Ironman: Die andere Art eisenhart zu sein!

Ironman: Die andere Art eisenhart zu sein!

4 Kommentare

(Dieser Text erschien originär in „Der Wille zur Kraft“, 2012; es handelt sich um eine Wiederveröffentlichung)

Von Christian Zippel & Celia Kuch

  • Frage: „Was machst Du eigentlich so?“
  • Antwort: „Ich bin Triathletin und trainiere für die Ironman-Distanz (3,8km Schwimmen + 180km Rad fahren + 42,2km Laufen)“.
  • Nächste Frage: „Krass – Und WARUM, warum tust Du Dir das an?“

Ironman: Die andere Art eisenhart zu sein!

Es gibt Situationen, Problematiken, Fragestellungen…

Ironman - Was sich dahinter verbirgt…die sich nicht wissenschaftlich erläutern lassen und für die es keine „richtige“ oder „falsche“ Antwort gibt: Warum tut man das, was man tut? Wie lange will man das noch machen? Hat das eigentlich einen Sinn?

Um was es sich bei mir täglich dreht?

Trainieren. Trainieren. Trainieren – wie schon gesagt, für die Ironman-Distanz. Nebenher arbeite ich zwischen 20-40 Wochenstunden, je nach Terminen. Ich bin selbstständig. So kann ich mein Training am besten unterbringen.

Sport mache ich, seit ich vier Jahre alt bin – seit 2004 (richtig ambitioniert 2006) habe ich mich der Kombination von Schwimmen, Radfahren und Laufen zugewandt.

Warum?

Weil nach einer Schulter-Operation erst einmal keine andere Form der körperlichen Bewegung möglich war, als Radfahren und ich bei zu langem Stillstand das Gefühl bekomme, innerlich (gedanklich wie auch organisch) zu verstopfen. Gelaufen bin ich schon immer gerne (weil es mir dieses wunderschöne Gefühl von Frei-Sein vermittelt). Mein Vater war talentierter Schwimmer. Also schon einmal zwei Komponenten abgedeckt. Mit dem Radfahren musste ich erst eine ganz neue Freundschaft schließen.

Jedoch von dem Tag an, als ich für meinen ersten Ausdauerevent (Marathon) zu trainieren begann, hatte ich Feuer gefangen. Die Reaktionen meiner Mitmenschen gingen vom Staunen bis zum Kopfschütteln. Meinem Freund wollte es zur damaligen Zeit erst recht wenig einleuchten. „Laufen? Für was denn?!“Totaler Schwachsinn“ – „Für nichts gut“. Meine Familie dachte, ich befände mich in einer „Phase“ (die irgendwann 1982 begonnen und bis heute – wir schreiben das Jahr 2012 – noch nicht geendet hat). Dabei bin ich bis dato ein äußerst sozialer Mensch geblieben – ich helfe gerne, wenn ich kann – der es geschafft hat, zwei Studiengänge, einen Vollzeit-Job und den Sport unter einen Hut zu bringen.

Ironman ist ein unglaublich geiler Sport

Celia Kuch beim HandstandDas einmal vorweg. Seit 2007 starte ich (aufgrund des gutgemeinten Ratschlages meines damaligen neuseeländischen Trainers) in der Profikategorie auf der Triathlon Langdistanz. Im Nachhinein denke ich, ich hätte mich noch länger mit den Athletinnen meiner Altersklasse messen sollen, anstatt völlig unerfahren gegen Mädels anzutreten, die zu diesem Zeitpunkt den Sport seit mehr als 15 Jahren betrieben, während ich noch keine zwei Triathlonjahre auf dem „Buckel“ hatte (und fleißig damit beschäftigt war meinen zweiten Studiengang in Neuseeland abzuschließen). Nach und nach habe ich mich in den letzten 4-5 Jahren aber daran gewöhnt und meine Leistung in Mäuseschritten dem angepasst, wo ich hinwill. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Manchmal frage ich mich, warum ich mich darauf eingelassen habe.

