackiges Training im Studio mit Duschen sowie An- und Abreise kosten einen dann, wenn man es effizient durchzieht, knapp 2 Stunden und wenn man nicht am Eisen ist, sollte man gefälligst dennoch seinen Ar*** hochkriegen und etwas anderes Athletisches machen.

Ja, jeden verdammten Tag. Ein Mensch mit körperlichen Zielen kommt diesen nicht näher, wenn er sein Leben nur im Sitzen und Liegen verbringt. Er muss raus und sich fordern, denn nur so kann er sich fördern. Selbst wenn es nur darum geht, wieder in Form zu kommen und erst einmal eine solide Grundfitness sowie einen passable KFA zu erreichen, muss man auch entsprechend dafür arbeiten. Es ist diese Arbeit, die so bedeutend für die Entwicklung und Stärkung unseres Körpers ist und die dennoch so derart dramatisch von uns vernachlässigt wird.

14 Stunden: Gewinner finden Wege, Verlierer Ausreden

Alles nur Ausreden

Sagen wir, dass es sich hier um 14 Stunden pro Woche handelt, mit allem drum und dran. Das ist insgesamt nicht viel von einer 168-Stunden-Woche und auch nicht von 66 Stunden voller Freizeit. Abzüglich der Trainingszeit bleiben dann immer noch 52 Stunden zur freien Verfügung. Auch hier möchte ich wiederholen: Zweiundfünzig Stunden. Das sind 3120 Minuten. Das sind 187 200 Sekunden. Tick, Tack, Tick, Tack. Das ist Deine Zeit. Alles, was Du hast. Der Fluss Deines Lebens und er läuft ab. Schon bald wird er versiegen.

Und was machst Du?

Du vergeudest Deine Zeit

Tick. Tack. Tick. Tack. Wir haben alle nur 24 Stunden pro Tag, doch wir nutzen sie nicht gleich. (Bildquelle: Flickr / Nomadic_Lass ; CC Lizenz)

Tick. Tack. Tick. Tack. Wir haben alle nur 24 Stunden pro Tag, doch wir nutzen sie nicht gleich. (Bildquelle: Flickr / Nomadic Lass ; CC Lizenz)

Damit trete ich Dir nicht zu nahe, denn jeder Mensch vergeudet seine Zeit. Manche mehr, manche weniger, manche fast gar nicht – und manche schütten sie mit großen Schaufeln aus der Wanne ihres Lebenspotenziales in das unersättliche Nichts der Vergangenheit. Diese Vergangenheit ist der Friedhof der Möglichkeiten. Deiner Möglichkeiten. Nutzt Du sie? Deine Möglichkeiten?

Nur zu oft, machen wir etwas, was unserer Zeit, unserem Potenzial nicht würdig ist: schauen, lesen oder sprechen Nonsens, vergammeln im Bett oder auf dem Sofa, hängen im Internet fest wie eine Fliege im Sonnentau, treffen uns mit nichts sagenden Menschen, die auch keinen Plan haben und gehen dennoch mit ihnen feiern, essen o.ä. und hoffen darauf, dass endlich mal was passiert oder dass wir aus diesen Kontakten irgend einen Vorteil für uns erhaschen können.

Und das ist ja alles sooooooooooooooooo wichtig. Wir wollen uns ja auch einmal entspannen. Die harte Arbeit vergessen, vom Stress erholen, es uns mal gut gehen lassen usw.

Das Problem ist nur…

es geht uns dabei viel zu gut. Die größten Errungenschaften und Leistungen werden von Menschen immer erst dann erbracht, wenn es für sie wirklich notwendig ist. Aber heutzutage, in unserer Gesellschaft, gibt es kaum noch derartige Notwendigkeiten. Irgendwas wird schon gehen. Irgendwie kommt man ja immer durch. Easy Going.

