Review: D-Born von Supp-Shop Nutrition im Test

Review: D-Born von Supp-Shop Nutrition im Test

2 Kommentare 📅15 Januar 2016, 11:32




Von Simon “Simme” Goedecke

Heute betrete ich persönlich Neuland, was meine Reviews hier auf Aesir-Sports angeht. Ich habe zwar in der Vergangenheit schon ab und an einen so genannten „Hardcore Booster“ probieren dürfen, jedoch ist das schon ein paar Jahre her und Reviews gab es dazu auch nicht.

Wer mich und meine Reviews kennt, der weiß, dass ich eigentlich nichts davon halte sich mit zu vielen Stimulanzien vollzuballern – weshalb ich auch gut und gerne mal komplett stimfrei trainiere (d.h. sogar ohne Kaffee), um zum einen dem Gewöhnungseffekt entgegen zu wirken und zum anderen mein zentrales Nervensystem nicht unter Dauerfeuer zu stellen. Damals konnten mich weder das alte Jack3D, noch dessen Nachbauten (oder das originale Craze) wirklich überzeugen. Eine Ausnahme stellte der Unstoppable aus dem Hause Dedicated Nutrition dar, der eine spürbare und signifikante Verbesserung in Sachen Fokus und Wachheit bewirken konnte, die über eine simple Koffeinwirkung hinausging. 

Du siehst, ich gehe bereits sehr kritisch in das heutige Review rein, doch das hat denn Supp-Shop nicht davon abgeschreckt, uns eine Dose des vielfach angekündigten und heiß beworbenen Hausmarkenboosters „D-Born“ für einen mehr als ausführlichen Test bereitzustellen.

Da mein letzter Versuch mit einem Hardcore-Booster schon über 1,5 Jahre her ist, habe ich mich letztendlich dazu bereit erklärt. Es sei so viel verraten, dass mich das Ergebnis selbst überrascht hat.

Review: D-Born von Supp-Shop Nutrition im Test

Steckbrief: D-Born von Supp-Shop Nutrition ; Geschmacksrichtung Mango

Das verspricht der Hersteller auf seine Homepage:

D-BornUnser Pre Workout Produkt „D-BORN“ läutet eine neue Generation von Booster ein. Erlebe einen unglaublichen Pump in Verbindung mit einem messerscharfen Fokus und endlose Energie. Du willst groß, stark und breit  sein? Dieser Booster kann dein Training in eine neue Dimension befördern! BEWEG DEIN ARSCH INS GYM – NOW!“

Highlights:

  • explosive Energie
  • unglaublicher Muskelpump
  • irsinniger Fokus
  • erhöhte Leistung“
  • Typus: Pre-Workout Supplement
  • Verpackungseinheit: 305g – 30 Portionen
  • Preis: 39,90€ ohne Rabattcode
  • Inhaltsstoffe: Citrullin Malat, Koffein, AMP-Citrat, Higentamin, Hordenin, Synephrin, Agmatin, N-Acetly L-Tyrosin, Theobromin, Pikatropin
  • Wo zu kriegen? Supp-Shop.de

D-Born – Aufmachung (3,5/5)

Verpackung

Die Verpackung des D-Born ist schlicht gehalten, was mir persönlich sehr gefällt, da es einfach übersichtlicher und schnörkelloser wirkt. Die Dose ist schwarz mit weißer und orange-roter Schrift.

Die Vorderseite ziert das Firmenlogo, sowie Bezeichnung des Produktes, Geschmack, Anzahl der Portionen und 4 Stichpunkte zur beworbenen Wirkung. Die Schriftart in dem der Name des Boosters abgebildet ist, sieht sehr handschriftlich aus und erinnert mich an Horrorfilme. Im Hintergrund sind silberne Schlieren angedeutet, die mich an eine Explosion erinnern, die den Namen D-BORN auswirft.

Auf der Rückseite findet man eine Tabelle mit den Inhaltsstoffen, sowie ein paar Sätzen zur Einnahme und den Disclaimer. Auch ein kleines weißes Feld ist zu sehen, in dem man das Haltbarkeitsdatum vermuten würde – nach einiger Suche findet man dies jedoch auf dem Boden der Dose.