Ironman – hört sich spannend an

– ist es aber nicht immer. Candice Hammond – eine noch junge, aber unglaublich starke neuseeländische Triathletin – hätte es in ihrem Blog nicht treffender formulieren können:

„Ironman is more than just a race – it’s a unique journey into one’s development“

Und so ist das auch.

Eine Reise ins eigene ICH

Das Training, um 3,8km schnell Schwimmen, 180 km schnell Radfahren und 42,2km schnell laufen zu können, ist unglaublich anspruchsvoll und es gibt nur sehr wenige, die wirklich einmal damit reich werden können. Vielmehr muss man lernen, mit einem kleinen Budget auszukommen. Das heißt oftmals rechnend durch den Supermarkt zu laufen, weil man genau X € zur Verfügung hat. Nicht mehr und nicht weniger. So versucht man dann möglichst billig an all die gesunden Nährstoffe zu kommen, die eben in X € reinpassen. Kopfrechnen wird bald wieder zum Kinderspiel. Und die Überraschung ist manchmal groß, wie man seinen Bedarf tatsächlich auch mit wenig Geld abdecken kann. Es geht! Man muss nur mit eingeschaltenem Kopf einkaufen gehen. Mehr denken – weniger ausgeben!

Du wirst auf jeden Fall für die Zeit, in der Du Dich mit Ironman-Training beschäftigst, lernen müssen, Durststrecken zu überbrücken. Zumindest ist dies mit 100%iger Sicherheit der Fall, wenn Du Dich entschließt, Deinen Job für den Sport an den Nagel zu hängen (es sei denn Du hast einen Partner, der Dich über Wasser hält). Während also Deine Freunde hart arbeiten, fleißig Geld zur Seite legen, anfangen Kinder zu kriegen und Häuser zu bauen, dreht sich Dein Investment und Leben immer weiter um Deinen Sport.

Dein Fahrrad…

…ist kein Fahrrad mehr im üblichen Sinne. Es ist Deine Foltermaschine, mit der Du viele viele gemeinsame Stunden pro Woche verbringen wirst. Und das bringt uns zum nächsten Punkt: Dem Einzelgänger und Kämpfer in Dir. Bald lernst Du, Dich sehr gut mit diesem anzufreunden. Denn es ist alles andere als einfach geeignete Trainingspartner zu finden. Es gibt nur wenige, die freiwillig so lange auf dem Sattel sitzen, so weit laufen und unendliche Male die Schwimmbahn rauf- und runterschwimmen wollen. Und noch weniger, die Dein Tempo halten können (wollen). Die Chancen gehen gegen Null, wenn Du versuchst, jemanden zu finden, der es REGELMÄßIG schafft am Freitag/Samstag-Abend früh im Bett zu sein, um im nächsten Morgengrauen mit Dir Gas zu geben.

Selbst die besten Freunde und die liebe Familie werden wahrscheinlich nie ganz verstehen, WARUM und WIE Du diesen Sport betreibst. Aber das ist okay! Und sie sind trotzdem von großer Wichtigkeit für Dich – in der Hinsicht, dass Du hin und wieder einmal aus Deinem geregelten, strikt durchgetakteten Leben herausgerissen wirst und den berühmt-berüchtigten Wald wieder siehst.

Lerne…

…dass es normal ist, so dauermüde zu sein, dass Du nicht mehr weißt, welcher Tag es ist, Du es nicht mehr schaffst, Dich auf eine Unterhaltung zu konzentrieren, bis zehn zu zählen und absolut nicht mehr „up to date“ sein wirst mit den neusten Ereignissen im Bekanntenkreis. Normale Kleidung brauchst Du so gut wie nicht mehr (das merkst Du dann, wenn Du einmal eine Einladung nicht absagen kannst und mit großen, fragenden Augen vor Deinem Kleiderschrank stehst).