Wir sehen nicht die Notwendigkeit, an uns zu arbeiten, unsere Entwicklung zu fördern. In die Gesundheit, Stärke und Ästhetik unseres Körpers investieren wir so gut wie überhaupt nichts. Wo möglich, liegen wir, wenn wir nicht sitzen müssen, sitzen, wenn wir nicht stehen müssen, stehen, wenn wir nicht gehen müssen und gehen, wenn wir nicht laufen müssen, wenn wir dann nicht sowieso schon am Steuer unserer Kraftdroschke sitzen und mit schlaffer Haltung unsere Potenz auf der Straße unter Beweis stellen.

Die völlige Verkennung der Prioritäten

Ganz ehrlich: Es ist völlig egal, was man besitzt und in welchen Umständen man lebt. Wenn man mit einem grundsoliden, ehrlichen und würdevollen Charakter in einem starken, schönen und gesunden Körper wohnt, dann kann von mir aus die Welt um mich herum untergehen und sich im Chaos auflösen. So what? Die wichtigste Stütze bin ich mir selbst. So bin ich bereits zufrieden. Arm ist darüber hinaus nicht der, der wenig besitzt, sondern der, der nie zufrieden ist und immer mehr haben will. Unabhängigkeit, Freiheit, Sicherheit, Stärke, Schönheit und Gesundheit. Das ist es doch, was wir wollen. Und welchen Umweg beschreiten wir, um all dies zu erreichen?

Wir wollen uns die Mittel verschaffen, um uns und unserer Familie ein schönes, eigenständiges und gesundes Leben zu ermöglichen. Dafür reißen wir uns den Ar*** auf, dafür büffeln wir täglich in der Unibibliothek für unsere Doktortitel und Staatsexamina, dafür kämpfen wir uns durch eine extreme 80 Stunden-Woche mit einem nervenaufreibenden Termin nach dem anderen, dafür wollen wir all das Geld verdienen, um all die Güter und Sicherheiten kaufen zu können, die uns diese Ziele ermöglichen sollen.

Doch ist das der überhaupt der sinnvollste und direkteste Weg?

Alles, was man dafür opfert, ist die beste Zeit des Lebens und der Kontakt zu der Familie, die man eigentlich unterstützen möchte.

Wie wäre es eigentlich, wenn man nicht versucht, Sicherheit durch Versicherungen, Stärke durch Autos, Stereoanlagen und Waffen, Schönheit durch Kleidung, Häuser und Schmuck sowie Gesundheit durch Ärzte und Medikamente zu kaufen? Wie wäre es, wenn man sich all diese Attribute einfach nur schon allein dadurch aneignet, indem man diese verdammten 14 Stunden in der Woche nutzt, um seinen eigenen Körper weiterzuentwickeln und um zu erfahren, was Stärke, Schönheit und Gesundheit wirklich bedeuten.

Wie wäre es, wenn man so ein wahres Vorbild für Familie, Freunde und Bekannte wäre? Wie wäre es, wenn man den direkten Weg zu diesen Zielen einschlagen würde? Den Weg des Widerstandes?

Gekaufte Schönheit, Stärke und Gesundheit ist nicht wirklich echt! Sie ist der Mantel des Scheins, mit dem wir uns und unsere Lieben einhüllen, aber in Wirklichkeit gibt das Sein unter diesem Mantel eine desaströses Bild ab. Was ist, wenn man mal die Hüllen fallen lässt? Was, wenn all die Maschinen, Rolltreppen, Autos und Waffen nicht funktionieren? Was, wenn die Gesundheitsversorgung zusammenbricht und alle Ärzte auswandern, weil sie dort arbeiten wollen, wo sie mehr Geld verdienen können?

Wir sind eine Scheingesellschaft

All das, worauf wir tagtäglich hinarbeiten, sind nur Scheinwerte. Wir leben für das Geld, aber Geld macht nicht stark, es macht nicht schön und es macht nicht gesund. Entwicklung und Wachstum machen stark, schön und gesund.