Die Inhaltsstoffe sind leider als Proprietary Blend, also ohne Mengenangaben abgebildet, weshalb ich einen Punkt abziehen muss. Wer etwas recherchiert, findet aber auch hierzu die passenden Angaben. Dazu aber später mehr.

D-Born Inhalt

D-Born – Geschmack

Als Geschmacksrichtung ist Mango angegeben – und ich bin mir sicher, dass auch Mango-Aroma drin ist,  aber dadurch, dass der Booster zu mehr als 50% aus Citrullin-Malat besteht, schmeckt es eher nach Zitrone und Orange.  Ich habe einige Stimmen gehört, die meinen es sei zu sauer, aber das empfinde ich persönlich nicht so.

Es steht keine Angabe zum Mischungsverhältnis mit Wasser auf der Dose. Persönlich bevorzuge ich eine Menge von 500 ml Wasser, da ist hier das Verhältnis zwischen Süße und Säure genau richtig. Geschmacklich gar nicht leiden kann ich es, wenn zu wenig Säure enthalten ist (wie ich es von einigen BCAA-Produkten kenne).

Wenn man jetzt nun von einem Orangen/Zitronen-Geschmack ausgeht ist es nicht zu künstlich und erinnert an Brause. Trotzdem muss ich leichte Punktabzüge machen, da ein intensiver Mango-Geschmack schon ziemlich geil gewesen wäre.

D-Born – Aussehen/Konsistenz

Das Pulver ist leicht gelblich und sehr feinkörnig ohne Klumpen. Aufgrund des hohen Anteils an Citrullin kann es jedoch sein, dass es nach Anbruch der Dose zu einer Klumpenbildung kommt (Citrullin zieht gerne und viel Feuchtigkeit).

Ich habe mein Exemplar jetzt seit etwa einem Monat geöffnet, aber noch kein Klümpchen entdecken können. Die Löslichkeit in Wasser ist gut, ein leichter Niederschlag kann sich am Boden sammeln, aber das ist bei den meisten Boostern der Fall.

D-Born – Inhalt (4/5)

Makronährstoffverteilung (- /-)

Der Makronährstoffgehalt ist im Hinblick auf die empfohlene Portionierung hinfällig, weshalb es dazu nicht viel zu sagen gibt. Wer allerdings „überaus korrekt“ sein möchte, der sollte ein paar Kilokalorien für das Citrullin einplanen (was bei einem Verhältnis von 2:1, Citrullin auf Malat, in etwa 16 kcal sein sollten).

Inhaltsstoffe

IMAG0138Wie gesagt, handelt es sich um einen sogenannten „Proprietary Blend“, d.h. auf der Dose gibt es keine exakte Aufschlüsselung der Mengen, aber die Mengenangaben sind nicht geheim.

Die D-Born Formel sieht wie folgt aus:

  • 6 g Citrullin Malat 2:1
  • 1 g Agmatin
  • 500 mg Theobromin
  • 300 mg Koffein
  • 300 mg AMP Citrat
  • 300 mg N-Acetyl L-Tyrosin
  • 75 mg Hordenin
  • 75 mg Higenamin
  • 75 mg Synephrin
  • 50 mg Pikatropin

In alter Aesir-Sports-Manier werden wir nun oben beginnen und die Inhaltsstoffe hinsichtlich ihrer Wirkungsweise diskutieren.

Citrullin Malat


Die Aminosäure Citrullin hat in den letzten 1-2 Jahren einen deutlichen Aufschwung in Sachen Popularität  erhalten und findet sich heutzutage in jedem Booster, der etwas auf sich hält. Die Verbindung mit Malat (Apfelsäure) im Verhältnis 2:1 macht es besonders gut bioverfügbar – verbessert also die Aufnahme und ist entscheidend, wenn es darum geht eine wirkungsvolle Dosis zu erreichen.

„L-Citrullin stellt eine […] beliebte „Pump-Aminosäure“ dar, die zur Produktion von Stickstoff (NO) beiträgt und im Arginin-Stoffwechsel eine wichtige Rolle übernimmt. Durch die Kombination von L-Citrullin mit Malat (Apfelsäure) wird die Wirkung der Aminosäure noch weiter verbessert.

