DFAC-Pro Natural-Bodybuilder, Coach und YouTuber Andre Patris im Gespräch mit AesirSports.de

DFAC-Pro Natural-Bodybuilder, Coach und YouTuber Andre Patris im Gespräch mit AesirSports.de

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Dieses Paket wollen wir euch keinesfalls vorenthalten und präsentieren euch das Interview mit Pro Natural Bodybuilder Andre Patris, den viele von euch vielleicht über seinen Youtube Kanal, die Fitness WG, bereits kennen dürften.

Interview: DFAC-Pro Natural-Bodybuilder, Coach und YouTuber Andre Patris

Steckbrief: Andre Patris

  • Alter: 23 JahreInterview: DFAC-Pro Natural-Bodybuilder, Coach und YouTuber Andre Patris
  • Größe: 180cm
  • Gewicht (aktuell): 92kg
  • Wohnort/Herkunft: Köln
  • Wie lange trainierst du schon? Seit Dezember 2010 also nun 6 Jahre
  • Webseite / Online-Präsenz: Homepage, Facebook, Instagram, YouTube (Die Fitness WG) & Snapchat (andrepatris)

Wie bist du zum Kraftsport / Bodybuilding / Sport gekommen?

Ich war lange Zeit als Radsportler aktiv. Ich bekam irgendwann Probleme im Lendenwirbelbereich und mein Hausarzt verschrieb mir Physiotherapie.

In dem physiotherapeutischen Fitnessstudio trainierte ich irgendwann an den Geräten wie ich lustig war. Ich schaute damals die Undisputed Filme mit „Yuri Boyka – Scott Adkins“ rauf und runter und wollte schließlich so aussehen und kämpfen können, wie er.

Damals war ich 16 Jahre alt und meine Freunde bemerkten, dass meine Muskeln wuchsen. Das motivierte mich enorm und zeigte mir, dass ich auf dem richtigen Weg war. Mir wurde bewusst, dass auch ich aussehen konnte wie Yuri Boyka. Es war nicht unmöglich.

Was liebst du am Fitness-Lifestyle am meisten?

Ich liebe das Training und verbringe so gerne Zeit im Fitnessstudio – ich könnte für immer dortbleiben. Das Licht, die Atmosphäre, die Leute, die Gespräche. Aber vor allem den Pump. Ich liebe den Pump.

Ich liebe es extrem intensiv mit kurzen Satzpausen zu trainieren und dann, irgendwann an einem bestimmten Zeitpunkt, wenn der Pump seinen Peak erreicht. Ein unglaublich geiles Gefühl. Wenn du merkst, jetzt bist du maximal auf Pump. Mehr geht einfach nicht mehr. Und du ziehst das Shirt aus, schaust in den Spiegel und realisierst, dass du deinem Idealbild wieder ein Stück nähergekommen bist.

Dieses Gefühl macht mich unglaublich glücklich und lässt mich all meine Sorgen vergessen. Es lässt mich frei sein. Ich denke nicht an unbezahlte Rechnungen, nicht daran, dass gerade Kinder auf dieser Welt verhungern oder von Bomben getötet werden. Ich nenne mein Training deshalb auch „die Flucht aus dem Alltag.“

Es lässt mich zumindest für 2 Stunden am Tag frei sein. Ich liebe das Training.

Was hält dich bei der Stange? Wie motivierst du dich?

Interview: Andre Patris (Fitness WG)Ehrlich gesagt weiß ich das gar nicht. Ich habe einfach gewisse Ziele im Leben, die ich unbedingt erreichen möchte. Ich kann mir zudem ein Leben ohne Sport – ohne Krafttraining – nicht vorstellen.
Ich brauche das Training. Ich brauche keine Motivation. Oftmals brauche ich eher die Motivation, auch mal zuhause zu bleiben und meinem Körper etwas Ruhe zu geben. Ich brauche diesen Ausgleich.

Hast du irgendwelche Helden oder Idole? Auf welche Art und Weise inspirieren sie dich?

