Review: Impact Whey Isolat von Myprotein im Test

Review: Impact Whey Isolat von Myprotein im Test

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Von Simon Goedecke

Proteinpulver gibt es fast wie Sand am Meer. Die Wichtigkeit von Proteinen zum Zwecke des Aufbaus von Magermasse, sowie bezüglich der Regeneration von harten Trainingseinheiten, ist mittlerweile bestens bekannt und nahezu unumstritten. Es muss dabei nicht unbedingt auf in Pulver zurückgegriffen werden, aber sie sind zweifelsohne für so manche Alltagssituation sehr praktisch – dabei schmecken heutige Proteinshakes nicht mehr so räudig, wie noch vor einigen Jahrzehnten und die Vielfalt an ausgefeilten Geschmacksrichtungen kann sich mittlerweile sehen lassen. Dies sorgt am Esstisch (und der Post-Workout-Phase) für die nötige Abwechslung, sodass heute eigentlich jeder ohne viele Probleme „seinen Shake“ finden sollte.

Natürlich gibt es auch unter den verschiedenen Arten von Proteinpulvern erhebliche Unterschiede – das beginnt mit der Konsistenz, erstreckt sich über den Geschmack und geht bis hin zu den Nährwerten, derVerdauungsgeschwindigkeit, zur biologischen Wertigkeit und betrifft sogar eventuelle Zusätze, z.B. eine Extragabe bestimmter Aminosäuren oder Vitamine.

Im heutigen Review möchte ich auf das Impact Whey Isolat aus dem Hause Myprotein eingehen. Warum ein Isolat? Nun, für meine Diät benötigte ich ein Proteinpulver, welches prozentual gesehen weniger Milchzucker und Milchfett beinhaltet. Okay, zugegeben: Bei 30 bis 40 Gramm Whey am Tag macht aber ein gutes Konzentrat den Bock auch nicht fett – besonders nicht, wenn man in sich in einer Aufbauphase, befindet, doch in der Diät möchte man seine Kalorien weise verteilen, z.B. auf etwas handfeste Kost!

Getestet wurden für dieses Review gleich drei verschiedene Geschmacksrichtungen, nämlich „Dänischer Zimtkuchen“, „Ananas“ und „Pekan Torte“ vorgenommen und möchte sie euch heute vorstellen.

Review: Impact Whey Isolat von Myprotein im Test

Steckbrief: Impact Whey Isolat von Myprotein

Review: Impact Whey Isolat von Myprotein im TestUnser Impact Whey Protein™ liefert große Mengen an konzentriertem Molkeprotein aus vegetarischer Süßmolke, die direkt von den führenden Molkeproteinherstellern der Welt bezogen wird.

Isoliertes Molkeprotein ist mit über 90 % Protein und einem äußerst geringen Fett- und Laktoseanteil das ultimative Proteinprodukt. Es verfügt unter allen bekannten Proteinen über die höchstmögliche biologische Wertigkeit und über einen hohen Anteil an essentiellen und nicht essentiellen Aminosäuren.

Bei der Herstellung unseres Impact Whey Isolate™ kommt die so genannte Kreuzstrom-Mikrofiltration zum Einsatz. Bei diesem heiklen Prozess wird das Protein – basierend auf Größe und Gewicht der Moleküle – durch Filter von Fett, Cholesterin und Laktose getrennt.

Impact Whey Isolate™ liefert über 90 g Protein pro 100 g (Trockenbasis), ist fett- und laktosearm und reich an Calcium. Unsere Produktionsverfahren gewährleisten, dass die biologische Aktivität des Molkeproteins sowie alle für das Immunsystem förderlichen Bausteine erhalten bleiben.

Nachverfolgbarkeit ist ein wesentlicher Teil unserer Qualitätssicherung. Um die Herkunft der Molke bis zu ihrem Ursprung kontrollieren zu können, arbeiten wir mit den führenden Molkeherstellern der Welt zusammen.

Proteinfraktionen: 47 % Beta-Lactoglobulin, 17 % Alpha-Lactalbumin, 1,5 % bovines Serumalbumin, 2 % Immunoglobulin G, 0,5 % Lactoferrin, 27 % Glycomacropeptid – Quelle

Aufmachung (3/5)

Der Beutel ist schlicht und sehr einfach gehalten, allerdings sind alle wichtigen Informationen, etwa Nährwerte, Inhaltsstoffe und Verzehrsempfehlung darauf abgebildet. Wer die Aminosäurezusammensetzung sucht, der kann sie hier runterladen (von der Homepage) oder etwas weiter nach unten scrollen.