L-Citrullin ist en Prekursor des Arginins (d.h. das Arginin im Körper daraus gebildet wird) und ihr wird nachgesagt, dass sie die Arginin-Konzentration sogar besser und anhaltender steigert, als Arginin selbst [X][X]. Dies ist ein Grund, weshalb viele Athleten entweder gleich zu Citrullin greifen oder eine Kombi aus Citrullin, Ornithin (eine weitere „Pump-Aminosäure“) und Arginin beim Training einsetzen.

Citrullin steigert nachweislich die Trainingsintensität [X], senkt Muskelkater [X] und scheint die Erschöpfungswahrnehmung zu reduzieren [X][X].

Die Verbindung mit Malat (Apfelsäure) sorgt für eine bessere Aufnahme und Bioverfügbarkeit. Citrullin ist ein wahrer Allrounder. Neben der Erhöhung des Stickstoffhaushaltes im Körper (s. Agmatin, L-Arginin etc.) reduziert Citrullin Muskelschmerzen, was ein größeres Trainingsvolumen ermöglicht. Außerdem stärkt es das Immunsystem durch Erhöhung der T-Zellen [X][X][X][X].

Zur Steigerung der Leistungsfähigkeit werden 6-8g empfohlen.“

6 Gramm sind eine sehr ordentliche und wirksame Dosis – damit ist D-Born an dieser Stelle vielen Boostern einen großen Schritt voraus. Dem Konsumenten bringt es schließlich nichts, wenn es so gering dosiert ist, dass man es gerade mal aufs Label schreiben darf. Da Citrullin-Malat nicht gerade der kostengünstigste Inhaltsstoff ist, sind jedoch viele Hersteller tendenziell dazu verleitet eine geringere Menge in die Rezeptur einzufügen.

Einen umfassenden Guide zu Citrullin und seiner Wirkung, findest du hier: Der ultimative Citrullin Guide: Nutzen, Einnahme & Dosierung.

Agmatin

Das böse Agmatin…

Ende letzten Jahres ging die Meldung durch die Fitness-Szene, dass Agmatin in Deutschland nicht mehr verkehrsfähig sei. Die Gründe dafür kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber sei es drum. Man kann offensichtlich Wege finden dieses Gesetz zu umwandern, indem man es einfach aus dem Ausland versendet.

„Agmatin ist ein biogenes Amin, also Abbauprodukt der Aminosäure Arginin [X][X]. Die Studienlage zu Agmatin ist leider noch etwas löchrig. Fest steht, dass Agmatin als kompetitiver Inhibitor der Stickstoffmonoxid-Sythasen wirkt. Diese Enzyme katalysieren die Produktion von NO aus Arginin und Citrullin und sorgen damit für den allseits bekannten Pump durch diese beiden Stoffe. Das lässt also den Schluss zu, dass Agmatin und Arginin in Konkurrenz stehen. [X][X][X][X]

Jedoch wird Agmatin seit einiger Zeit erfolgreich in allerlei Pumpsupps eingesetzt, nebst Arginin und Citrullin und es wirkt! Athleten berichten insbesondere davon, dass der Pump durch eine Argmatinportion wesentlich länger anhält und das wiederum garantiert eine länger anhaltende Verbesserung der Nährstoffversorgung der Muskulatur. Hier müssen weiter Studien Klarheit über den genauen Wirkmechanismus liefern.

Agmatin soll weiterhin die Wachstumshormonausschüttung stimulieren und positiv auf das Luteinisierungshormon beim Mann wirken. Dies wiederum unterstützt den Testosteronspiegel. [X][X] Außerdem soll Agmatin als Neurotransmitter agieren und kann so die Gemütslage und den Fokus wärend des Trainings verbessern.“

1.000 mg im D-Born sind schon eine effektive Dosis. Da gibt es nichts zu meckern.

Theobromin

(Bildquelle: Wikimedia.org)

Theobromin findet sich in der Kakaobohne und damit, zumindest in geringen Mengen, in Schokolade. Nur…wer kann es sich schon leisten mehrere hundert Gramm davon am Tag zu vertilgen, um auf seine Menge an Theobromin zu gelangen…?(Bildquelle: Wikimedia.org)

Dieses Alkaloid ist strukturell sehr ähnlich zum Koffein und kommt natürlicher Weise in Kakao, Tee und der Kolanuss vor. Wie Koffein, so kann auch Theobromin die Blut-Hirn Schranke passieren und interagiert dort mit den Adenosin-Rezeptoren. Im Gegensatz zu seinem Cousin ist Theobromin jedoch ein weitaus schwächeres Stimulanz als Koffein [1]. Dafür hat es eine stärkere Wirkung, wenn es darum geht das das Herz zu stimulieren und die Gefäße zu erweitern [2]. Damit sorgt es nicht nur für einen geringeren Blutdruck, sondern auch für einen besseren Pump.