Dafür lernst Du immer fleißig dazu, was die Optimierung Deiner Ernährung und Deines Körperfettgehaltes betrifft. Deine Nahrungsaufnahme muss auf jeden Fall immer zeitlich mit irgendeiner Form von Lauf-, Rad- und Schwimmtraining harmonisch abgestimmt sein. Wenn Du Pech hast, wirst Du es auf die harte Weise lernen wann und was Du vor dem Training noch essen kannst. Nämlich dann, wenn sich Dein Mageninhalt (egal durch welchen Ausgang) gerne, mitten im Training und noch weit von zu Hause/der nächsten öffentlichen Toilette entfernt, entleeren möchte.

Celia Kuch beim Laufen

(Bildquelle: Simon Hofmann)

Soziale Events, Parties, Kino…

Sie gehören der Vergangenheit an. Denn erstens fehlen die finanziellen und zweitens die zeitlichen Mittel. Auch der Sinn solcher Aktivitäten wird immer mehr in Frage gestellt. Selbst Weihnachten und Silvester werden so geplant, dass das Training darunter so wenig wie möglich leiden wird. Und während der Rest der Verwandtschaft glücklich mit gefüllten Bäuchen im Bettchen schlummert, hast Du beim Essen gut aufgepasst, gehst vergleichsweise früh schlafen, um vor allen aufzustehen und deinen Zweistundenlauf abzuhaken. Es gibt keine Ferien- oder Feiertage. Triathlon ist wie eine 24/7 shopping mall. Woche für Woche.

Samstags wird sechs Stunden hart trainiert und sonntags steht der lange Lauf um 8:00 Uhr auf dem Programm. Um spätestens 22:00 geht an allen Tagen das Licht in Deinem Schlafzimmer aus. Dafür ist es ist Dir erlaubt, Dich nach überlebter Tortur in der Fötusstellung zu Hause auf dem Fußboden zusammenzurollen oder wimmernd auf den endlich erreichten Treppenstufen Deines zu Hauses zusammenzusinken – bis die Schmerzen nachlassen (es ist NICHT in Ordnung dabei in Tränen auszubrechen!).

Wenn Du am Wettkampftag gut drauf bist…

Celia Kuch Ironman beim Strand…dann ist das Rennen zwar immer noch unglaublich hart, aber auch spannend. Mit dem Training sieht das schon anders aus. Das kann oftmals eintönig und monoton sein und sich anfühlen wie eine Endlosschlaufe. Aber das gehört dazu. Es hilft, sich immer wieder und wieder sein Ziel vor Augen zu halten.

Deine Wettkampf-Supporter sind genauso wichtig wie Deine Wettkampfernährung. Ohne sie ginge alles wesentlich schlechter. Sie fiebern mit Dir, sind aufgeregt, machen sich Sorgen, stehen sich den ganzen Tag lang (von früh um 5:00 beim Aufbruch in die Wechselzone bis Nachmittags beim Zieleinlauf) die Beine in den Bauch und werden eigentlich nur belohnt, wenn das Rennen glücklich verlaufen ist.

Wenn Du einmal mit dem Training für einen Ironman beginnst, sei Dir gewiss, auf viele weitere Ausdauer-Psycho-Freaks zu stoßen. Es wird immer jemanden geben der schneller als Du geschwommen ist, schneller als Du Rad gefahren oder gelaufen ist. Mach Dir nichts draus. Vergleiche Dich auch NIEMALS mit anderen.

Sponsoren sind grandios. Ohne sie ginge GARNICHTS!

Das was ein Mensch aushalten,…

…die Ausdauer, die er an den Tag legen kann – ist einfach unglaublich. Das Allerhärteste, beim immer fitter, schneller und stärker werden, ist dennoch NICHT die körperliche Verausgabung, die Du auf Dich nehmen musst, sondern die Beharrlichkeit und Konsequenz mit der Du Dein Vorhaben, sprich Training, in die Tat umsetzt.