In gewisser Weise ist jeder Mensch ein Held. Wir alle haben irgendwann schon einmal eine heldenhafte Tat vollbracht und sicher hat auch jeder Held schon einmal eine schlechte Tat vollbracht. Ich habe viele Idole und bewundere viele Menschen. Dabei versuche ich von allen ihren positiven Eigenschaften etwas mitzunehmen und daraus mein bestes „Ich“ zu formen.

Idole sind für mich vor allem Menschen, die sehr viele Dinge gleichzeitig tun können und dabei trotzdem extrem erfolgreich sind (wobei Erfolg immer subjektiv betrachtet werden sollte). Einfach aalles zu meistern und sich nicht unterkriegen zu lassen, selbst wenn es mal nicht so gut läuft.

Außerdem inspirieren mich Menschen, die etwas mit voller Leidenschaft tun. Denen du zuhörst, wie sie über ihre Leidenschaft reden und dich für einen Moment in Ihre Welt einspannen. Ich bin begeistert, wenn jemand eine Sache einfach extrem gut kann. So etwas schafft man nur mit Leidenschaft – wenn man eine Sache zu seiner Lebensaufgabe macht.

Welches Trainingsprinzip/-system hat dir persönlich am meisten gebracht?

Ich würde es nicht ein „System“ nennen: Am meisten hat mir die Kontinuität gebracht. Das ich niemals aufgehört habe. Das ich immer drangeblieben bin und weitergemacht habe. Ich habe viele – wahrscheinlich alle – dem Markt bekannten „Systeme“ über längeren Zeitraum ausprobiert und denke genau das hat mir am Ende am meisten gebracht – alles Mal auszuprobieren und von allem etwas mitzunehmen.

Jedoch ist meiner Meinung nach definitiv ein hochfrequentes Training, mit dem von jedem selbst gewählten richtigen Volumen pro Einheit, am effektivsten. Aber nicht jeder kann so trainieren. Es braucht Erfahrung um abschätzen zu können, was funktioniert und was nicht so gut funktioniert. Letztendlich funktioniert aber immer alles – wenn man eben dranbleibt.

Wenn du 3 Übungen wählen müsstest, nach denen du für den Rest deines Lebens trainieren dürftest: Welche Übung würdest du wählen und wieso?

Ganz klar. Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken – weil ich damit die großen Muskelgruppen abdecken kann und vor allem beim Kreuzheben einen großen Teil der gesamten Muskulatur im Körper stimuliere.

Interview: Andre Patris (Fitness WG)

Welche Körper-/Muskelgruppenteil ist deiner Meinung nach deine persönliche Stärke?

Ich bin sehr glücklich darüber diese Frage nicht beantworten zu können. Wenn man mich nach meinen Schwächen fragen würde, hätte ich sicher eher eine Antwort. Da ich aber sehr ausgeglichen und intelligent trainiere, hat sich mein Körper stets proportional und symmetrisch entwickelt.

Ich achte sehr darauf, ein ästhetisches Gesamtbild zu schaffen. Auch wenn es Muskelgruppen gibt, die dazu neigen sich übermäßig schnell zu entwickeln, dann trainiere ich diese weniger intensiv. Gibt es Muskelgruppen die sich nicht so gut entwickeln, trainiere ich diese öfter und intensiver. Der Körper passt sich an.

Stichwort „kurioseste Studiogeschichte“: Hast du eine für uns? Was war das härteste / lustigste was du jemals im Gym erlebt hast?

Ich nenne sie mal die peinlichste Studiogeschichte. Ich habe mal beim Beinpressen heftig eingeschißen. Und ich hatte eine kurze Hose an. Den Rest kann man sich wohl denken. :D

Hörst du Musik beim Training? Wenn ja: Wie sieht deine Playlist zurzeit aus?

Ich höre meistens Musik beim Training. Meine Playlist war schon immer sehr durchwachsen. Von ruhiger Klaviermusik über RNB und Hiphop bis hin zu Heavy Metal.

Das kommt immer ganz auf meine Stimmung an.