Wir haben das Potenzial, diese wahren Werte aus uns selbst heraus zu generieren. Im Sinne dieser Werte sind wir alle ungefähr gleich reich. Wir können sie selbst zum Wachsen bringen. Wir müssen dieses Wachstum nur provozieren. Durch einige wenige Stunden willentlicher Konfrontation mit den progressiven Widerständen dieser Welt. 14 Stunden Aufwand pro Woche reichen vollends dafür aus.

Es sind diese 14 Stunden…

(Bildquelle: Pixaby / Nemo ; Public Domain Lizenz)

Oink, oink. Ein Schwein im Anzug bleibt trotz alledem ein Schwein. Wer steckt unter deinen Klamotten? Das entscheidest nur du. (Bildquelle: Pixaby / Nemo ; Public Domain Lizenz)

die einen Menschen wirklich erfolgreich werden lassen – wenn er sie denn auch zu nutzen gedenkt. Jeder von uns hat diese 14 Stunden und auf diese 14 Stunden kommt es an. Sie sind die Quelle wahren Glückes, wahrer Zufriedenheit, wahrer Entwicklung, wahrer Gesundheit, wahrer Stärke und wahrer Schönheit.

Wenn man ein Schwein in feinstes Zwirn kleidet, es in ein Fass mit Chanel N° 5 taucht sowie mit Gold und Diamanten behängt, dann bleibt es immer noch ein Schwein. Mache ich in unserer Gesellschaft die Augen auf, dann sehe ich fast nur solche Schweine. So gut wie niemand nutzt seine 14 Stunden. Das ist eine Schande für das Potenzial, welches in jedem einzelnen von uns sein Dasein fristet und oft genug vergebens darauf harrt, endlich genutzt zu werden.

Einen wirklich patenten Menschen mit einem schönen, gesunden und starken Geist in einem eben solchen Astralkörper kann man in die schäbigsten Lumpen packen oder ihn gar nackt auf die Straße scheuchen. Einzig gebadet im Schweiße seines Daseins wird er dennoch mehr Würde und Ausstrahlung verkörpern als all die Verlierer, die jede Woche aufs Neue, die Chance auf ihre 14 Stunden an sich vorbei ziehen lassen.

Qualität

So gut wie niemand weiß heute noch was über Qualität. Der Wert der Dinge wird mit ihrem Preis verwechselt. Dabei hat nichts, was einen Preis hat, wirklich Wert. Werte sind preislos. Sie sind nicht käuflich. Man muss sie sich selbst aneignen und leben. Nur so wird auch das eigene Dasein wirklich wertvoll und hier kommt die Qualität ins Spiel.

In „Qualität“ steckt nämlich vor allem eines: Qual. Nur wer bereit ist, sich in seinem Leben zu quälen, der wird auch Lebensqualität dafür ernten.

Aber uns geht es zu gut. Wir quälen uns nicht. Wir sehen keine Notwendigkeit. Und wenn wir uns doch mal quälen, dann nur geistig und je stressiger wir arbeiten und büffeln, desto mehr neigen wir dazu, unsere 14 Stunden fallen zu lassen. „Wir haben doch jetzt keine Zeit für sowas. Wir müssen arbeiten/lernen.“

Auch hier…

…liegt wieder eine völlige Verkennung der Tatsachen vor. Die körperliche Entwicklung ruhen zu lassen, wenn wir die geistige pushen wollen, ist in unserer westlichen Gesellschaft weit verbreitet. Das ist die Folge unserer verqueren Denkweise.

Wir glauben unser Körper sei nur ein Gebrauchsgegenstand, in dem der Geist wohne und der Geist könne unabhängig des körperlichen Zustandes auf gleich hohem Niveau arbeiten. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Körper und Geist sind eng miteinander verflochten und je schlechter es uns körperlich geht, desto stärker wirkt sich dies auch auf unseren Geist aus. Je leistungsfähiger, stabiler und gesunder hingegen unser Körper ist, desto mehr gilt dies auch für unseren Geist.