Auch interessant ist, dass Theobromin weiche Muskelzellen, die man beispielsweise in den Bronchien findet, entspannen kann. Damit kann es zu einer Erweiterung der Bronchien – und in Folge dessen zu einer stärkeren Sauerstoffaufnahme in der Lunge führen [3].

500mg, wie wir sie im D-Born vorfinden, sind hier durchaus eine wirksame Dosis, wobei ich annehme, dass der Rohstoff nicht der Billigste ist (und da die Vorteile der Substanz nicht so stark sind, bezweifle dass es sich großartig lohnt Theobromin einzusetze)n. Was letztendlich zählt, ist jedoch die Gesamtwirkung und die wird unter anderem auch durch die Wechselwirkungen der Stoffe untereinander bestimmt.

Koffein

Es ist jedes Mal dasselbe bei unseren Booster-Reviews…nahezu jedes Pre-Workout-Supplement beinhaltet dieses Alkaloid und so ziemlich jeder weiß zumindest grob über die belebende Wirkung Bescheid. Außerdem gibt es auf Aesir-Sports einige Artikel, die sich mit diesem beliebten Stimulanz beschäftigen:

Im D-Born sind 300mg Koffein verbastelt, was ich schon für eine sehr hohe Dosis halte – aber es ist ja auch ein typischer „Hardcore-Booster“, der einem gehörig Feuer unterm Hintern machen soll. 

Auch auf die Gefahr hin, dass mich die Hardcore Junkies unter euch nun auslachen werden: Ich denke, dass die Einnahme von 2 Scoops D-Born eher kontraproduktiv ist, wenn das Ziel lautet Muskeln aufzubauen. Niemand sollte 600mg Koffein benötigen, um auf Touren zu kommen und falls doch, dann kannst du dir eine nahezu vollständige Koffeintoleranz attestieren lassen.

AMP-Citrat (DMBA)

AMP-Citrat heißt mit richtigem Namen „1,3-Dimethylbutylamin“ (DMBA), doch es wird meist unter einfach zu merkenden Namen „AMP-Citrat“ (oder anderen Synonymen) in den Inhaltsstoffen verschiedenster Booster gelistet.

AMP-Citrat wurde auf den Markt gebracht, als 1,3-Dimethylamylamin, auch bekannt als DMAA vom Markt genommen wurde. Dieses Stimulanz war wohl der Hauptgrund für den durchschlagenden Erfolg des legendären „Jack3D“ Trainingsboosters. Verboten und aus dem Handel genommen wurde er jedoch aufgrund einiger Todesfälle in den USA, die mit einer angeblichen Überdosierung von DMAA in Verbindung gebracht wurden. Daraufhin verschwand DMAA als Inhaltsstoff aus vielen Boostern und wer im Chemieunterricht nicht die ganze Zeit mit der Banknachbarin geflirtet hat, der erkennt sicherlich schon vom Namen her die strukturelle Ähnlichkeit dieser Substanzen.

Leider gibt es zu beiden Substanzen (d.h. sowohl AMP-Citrat als auch DMAA) keinerlei Humanstudien, was eine genaue Erläuterung der Vorteile und Nebenwirkungen schwierig macht. Man kann jedoch vermuten, dass die gewünschte Hauptwirkung auf eine Katecholaminausschüttung (Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin) zurückzuführen ist, die – ähnlich wie Koffein – an den Adenosinrezeptoren im Gehirn wirkt. Weiterhin hat es mit dem Koffein gemeinsam, dass es bei regelmäßigem Konsum zu einem Gewöhnungseffekt kommen (und bei sehr hohem Konsum auch die Nebennieren beeinträchtigen) kann, in denen die Katecholamine gebildet werden.

