Die artgerechte Ernährung des Menschen: Der feine Unterschied der Geschlechter – Teil 1

Die artgerechte Ernährung des Menschen: Der feine Unterschied der Geschlechter – Teil 1

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Mit Vorwort von Damian Minichowski

Trotz all der „Gleichberechtigung“ und „Gleichschalterei“ wissen wir instinktiv, dass Männer und Frauen unterschiedlich ticken, oder? Wie war das noch? Mann kommt vom Mars und Frau von der Venus? Die Geschlechter kommen sich nicht nur ins Gehege, wenn es um Weltbild und Interaktion kommt, sondern unterscheiden sich in signifikantem Ausmaß auch körperlich und metabolisch. Wie sehr wir uns auch quer stellen und welches Bein wir uns auch ausreißen mögen: Ein Mann wird auf natürlichem Wege niemals Kinder zur Welt bringen und eine Frau wird niemals den „Overall“-Weltrekord für Deadlifts und Kniebeugen halten. (Das ist eine Einladung dazu, mich vom Gegenteil zu überzeugen. ;-) )

Mann und Frau sind eben verschieden. Wie verschieden genau? Nun, hierfür habe ich heute extra einen Experten rangeholt, der einige unserer Leser vielleicht bekannt sein dürfte: Chris Eikelmeier ist der Gründer von StrengthFirst und Autor einer vielfach gelesenen, heiß erwarteten Artikel-Reihe – die der artgerechten Ernährung des Menschen!

Im heutigen Teil dieser Serie wird Chris euch erzählen wo die feinen Unterschiede der Geschlechter liegen – und da der Artikel selbst ein wenig üppig geworden ist, machen wir daraus einfach einen Zweiteiler.

Heute gibt es also die erste Hauptspeise und in ein paar Tagen folgt der Nachschlag! (Übrigens: Das Chris für AS schreibt ist nur Dank eurer Hilfe möglich gemacht worden! Wir bedanken uns an dieser Stelle für die vielen Spender und freuen uns natürlich über weitere Gaben, mit denen wir euch exquisiten Content zur Verfügung stellen werden – über diesen Link könnt ihr spenden oder den Spendenbutton auf der Hauptseite nutzen)

Die artgerechte Ernährung des Menschen: Der feine Unterschied der Geschlechter – Teil 1

Von Chris Eikelmeier

(Bildquelle: Pixabay / OpenClips ; Public Domain Lizenz)

Mann und Frau: Identischer Bauplan aber ein unterschiedlicher Stoffwechsel. Wirklich? Wie groß sind die Unterschiede tatsächlich?(Bildquelle: Pixabay / OpenClips ; Public Domain Lizenz)

Ladies and Gentlemen, Liebe Männer und Frauen. Sehr geehrte Damen und Herren. Die sehen alle nicht nur unterschiedlich aus, die verhalten sich auch komplett unterschiedlich, denken unterschiedlich und parken unterschiedlich. Der eine hört zu, die andere nicht, oder genau anders herum? Ist ein Mann ein Mann, nur weil er männlich ausschaut? Benötigt ein Mann einen Bart um auch wie ein Mann zu denken, oder gibt es auch männliche Frauen und Frauen mit Bart oder Frauen die eigentlich Männer sind? Dabei spreche ich nicht von Männer in Frauenkleidern oder emanzipierten Frauen. Warum so kompliziert? Frauen und Männer. Beides sind Menschen. Und ein MENSCH ERNÄHRT SICH ARTGERECHT. Punkt. Aus. Fertig. Noch. Nicht. Wirklich!