Deswegen muss gerade der Mensch, der vor großen geistigen Herausforderungen steht, noch viel dringender seine 14 Stunden in der Woche nutzen. Drum darf die körperliche Entwicklung nicht unter dem gesellschaftlichen, beruflichen und sozialen Leben – egal wie anstrengend und aufreibend es auch immer sein mag – leiden, denn sonst wird dieses Leben dramatisch unter der daraus folgenden negativen körperlichen Entwicklung leiden.

Manchmal ist es sinnvoll, ein wenig weiter zu denken, als nur von 12 bis Mittag.

Eins_mit_dem_Eisen_Kubik

Einfach mal abschalten

Viele denken dann, dass man durch regelmäßiges Training noch mehr Stress ausgesetzt sei, wovon man doch sowieso schon genug habe, aber auch hier liegt ein falsches Verständnis vor. Hier, wenn der Körper arbeitet, kann der Geist endlich mal zur Ruhe kommen, der Hormonspiegel wird wieder in Schuss gebracht und das kardiovaskuläre System kommt endlich mal wieder auf Touren. Die Muskeln werden mal wieder voll durchblutet, ja der gesamte Körper und Stoffwechsel wird aus seinem unnatürlichen und kümmerlichen Dämmerzustand erweckt und beginnt erst so, wieder richtig zu leben.

Bereits durch eine Stunde täglichen Trainings beginnt er wieder aufzublühen. Man spürt förmlich, wie das Leben wieder durch die eigenen Gliedern strömt, wird dadurch sehr glücklich und fühlt sich endlich wieder wohl. So kann bereits eine kleine Stunde körperlicher Ertüchtigung die Arbeit und das Leben der nun kommenden 23 Stunden in einer völlig anderen angenehmeren, frischeren und zuversichtlicheren Perspektive erscheinen lassen. Denn wahre Entspannung – die zwischendurch immer wieder notwendig ist, um wirklich große Aufgaben zu meistern – kann ein Mensch nur dann erfahren, wenn er auch wahre Spannung erfährt. Und wo gibt es diese optimaler dosiert als bei einem schönen saftigen Krafttraining, bei dem man all die aufgebaute Aggression und den angesammelten Stress explosiv entladen kann und dazu auch noch mit positiver Entwicklung belohnt wird?

Wer hingegen seinen Stress als Ausrede vorhält, um nicht auch mal eine Stunde Training am Tag einzuschieben, der wird sich dadurch immer mehr verkrampfen, immer schlechter arbeiten, sich irgendwann auf der Straße wiederfinden, von seiner Familie und der Gesellschaft verstoßen werden und schlussendlich als Junkie auf der Bahnhofstoilette landen, um mit dem letzten Zug gen Freitod zu fahren. Und all dies nur, weil er nicht trainiert hat. Soll es wirklich so weit kommen?

Naja

Das ist natürlich ein wenig übertrieben, aber langfristig wird so jeder Mensch ausbrennen oder zumindest unter einer stark verminderten Leistungsfähigkeit sowie einer schwächlichen Konstitution, einer labilen Gesundheit und einem unästhetischen Körperbau leiden. Und warum das alles?

Wegen ein paar Ausreden. Wegen 14 läppischen Stunden in der Woche. Ich möchte nicht wissen, wofür diese Menschen ihre 14 Stunden verschwendet haben. Ich weiß nämlich schon jetzt, dass es nichts Besonderes sein kann, denn es gibt für ein Lebewesen nichts Wichtigeres, als das Fundament seines Daseins, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit seines Körper, aufrecht zu erhalten und zu erweitern. Alles andere kommt erst danach und je mehr wir da erreichen wollen, desto mehr müssen wir auch die Entwicklung und Stabilität unseres Körpers im Griff haben – denn ohne ihn geht nichts mehr!