Da aufgrund der Ähnlichkeit zum DMAA nicht ausgeschlossen werden kann, dass Dopingkontrollen positiv ausfallen, sollten Natural-Athleten lieber die Finger von AMP-Citrat-haltigen Produkten lassen, sofern sie der Meinung sind, dass ihr Verband eine präzise Methode für den Dopingtest anwendet.

Bei den üblichen Dosierungen von 50-600mg sind mir keine Fälle bekannt in denen die Einnahme von AMP-Citrat zu signifikanten Nebenwirkungen geführt hat. Wer jedoch schon von einer Tasse Kaffee zittrige Knie bekommt, der sollte besser die Finger davon lassen.

N-Acetyl L-Tyrosin

„Bei L-Tyrosin handelt es sich um eine Aminosäure welche einen entscheidenden Einfluss auf den Katecholamine-Signalpfad ausübt. Im lebenden Organismus wird die Aminosäure L-Phenylalanin zu L-Tyrosin umgewandelt, welches wiederum zu L-DOPA – dem Prekursor des Glückshormons Dopamin – transformiert wird. Dopamin wiederum wird über mehrere Einzelschritte erst zu Noradrenalin und dann zu Adrenalin umgewandelt. Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin werden bekanntermaßen als „Katecholamine“ bezeichnet. Damit dient L-Tyrosin als wichtiges Substrat zur Herstellung der Katecholamine.

Studien zu Tyrosin haben gezeigt, dass es die Gedächtnisleistung bei Kälteexposition positiv beeinflusst, [X] für Wachheit, [X] Konzentration [X] sorgt und vor Stresseinwirkung schützt. [X][X][X][X] […] Die Einnahmeempfehlung lautet 30-60 Minuten vor der Exposition einer akuten Stresssituation (Lernen, Training)

Die Einnahme von Tyrosin nimmt Einfluss auf kognitiv auftretenden Stress und schützt die Noradrenalinreserven. [X] Forderndes Training stellt nicht nur körperliche sondern auch physische Barrieren, die es zu überwinden gilt, daher macht die Ergänzung mit Tyrosin durchaus Sinn.

Die acetylierte Version bietet darüber hinaus eine bessere Bioverfügbarkeit, sodass man weniger braucht um den selben Effekt zu erzielen.“

Die Dosierung von 300 mg erscheint gerade so im Rahmen der effektiven Dosierung. Besser wäre man vermutlich mit 500mg gefahren, aber hier kann man auf eine ggf. synergistische Wirkung zum Koffein und DMBA hoffen!

(Bildquelle: Wikimedia.org / LHcheM ; CC Lizenz)

Tyrosin spielt bei der Synthese von Katecholaminen, Adrenalin und Noradrenalin, eine wichtige Rolle. (Bildquelle: Wikimedia.org / LHcheM ; CC Lizenz)

Hordenin

Hordenin, oder mit chemischem Namen auch „N,N-dimethyltyramin genannt, ist ein Pflanzeninhaltsstoff, der in der Natur häufig gemeinsam mit Tyramin und Synephrin vorkommt. Ein Beispiel dafür ist die Bitterorange, deren biogenen Amine häufig als isolierte Stoffe in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet werden.

Die Studienlage zu Hordenin ist jedoch mehr als dürftig. Was jedoch bekannt ist, dass Hordenin auf die Zellen der Nebennieren wirkt und dort eine Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin verursacht. Damit haben wir es hier mit einem weiteren Stimulanz zu tun, welches den Körper in Alarmbereitschaft ruft und somit die Energiebereitstellung erhöht. Aber Vorsicht, die Einnahme von Hordenin kann bei Urintests falschpositive Ergebnisse für Opiate anzeigen. Viele Test-Kits für Opiate schlagen fälschlicher Weise auf Hordenin an. Ob die verwendete Dosierung gut gewählt ist, kann man wissenschaftlich gesehen kaum sagen, da dazu einfach die Studien fehlen.

Mit 75 mg liegt sie aber im Bereich den auch andere Hersteller für ihre Booster verwenden.

Higenamin

Achtung – langer Name: „1-[(4-hydroxyphenyl)methyl]-1, 2, 3, 4-tetrahydroisoquinoline-6, 7-diol“ aka Higenamin ist ein Beta-2-Agonist und wirkt damit auf ähnlichem Wege auf die Fettverbrennung wie Ephedrin.

