Kurkuma (Curcumin) wirkt anti-katabol | Studien Review

Kurkuma (Curcumin) wirkt anti-katabol | Studien Review

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Von Damian N. Minichowski |

Kurkuma (Curcuma longa) gehört zu jenen Gewürzen, die sich weltweit einer großen Popularität erfreuen – insbesondere im asiatischen Raum, wo es in hohen Mengen zum Verfeinern von Gerichten verwendet wird. Kurkuma kann allerdings noch viel mehr und so ist es auch kein Wunder, dass es in der lokalen Volksmedizin (Ayurveda) seit Jahrhunderten, aufgrund seiner anti-inflammatorischen Eigenschaften, als natürliches Heilmittel gegem diverse körperliche Gebrechen (Atemprobleme, Wundheilung) eingesetzt wird (siehe auch unseren erst kürzlich erschienenen Artikel „Kräuter & Gewürze – Und ihre erstaunliche Wirkung auf unsere Gesundheit“)

Doch spätestens seitdem die wissenschaftliche Community die Eigenschaften von Kurkuma und Kurkuma Extrakten – dessen aktiver Inhaltsstoff das Curcumin ist – näher erforscht und dessen Wirkung bestätigt hat, findet der „gelbe Ingwer“ auch hierzulande immer mehr Fans und Anhänger, die darauf schwören (z.B. bei Gelenkschmerzen [4][7], gegen Osteoporose [5][6] und Kresbvorbeugung [2][3]).

Als dürfte das Wirkungsspektrum des Kurkumas also nicht schon ohnehin sehr interessant für gesundheitsbewusste und sportliche Menschen klingen, könnte sich nun auch ein weiterer Mechanismus hinzugesellen, der dafür sorgt, dass Curcumin Einzug in die Hausapotheke des ehrgeizigen und ambitionierten Muskelschmieds (und all jenen, die an ihrer Muskulatur hängen) findet.

Mehr zu diesem anti-katabolen Fund im folgenden Studien Review.

Studie: Kurkuma (Curcumin) wirkt anti-katabol | Studien Review

In ihrem Diskussionspapier erörtern Alamdari, O’Neal und Hasselgren (2009) ein neues potenzielles Aufgabengebiet der Safranwurzel im Kontext des krankheitsbedingten Muskelverlusts infolge von Sepsis, schweren Verletzungen und Krebs.

(Bildquelle: Almadari, et al. (2009))

Curcumin und dessen Einfluss auf physiologische Prozesse im Körper, darunter Hemmung von NF-kB, Hemmung von p38 kinase, als Radikalfänger (Antioxidans) und Aktiviator von Hitzeschockproteinen (Bildquelle: Almadari, et al. (2009))

Diese Krankheitsbilder haben gemeinsam, dass mit ihnen eine verstärkte Proteolyse (Abbau von Körperprotein) einhergeht. Die Proteolyse wird u.a. durch den bekannten Entzündungsmarker nuclear factor-kappaB (NF-κB) reguliert [1]. Eine hohe Aktivität von NF-kB hat eine ganze Menge desaströser Effekte auf den Körper. Der Faktor wird u.a. durch freie Radikale und oxidierte Fettmoleküle (LDL Cholesterin) beeinflusst und wechselwirkt [13][14][15].

Bekannt ist, dass Curcumin in der Tat dazu in der Lage ist Muskelabbau zu verhindern [8][9], indem es den Transkriptionsfaktor einfach ausknippst (das ist auch der Grund, wieso es anti-entzündlich wirkt [10][11][12]!). Curcumin ist ein NF-kB Inhibitor, der den Regenerationsprozess zusätzlich unterstützen kann.

 

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Abschließende Worte

Egal ob du nun schwer verletzt bist, an einer Sepsis leidest, Krebs hast oder dich als Gesunder glücklich schätzen kannst: Eine erhöhte Aktivität von NF-kB kann für uns alle temporär oder chronisch zu einem Problem werden, die Regeneration negativ beeinflussen und zu einem Muskelverlust führen.