Männer mögen Sixpack und Bier, Frauen lieber einen Kuschelbauch und lassen ihre Socken rumliegen. Während sich der typische Mann für Schminke und Dreier interessiert, schlägt das Frauenherz für Autos und Langhanteln und Bergaufsprints. In einer Welt in der Mann sich das alles so aussuchen könnte und dürfte, dann würden Frauen auf Muskeln stehen, sich mit ihm über Training unterhalten und mit ihm kochen, Sterne schauen und in der Sauna chillen. Und Frauen würden einen Mann finden der das Training für sie ausfallen lässt und auch mal mit ihnen auf Party geht – obwohl morgen Trainingstag ist. In einer Welt in der man sich so etwas aussuchen könnte …

Naja, eigentlich sind so Themen wie Mode und Medizin für den gängigen Mann uninteressant und er steht auf so Sachen wie Heimwerken, Computerzeug und Sport. So Technik und Autos scheint nach den Gängigen Umfragen auch ganz aktuell bei den Männern zu sein. Über Gefühle sprechen Männer in aller Regel kaum – und auch TV schauen sie lieber schweigend – außer beim Fußball („Ja is doch, is doch, ach, ohhh, ohhh“). Auch wenn die Memmen, ehm ich meine die Männer, nicht über ihre Gefühle sprechen und den harten Pappkameraden spielen, leiden sie oft von innen. Drückt ihn mal.

Die einzigen Themen welche beide Geschlechter zu interessieren scheint, sind Neuigkeiten aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, das Wetter, Arbeit, Beruf und Musik. Die traurige Wahrheit. Eine der positivsten Eigenschaften der Männer scheint wohl zu sein, dass sie möglichst schnell auf den Punkt kommen, für manche Frauen aber zu schnell, und oft rational diskutieren und argumentieren können und den Gefühlskram außen vor lassen.

Wäre Mann und Frau gleich, dann würde das bedeuten, dass die Rollen in unserem Alltag nicht klar zu trennen wären. Frau kocht und putzt, Mann geht arbeiten und fremd. In der Regel.

Jedoch basieren auch viele der geschlechtsspezifischen Eigenarten auf den Glaubenssätzen die meist frühkindlich erworben wurden. Sagt dir jemand, dass du schlecht in Mathe bist, dann wirst du etwas unsicherer und zweifelst, vermeidest Mathematik und wirst letztendlich wirklich ein schlechterer Mathematiker. Das hat dann weniger mit dem Geschlecht zu tun. Jedoch kann dir niemand einreden, dass dein Stoffwechsel mehr Kohlenhydrate, oder mehr Fett verwerten soll, noch wie deine Alpha- und Betarezeptorverteilung im Gesäßbereich ist. Also wer bist du? Bist du ein Mann? Oder eine Frau? Unabhängig von deinem Geschlecht.

Fleisch oder Pflanze? Mann oder Frau?

(Bildquelle: Pixabay.com / romanov ; Public Domain Lizenz)

Eine bunte Vielfalt! Wer kann da noch Nein sagen?  Am ehesten der Mann, denn ihn reizt vor allem Fleisch. (Bildquelle: Pixabay.com / romanov ; Public Domain Lizenz)

Wie in der artgerechten Reihe schon besprochen scheint einer unserer Vorfahren – nicht Mensch, nicht Affe – welcher vor etwa 8 Millionen Jahren gelebt hat, ein Omnivor gewesen zu sein welcher hauptsächlich von Früchten, Insekten und Blättern gelebt hat. Oft wurde in der Vergangenheit das gegessen was verfügbar war – ob es nun das Beste war, oder nicht, spielte keine Rolle. Es sicherte das Überleben. Das ist auch heute noch so – nur ohne Letzteres. Es wird gefressen was verfügbar ist. Und wenn du die Schokolade nicht gekauft hast, dann kannst du sie auch nicht essen. Ist das so? Nicht wirklich! Denn dann steigst du in dein Auto und fährst zur Tanke, oder so. Der Schimpanse – einer unserer nächsten Verwandten, wie Onkel Klaus – ernährt sich vorwiegend von Früchten, aber auch von Insekten und kleinen Tieren. Der Mensch hat sich irgendwann von dieser „waldspezifischenErnährung gelöst und begann ja wirklich das zu verzehren was er so gefunden hat – oder erjagen konnte! Früchte sind in der Savanne und Steppe rar. Aber wir essen diese Dinger noch immer gerne – Süß ist gut. So ists zumindest in unserem Hypothalamus gespeichert. Die Farbe einer Frucht spielt bei deren Auswahl auch eine wichtig Rolle – rote Früchte werden braunen oder grünen bevorzugt. Vor allem Frauen bewerten Früchte mit einer höheren Attraktivität als Männer ([1] Prokop P und Fancovicova J. 2012) – Männer bevorzugen Frauen. Jetzt wird es interessanter.