Studien an Mäusen legen nahe, dass Higenamin die Ausschüttung von Acetylcholin steigert und damit theoretisch zu einer verbesserten Konzentrationsfähigkeit beiträgt [4]. Außerdem scheint Higenamin, ähnlich wie Aspirin, auf Blutgerinnungsfaktoren zu wirken und sorgt somit dafür, dass das Blut dünner wird und Nährstoffe somit schneller transportiert werden können. Der Nachteil ist jedoch, dass bei einer Verletzung die Blutung nicht so schnell gestoppt werden kann [5][6][7][8].

Mit 75 mg ist hier definitiv eine wirksame Dosis verbaut.

Synephrin

(Bildquelle: Wikimedia.org / Zeynel Cebeci ; CC Lizenz)

Citrus Aurantium, Bitterorange, enthält einen natürlichen Gehalt an Synephrin, welches strukturelle Ähnlichkeit zu Ephedrin hat, aber weniger stark wirkt. (Bildquelle: Wikimedia.org / Zeynel Cebeci ; CC Lizenz)

Ein weiterer Inhaltsstoff aus der Bitterorange, der als Stimulanz wirkt:

Der Wirkungsmechanismus ist dem von Ephedrin nicht unähnlich, [X][X] jedoch mit weitaus weniger Nebeneffekten verbunden: Während Ephedrin auf drei Beta-Rezeptoren (B1, B2 und B3) wirkt, beeinflusst das […] Synephrin lediglich den B3-Rezeptor. Die Aktivierung der B1- und B2-Rezeptoren erhöht Herzschlag und Blutdruck, während der dritte im Bunde lediglich die Thermogenese in die Höhe schraubt (was für abnormales Schwitzen sorgt). Kein Wunder also, dass Synephrin dank seiner lipolytischen und metabolischen Eigenschaften in zahlreichen Fat-Burnern und Diät-Supplementen beliebt ist. Durch den hohen Schwellenwertes im Hinblick auf die Toxizität wird Synephrin als vergleichsweise sicher angesehen. […]

Ähnlich wie beim große Bruder scheint die Kombination von Synephrin zusammen mit Koffein die Wirkung zu verstärken. [X]

Zum Thema Synephrin hat Damian sich aber bereits die Mühe gemacht und einen ausführlichen Guide verfasst. Diesen dürft ihr hier bewundern: Guide to Citrus Aurantium (Synephrin): Auswirkung, Ergänzung und Dosierung

Mit ebenfalls 75 mg ist die Dosierung hier schon relativ hoch gewählt, jedoch noch im Rahmen des Vertretbaren.

Pikatropin

Pikamilon – auch „Nicotinoyl-GABA“ genannt – ist wie der Name vermuten lässt eine Verbindung aus Niacin (Vitamin B3) und Gamma-Amino-Buttersäure (GABA). Grund dafür ist, dass GABA seine Problemchen dabei hat, die Blut-Hirn Schranke zu überqueren. Niacin hilft ihm dabei.

Im zentralen Nervensystem angekommen, wird es wieder zu Niacin und GABA gespalten. Die Studienlage zu Pikatropin als Ganzes ist ziemlich dünn. Es soll die kognitive Leistungsfähigkeit, Konzentration, Gedächtnis und mentale Klarheit unterstützen, sowie den Blutfluss zum Gehirn anregen. Die Beschreibungen gehen sogar bis hin zu einer gesteigerten Produktivität, Motivation und Reduktion von impulsivem Handeln.

Gängige Dosierungen liegen bei 50-400 mg, wobei Booster im Allgemeinen am unteren Ende angesiedelt sind. Mit 50mg liegt der D-Born am unteren Spektrum der Dosierung.

Verträglichkeit

D-Born BoosterWer Probleme mit Koffein oder anderweitigen Stimulanzien hat, der sollte bei der Einnahme des D-Born  Vorsicht walten lassen und entweder einen Bogen um diesen Booster machen oder sich an eine effektive Dosis herantasten. Ansonsten ist nichts drin was Unwohlsein verursachen könnte.