Größter Kritikpunkt ist hier der Beutel selbst. Die meisten Verbraucher, inklusive mir, bevorzugen eher eine formschöne Dose anstatt eines Beutels. Der Grund? Dosen kippen nicht um, sind leichter zu öffnen und lassen sich auch problemlos wieder verschließen.

Die Beutel von Myprotein sind oben zugeschweißt und knapp unter der Schweißnaht befindet sich der Zip-Verschluss, mit dem man die Tüte (theoretisch) wieder luftdicht verschließen kann. Zwischen der Naht und den Verschluss befindet sich eine markierte Linie, an der man den Beutel ohne Werkzeug einfach öffnen kann.

Inhalt (4,5/5)

Makronährstoffverteilung (auf 100g)

  • 388 kcal
  • 92g Protein
  • 2,5g Kohlenhydrate (davon 0 g Zucker)
  • 1,3g Fett (davon 0,3g gesättigt)
  • 0,51g Salz

Dies sind die Nährwerte der geschmacksneutralen Version (ohne Aromazusatz). Die Nährwerte der drei hier reviewten Geschmacksrichtungen sind fast identisch, weshalb ich es mir ersparen möchte, sie 3 Mal hochzuladen:

Review: Impact Whey Isolat von Myprotein im Test

Die Makronährstoffe sind wirklich anständig: Kenner wissen, dass der Rohstoff für normale Isolate in etwa 90-92% Protein enthält. Dazu kommen noch Aromen, Gewürze, Süßstoff und Farbstoffe, die den Gehalt bei diesen Geschmacksrichtungen um etwa 3% nach unten drücken – was aber logisch ist, wenn man einen guten Geschmack erwartet.

Darüber hinaus gibt es noch Spezial-Isolate mit bis zu 97% Protein, die Myprotein zwar auch anbietet, aber die haben dann auch entsprechend ihren Preis und die Geschmacksvielfalt ist bei weitem nicht so hoch, wie bei diesem Isolat oder Myproteins Impact Whey Protein (Konzentrat; unser Review hier).

 AS-Profil-Impact-Whey-Isolat

Inhaltsstoffe – Impact Whey Isolat

Zutaten

  • Dänischer Zimtkuchen: Molkeprotein Isolat, Emulgator (Sojalecithin), Farbstoff (E150a), Aroma, Süßungsmittel (Sucralose)
  • Ananas: Molkeprotein Isolat (96%), Emulgator (Sojalecithin), Aroma, Farbstoff (Kurkumin), Süßungsmittel (Sucralose)
  • Pekan Torte: Molkeprotein Isolat, Farbstoff (E150a), Aroma, Emulgator (Sojalecithin), Süßungsmittel (Sucralose)

Der Farbstoff E150a, der in den Geschmacksrichtungen Zimtkuchen und Pekan Torte enthalten ist, nennt sich einfacher Zuckerkulör. Das ist ein unbedenklicher Farbstoff, den man auch bei den Backzutaten in jedem Supermarkt findet.

Verträglichkeit (Laktose etc.)

Review Impact Whey Isolat InhaltDa es sich hier um ein Milchprodukt handelt, ist auch ein wenig Laktose noch enthalten, jedoch ist der Anteil sehr gering. Wer Probleme mit einer Laktoseintolleranz hat (und trotzdem seinen Proteinshake genießen möchte), der kann entweder Laktasetabletten dazustacken, andere Wheys wie das IsoPro:97 oder Impact Native Whey verwenden oder auf milchfreie Proteine, z.B. Eiklar-, Reis-, Hanf-, Erbsen-, oder Sojaprotein umsteigen (siehe hier für eine Liste milchfreier Proteinpulversorten).

Beim Impact Native Whey 95 handelt es sich übrigens um ein 95%iges Isolat mit nur 0,5% Milchzucker (aber mit zugesetzter Laktase, um den restlichen Milchzucker spaltbar zu machen), wohingegen das IsoPro:97 komplett frei von Kohlenhydraten ist und einen Proteingehalt von 97% aufweist.

Ansonsten sollten Personen mit einer Allergie gegen Milchproteine kontrollieren, auf welches Allergen sie genau reagieren – das Hauptallergen („Bos d 8“ in der Milch ist das Casein, welches zudem hitzestabil ist. (Milch hat ein natürliches Verhältnis von 80 % Casein, 20 % Molkeprotein). Menschen, die auf Milch allergisch reagieren, können also – wenn die Allergie nur Casein betrifft – ohne Weiteres Molkeproteine (Whey) verzehren.

