Realität ist was für Leute, die nicht mit Alkohol umgehen können

Realität ist was für Leute, die nicht mit Alkohol umgehen können

2 Kommentare

Von Christian Zippel  

So… Zwei Herzen schlagen also in Deiner Brust: Das strebende, nach Entwicklung, Würde und Höhe sich verzehrende Herz des Kämpfers einerseits und das soziale, für Anerkennung, Spaß und Befriedigung schlagende Herz des gemeinen Menschleins andererseits.

Gemein ist es…

…weil es auf die Gemeinschaft zielt und auf das damit verbundene Spiel der mannigfaltigen Begierden, die sich im Gepäck unserer stammesgeschichtlichen biologischen Herkunft befinden. Oft ist es mehr als nur ein Spiel. ES gewinnt die Herrschaft über uns und macht uns zu Lakaien der genetischen Triebe – das ES im späteren, strukturellen Modell der Psyche von Siggi Freud. Sollte sich das ICH davon beherrschen lassen?

Das Über-ICH

Die Spießer-Moral unserer Gesellschaft… Ist sie es, an die wir uns halten sollten? All die Tugenden der Zurückhaltung, der Mäßigung, der Entsagung? Ist das nicht einen Tick zu langweilig? Oder vielleicht doch der richtige Weg?

Ok, Du bist Athlet und Deine Kumpels wollen mit Dir saufen gehen

Wie sollst Du damit umgehen? Wählst Du den Pfad des geächteten Einzelgängers und bleibst zu Hause? Oder lässt Du Dich mitzerren, um nüchtern zu bleiben und Dich schlussendlich zu später Stunde fragen zu müssen: Sch+#*, was mach ich hier überhaupt?“ Bist gar der Spielverderber, der den Abend versaut, indem er die Stimmung drückt?

Hier nun ein paar Prinzipien, die Dich beim Umgang mit derartigen Situationen unterstützen sollen. Mach Dir als erstes eines ganz bewusst…

Realität ist was für Leute, die nicht mit Alkohol umgehen können

Du bist a-sozial

(Bildquelle: Pixabay.com / TzProduction ; Public Domain Lizenz)

“Approaching the bar.” – Wenn dein Verständnis von einer Happy Hour schweres Eisen involviert, dann hast du eindeutig etwas Größeres vor. Du willst Fortschritt. (Bildquelle: Pixabay.com / TzTProduction ; Public Domain Lizenz)

Das ist nichts Schlimmes. Meiner Meinung nach ist es sogar eine Auszeichnung. Heißt es doch nichts anderes, als dass man sich von der Gesellschaft absentiert.

Machen wir uns nichts vor: In vielen Aspekten ist die breite Masse alles andere als vorbildhaft, teilweise gar unerträglich. Wer sich im Einheitsbrei der tumben Allgemeinheit einfügt und nicht mehr Profil aufweist, als alle anderen, der lebt verkehrt. Er lebt den Weg des geringstmöglichen Widerstandes.

Doch das ist nichts für Dich! Du hast Ziele…

Willst etwas erreichen. Nicht zur Anerkennung, sondern des Zieles wegen, des Kampfes wegen, des daraus entstehenden Wachstums wegen und der Erfüllung dieses erhebenden Erlebnisses wegen. Sei hier asozial und stolz darauf: Wähle den Weg des größtmöglichen Widerstandes, denn dies ist der Weg der größtmöglichen Entwicklung. Der Weg der Selbsterschaffung zu einer vielschichtigen und starken Persönlichkeit in einem Körper, der nicht davon zeugt, wie sehr das eigene Potenzial missachtet wird.

“Nichts ist widerwärtiger als die Majorität; denn sie besteht aus wenigen kräftigen Vorgängern, aus Schelmen, die sich anpassen, aus Schwachen, die sich angleichen, und der Masse, die nachtrollt, ohne im mindesten zu wissen, was sie will.”Johann Wolfgang von Goethe: Maximen und Reflexionen 604, Sprüche in Prosa: Über Naturwissenschaft 4

Willst Du es der Anerkennung wegen?

(Bildquelle: Pixabay.com / PDP ; Public Domain Lizenz)

Für viele ein all-wöchentlicher Anblick – Alkohol. Aber was bringt es dir wirklich, außer einem dicken Kopf? (Bildquelle: Pixabay.com / PDP ; Public Domain Lizenz)

Dann lass es gleich. Es wird Dich nicht glücklich machen – egal wie weit Du in Deiner Entwicklung kommen wirst. Dafür ist es der falsche Weg. Wahre Anerkennung erhält man nicht, solange man versucht, sie zu erzwingen. Jener hingegen, der für seine Ziele lebt, sie aufrichtig verfolgt und sich nicht von der Bewertung anderer abhängig macht, der wird Anerkennung erhalten, der wird imponieren. Aber ist das überhaupt von Bedeutung?