Süßkraft (3,5/5)

Da im D-Born ein hoher Anteil an Citrullin-Malat enthalten ist, weißt der Booster einen gewissen säuerlichen Geschmack auf. Die Süße schafft dazu einen interessanten Kontrast, wobei ich jetzt nicht sagen würde, dass der D-Born so stark und übertrieben gesüßt wurde, wie einiger der bekannten Ami-Booster.

D-Born – Preis (4/5)

Mit 39,90€ (ohne Rabattcode) kommen wir auf 1,33€ pro Portion, was im guten Mittelfeld liegt. Hier muss man bedenken, dass Supp-Shop Nutrition im Moment noch eine kleine Eigenmarke ist und dadurch auch die Produktionsserien kleiner ausfällt – was das Produkt nicht gerade günstiger macht.

Vergessen sollte man ebenfalls nicht, dass die im Booster verwendeten Inhaltsstoffe von Haus aus nicht gerade günstig sind und im Endprodukt keinesfalls unterdosiert wurden. Ich kann mir gut vorstellen, dass insbesondere die 6g Citrullin-Malat den Preis pro Portion erheblich hochgeschraubt haben.

Als Bonus bekommst du mit dem Code „AESIRSPORTS10“ noch einmal 10% Rabatt auf den D-Born, womit du bei einem effektiven Portionspreis von 1,20 € landest.

Für ´nen großen Kaffee beim Bäcker um die Ecke zahlt man teilweise das Doppelte und der knallt nicht so, also finde ich den Preis durchaus im Rahmen.

D-Born – Wirkung (4,5/5)

IMAG0140Die Einnahmeempfehlung liegt bei einem Messlöffel, rund 30 Minuten vor dem Training auf nüchternen Magen.

Bevor wir nun zu meinen Erfahrungen hinsichtlich der Wirkung kommen, muss ich sagen, dass ich in der Woche vor der ersten Einnahme eine 7-tägige Koffeinpause gemacht habe. Ich bin jemand, der sich sehr schnell an die aufputschende Wirkung von Koffein gewöhnt – und da eine immer höhere Dosis früher oder später eher kontraproduktiv ist, mache ich alle 4-8 Wochen eine kleine Koffeinpause, um dem Gewöhnungseffekt entgegenzuwirken. Folglich war ich an diesem Tag für meine Verhältnisse extrem sensitiv auf Koffein.

Kurze Zeit später fing meine Laune an sich zu heben bis hin zur Euphorie. Auf meinem Fußweg zum Studio fühle es sich so an als könnte ich gar nicht aushören zu gehen, es war einfach außergewöhnlich viel Energie da, die lediglich darauf wartete entfesselt zu werden. Dieses Gefühl hielt während der kompletten Trainingszeit (etwa 90 Minuten) des an. Zwar konnte ich mich im Kraftbereich von 3-5 Wiederholungen kräftemäßg nicht steigern, doch das sah im Hypertrophiebereich (+8 Wiederholungen) schon anders aus. Die Ermüdung der Muskulatur war weniger stark spürbar, als ohne Pre-Workout Ergänzung. Ich musste mich zwingen meine Zeiten bei den Satzpausen einzuhalten um nicht zu früh wieder ans Eisen zu gehen. Das Training macht mir natürlich auch ohne Booster und Co. eine Menge Spaß, doch im Verbund mit dem D-Born konnte ich da noch 1-2 Schippen drauftun. Es hat einfach Laune gemacht!


Nach dem Training war der Spuk noch nicht vorbei:
Normalerweise bin ich ziemlich platt wenn ich vom Training nach Hause komme. Dann heißt es für gewöhnlich nur noch duschen, essen und entspannen. Nach der Einnahme des D-Born Boosters war ich auch noch nach dem Training unglaublich produktiv und habe in den nachfolgenden 2-3 Stunden fast so viel Arbeit verrichten können, als in der gesamten Zeit vor dem Training. Der Nachteil war jedoch, dass ich in der Nacht sehr schlecht eingeschlafen bin.

D-Born BoosterDie Wirkung des D-Born würde ich daher als gut bist sehr gut einschätzen. Das Produkt hat mich positiv überrascht und ich bin mir sicher, dass es vielen da draußen, die einen Booster auch entsprechend einsetzen (also nicht jeden Tag) mir da beipflichten werden.

