Vitamin D hilft Frauen beim Abnehmen

Vitamin D hilft Frauen beim Abnehmen

3 Kommentare

Von Damian N. Minichowski |

Über Sinn und Zweck einer gesicherten Vitamin-D-Zufuhr hat mein Kollege Chris bereits einige Takte verloren („Vitamin D: Für mehr Leistung, bessere Regeneration und ein starkes Immunsystem“) – nun haben spanische Forscher von der Complutense University aus Madrid gezeigt: Das steroid-ähnliche Vitamin hilft übergewichtigen Frauen beim Abnehmen.

Mal abgesehen davon, dass es ohnehin Sinn macht, dass du eine Diät mit einem starken Immunsystem und einer besseren Regenerations- und Leistungsfähigkeit – wie es im obigen Artikel bereits beschrieben wurde – mit einer hypokalorischen Diät zurechtkommst, ist es interessant zu erfahren, dass ein hoher Vitamin-D-Spiegel nicht nur dabei helfen kann deine „gainz“ bei der Abspeckkur zu erhalten, sondern auch den Fettstoffwechsel in erheblichem Maße zu beeinflussen.

Wie genau? Das schauen wir uns jetzt einmal an.

Studie: Vitamin D hilft Frauen beim Abnehmen

Es sei angemerkt, dass es sich hierbei um vorläufige Ergebnisse („preliminary“) handelt. Zuerst analysierten die spanischen Forscher aus Madrid den Vitamin-D-Spiegel bei 60 übergewichtige Frauen im Alter von 20 – 35 Jahren, ehe sie anschließend in 2 (eigentlich 4) Gruppen einteilten:

  • LD-Gruppe mit einem initialen Vitamin-D-Spiegel von < 50 nmol/l
  • HD-Gruppe mit einem initialen Vitamin-D-Spiegel von >=50 nmol/l

Man setzte die Studienteilnehmerinnen für 2 Wochen (14 Tage) auf eine leichte Diät („hypokalorische Ernährung“) und wies ihnen eine entsprechende Diätform zu:

  • Diet V, bei der die Betonung auf einen erhöhten Gemüsekonsum lag
  • Diet C, wo der Schwerpunkt auf Ceralien („Frühstücksceralien“) gelegt wurde. (Und hier ist auch unsere Fliege aus der Suppe, denn die Frauen in der Diet C Version erhielten spezielle Riegel die von Kellog Spanien „gesponsort“ wurden).

Größerer Fettverlust mit hohem Vitamin-D-Spiegel – Die Studienergebnisse

Die beiden Grafiken zeigen die einzelnen Parameter der Frauen, wobei Grafik 1 die Körperdaten derjenigen Frauen darstellt, welche einen Vitamin-D-Spiegel von < 50 nmol/l aufgewiesen haben, während Grafik 2 diejenigen Daten liefert, die mit einem Vitamin-D-Spiegel von >=50 nmol/l ins Rennen geschickt wurden.

Bei beiden Gruppen wurde die Kalorienzufuhr reduziert und beide Gruppen verloren an Körpergewicht und BMI…jedoch…knöpfen wir uns zunächst die erste Tabelle vor, so sehen wir, dass die LD-Frauen („Low Vitamin D“) bei der Diet V im Schnitt mit einem Gewicht von 72,3 kg anfingen und am Ende bei 71,5 kg landeten (-0,8 kg). Der Fettmasse-Anteil sank von 27,5 kg auf 27,1 kg (-0,4 kg), während der Anteil fettfreier Magermasse (FFM) sich von 44.8 kg auf 44,4 kg (-0,4 kg) veränderte.

Ihr Vitamin-D-Spiegel veränderte sich dabei von 30,5 nmol/l auf 32,9 mol/l (+2,4 nmol/l).

Das heißt: Bei einer gemüse- und obstreichen Ernährung mit einem geringen Vitamin-D-Anteil verloren die Frauen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Blut insgesamt 0,8 kg in 2 Wochen, wovon 0,4 kg Fettmasse und 0,4 kg Muskeln waren.