Ist die Neigung nach Anerkennung etwa nicht viel mehr als nur das Verlangen am Bauch gepinselt zu werden? Haben wir das wirklich nötig? Macht das wirklich glücklich? Macht es nicht vielmehr glücklich, in dem Moment des eigenen Seins und Handelns vollends aufzugehen, den wir im sog. Jetzt erleben?

Ist es nicht allein das schwächliche Selbst, das der Bestätigung bedarf? Vermag das starke hingegen nicht für sich selbst zu stehen? Schließlich kann der Wert eines Menschen doch nicht davon abhängen, ob jemand bereit ist, ihm Anerkennung zukommen zu lassen. Ist der einzelne selbstbestimmte Mensch an sich nicht bereits Wert genug?

Also mach Dich nicht davon abhängig, wie andere über Dich denken. Sei dankbar, wenn Du ehrliches Feedback bekommst, aber strebe nicht danach und vor allem: verbiege Dich nicht dafür! Im Klartext: Wenn Du keinen Sinn darin siehst, Deinen Trainingsfortschritt für eine durchzechte Nacht aufs Spiel zu setzen, dann kann es Dir vollkommen am Allerwertesten vorbeigehen, was Deine Saufkumpanen dann von Dir halten. Sei stark und mach das, was Du für richtig hältst.

„Der Mensch erkennt nur das an und preiset nur das, was er selber zu machen fähig ist.“ – Johann Wolfgang von Goethe

Kannst Du was verpassen?

(Bildquelle: Pixabay.com / kaicho20 ; Public Domain Lizenz)

Alkohol gehört zur Gesellschaft, wie die Wurst aufs Brot. Gesund ist beides zwar nicht unbedingt, aber im Grunde genommen hat sich die Partykultur seit der Antike nicht sonderlich verändert. (Bildquelle: Pixabay.com / kaicho20 ; Public Domain Lizenz)

Ganz ehrlich? Du kannst ´ne Menge verpassen. Ich muss sagen, dass ich sehr gerne feiern gehe und damit meine ich nicht nur die paar Flüssigschnitzel, die sich der normale Bürger an der Theke hinter die Binde kippt, sondern den totalen Vollsuff! Vom stilsichern Abschuss auf ge-wienertem Parkett bis hin zum stumpfen Umpressen auf hanseatischen Kneipenplanken: Die Spießer-Moral mitsamt der Krawatte im Ethanol-Dunst abfackeln und dem ES freien Lauf lassen – oder wie es ein Biologe formulieren würde: Einfach mal die Sau raus lassen, die in jedem von uns ihr Unwesen treibt. Hach, was macht das Spaß. Was ist das befreiend. Was schweißt das Freundschaften zusammen. Was lernt man dabei, das andere Geschlecht zu reizen und das Leben auszukosten.

Gesellschaftlich ist das natürlich verpönt. Aber es liegt nun mal in unserer Natur und solange es Menschen gibt, solange lassen sie es auch gerne mal krachen, solange sind sie auch Tiere:

„Der Mensch ist im Grunde ein wildes, entsetzliches Thier. Wir kennen es bloß im Zustande der Bändigung und Zähmung, welcher Civilisation heißt: daher erschrecken uns die gelegentlichen Ausbrüche seiner Natur.“ Arthur Schopenhauer

Doch nun zur Kehrseite der Flasche: Spaß allein bringt einen nicht weit. Er ist eher seicht. Sich zu besaufen, zur Musik zu grölen und dem anderen Geschlecht hinterherzuspringen wie ein ralliger Straßenköter ist nicht schwer. Es ist Volkssport in jeder „Hochkultur“: von den römischen Orgien des Bacchus-Kultes, wo man sich bewusst mit dem Federkiel die Kehle strich, damit man sich übergeben und somit für noch mehr Fülle Platz machen konnte, bis hin zum heutigen Komasaufen mit munterem Chromosomentaustausch als Ausklang.