Was mich wirklich motiviert

…ist das Gefühl ICH selbst zu sein. Meinen Körper zu spüren – vom kleinen Zehennagel bis in die Haarspitzen. Ich spüre die Muskeln unter der Haut, wie mein Herz kräftig schlägt, wie meine Lungenflügel sich mit Luft füllen, wie mein Organismus funktioniert, des Nachts erschöpft den Schlaf aufsaugt und mit frischer Energie in den nächsten Tag startet. Alles funktioniert! Mein Körper und ich harmonieren. Wie zwei gute Freunde. Und ich sehe ihn gerne an. Tagein tagaus. Immerhin ist er es, der es mir ermöglicht mich an und über meine (gedachten) Grenzen zu katapultieren.

“Only those who will risk going too far can possibly find out how far one can go.” – T.S. Eliot

Und warum das alles?

„Tief sann er nach, wie durch ein tiefes Wasser ließ er sich bis auf den Boden dieser Empfindung hinab, bis dahin, wo die Ursachen ruhen, denn Ursachen erkennen, so schien ihm, das eben ist denken, und dadurch allein werden Empfindungen zu Erkenntnissen und gehen nicht verloren, sondern werden wesenhaft und beginnen auszustrahlen, was in Ihnen ist.“ – Hermann Hesse, Siddharta

Celia Kuch im StudioGenau um das, was Siddharta getan hat, sich ganz tief sinken zu lassen – alle Schichten zu durchtauchen um am Grund anzukommen – darum geht es. Meines Erachtens nach „durchtaucht“ man auch bei einer Langdistanz (inklusive dem Training hierfür) jede dieser Schichten und trifft auf sein wirkliches ICH. Das ist nicht immer ein angenehmes Aufeinandertreffen – aber es kann ein sehr lehrreiches sein. Selbst die letzte Charaktereigenschaft, ob gut oder schlecht, wird zum Vorschein kommen. Die Person, die uns am meisten beschäftigt (nämlich wir selbst), wird wie ein verworrenes Rätsel Schritt für Schritt gelöst. Es gibt keine Geheimnisse mehr – nur noch Erkenntnis. Was man daraus macht, ist einem selbst überlassen. Bin ich jemand, der ehrlich zu sich ist, oder belüge ich mich lieber selbst? Habe ich die Kraft mich meinen Schwächen zu stellen? Kann ich mich auf das HIER und JETZT konzentrieren – oder suche ich ständig Ablenkung? Steckt in mir ein flammender Ballen Energie – oder herrscht gähnende Leere? Wenn JA – WARUM?

Ich weiß…

…dass ich auf vieles verzichte – um diese eine Sache RICHTIG zu machen. Aber der Gewinn daraus ist immens. Wir können als einzelner Mensch in diesem einem Leben nicht ALLES machen! Und das müssen wir ein für alle Mal akzeptieren. Nur wenn wir dahin kommen und dies verstehen, werden wir glücklich.

Meistens merken wir erst wieder, wie sehr uns eine Sache am Herzen liegt, wenn wir alles verloren habe. Wir müssen aufhören, immer auf das zu starren, was uns fehlt und anfangen, uns dessen bewusst zu sein, was wir haben. Wertschätzung zu lernen, kann eine große Erfüllung sein. Dazu gehört die Wertschätzung unserer Gesundheit – allem voran. Um mit einem meiner neuseeländischen Lieblings-Artists – Tiki Taane – zu sprechen:

„People don’t take for granted – this place that we call home. You don’t know what you got – until it all has gone.”

„Siddharta schlug die Augen auf und sah um sich, ein Lächeln erfüllte sein Gesicht, und ein tiefes Gefühl von Erwachen aus langen Träumen durchströmte ihn bis in die Zehen und alsbald lief er wieder, lief rasch, wie ein Mann, welcher weiß was er zu tun hat.“

Celia Kuch beim Mobility Training

(Bildquelle: Simon Hofmann)

Schlussbemerkung von Christian Zippel

Nur wenige Menschen werden verstehen, was dieser Sport, diese Symphonie der Disziplinen, für Celia bedeutet. Sie können es nicht nachvollziehen. Sie muss doch verrückt sein. All diese Entbehrungen… Die selbst gewählte Kasteiung. Ist das nicht ganz und gar unverständlich?