Auch die „Vorliebe“ für den Geschmack sauer scheint einen evolutionären Hintergrund zu haben. Denn irgendwann im Laufe der Zeit konnte der Mensch kein Vitamin C mehr produzieren – für weitere Informationen checkt die Artikelreihe zur artgerechten Ernährung von mir (Link am Ende des Artikels). Mit dem Vitamin C Gehalt (AscorbinSÄURE) erhöht sich die Geschmackssensation „sauer“. Süß- Sauer war ein Indikator für eine kohlehydratreiche und Vitamin C reiche Frucht – und noch heute finden wir viele selbst hergestellte Süßigkeiten und Saucen mit dieser Geschmacksrichtung. Tutti Frutti. Alles klar.

Auch bevorzugt der Mensch im gesamten, nicht nur Männer und nicht nur Frauen, denaturiertes, hydrolysiertes und gekochtes Fleisch – die Geschmäcker und Substanzen Umami, Glutamat und Ribonukliotiden kommen hier zum Vorschein und suggerieren „leicht verdauliches Protein“. Erst die Bearbeitung, oder Fermentierung, macht aus „rohem Fleisch“ etwas Geschmackvolles für uns Menschen – die Fermentierung soll ein paar mehr Probiotika liefern, gastrointestinale Infektionen bekämpfen und unser Immunsystem supporten. Frisches Fleisch schmeckt nicht so gut – gutes Steak soll abgehangen sein! ODER? Die Artikelreihe wird rund, also, so langsam ergibt alles einen Sinn – und da kommt noch viel viel mehr … versprochen!

Es gibt so Tage, an denen du nicht tauschen möchtest…

(Bildquelle: Flickr / GorillaSushi ; CC Lizenz)

Einmal im Monat ist mit Frau nicht gut kirschen essen. Wenn “die Hormone die Kontrolle übernehmen” kommt es zu starken Gemütsschwankungen – aber das wissen wir Männer ja bereits. (Bildquelle: Flickr / GorillaSushi ; CC Lizenz)

Frauen sind stärkeren Hormonschwankungen unterworfen als Männer – Menstruationszyklus, Schwangerschaft oder Klimakterium. Männer haben da eher die Mid Life Crisis und den Egoboost um die 60er – eine wahrscheinlich psychoemotionale Problematik. Männer sind, bevor der junge Mann im alten Körper ausrastet, relativ beständig was ihre Hormone angeht und diese Hormone haben einen Einfluss auf unser Verhalten und unsere Kommunikation. Während Männer oft gleich reagieren, klar, mit Ausnahmen – schwankt das Gemüt der Frau beträchtlich im Laufe des Monats. Östrogen, Progesteron, Testosteron oder Interleukin gesteuerte Verhaltensmuster durch entzündliche Prozesse – um nur einiges zu nennen.

Nach Steven Reiss gibt es auch deutliche Unterschiede in der Motivstruktur von Männlein und Weiblein.