Unsere Partykultur mag sich weiterentwickelt haben: Wir haben nun bunte Etiketten auf den Flaschen, allerlei Cocktail-Variationen und unser Bass hat mehr Watt als die Nordseeküste. Alles ist komplexer geworden. Aber im Großen und Ganzen ist es – oben wie unten – das gleiche Rein-Raus-Spielchen geblieben. Wir selbst haben uns nicht weiterentwickelt, nur die Umstände. Die Jugend war auch damals schon verrucht. Sie war immer schon der Untergang jeglicher Epoche:

„Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere heutige Jugend die Männer von Morgen sind. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.“

Wer mag das wohl geschrieben haben? Und wann? Es war Aristoteles – in Griechenland ca. 300 Jahre v.u.Z. Und damals wie früher geht es darum, Individualist zu sein, will man eigene Ziele verfolgen. Jeder Mensch muss diesen Weg der Entwicklung für sich allein gehen.

Seneca empfiehlt: „Man stürze sich nicht geradezu in den wilden Taumel der Volksbelustigungen, ziehe sich aber auch nicht ganz von der Berührung mit dem gemeinen Volk zurück.“ Obwohl dieser Gedanke bald 2000 Jahre alt ist, kann man ihn ebenso für das Heute gelten lassen.

Mal ehrlich

Ich weiß nicht, wer Du bist und welches Paar Schuh Dir am besten passt. Deswegen nun ein Rundumschlag:

Sei kein Spießer

Ich hasse Spießer. Die Könige des Über-ICHs. Moralapostel vor dem Herrn und so spannend wie eine Scheibe Toast.

Wenn Du komplett auf Alkohol verzichtest – sehr gerne. Aber denke dadurch nicht, Du seist jemand besseres, moralischer einwandfreier o.ä. Denn das bist Du nicht. Du gehst nur Deinen Weg und das ist in Ordnung. Aber versuche niemand anderes dazu zu zwingen oder ihn gar herabzuwerten, nur weil er mal ein paar Bierchen zischt.

Du brauchst Dich aber auch nicht schlechter fühlen: Was gibt es Vorbildlicheres als jemanden, der bereit ist, sich zur Erlangung eigener Ziele selbst zu mäßigen und in den Ausschweifungen des eigenen ES zu beschränken?

Sei kein Spielverderber

Wenn Du feiern gehst, aber selbst nicht dazu fähig bist, für Stimmung zu sorgen, dann solltest Du entweder gleich zuhause bleiben oder – was ich besser finde – lernen, auch ohne psychotrope Stimulanzien lustig und schlagfertig zu sein. Das ist nicht leicht, aber reine Übungssache und auch im normalen Alltag stets erheiternd.

In diesem Punkt liegt oftmals ein großes Missverständnis vor. Viele denken, sie würden von ihren Feierkumpanen nicht akzeptiert, wenn sie nicht mitsaufen. Vielmehr ist das jedoch der Fall, wenn man sich als Spaßbremse betätigt und verhindert, dass die ganze Kiste überhaupt erst ins Rollen gerät. Da hat wirklich niemand Bock drauf. Also lass es gar nicht erst so weit kommen.

Sei kein Berufssäufer

(Bildquelle: Pixabay.com / geralt ; Public Domain Lizenz)

Werde nicht zum Berufstrinker! Feiern ist nicht unmorlaisch, wenn man auch tatsächlich einen Grund dafür hat und es nicht zur Routine “um seiner selbst willen” wird. (Bildquelle: Pixabay.com / geralt ; Public Domain Lizenz)

Das Problem unserer Zeit ist, dass wir verlernt haben, was Feiern an sich überhaupt bedeutet. Unsere Generation feiert ohne Grund, total routiniert. Jedes Wochenende steht der Abschuss auf dem Terminplan – bei einigen sogar fast jeden Tag. Ein Warum gibt es kaum bzw. wird immer gefunden: Frustsaufen, Spaßbechern, Wetttrinken. Drauf geschissen warum, einfach rein mit dem Stoff. Man kann auch ohne Spaß Alkohol haben.

Dadurch verliert das Ganze enorm an Wert und Spaß. Man stumpft zu sehr ab. Gewöhnt sich daran. Es wird so, wie Oswald Spengler es beschreibt:

„Auf einem Maskenball, mitten in Musik und Lachen, mit einem schönen Mädchen in den Armen, und dann sich so grenzenlos einsam fühlen, so verächtlich, leer, dass man schreien und sich töten möchte. Und doch am andren Tage sich wieder nach dem nächsten Feste sehnen, wo es ebenso sein wird.“

Man wird nur noch zur reinen Marionette der Konsumgesellschaft, zum Getriebenen des ES. Man beginnt es sogar zu hassen, erkennt die Leere darin und macht es dennoch immer und immer wieder. Zudem befindet sich dieser Weg in einer diametralen Richtung zu dem der körperlichen Entwicklung. Für mich persönlich geht es jedoch nicht nur um die Entwicklung des Körpers, sondern auch um die des Geistes. Gesellschaftlicher Umgang und das Erlernen vielseitiger Kommunikation auf allen Ebenen des menschlichen Parketts gehören unzweifelhaft dazu.