Wie sieht das Trainingsplan/deine Trainingsroutine aus?

  • Montag: Ganzkörper
  • Dienstag: Ganzkörper
  • Mittwoch: Ganzkörper
  • Donnerstag: Ganzkörper
  • Freitag: Ganzkörper
  • Samstag: Ganzkörper
  • Sonntag: Ganzkörper

Bevorzugst du bei einer Diät eher traditionelles Cardiotraining oder HIIT?

Andre Patris im InterviewCardio mache ich nur, wenn es wirklich notwendig ist. In der Regel dann HIIT. Je nachdem wie die Form ist und wie nah das Ziel ist, sogar täglich.

Wenn du heute noch deiner Trainingskarriere noch einmal ganz von vorne beginnen könntest: Was würdest du anders machen im Gegensatz zu damals?

Gar nichts. Denn der Weg ist das Ziel. Eventuell hätte ich nur noch mehr gelesen und wäre nicht ganz so faul gewesen.

Wie ernährst du dich?

Meine Ernährungsphilosophie ist: Ausgleich. Wie bei allem im Leben. Ausgleich ist super wichtig. Nichts Einseitiges ist von Dauer gesund. Weder psychisch noch physisch.

Ich esse worauf auch immer ich gerade Hunger habe. Achte aber darauf, dass ich jeden Tag genug Proteine, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe zuführe.

Natürlich behalte ich im Hinterkopf möglichst wenig Transfette und auch nicht zu viel Zucker zu konsumieren. Da aber auch mein Appetit sehr ausgeglichen ist, könnte ich mich wahrscheinlich sowieso nie ganz „ungesund“ und auch nicht „ganz gesund“ ernähren. Jeder mag es nennen wie er will.

Die meisten nennen es IIFYM (if it fits your macros). Ich habe das schon so getan, bevor es diesen Begriff überhaupt gab.

Hast du Cheat-Meals/-Days? Wie sehen solche Tage und Mahlzeiten bei dir aus? Gehst du an solchen Tagen auch ins Training oder relaxt du lieber?

Wie oben schon beschrieben erübrigt sich diese Frage eigentlich. In der Diät schaue ich schon, dass ich meinen Körper nicht zu sehr strapaziere und baue dementsprechend schon mal den ein oder anderen Cheat-Day oder Refeed ein.

Zu dem Thema gibt es auch ein Video auf YouTube von mir:

Stichwort Nischenernährung: Was hältst du von Ernährungskonzepten wie dem Intermittent Fasting, Carb Backloading, der Paleo Diet und Co.?

Foto von Teejottmodels.

Foto von Teejottmodels.

Erübrigt sich eigentlich auch aufgrund meiner oben genannten Ernährungsphilosophie. Allerdings äußere ich mich auch gerne dazu noch einmal speziell.

Natürlich habe ich auch jegliche Ernährungsformen bereits getestet – außer in diesem Falle muss ich ehrlich gestehen die Paleo Diet noch nie ausprobiert zu haben – kommt aber sicher noch.

Grob zusammengefasst halte ich, oder hält mein Körper, wenn man so will, wohl viel von einer Kombination aus allem. Denn meist habe ich erst sehr spät Hunger (gegen 14:00 Uhr erst) und meist dann auch keinen Appetit auf etwas Süßes, bzw. auf Kohlenhydrate.

Abends nach dem Training habe ich dann meist einen Bärenhunger. Außerdem macht mich der Verzehr von Kohlenhydraten extrem müde. Tagsüber möchte ich aber eigentlich nicht müde sein. Das führt dazu, dass ich an den meisten Tagen (wie gesagt ich höre meist auf meinen Körper), frühestens um 14:00 Uhr esse und dann in der Regel keine Kohlenhydrate, sondern ausschließlich Proteine und Fette.

Meistens reicht das dann auch bis zum Training. Nach dem Training kommt dann der Bärenhunger und ich verzehre eine Menge Kohlenhydrate. Anschließend werde ich müde, falle ins Insulinkoma und kann schlafen wie ein Baby.