Wenn Männer eher macht- und wettkampforientiert sind und es ihnen auf ein hohes Maß an Zweckorientierung ankommt, sind diese Motive für die „gewöhnlicheFrau niedriger ausgeprägt. Frau mag es im Team zu agieren und steht auf Schönheit. Neugierde und Bewegung ist eher ein männliches Motiv – und das sieht jeder oft auch an seiner Partnerin oder seinem Partner. Wenn Frau Sport macht, dann meist in der Gruppe – auch der Toilettengang ist häufiger zu Mehreren. Und der Bewegungsmotiviertere in der Beziehung ist auch öfter der Mann. Ja aber ich bin eine Frau und … ja klar, es gibt auch Frauen die gern bewegen, das dann aber etwas weniger häufig und vor allem weniger gezielt! Der Mann voll zweckorientiert (3 Sätze und dann Heim, ich will Bizeps haben) – spielt die genaue Verfolgung eines Ziels für die Frau weniger eine Rolle. „Also ich mache auch viel Sport. Alles was mir Spaß macht und wo ich grade Lust zu habe. Mal gehe ich schwimmen, dann Joggen, aber auch Pilates. Gerne spiele ich Volleyball mit meinen Freundinnen und ich mache auch mal was mit Hanteln, auch wenn ich da unsinnig wenig Gewichte benutze.“ Das heißt, auch wenn „gleiche Interessen“, wie z.B. Sport vorhanden sind, heißt es doch nicht, dass das dann auch wirklich passt.

Schatz kommst du mit ein bisschen Rad fahren, ich muss mich bewegen? „Nein – ich war schon beim Training“. Oder so ähnlich – und dann, trotz der Liebe zur Bewegung, passts dann trotzdem nicht.

Die dicken Frauen

Natürlicherweise haben schon normalgewichtige Weibchen unserer Spezies, im Vergleich zu normalgewichtigen Männchen, einen deutlich höheren Körperfettanteil – Jungs hingegen trumpfen mit einem deutlich höheren Anteil an Körperfettfreier Masse. Wie schon der obige Auszug aus dem Reiss Profile zeigen konnte, sind Männchen körperlich aktiver als ihr weibliches Gegenstück ([2] Kirchengast S und Marosi A 2008). Die perfekte FrauCook, Clean, Iron“ wirst du daher eventuell wirklich NIE finden. Und den Mann der gerne was mit deinem Freundeskreis zu tun hat, der ist dann aber auch genauso rar.

Frauen speichern Fette bevorzugt in der Hüft- Beckenregion und die katecholaminbedingte Fettfreisetzung ist in dieser Region bei Frauen geringer – bei Männern in der Bauchregion. Das sind die sogenannten „Stubborn“ Fettzonen und bedingt durch eine unterschiedliche Verteilung an Alpha- und Betarezeptoren. Die generelle Nutzung von Fettsäuren ist bei der bewegten Frau jedoch höher als bei dem bewegtem Mann ([3] Blaak E. 2001).

Alle Frauen sind Menschen, aber nicht alle Menschen sind Frauen

Der menschliche Organismus funktioniert, egal ob Männlein oder Fraulein, eigentlich fast gleich.

(Bildquelle: Pixabay.com / PublicDomainPictures ; CC Lizenz)

Nicht ausschließlich nur was für Frauen, aber: Rohkost, wie Früchte und Gemüse sowie fett-reduzierte Lebensmittel sind eher im weiblichen Speiseplan zu finden. (Bildquelle: Pixabay.com / PublicDomainPictures ; CC Lizenz)

Doch werden wir durch unterschiedliche Geschmäcker durch das Leben geleitet. Geschmack an sich ist wichtig für das Wachstum und die Aufnahme essentieller Nährstoffe – und der Vermeidung von Giften (z.B. bitter). Also der Geschmack sagt deinem Körper was grade fehlt und was du essen solltest. Neben Süß und Sauer ist auch salziges lebensnotwendig. Vor allem durch Schweißverluste kann der Mensch relativ viel Natrium verlieren – daher die Vorliebe für salziges – vor allem bei Männern aufgrund der höheren Anzahl an Schweißdrüsen. Ohne Salz versagen unterschiedliche Systeme wie dein Säurebasenhaushalt, dein Wasser- und Elektrolythaushalt und die Polarisierung der Zellmembranen und die Erregungsleitung deiner Zellen. Nicht gut und es kann lebensgefährlich sein wenn du ZU WENIG Salz aufnimmst – oder zu viel verlierst.