D-Born – Gesamtnote/Fazit

Trotz anfänglicher Skepsis war ich von der Wirkung doch sehr überrascht (und das nicht negativ!). Es ist genau das passiert, was man von so einer Stimbombe erwartet. Im Hypertrophiebereich kann man davon sogar eine gewisse Kraftsteigerung erwarten, doch sollten Powerlifter oder und all jene, die Trainingseinheiten mit niedrigem Wiederholungsbereich absolvieren, keine Wunder erwarten.

Für eine optimale Wirksamkeit sollte man diese Art von Pre-Workout Produkte ohnehin nur maximal 1-2 mal die Woche verwenden (eher die Ausnahme, als die Regel). Wenn du spät am Abend trainierst, solltest du sparsamer dosieren oder den D-Born weglassen, da es sonst zu Schlafproblemen kommen könnte. Das dürfte aber, aufgrund der energiefreisetzenden Inhaltsstoffe, nicht verwundern.

Fazit: Mich konnte der D-Born überzeugen. Er ist vom Preis-/Leistungsverhältnis absolut in Ordnung und die Formel knallt rein. Wer einen Hardcore Booster erwartet, der bekommt auch einen Hardcore Booster – nicht mehr, aber auch nicht weniger!

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Über den Reviewer – Simon Goedecke

Simon aka „Simme“ verstärkt seit 2012 als Autor und aktiver Moderator das Aesir Sports Team und hat bereits durch zahlreiche elaborierte und fundiert-recherchierte Artikel seine Expertise im Fachbereich der Ernährung, Ernährungsberatung und Supplementation bewiesen. (Seine Ingredenzien-Analysen suchen mittlerweile seinesgleichen im deutschen Sprachraum).

Als Experte in Sachen Ernährung hält Simme den Moderatorposten (Bereich: Ernährung, Supplements und Diät im Bodybuilding) im Forum der größten deutschsprachigen Bodybuilding-Website im Netz, „der Szene“ (BBSzene.com), inne.

Als passionierter Eisenkrieger, verfügt über ein breites Wissensspektrum im Kraftsport und interessiert sich vor allem für das Wettkampfbodybuilding.

Simon hat sein Studium der Ökotrophologe beendet und widmet sich derzeit seinem Master an der Universität Jena. (Hauptfach: Master of Molecular Nutrition)

Quellenangaben (draufklicken)

[1] Joel Hardman & Lee Limbird, ed. (2001). Goodman & Gilman’s the pharmacological basis of therapeutics, 10th ed. In: New York: McGraw-Hill. p. 745.URL: https://en.wikipedia.org/wiki/International_Standard_Book_Number.

[2] Howell, L.L., Coffin, V.L., Spealman, R.D. Behavorial and physiological effects of xanthines in nonhuman primates (1997) In: Psychopharmacology, 129 (1), pp. 1–14. URL:  http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9122357.

[3] Irwin J. Polk (1997). All about Asthma: Stop Suffering and Start Living. New York: Insight Books. p. 100.

[4] Nojima H, Okazaki M, Kimura I: Counter effects of higenamine and coryneine, components of aconite root, on acetylcholine release from motor nerve terminal in mice. In: J Asian Nat Prod Res. (2000) URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11256693.

[5] Pyo MK, et al: Effects of higenamine and its 1-naphthyl analogs, YS-49 and YS-51, on platelet TXA2 synthesis and aggregation. In: Thromb Res. (2007) URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17020781.

[6] Yun-Choi HS, et al: Antithrombotic effects of YS-49 and YS-51–1-naphthylmethyl analogs of higenamine. In: Thromb Res. (2001) URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11728526.

[7] Halushka PV: Thromboxane A(2) receptors: where have you gone. In: Prostaglandins Other Lipid Mediat. (2000) URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10751648.

[8] Yun-Choi HS, et al: Anti-thrombotic effects of higenamine. In: Planta Med. (2001) URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11582538.

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Review: D-Born von Supp-Shop Nutrition im Test - Übersicht
Aufmachung
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  1. HappyNettleBoy
    15 Januar 2016, 13:58 HappyNettleBoy

    Ich finde es klasse wie du den Booster auseinander genommen hast und genau auf die einzelnen Inhaltsstoffe eingegangen bist. Ich mah deine kritische Art. Danke dafür.

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