Curcumin ist ein NF-kB Inhibitor, der Entzündungsherde im Körper eindämmen und vor Muskelverlusten (verstärkte Proteolyse) schützen kann. Zu klären bleibt noch die Frage, inwiefern Curcumin in Menschen mit überdurchschnittlich hohem Muskelmasseanteil seine anti-katabole Wirkung entfaltet (und wenn ja: in welchem Ausmaß?).

Klar ist aber eines: Kraftsport und intensives Training verstärkt die Expression von NF-kB [17] (aufgrund eines massiven Anstiegs von freien Radikalen [18]), wodurch dies automatisch zu einem Problem für alle wird, welche ihre Regenerationszeit minimieren und ihren Muskelmasseanteil maximieren wollen.

Weitere (Langzeit)-Studien mit sauberem Setup (placebo-kontrolliert, randomisiert, cross-over) an trainierten Athleten sind hier definitiv notwendig, um zu eruieren inwiefern Curcumin wertvolle Muskelmasse in einer aktiven Population schützen kann.

Praktische Tipps zur Ergänzung von Curcumin

Durch die Kombination mit Schwarzem Pfeffer Extrakt (Piperin) kann die Bioverfügbarkeit von Curcumin, dem aktiven Inhaltsstoffs des Kurkuma, um nahezu 2.000 % gesteigert werden.

Durch die Kombination mit Schwarzem Pfeffer Extrakt (Piperin) kann die Bioverfügbarkeit von Curcumin, dem aktiven Inhaltsstoffs des Kurkuma, um nahezu 2.000 % gesteigert werden.

Falls du nun zum Gewürzstreuer greifen und deine Kurkuma-Aufnahme steigern möchtest, solltest du bedenken: Es handelt sich um ein Naturprodukt, wodurch es zu Schwankungen im Curcumingehalt kommen kann. Falls du Curcumin eine Chance geben willst, solltest du lieber zu einem standardisierten Extrakt greifen – denn nur so kannst du sicherstellen, dass du eine effektive Dosis pro Tag davon aufnimmst.

Ein weiteres Problem ist die schlechte Bioverfügbarkeit von Curcumin – was bedeutet, dass reines Kurkumapulver oder auch ein reiner Curcumin-Extrakt eine Geldverschwendung ist, wenn du es nicht zusammen mit Piperin einnimmst.

Piperin (z.B. aus schwarzem Pfeffer Extrakt) erhöht die Aufnahme von Curucmin um 2.000 % (kein Tippfehler). Wenn du also zu Curcumin greifst, solltest du es unbedingt mit einer Prise Piperin versetzen, um einen möglichst hohen Nutzen davon zu haben.

Natürlich haben wir von Aesir Sports uns auch darüber Gedanken gemacht. Seit Anfang des Jahres kannst du in unserem Extrakte Shop beide Sachen – Curcumin Extrakt sowie Piperin (beides als Pulver zur Eigendosierung) – zu einem exzellenten Preis-Leistungsverhältnis kaufen.

Alternativ kannst du auch in unserem Shop einen Curcumin Extrakt in Kapselform kaufen, der bereits mit Piperin kombiniert ist. Das ist die bequemste (aber auch teurere) Möglichkeit. Wähle selbst.


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Über Damian Minichowski

Damian N. „Furor Germanicus“ Minichowski ist der Gründer und Kopf hinter dem Kraftsport- und Ernährungsmagazin AesirSports.de. Neben zahlreichen Gastautorenschaften schreibt Damian in regelmäßigen Abständen für bekannte Online-Kraftsport und Fitnessmagazine, wo er bereits mehr als 200 Fachartikel zu Themen Kraftsport, Training, Trainingsphilosophie, Ernährung, Gesundheit und Supplementation geschrieben hat.

Zu seinen Spezialgebieten gehört das wissenschaftlich-orientierte Schreiben von Fachartikeln rund um seine Passion – Training, Ernährung, Supplementation und Gesundheit.

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Quellen & Referenzen

Bildquelle Titelbild: Wikimedia ;CC Lizenz



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