Und da der Mensch, im Gegensatz zu anderen Spezies, relativ viel Speichelamylase produzieren kann, welche dazu dient Stärke und Kohlenhydrate schon im Mund zu spalten – wird die Geschmackssensation süß schon im Mund wahrgenommen, auch wenn du Kartoffeln oder andere Stärkehaltige nascht, und auch diese Nahrungsmittel werden vom Menschen, schon von klein-auf, bevorzugt. Dass der Mensch viel Speichelamylase produziert hat aber nicht unbedingt damit zu tun, dass er auch mehr Kohlenhydrate verzehren soll – aber darüber schreibe ich ein anderes Mal. Kohlehydratreich bedeutet ja nichts anderes als „Energie“ und diese wird doch unbedingt benötigt – oder nicht? Oder nicht.

Frauen bevorzugen eher vegetarische Kost, fettreduzierte Nahrungsmittel und mögen etwas lieber Früchte, Gemüse und Ballaststoffhaltige ([4] Wardle J et al 2004, [5] Westenhoefer J 2005). Sie geben an, dass sie „gesunde Nahrung“ bevorzugen und dass die Auswahl der Nahrung gesundheitsorientierter verläuft als bei Männern. Ob der Grund für die Auswahl „der Glaube etwas gesundes zu essen“ allein ist, oder ob es genetisch bedingte Auswahlverfahren gibt, ist jedoch schwierig zu differenzieren, da die Medien uns stark prägen. Grade Frauen reagieren mit einem vermehrten Essen, wenn sie Nahrung im TV sehen ([6] Anschutz DJ et al 2011). Männer aßen in dieser Untersuchung mehr wenn sie neutrale, nicht nahrungs-relatierte, Werbung sahen. Aus Langeweile, oder Zufall?

Wo Männer aus der langkettigen Omega 3 Vorstufe aus pflanzlichen Quellen (Alpha-Linolensäure) kaum die notwendige tierische Form herstellen können, haben Frauen eine etwas höhere Umwandlungsrate ([7] Burdge G. 2004) – dieser wahrscheinlich evolutionäre Hintergrund spiegelt sich in der heutigen Nahrungsmittelauswahl wieder. Frau Pflanze – Mann Tiere?

Die Labradortheorie (Zum Buch) ist bekannt? Das setze ich voraus. Sensationelle und Weltklasse Theorie. Die Verfügbarkeit unserer Nahrung spielt eine entschiedene Rolle bezüglich Nahrungsaufnahme. Und das fast auch unabhängig von den Geschlechtern. Ist Süßes da? Dann wird es gegessen. Ist Fleisch das einzige was vorhanden? Dann wird das gegessen. Und meist so viel, bis es weg ist.

Problematisch wird das Ding mit „ich ernähre mich gesund und deshalb diese Auswahl“, wenn man bedenkt, dass fettreduziert nicht gesund ist und die süßen Früchte nicht zwangsläufig schöner machen. Und sowieso liebe Frauen? GLAUBT IHR DAS? GESUNDHEIT? Gesundheit ist nicht sexy – keinem Menschen interessiert tatsächlich gesund zu sein. Der Grund für Gesundheit ist nicht die Gesundheit als Selbstzweck, sondern irgendein Vorteil durch das „gesund sein“.

Auch verheerend ist, dass Frauen nicht nur öfter diäten, sondern, dass sie ihr „Fachwissen“ aus Magazinen, Zeitschriften und von ihren Eltern haben ([8] Davy SR et al 2006). Und „Eltern“ sein bedeutet nicht zwangsläufig auch gebildet im Bereich Ernährung, Medizin und Gesundheit

Auch eine andere Untersuchung von Cooke und Wardle (2005) kommt zu dem Ergebnis, dass Mädchen Früchte und Gemüse bevorzugen, Jungen Zucker, Fleischprodukte, Fett und Eier. [9] Diätende Frauen haben fast immer eine „gesündere“ Nahrungsmittelauswahl – jedoch verstecken sich essgestörte Personen auch oft hinter „gesunder Nahrung“ ([10] Lattimore PJ und Halford JC 2003). Und hier ist Vorsicht geboten. Eine gesunde Auswahl kann ein Indiz für eine ernsthafte Problematik sein? Es ist nicht alles Gold was glänzt – wir schauen den Menschen tatsächlich nur vor den Kopf.