Die Allergene in der Molke heißen im Fachjargon „Bos d 4“, „Bos d 5“, „Bos d 6“ und „Bos d Lactoferrin“ und sind allesamt instabil gegenüber Hitze. Allergien gegen diese vier letztgenannten Proteine sind im Vergleich zum Bos d 8 aber eher selten.

Süßkraft, Geruch & Geschmack

Im Folgenden werde ich nun nacheinander auf die drei Geschmacksrichtungen eingehen und jede bekommt eine eigene Note. Die Reihenfolge wird die Selbe sein in der ich sie auch selbst getestet habe.

Dänischer Zimtkuchen (5/5)

(Bildquelle: Wikimedia.org / Nillerdk ; CC Lizenz)

Die Geschmacksrichtung “Dänischer Zimtkuchen” ist hierzulande weniger geläufig – dahinter verbirgt sich eine Art von “Zimtschnecke”. Das Impact Whey Isolat trifft den Geschmack auf den Punkt! (Bildquelle: Wikimedia.org / Nillerdk ; CC Lizenz)

Unter „Dänischer Zimtkuchen“ oder „Cinnamon Danish“, wie es im Englischen heißt, kann ich mir als deutscher nichts Konkretes vorstellen – außer einem Kuchen mit Zimt aus Dänemark. In England scheint der dänische Zimtkuchen ein beliebtes Gebäck zu sein, welches an fast jeder Ecke erhältlich ist.

Nach ein wenig Recherche stellte sich heraus, dass es eine Art Zimtschnecke mit Zuckerguss ist, in den USA auch schnöde „Cinnamon Roll“ genannt.

Das erste Mal habe ich das Pulver in meinem Kaffee probiert. Es kommt bei mir nicht selten vor, dass ich mir neben meinem Frühstück etwas Whey in den Kaffee rühre, um den Proteingehalt der Mahlzeit etwas anzuheben und den Kaffee geschmacklich etwas aufzuwerten. Verwendet wurden 20g Pulver in 500ml Kaffee (meine Kaffeetasse fasst dieses Volumen – ich steh nicht auf Puppenhaus-Geschirr ; ). Keine weiteren Süßstoffe, keine Milch, nur Kaffee und Proteinpulver. Das Pulver ließ sich problemlos mit ein paar Löffelumdrehungen einrühren, worauf sich eine schöne Crema bildete, die nicht vom Filterkaffee selbst, sondern vom Protein stammte. Es roch sehr angenehm nach Zimt und erinnerte an Gewürzspekulatius, die ich persönlich liebe.

Der Geschmack hat allerdings alles getoppt. In diesem Mischungsverhältnis entwickelte sich genau die richtige Kombination aus Süße und Aroma. Der Kaffee schmeckte sehr angenehm nach Zimt und Gebäck. Ich habe zwar selbst nie dänischen Zimtkuchen probieren dürften, aber genau so stelle ich ihn mir vor.

Wer nun vor hat sein Protein auch in Kaffee einzurühren, dem rate ich das Gebräu vor der Zugabe des Proteins 3-5 Minuten abkühlen zu lassen, da das Protein sonst denaturiert und Klumpen bildet.

Der zweite Geschmackstest erfolgte mit 30g Pulver in 300ml kaltem Wasser. Auch hier zeigte sich eine einwandfreie Löslichkeit ohne zu klumpen. Der Geschmack war wirklich ziemlich süß, aber für mich genau richtig. Das Aroma bestätigte den Kaffee-Test, sehr angenehm nach Gebäck mit Zimt, erinnert ein wenig an Gewürzspekulatius. Wie es von einem Whey-Isolat ohne Zusatz von Verdickungsmitteln nicht anders zu erwarten ist, war die Konsistenz sehr flüssig und nicht cremig, aber meiner Meinung nach spricht das in diesem Falle für das Produkt.

Alles in allem ein extrem guter Geschmack. Wer Gebäck und besonders Gewürzspekulatius mag, der wird dieses Protein lieben. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen diesen Geschmack in sportgerechten Gebäcken oder Pfannkuchen zu verwenden. Da es wirklich sehr genau meinen Geschmack und Erwartungen trifft kann ich hier nicht anders als volle Punktzahl zu vergeben.

Ananas (4,5/5)

Beim Ananas-Geschmack habe ich es mir erspart, das Zeug in meinen Kaffee zu hauen. Ich glaube diese Kombination würde mir nicht wirklich gut schmecken. Also habe ich das Pulver gleich in Wasser gemischt, jedoch dieses Mal 30g in 250ml Wasser.