Die liebe Ernährung

Ganz lächerlich wird es, wenn es um die Ernährung geht: „Ich will ja auf meine Ernährung achten, aber momentan geht es einfach nicht. Ich muss so viel arbeiten.“ So oder so ähnlich hört es sich immer an. „Ich will ja gesünder leben, aber…“ „Sobald ich damit durch bin, fange ich an, abzunehmen.“

Hallo? Geht es noch? Wir müssen doch sowieso was essen. Da können wir auch die paar zusätzlichen Minuten aufwenden, um die so überaus komplexe Wissenschaft der gesunden und ausgewogenen Ernährung umzusetzen, die jedes Bauernkind kennt (leider aber kaum noch die Stadtkinder).

Die Ernährung kann man immer und jederzeit in die eigene Hand nehmen. Wer dies nicht schafft, bei dem darf man sich ruhig wundern, dass er oder sie es morgens alleine schafft, sich die Schuhe zuzubinden. Ausreden über Ausreden… wohin man nur blickt und hört.

Also…

…diese elenden Ausflüchte müssen nun endlich ein Ende haben. 14 Stunden sind immer drin. Wir müssen sie uns nur nehmen, sie ergreifen, am Schopfe packen und sie nutzen. Weniger als Freizeitgestaltung und eher als Beruf(ung).

Da geht nichts dran vorbei, wenn man wirklich gesund, stark und schön sein will, wenn man wahre Lebensqualität verspüren will. Ja dann… Dann muss man sich sowohl um seinen Geist als auch um seinen Körper kümmern. Vernachlässigt man das eine, so vernachlässigt man automatisch auch das andere.

Ausreden…

(Bildquelle: Flickr / Umberto Salvagnin ; CC Lizenz)

Sag den Ausreden den Kampf an – Lege am besten heute noch los! (Bildquelle: Flickr / Umberto Salvagnin ; CC Lizenz)

…wird es immer geben. Das ist nämlich das Problem an den Verlieren der Menschheit. Es wird immer einen Grund geben, der sie angeblich an der Nutzung ihrer 14 Stunden hindert. Es gibt immer Prüfungen, Termine, Jobs, Präsentationen, Auftritte, Treffen, Essen, Feiern usw.

Das ist nicht schlimm. Das ist gut so. Das sind die Gipfel unserer gesellschaftlichen Entwicklung, aber es kommt darauf an, wie wir damit umgehen. Verlierer sehen sie als Ausreden, um sich einen faulen Lenz machen und um ihr körperliches Versagen relativieren zu können.

Gewinner hingegen werden immer auch Wege zwischen diesen Gipfeln finden, um sich nicht nur um ihre soziale Entwicklung zu kümmern, sondern auch um die Nutzung ihres körperlichen und geistigen Potenziales.

Sei in diesem Punkt ein Egoist

Trotz aller Bedenken wird das gesellschaftliche Ansehen eines Gewinners dadurch nicht ins Wanken geraten. Vielmehr wird dadurch der Respekt und auch die Anerkennung zunehmen. Denn wer schafft es schon, sich von all dem Stress loszueisen, dem Alltag den Rücken zu kehren, sich nicht der Trägheit hinzugeben und Tag für Tag ein hartes, ehrliches, beharrliches und progressives Training sowie den dazu gehörigen Lebensstil zu meistern? Wer schafft es schon, der Versuchung der Ausreden zu entrinnen und freiwillig – sprich, ohne Notwendigkeit – den anstrengenden Weg zu gehen?

Das muss ein Gewinner sein und Gewinner finden immer einen Weg, der sich trotz Ausbildung, Studium, Beruf, Familie und sonstigen Aufgaben, Bürden, Problemen und Verpflichtungen beschreiten lässt. Und seien wir einmal ganz ehrlich: Wer das nicht schafft, wer es nicht schafft, ein Ziel ohne äußere Notwendigkeit, ohne äußeren Druck anzustreben, der wird auch sonst nicht viel auf die Reihe bekommen. Ein Verlierer kann sich anstrengen wie er möchte. Er wird dennoch ein Verlierer bleiben. Denn solange er noch einen Sack voll Ausreden mit sich herum schleppt, solange wird er auch nicht gerade weit kommen – denn Ausreden belasten.