Tatsächlich?

Nach diesen Zeilen wird vielleicht einigen Menschen bewusst, wie arm ihr eigenes Leben an Intensität, Erfüllung und Reflektion im Vergleich ist – obwohl es doch so reich an Abwechslung und Zerstreuung ist. Vielleicht wird dem ein oder anderen ja sogar klar, dass das eigene Leben umso oberflächlicher und belangloser wird, je mehr man es überfrachtet. Dass man umso mehr verpassen wird, je mehr man macht.

Sowohl in die Tiefe des Seins hinabzutauchen, als auch in die Höhe der Leistungsfähigkeit hinaufzusteigen, um den eigenen Horizont und sich selbst zu überwinden… All dies – das Entfalten des eigenen, naturgegebenen Potenziales – lässt sich nur dann verwirklichen, wenn man bereit ist, sich voll und ganz darauf zu konzentrieren.

Das ist wahres Leben! Ein Leben, dass all diejenigen nicht leben, die das nicht verstehen… die Celia nicht verstehen können. Sie sollten jetzt aufstehen, in den Spiegel schauen und fragen: „War das bisher schon alles? Habe ich je wirklich gelebt? Warum lebe ich nicht jetzt… genau in diesem Moment? Wie konnte es nur so weit kommen?“

Denn eines ist ganz klar: „Leben“ bedeutet weit mehr als nur zu atmen. Die meisten Menschen leben nicht wirklich. Sie existieren einfach. Sie verstehen Menschen wie Celia nicht. Sie glauben, Celia würde ihr Leben verpassen. Doch ich weiß ganz genau, dass Celia in ihren jungen Jahren bereits weit mehr er-lebt hat, als die meisten anderen Menschen in ihrem Alter. Dass sie das, was sie lebt, auch wirklich liebt. Wer kann das schon von sich behaupten?

Es ist nicht immer leicht, den Menschen zu vermitteln, wie sich solch ein Leben anfühlt. Celia, ich möchte Dir danken, dass Du Dir die Zeit genommen hast, um das, was viele andere Athleten auch fühlen, in die richtigen Worte zu fassen. Es ist Dir gelungen…

Alles Gute für diese Saison – ganz egal, wie sie sich entwickelt. Ich bin mir sicher, dass Du sie genießen wirst!


Opt In Image
Werde zum Fitness- & Ernährungsexperten!
Schlanker, stärker, ästhetischer, gesünder!

Abonniere unseren Newsletter und erhalte - neben weiteren hochwertigen und einzigartigen Infos rund um Fitness, Gesundheit & Ernährung - regelmäßige Updates und Neuigkeiten rund um Aesir Sports.

Unser Versprechen: Kein Spam - nur 100% Aesir Sports!

Über den Autor

Dr. Christian Zippel ist Urheber des 2013 geschlossenen und offline genommenen Kraftsport- und Bodybuilding-Blogs „Der Wille zur Kraft“. Er ist mehrfacher Autor, darunter von Werken wie „Der Wille zur Kraft – Die zehn Gebote kompromissloser Leistungssteigerung“, „HFT: Hochfrequenztraining & Autoregulation“ „Rosenrot – Oder die Illusion der Wirklichkeit“, „Leider geil, fett & faul“ oder „80/20 Fitness – Wenig investieren, viel erreichen“ und promovierte im Bereich der Philosophie.

Auch wenn er sich vielleicht selbst nicht so bezeichnen würde, so ist Christian doch das, was man als „Neuzeit-Philosoph“ bezeichnen könnte. Seine Werke und Artikel – selbst jene, die sich der Leibesertüchtigung verschrieben haben – sind durchtränkt mit philosophischem und erziehendem Charakter. Seine Lehrer? Seneca, Nietzsche, Bruce Lee. Sein Motto? Die Einheit von Körper und Geist. Mens fortis in corpore forti – ein starker Geist in einem starken. Körper.