Trotz alledem gilt es ein Gleichgewicht zu finden. Man muss lernen, so mit den Parametern zu spielen, dass man auf beiden Wegen maximale Fortschritte erreicht. Dazu gehört eine deutliche Einschränkung beim nächtlichen Feierleben. Insgesamt gilt es zu lernen, dass Feiern etwas Besonderes sein sollte. Es sollte nicht nur dazu missbraucht werden, die Trägheit und Leere des eigenen Lebens zu füllen. Es sollte nur dann gefeiert werden, wenn man auch einen triftigen Grund dafür hat.

Was man dabei als „triftigen Grund“ anerkennen möchte, ist variabel. Bei mir persönlich haben diese im Laufe der Jahre deutlich abgenommen. Die Entwicklung geht vor! Ich feiere immer noch sehr gerne, aber dafür auch sehr selten und wenn… dann richtig. Keine halben Sachen.

Sei ein Athlet

(Bildquelle: Flickr / Carmen Escobar Carrio ; CC Lizenz)

Wer Fortschritt und Entwicklung anstrebt und sich dafür in Disziplin und Askese übt, der kämpft wortwörtlich einen fortwährenden Kampf aus zwischen gesellschaftlicher Akzeptanz und individuellen Zielen. (Bildquelle: Flickr / Carmen Escobar Carrio ; CC Lizenz)

Wenn Dir das Training und die Entwicklung des Körpers überaus wichtig ist, dann handle um Nietzsches Willen auch entsprechend. Selbst wenn es extreme Ausmaße annimmt. Lebe im Sinne Deiner Visionen. Alles andere macht keinen Spaß und ist Selbstbetrug.

Ich stecke selbst oft genug in diesen Phasen. Dann kann mich die Welt mal gerne haben und auch nur der Gedanke daran, meine wertvolle Schlafenszeit zu verschwenden und meine Regeneration und Leistungsfähigkeit durch allerlei Nerventoxine zu beeinträchtigen, liegt mir so nahe, wie dem Asketen der Puff-Besuch.

Wenn man nur noch für ein Ziel lebt, sich die Scheuklappen aufsetzt und im Eiltempo nach vorne strebt, dann kann das ein unheimlich erfüllendes Gefühl sein. Ich möchte diese Wochen und Monate nicht missen. Sie gehören zu den schönsten des schaffenden Lebewesens.

Die meisten Mitmenschen werden damit nicht klarkommen. Aber das ist egal. Davon darf man sich nicht bremsen lassen. Feiern gehen? Das steht dann nicht zur Option! Morgen wird trainiert. Die Ziele sind gesteckt. Die Ernährung abgestimmt. Der Schlaf geregelt. Alles folgt einem Muster. Jede Unregelmäßigkeit wird bestraft, kostet Fortschritt, vermindert den Spaß.

Eine derartige Selbstkasteiung und Beschränkung mag von außen kritisch beäugt werden. Manche erniedrigen sich sogar zum Mitleid. Doch ohne Grund. Diese Momente lassen einen das Leben erst wirklich spüren. Wenn alles wie am Schnürchen läuft, die Muskeln wachsen und die Kraft von Tag zu Tag steigt. Das Gefühl der Kontrolle über die eigene körperliche Entwicklung. Dies zu erleben, ist unheimlich erfüllend. Deutlich erfüllender als grundloses Feiern aus Routine!

An diesem Punkt will ich schließen

k-Alkohol_Kultur_NietzscheSei Dir bewusst, dass Du ein Leben zwischen ES und Über-ICH zu führen hast. Spiele mit diesen Parametern. Beherrsche sie. Lass Dich nicht von ihnen beherrschen. Sei weder Berufssäufer, noch Spießer. Lebe für Deine Ziele. Sei Dein ICH. Kämpfe für Deine Visionen und nicht für die Trugbilder, die Dir von Deinen Trieben oder Deiner unmittelbaren Gesellschaft aufgezwängt werden.

Wenn Du die Motivation dazu verspürst, dann strebe kompromisslos nach körperlicher und geistiger Weiterentwicklung. So oft Du kannst, so anhaltend Du kannst und so umfassend Du kannst. Ich bin mir sicher, dass dies der beste Weg ist. Der Weg des Lebens. Der Weg der eigenhändigen Verwirklichung des eigenen Potenziales und der eigenen Visionen. Aber wenn Du momentan in einer anderen Phase steckst, dann kannst Du das auch nicht erzwingen. Dann geh auch mal feiern. Mach das Gatter auf und lass die Sau raus.