Nun, ich steh zwar auf süß, aber dieses Verhältnis war mir wirklich zu stark und hat das Ananas-Aroma überdeckt. Nach 1-2 weiteren Versuchen bin ich dann zum Schluss gekommen, dass 30g Pulver in 400ml kaltem Wasser die perfekte Kombination für mich persönlich sind.

Ich habe mir den Geschmack etwas künstlicher vorgestellt, aber er war überraschend natürlich und erinnerte mich weniger an einen Proteinshake und mehr an ein Erfrischungsgetränk. Wenn ich nicht selbst gerne Ananas essen würde, hätte ich es mir vermutlich nicht gekauft und durch das sehr natürlich schmeckende Aroma bin ich auch voll davon überzeugt. Wirklich eine Erfrischung an heißen Sommertagen und ich stelle es mir besonders gut im Quark vor, jedoch habe ich das bisher noch nicht getestet.

Pekan Torte (3/5)

Bei der Geschmacksversion „Pekan Torte“ habe ich mir wieder zuerst den Kaffee-Test gegönnt und es dann in kaltem Wasser probiert.

Das kuchige Aroma, welches schon beim Zimtkuchen-Geschmack sehr schön war, ist hier auch zu schmecken, aber leider nicht so intensiv. Dazu kommt eine leicht nussige Note.

Alles in allem schmeckt es okay, aber haut mich nach den ersten beiden nicht mehr vom Hocker. Wer auf Kuchen stehtm sollte definitiv den Dänischen Zimtkuchen als Aroma wählen.

Preis (5/5)

Für 1 kg Impact Whey Isolat bezahlt man – ohne etwaigen Rabattabzug – 23,69€. Der Kilopreis verringert sich natürlich mit größeren Packungseinheiten: So kommt der 2,5kg Beutel auf 19,48€/kg und der 5kg Beutel auf 17,90€.

Für ein gutes Isolat sind das wirklich Spitzenpreise und bei Myprotein kann man zusätzlich immer mit guten Deals, wie zum Beispiel „20% auf Alles“ rechnen, womit sich der Preis nochmal deutlich reduziert.

Für tagesaktuelle Rabattcodes siehe unsere MP Deals.

Gesamtnote/Fazit

Alles in Allem kann das Impact Whey Isolat als ein gelungenes, von den Nährwerten und dem Geschmack überzeugendes Produkt angesehen werden. Gerade für Diätphasen, wo der Kohlenhydrat- und Fettgehalt strenger kontrolliert wird, ein Investment wert.

Dank der gewaltigen Geschmacksvielfalt, sollte jeder das für sich passende Aroma finden können. Manche Sorten schmecken besser (und intensiver) als andere. Je nachdem ob du ein Frucht-Fan oder Schokoholic bist, solltest du ein paar der 1kg Proteine durchprobieren, damit du nicht am Ende mit einem 5 kg Sack dastehst, obwohl dir das Pulver nicht schmeckt.

Die Geschmacksrichtungen Dänischer Zimtkuchen und Ananas sind sehr zu empfehlen, Pekan Torte hat für mich persönlich nicht diesen Wow-Effekt, aber bei 32 Geschmacksrichtungen wird man immer etwas finden, was einem besser schmeckt und etwas was einem weniger schmeckt.

An Vielfalt mangelt es jedenfalls nicht.


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Über den Reviewer – Simon Goedecke

Simon aka „Simme“ verstärkt seit 2012 als Autor und aktiver Moderator das Aesir Sports Team und hat bereits durch zahlreiche elaborierte und fundiert-recherchierte Artikel seine Expertise im Fachbereich der Ernährung, Ernährungsberatung und Supplementation bewiesen. (Seine Ingredenzien-Analysen suchen mittlerweile seinesgleichen im deutschen Sprachraum).

Als Experte in Sachen Ernährung hält Simme den Moderatorposten (Bereich: Ernährung, Supplements und Diät im Bodybuilding) im Forum der größten deutschsprachigen Bodybuilding-Website im Netz, „der Szene“ (BBSzene.com), inne.

Als passionierter Eisenkrieger, verfügt über ein breites Wissensspektrum im Kraftsport und interessiert sich vor allem für das Wettkampfbodybuilding.

Simon hat sein Studium der Ökotrophologe beendet und widmet sich derzeit seinem Master an der Universität Jena. (Hauptfach: Master of Molecular Nutrition)


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