(Bildquelle: Pixabay / mintchipdesigns ; CC Lizenz)

Vorbildfunktion: Als Eltern übernehmen wir automatisch die Verantwortung dafür, welche Geschmacksvorlieben unsere Kinder entwickeln. Die Affinität nach Süßem ist uns aber angeboren, denn Süßes ist ein Signal für energiereiche Kost. Das Problem wird erst zu einem, wenn diese Energie nicht verbraucht wird. (Bildquelle: Pixabay / mintchipdesigns ; CC Lizenz)

Die Vorliebe für gewisse Nahrungsmittel bleibt – egal wie alt die Personen werden und ist, scheinbar, nicht generationsabhängig. Während über 65-jährige Männer Fleisch, Eier, Alkohol und Zucker bevorzugen, stehen Frauen eher auf Butter, Milchprodukte, Obst und Kekse ([11] Bates CJ et al 1999). Das ähnelt doch sehr der obigen Untersuchung.

Die liebe nach Süßem umfasst bei uns Menschen alle Rassen, Altersgruppen und Kulturen. In der Vergangenheit haben eben diese süßen Nahrungsmittel, man denke an Früchte und Honig, essentielle Nährstoffe und Energie geliefert. Kinder orientieren sich bei der Auswahl ihrer Nahrung aber auch sehr stark an ihren Eltern UND an süßem Geschmack ([12] Drewnowski a et al 2012). Die dicken Eltern haben auch meist dicke Kinder – weil sie bei der ganzen Maßlosigkeit und beim ganzen Schokolade fressen, bedingt durch die Drüsenstörung, fett werden. Oder so.

Aber liebe Eltern und liebe Kinder.

Wie wichtig auch der Schlaf bei der Auswahl der Nahrungsmittel ist, zeigt folgende Untersuchung: Kinder welche weniger als 7 Stunden pro Nacht schlafen, entscheiden sich eher für Fast Food und Kinder welche mehr als 8 Stunden pro Nacht schlafen bevorzugen wirklich Obst und Gemüse ([13] Kruger AK et al 2014).

Tut der Gesundheit eurer Liebsten einen gefallen – egal ob Junge oder Mädchen, und gewöhnt ihnen eine frühe Zu-Bett-geh-Zeit an. Sonst hast du nachher Erwachsene die dir irgendwas von Biorhythmus und um 3 Uhr Nachts schlafen gehen erzählen und gewöhnen und bla … Optimalerweise lebt man Kindern auch das vor was man von ihnen möchte…

Der Jäger und die Sammlerin!?

(Bildquelle: Flickr / Richard foster ; CC Lizenz)

Mehr Muskelmasse, weniger Fett: Männer haben gegenüber Frauen einen evolutions-bedingten Vorteil, müssen aber auch mit dem Körperfettanteil wesentlich tiefer gehen, damit man ihm as “Training” auch ansieht. (Bildquelle: Flickr / Richard foster ; CC Lizenz)

Männer gehen Jagen? Frauen sammeln Beeren?

Tatsächlich sucht der weibliche Geschmackssinn eher Früchte, wie schon gesehen, aber tendenziell alles was süß ist wie z.B. auch Eiscreme und Schokolade, welche alle eher Snacks gleichen, während Männer wirklich Fleisch und Herzhaftes verlangen ([14] Wansink B et al 2003). Und schon kleine Jungs bevorzugen Fett ([15] Kimura S et al 2014).