Lass jedoch keine Gewohnheit daraus werden. Entdecke, worauf es in Deinem Leben wirklich ankommen soll. Wo Deine Entwicklung Dich hinführen soll: nach oben… oder nach unten? Willst Du nach oben, dann sei auch mal asozial. Nach vorne strebt man meist allein. Dann muss man im richtigen Moment loslassen können. Will man mal nicht loslassen, da es gerade zu schön ist, dann ist das in Ordnung. Man lebt nur einmal und es sollte ein Leben der Erfüllung und Selbstverwirklichung sein.

Die Schule des sozialen Kontaktes gehört dazu. Darauf kommt es beim Feiern tatsächlich an und nicht auf Drogen und Filmriss. Auf korrekte Mitmenschen. Auf wahre Freunde. Auf ausgelassenen Kontakt mit begeisternden Menschen. Auf tieferen Austausch. Auf Leidenschaft. Auf das gemeinsame Er-, Durch- und Überleben total verrückter und oftmals auch völlig übertriebener Aktionen, die kein nüchterner Geist auch nur je in Erwägung ziehen würde. Es geht darum, ab und an auch einmal dem eigenen Wahnsinn freien Lauf zu lassen, damit das Genie in der restlichen Zeit in Ruhe arbeiten kann. Dafür benötigt man die richtigen Kumpane. Daher mein letzter Rat in den Worten Senecas:

„Eher muss man darauf achten, mit wem man isst und trinkt, als was man isst und trinkt.“

Man sollte sich bewusst machen, dass es evtl. sinniger ist, mit ein paar Trainingskollegen nach dem Training noch einen leckeren Milch-Shake zu verköstigen oder mit einem geliebten Mitmenschen ein Gläschen Wein zu genießen, anstatt sich mit irgendwelchen dahergelaufenen Idioten zu methylisieren und den eigenen Körper wie Müll zu behandeln…

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Bildquelle Titelbild: Pixabay.com / Jarmoluk ; Public Domain Lizenz

Über den Autor

k-Sylvester-Stallones-muscular-bodyDr. Christian Zippel ist Urheber des 2013 geschlossenen und offline genommenen Kraftsport- und Bodybuilding-Blogs „Der Wille zur Kraft“. Er ist mehrfacher Autor, darunter von Werken wie „Der Wille zur Kraft – Die zehn Gebote kompromissloser Leistungssteigerung“, „HFT: Hochfrequenztraining & Autoregulation“ „Rosenrot – Oder die Illusion der Wirklichkeit“, „Leider geil, fett & faul“ oder „80/20 Fitness – Wenig investieren, viel erreichen“ und promovierte im Bereich der Philosophie.

Auch wenn er sich vielleicht selbst nicht so bezeichnen würde, so ist Christian doch das, was man als „Neuzeit-Philosoph“ bezeichnen könnte. Seine Werke und Artikel – selbst jene, die sich der Leibesertüchtigung verschrieben haben – sind durchtränkt mit philosophischem und erziehendem Charakter. Seine Lehrer? Seneca, Nietzsche, Bruce Lee. Sein Motto? Die Einheit von Körper und Geist. Mens fortis in corpore forti – ein starker Geist in einem starken. Körper.

Er selbst hat sich weitestgehend aus dem Internet zurückgezogen und ist nicht mehr in Blogs oder Foren aktiv. Die hier veröffentlichten Artikel sind aus seinem früheren Blog „Der Wille zur Kraft“ übernommen, da er sie kurz vor Torschluss zur Verfügung gestellt hat.

2014 gründete Christian den Fitness-Buchverlag „Faszination Fitness“, der vor kurzem mit seinem Erstlingswerk von sich reden machte, einem Crowdfunding-finanziertem Buchband namens „Stark & Schön“ in Zusammenarbeit mit Corinna Walther und Andreas Trienbacher.

Wer für ein Coaching oder den geistigen Austausch in den direkten Kontakt mit Christian suchen möchte, der kann auf http://www.christian-zippel.de/ fündig werden.

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  • Sehr guter Artikel! Trifft das Thema auf den Kopf! Vor allem die unverblümte und direkte Schreibweise des Autoren, lässt einen sofort die Parallelen zu eigenen – oft selbstgemachten “Sackgassen” – erkennen.

    Sportliche Grüße aus Köln!
    Mario

  • Philipp86

    Wow…
    da hast du mal einige hilfreiche und anrgende Aspekte rausposaunt.
    Echt genial geschrieben, war bis zum Ende gefesselt.
    Danke und weiter so!