Er selbst hat sich weitestgehend aus dem Internet zurückgezogen und ist nicht mehr in Blogs oder Foren aktiv. Die hier veröffentlichten Artikel sind aus seinem früheren Blog „Der Wille zur Kraft“ übernommen, da er sie kurz vor Torschluss zur Verfügung gestellt hat.

2014 gründete Christian den Fitness-Buchverlag „Faszination Fitness“, der vor kurzem mit seinem Erstlingswerk von sich reden machte, einem Crowdfunding-finanziertem Buchband namens „Stark & Schön“ in Zusammenarbeit mit Corinna Walther und Andreas Trienbacher.

Wer für ein Coaching oder geistigen Austausch den direkten Kontakt zu Christian sucht, der wird hier fündig: http://www.christian-zippel.de

Bildquelle Titelbild: Celia Kuch & Simon Hofman & Uwe Klein

Teile diesen Artikel:
  • Hi Christian,

    sehr cool wieder einmal einen Blogartikel von Dir zu lesen. Auf der Wille zur Kraft habe ich gelesen, da habe ich selbst noch nicht ans Bloggen gedacht! :D

    Auch interessant hier mal etwas aus einer ganz anderen Richtung zu lesen.

    Ich selbst bin gerne vielseitig und betreibe sowohl Kraft als auch Laufsport. Auch einen Triathlon habe ich schon einmal mitgemacht.

    Ob ich mich noch irgendwann an die Ironman Distanz traue weiß ich allerdings noch nicht. Vor der Strecke habe ich schon ziemlichen Respekt. Die olympische Distanz steht jedoch auch diesen Sommer wieder an. :)

    Viele Grüße
    Jahn

  • Big Lebowsky

    Vielen Dank für diesen interessanten Einblick in das Leben, den Trainingsalltag und den Kopf einer Spitzentriathletin. Ich habe selber einige Jahre Spitzensport gemacht und vieles geopfert dafür, aber im Vergleich zu dem was Celia da tut, habe ich ja höchstens ganz leicht an der Oberfläche gekratzt.

    Viele Leute fragen sich oft, wie solche Leistungen überhaupt möglich sind. Aber wenn man das hier aufmerksam liest, dann erkennt man, dass das Geheimnis, wie in vielen anderen Dingen des Lebens auch, relativ simpel ( nicht verwechseln mit einfach… ) ist: Konstante, harte Arbeit und das jeden Tag, immer wieder auf’s Neue. Man hat eine Entscheidung getroffen und die wird nun durchgezogen, egal was kommt.

    Ich würde übrigens das Meiste genau gleich machen, wenn ich nochmals die Möglichkeit dazu hätte. Es waren zwar harte und entbehrungsreiche Jahre, aber ich habe extrem viel über mich, und wie Menschen allgemein funktionieren, gelernt. Das hätten selbst 10 Jahre Psychotherapie niemals für mich tun können.

  • Ilka

    Vielen Dank für diesen wundervollen Artikel.
    Er spricht mir aus der Seele und ich bin froh, das es jemand in so verständlichen Worten ausgedrückt hat, was es bedeutet sein Ziel mit allen Konsquenzen zu verfolgen.

  • Kathrin

    Danke für den Artikel, auch mir spricht er aus der Seele – und ich saß eben nickend vor dem Bildschirm und war begeistert, dass endlich mal jemand das geschrieben hat, was ich ebenso fühle… Jenseits der 40 werde ich immer wieder gefragt warum ich das alles mache – mich auf einen Marathon vorbereiten, oder eben auch stundenlang auf dem Rennrad durch die Gegend fahren… (nein, ich trainiere für keinen Triathlon- ich mag nur beides sehr ) warum ich unbedingt so schwere Gewicht im Studio bewegen will… Ich könne doch kein Geld damit gewinnen…
    Nur wenige verstehen, dass ich es für mich mache… Und ich habe mir angewöhnt auf die Frage: Warum machst du das? zu antworten: Weil ich es kann…
    Danke nochmals!