Beim Jagen kann es mal dauern. Du sitzt da stundenlang ohne was zu Fressen im Gebüsch. Beobachtest deine Nachbarn … Falsche Szene. Du sitzt da also stundenlang ohne was zu Fressen im Gebüsch. Und musst dann, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, wie ein Irrer aus der Hecke springen und hinter dem Wildschein her rennen. Ab durch die Hecke. Für dieses Manöver sollte der Mann einen höheren Anteil an schnellkräftigen und glykolytischen Muskelfasern haben und längere Zeit nüchtern bleiben können – optimalerweise auch, wenn er lange nichts gefressen hat, im nüchternen Zustand so richtig abgehen. Frauen hingegen müssten, stoffwechseltechnisch, eher an Fettoxidation, da genügend Sauerstoff beim Sammeln verfügbar ist, angepasst sein und sich eventuell evolutionär eher an das Snacken angepasst haben. Hier eine Beere, da eine Nuss …

Männer besitzen tatsächlich etwa 60% mehr Muskelzellen als Frauen und im Schnitt 5- 10% mehr Muskelmasse. Und sie sind etwa 10% schneller als Frauen. Frauen besitzen in etwa nur 50% der Kraft im Oberkörper und 60% der Kraft im Unterkörper, als Männer. Das liegt nicht nur an der geringeren Muskelfaserdicke, sondern auch daran, dass Frauen vermehrt Typ 1 – langsamzuckende – Muskelfasern besitzen ([16] Amy C Maher et al 2009). Frauen altern aber langsamer und sind in der Regel ausdauernder.

Man geht davon aus, dass mTOR bei Männern aktiver ist und dies ein Grund dafür ist, dass Männer stärker und muskulöser sind als Frauen – schon im Babyalter. Das bezahlen die Männer allerdings mit einer kürzeren Lebensspanne ([17] Leontieva OV et al 2012). Die Menstruation führt bei Frauen zu einer etwa 20% höheren Herzleistung – ähnlich wie bei moderatem Joggen. Daher sollen Frauen ein “trainierteres Herz” haben, als Männer ([18] T. Eskes und Clemens Haanen 2006) – “the jogging female heart”.

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Und das ergibt alles irgendwie einen Sinn. Während leichter bis moderater Intensität, verbrauchen Frauen mehr Fett im Vergleich zu Männern ([19] Mittendorfer B et al 2002, [20] Michelle C Venables et al 2005), steigt die Intensität an, so gleicht sich dieser Unterschied aber etwas aus ([21] Kang J et al 2007, [22] Cheneviere X et al 2011). Die Unterschiede in der Fettverbrennung scheint neben den Geschlechtshormonen auch an der unterschiedlichen Muskelfaserzusammensetzung zwischen Mann und Frau zu liegen, der Höhe und Wirkung der Katecholamine und der Expression von Hormonsensitiver Lipase.

Abschließende Worte & Ausblick auf Teil 2

Im zweiten Teil wird es richtig interessant, denn da geht es um die geschlechterspezifischen Eigenschaften des Stoffwechsel hinsichtlich des Intermittent Fastings und wieso gerade Frauen weniger darauf ausgerichtet (und so erfolgreich in der Anwendung) sind, als ihr männliches Pendant. Du erfährst, welche Rolle Training und Bewegung spielen und inwiefern sich bereits im Mutterleib entscheidet, wie wir geprägt und programmiert werden.

Lohnt es sich dranzubleiben? Verdammt, ja doch!


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Über Chris Eikelmeier

Chris Eikelmeier: Als Sprinter und Bodyweightninja, liebe ich Overhead Presses und schweres Kreuzheben – einfach, weil sich schwere Gewichte nicht von alleine heben. Eine harte Rückenmarksverletzung hat versucht mich aufzuhalten – aber die Gewichte müssen hoch.  Mein erstes Kinderbuch war „the strongest shall survive“, auf der Toilette liegen Biochemie- und Kochbücher und vor dem zu Bett gehen lese ich irgendwelche Papers über Neurobiologie, Bindegewebsphysiologie und ähnliche.

Ich bin nicht bloß eine Sammlung von Scheinen, Ausbildung und mehreren Studiengängen. Ich bin trainingsverrückt, ich bin der Autor der artgerechten Ernährung des Menschen, Gründer von Strength First (Facebook). Und ich bin ein Ninja.

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Quellen & Referenzen

Bildquelle Titelbild: Flickr /  Dragunsk Usf ; CC Lizenz


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