Ein Gewinner hingegen hat die Last schon längst abgeworfen. Er weiß, dass seine Wege zum Erfolg erst dadurch entstehen, indem er sie geht. Er kennt weder Ausreden noch Hindernisse, sondern nur Wege und Herausforderungen. Er wächst. Er ist glücklich. Er ist schön, stark und gesund. Denn ein Gewinner würde niemals – egal welche Umstände sich ihm auch immer in den Weg zu stellen wagen – seine körperliche Entwicklung vernachlässigen. Seine 14 Stunden haben einen Sinn, einen Zweck, einen Nutzen. 14 aus 168.

Doch wer bist Du? Bist Du ein Gewinner?


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Über Christian Zippel

Dr. Christian Zippel ist Urheber des 2013 geschlossenen und offline genommenen Kraftsport- und Bodybuilding-Blogs „Der Wille zur Kraft“. Er ist mehrfacher Autor, darunter von Werken wie „Der Wille zur Kraft – Die zehn Gebote kompromissloser Leistungssteigerung“, „HFT: Hochfrequenztraining & Autoregulation“ „Rosenrot – Oder die Illusion der Wirklichkeit“, „Leider geil, fett & faul“ oder „80/20 Fitness – Wenig investieren, viel erreichen“ und promovierte im Bereich der Philosophie.

Auch wenn er sich vielleicht selbst nicht so bezeichnen würde, so ist Christian doch das, was man als „Neuzeit-Philosoph“ bezeichnen könnte. Seine Werke und Artikel – selbst jene, die sich der Leibesertüchtigung verschrieben haben – sind durchtränkt mit philosophischem und erziehendem Charakter. Seine Lehrer? Seneca, Nietzsche, Bruce Lee. Sein Motto? Die Einheit von Körper und Geist. Mens fortis in corpore forti – ein starker Geist in einem starken. Körper.

Er selbst hat sich weitestgehend aus dem Internet zurückgezogen und ist nicht mehr in Blogs oder Foren aktiv. Die hier veröffentlichten Artikel sind aus seinem früheren Blog „Der Wille zur Kraft“ übernommen, da er sie kurz vor Torschluss zur Verfügung gestellt hat.

2014 gründete Christian den Fitness-Buchverlag „Faszination Fitness“, der vor kurzem mit seinem Erstlingswerk von sich reden machte, einem Crowdfunding-finanziertem Buchband namens „Stark & Schön“ in Zusammenarbeit mit Corinna Walther und Andreas Trienbacher.

Wer für ein Coaching oder geistigen Austausch den direkten Kontakt zu Christian sucht, der wird hier fündig: http://www.christian-zippel.de

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Bildquelle Titelbild: Flickr / h.koppdelaney ; CC Lizenz


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  • Cooler Artikel. …stimmt alles aber 14 Stunden pro Woche find ich schon sehr sehr hoch gegriffen. Ich lieb es zu trainieren aber 14 Stunden würde ich selbst als Arbeitsloser nicht im Gym verbringen.

    Leute die wirklich Zeit optimieren wollen können auch mit 3×45 Minuten hartem GK Training respektable Ergebnisse erzielen. Mit An und Abfahrt sind das gerade mal 5 Stunden “Aufwand”

    Just my 2 cents

    Tobi

    • Ja man muss nicht gleich 14 Stunden im Studio verbringen, sehe ich auch so Tobi. Aber ich glaube schon, dass man täglich eine halbe Stunde oder so etwas für seinen Körper machen kann – muss nicht immer Eisensport sein. Spazieren gehen, Meditation, Yoga, mit dem Rad einkaufen fahren o.ä. – man sollte tagtäglich die Muskel-Geist-Verbindung in irgendeiner Form trainieren und versuchen, sich weiterzuentwickeln. Für manch einen ist das eben HFT, für den anderen ein 3x/Woche Programm mit anderen netten Spielereien.

      Mir ist es z.B. wichtig, dass mein Gym in der Nähe ist. 5 Minuten zu Fuß ist ideal, dann hat man auch nicht immer so große Zeitverluste durch Anfahrt.