Wenn sich diese Frauen nun Vitamin-D-reicher ernährten, dann veränderte sich ihr Gewicht von 78,1 kg auf 76,6 kg (-1,5 kg), der Fettanteil sank von 29,3 kg auf 28,7 kg (-0,6 kg) und der Anteil der Magermasse reduzierte sich von 48,8 kg auf 48 kg (-0,8 kg).

Ihr Vitamin-D-Spiegel veränderte sich dabei von 37,5 nmol/l auf 43,7 mol/l (+6,2 nmol/l).

Das heißt: Bei einer ceralien-lastigen Ernährung mit einem höheren Vitamin-D-Anteil verloren die Frauen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Blut insgesamt 1,5 kg in 2 Wochen, wovon 0,6 kg Fettmasse und 0,8 kg Muskeln waren.

Alles in allem ist das Ganze nicht wirklich spektakulär. Wenn es um eine reine Gewichtsabnahme geht, dann zeigt eine Vitamin-D-reiche Ernährung aber eine größere Reduktion an Fett (0,4 kg Vs. 0,5 kg Fett), aber auch einen doppelt so hohen Muskelmasseverlust.

Die eigentliche Magie besteht aber darin, seinen Vitamin-D-Status nach oben zu schrauben (irgendwo zwischen 40-80 nmol/l). Was passierte also bei der HD-Gruppe („High Vitamin D“)?

Selbe Grafik, selbes Spiel: Frauen mit einem hohen Vitamin-D-Spiegel veränderten bei einer gemüse- und obstreichen Ernährung mit niedrigem Vitamin-D-Anteil ihr Gewicht von 73,9 kg auf 72,9 kg (-1,0 kg), wobei sich der Fettanteil von 27,8 kg auf 27,1 kg (0,7 kg) in zwei Wochen verringerte. Was die fettfreie Muskelmasse betrifft, so verringerte sich der Anteil von 46,2 kg auf 45,9 kg (-0,3 kg).

Ihr Vitamin-D-Spiegel veränderte sich dabei von 83 nmol/l auf 89 mol/l (+6,0 nmol/l)!

Das heißt: Bei einer gemüse- und obstreichen Ernährung mit einem geringen Vitamin-D-Anteil verloren die Frauen mit einem hohen Vitamin-D-Spiegel im Blut insgesamt 1,0 kg in 2 Wochen, wovon 0,7 kg Fettmasse und lediglich 0,3 kg Muskeln waren.

Auf der anderen Seite veränderten sich die Parameter der Frauen mit hohem Vitamin-D-Spiegel im Blut bei Vitamin-D-reicher Ernährung wie folgt: Reduktion des Körpergewichts von 75,6 kg auf 73,9 kg (-1,7 kg), Reduktion von Körperfett von 29,4 kg auf 26,7 (!) (- 2,7 kg) und einem Anstieg der Magermasse von 46,2 kg auf 47,2 kg (+1,0 kg).

Ihr Vitamin-D-Spiegel veränderte sich dabei von 76,5 nmol/l auf 90 mol/l (+13,5 nmol/l)!

Das heißt: Bei einer ceralien-lastigen Ernährung mit einem höheren Vitamin-D-Anteil verloren die Frauen mit einem hohem Vitamin-D-Spiegel im Blut insgesamt 1,7 kg in 2 Wochen, wovon 1,7 kg Fettmasse waren und bauten dabei zusätzlich Muskeln auf – nämlich 1 kg schiere Magermasse!

BOOM. Die Forscher konkludieren:

„Die aktuellen Ergebnisse implizieren, dass Frauen mit einem besseren Vitamin-D-Status positiver auf eine hypokalorische Diät und Reduktion von Körperfett reagieren; dies wurde insbesondere bei den Subjekten der Gruppe [Diet] C deutlich, die während des Experimentzeitraums eine höhere Vitamin-D-Zufuhr bekamen.“ – [1]

… und jetzt kommst du!