Grundsätzlich empfehlen kann ich aber jemandem, der etwas unerfahrener ist (empfehle ich fast allen meinen Klienten) und es schwer hat z.B. zuzunehmen, abzunehmen oder Muskeln aufzubauen, sich an einen strikten Ernährungsplan zu halten. Oftmals fällt einem das leichter. Man neigt nicht dazu auszubrechen und man hat feste Faktoren an denen man etwas verändern kann.

In der Wettkampfdiät halte ich mich selbst auch an einen strikten Ernährungsplan. Nur so kann man ganz genau feststellen welcher Faktor einen scheitern lässt oder eben vorwärtsbringt.

Wie sieht deine Supplementation zurzeit aus?

Viele Vitamine, wie z.B. Vitamin D3. Viele Mineralstoffe – wie z.B. Magnesium (sehr hoch dosiert) und Zink. Kreatin und Whey Protein.

Manchmal Glutamin. BBCA’s (Leucin) vor allem während des Trainings.
L-Arginine als Liquid als Intra-Workout (Liebe zum Pump).

Nutzt du Trainingsbooster? Hast du einen Favoriten? Worauf kommt es dir bei einem guten Booster am meisten an?

Ab und zu mal. Da ich gesundheitlich vorbelastet bin, vertrage ich Booster leider nicht so gut. Jedoch haben einige definitiv eine starke Wirkung und ihre Daseinsberechtigung. 

Ich würde jedoch keinem raten, diese täglich oder in zu hohen Dosen zu konsumieren.  Mein Lieblings Booster ist aktuell glaube ich der Vertigo von 3XL

Nenne uns 3 Supplemente, auf die du nur ungern verzichten würdest

Ohne Arginin macht mein Leben keinen Sinn mehr. Jedoch denke ich sind die sinnvollsten Supplemente, auch aufgrund der meisten wissenschaftlichen Belege der Wirksamkeit, Kreatin und Proteinshakes.

Welches Supplement wird deiner Meinung nach überbewertet? Was hältst du für das sinnfreieste Produkt, welches auf dem Markt zu kriegen ist?

Puh.. ehrlich gesagt halte ich alle in gewisser Weise für sinnvoll. Nur eben nicht für jeden ist auch jedes Supplement notwendig.

Vervollständige den Satz: Eine vernünftige Post-Workout Supplementation ist…?

…je nach Situation.

Aber im Falle von Muskelaufbau auf jeden Fall ausreichend Kohlenhydrate, Proteine, Kreatin – ausreichend Vitamine und vor allem Mineralstoffe.

Stichwort Coaching: Was hältst du davon und hast du dich selbst schon einmal coachen lassen (oder jemanden gecoacht)?

Interview: Andre PatrisCoaching ist absolut sinnvoll. Wenn man einen erfahrenen, intelligenten und kompetenten Coach hat, der über ein gutes Pensum an Wissen verfügt, dann kann man das geballte Wissen seines Coaches nutzen um innerhalb eines kurzen Zeitraumes einen gewaltigen Satz nach vorne zu machen. Zudem kommt die Motivation die von einem Coach ausgeht hinzu.

Viele Leute sind deutlich motivierter, wenn sie wissen, da ist jemand der zusieht und aufpasst. Da ist jemand den ich nicht enttäuschen will. Ich selbst habe oftmals den Fehler gemacht und nicht auf einen Coach zurückgegriffen. Vor allem nach der letzten Wettkampfsaison bereue ich das sehr. Ich habe mich selbst zu sehr gefordert und unter Druck gesetzt, obwohl ich sehr gut im Zeitplan lag. Ich hätte eventuell professionelle Hilfe benötigt – jemanden der einfach ein Auge auf mich wirft und mir konstruktive Kritik gibt, mich eventuell antreibt oder bremst – wenn notwendig. Ich habe mir selbst zu viel Stress gemacht und mir somit meine komplette Masse weg diätet und kann daher nur jedem – ob Wettkampfniveau oder einfach nur persönliche Ziele – sich einen guten, passenden Coach auszusuchen, wenn man zu Extremen neigt, sich nur schwer über längeren Zeitraum diszipliniert verhalten kann oder wenn man einfach unerfahren ist und möglichst schnell erfolgreich sein will.