Abschließende Worte

Ja, es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Ja, der Studienzeitraum ist mit 2 Wochen knapp bemessen und ja – es sind eben übergewichtige Frauen und keine Athletinnen oder Hardcore-Sportlerinnen, aber die Zahlen sprechen in diesem Kontext eindeutig für sich. Es hat mit Sicherheit seinen Grund weshalb meine Kollegen und ich mantra-artig predigen, dass Vitamin D zu jenen Dingen gehört, von denen wir in unserer Nahrung häufig zu wenig aufnehmen. Die „steroid-ähnliche“ Wirkung kann jedoch auch hier überzeugen und genau deswegen solltest du dir einmal die Mühe machen und deinen Vitamin-D-Spiegel vom Onkel Doc checken lassen.

Es heißt zwar immer das ~40 nmol/l „normal“ sind, aber das bedeutet noch lange mich „optimal.“ Mein Tipp? Ein solides Vitamin-D-Präparat, welches vor allem in der dunklen Jahreszeit in höherer Dosierung eingenommen werden sollte (die Wintersaison ist der Zeitraum, in dem die meisten von uns eben nicht genug Vitamin-D mit der Nahrung und über das Sonnenlicht aufnehmen). Ich selbst nutze hierfür das Vitamin D3 von Myprotein, welches in einer Kapsel mit Olivenöl (Transport-Matrix) zu einem guten Preis angeboten wird.

Du musst dir natürlich jetzt nicht dieses Vitamin D3 besorgen – aber du solltest zumindest „vorsorgen“ … gerade als ambitionierte Frau mit hohen (Körper)-Zielen.

Bildquelle Titelbild: Pixabay.com / PublicDomainPictures ; Public Domain Lizenz

Opt In Image
Werde zum Fitness- & Ernährungsexperten!
Schlanker, stärker, ästhetischer, gesünder!

Abonniere unseren Newsletter und erhalte - neben weiteren hochwertigen und einzigartigen Infos rund um Fitness, Gesundheit & Ernährung - regelmäßige Updates und Neuigkeiten rund um Aesir Sports.

Unser Versprechen: Kein Spam - nur 100% Aesir Sports!

Teile diesen Artikel:
  • Martin

    Hi!
    Erstmal Danke für die vielen Artikel, Informationen und auch für durchschnittsbegabte Leser meist gut verständliche geschriebenen Anleitungen.
    Dieser Artikel liest sich leider wie ein langer Werbeartikel, der in einer Supp-Empfehlung endet möööööp. Ich weiß ja nicht, erst die Studie anzweifeln weil Kellogs sie finanziert und dann selber noch einen drauf setzen.
    Was mich aber viel mehr irritiert, in einem anderen Artikel diese Woche habe ich noch gelesen, das dort “Witze” über den Witamin-D Hype gemacht wurden und die ganze Supplementation in Frage gestellt wurde. Was ist denn nun die Meinung zu Vitamin D? Gerade so wie es betriebswirtschaftlich passt oder gibt es da einen roten Faden?
    Sorry für die harschen Nachfragen – ich liebe Aesirsports – aber diese Werbeartikel (die rechtlich gesehen übrigens auch als solche gekennzeichnet sein müssten, es aber nicht sind) nerven.

    • Meinungen sind wie Ar***löcher – jeder hat eins. Aber Spaß beiseite: Konsens wirst du bei solchen Fragen selten erzielen. Wir haben noch weitere Vitamin D Artikel auf Lage, u.a. einen von Chris. Dort wird auch eine Studie mit Sportlern zitiert. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es um den Vitamin D Spiegel nicht gut bestellt. Das mag für normaler Menschen nicht so tragisch / spürbar sein, aber für einen Sportler kann das natürlich unangenehm sein, wenn die Leistung einknickt. Aber davon mal ab hat Vitamin D ja viele weitere Effekte.

      Neben Fischöl und Zink ist Vitamin D in meinen Augen eines der Schlüsselsupplemente, die am ehesten Sinn machen. Wenn du aber wissen willst, ob DU nachhelfen sollst, kommst du nicht um einen Arztbesuch herum. Einfach den Vitamin D Spiegel checken lassen und dann weißt du bescheid, ob deine Ernährung (die ja ggf. Vitamin-D-reich gestaltet sein kann) ausreicht oder eben nicht.)

      Hoffe das hilft dir ein wenig weiter, Martin!