Dazu sei gesagt: Ein guter Athlet ist nicht gleich ein guter Coach und ein guter Coach ist nicht immer ein guter Athlet. Selbst die Profis der Profis haben ein ganzes Team um sich.

Thema Muskelaufbau: Welche 5 Tipps würdest du jemanden geben, dessen Ziel bei der Reduzierung des Körperfettanteils liegt?

  1. Auf jeden Fall ein PASSENDES Kaloriendefizit.
  2. Dazu die passende Aktivität.
  3. In der Ruhe liegt die Kraft. Viel Zeit mitbringen. Abhängig davon wie der KFA bei Beginn der Diät ist. Je nachdem ob es einen Tag X gibt oder nicht, sollte man die Diät sehr gut im Voraus planen.
  4. Kontinuität und Disziplin.
  5. Möglichst noch viel Spaß dabei zu haben. Ansonsten wird es schwer sein Ziel zu erreichen.

Thema Ernährung: Welche 5 Tipps würdest du jemanden geben, der sich sport- und bedarfsgerecht ernähren möchte bzw. mit einer Umstellung seiner Ernährung liebäugelt.

Nur einen einzigen: Sich ausgiebig zu informieren. Alles andere habe ich schon vorher erwähnt.

Du betreibst einen eigenen Fitness-Channel auf YouTube – Wie ist es dazu gekommen? Was wir die Motivation dahinter? Gibt es deiner Meinung nach ein „Alleinstellungsmerkmal“ das dich von der Konkurrenz abgebt?

Ganz zu Anfang wollte ich einfach Menschen erreichen und sie motivieren. Ihnen zeigen, dass man sehr viel erreichen kann, auch wenn man dabei eingeschränkt ist. Ich wollte meine Leidenschaft teilen, Tipps geben wie man Muskeln aufbauen kann und wie man zunimmt. Wenn ich ganz ehrlich bin, wollte ich mir aber auch Bestätigung einholen. Ich wollte zeigen was ich kann, zu was ich fähig bin. Die Kommentare vieler anderer – ob negativ oder positiv – haben mich oftmals unheimlich motiviert.

Ich mag es, wenn ich Leuten helfen oder sie motivieren kann. Es macht mich selbst stolz, wenn ich ein Video hochlade und die Leute darunter kommentieren wie sehr meine Videos sie motivieren. Darum habe ich zu Anfang auch hauptsächlich Motivationsvideos gedreht oder Videos zu Training und Ernährung hochgeladen.

Heutzutage haben einige die meine Videos gucken mehr das Interesse an mir, meinem Charakter und meiner Einstellung, weshalb ich aktuell einfach aus meinem Alltag filme. Wenn dann in den Kommentare Anreize kommen, worüber ich mich mal äußern sollte und ich eine Meinung zu diesem Thema habe, dann tue ich das. Wenn ich auch einfach nur mal Mitteilungsbedarf über meine Sichtweise zu einem aktuellen Thema habe, dann tue ich das. Ich bin einfach ich. Manche interessiert es, manche nicht.

Welche Reaktionen bekommst du von den Leuten auf der Plattform? Gibt es Hater? Wie gehst du mit positiver und negativer Kritik um?

Interview: Andre PatrisEs gibt immer Hater. Es gibt immer jemanden der nichts zu tun hat oder dich verletzen will. Zu Anfang bin ich damit nicht klargekommen und war oftmals verletzt. Heute will ich einfach nichts mehr mit Negativität zu tun haben und bin mir bewusst, dass es einfach immer welche gibt, die dich nicht leiden können und dich provozieren wollen. Nichts Anderes ist Hate.

Man muss hier Hate und Kritik deutlich voneinander unterscheiden. Kritisieren tut dich jemand der dich eventuell verbessern will. Dieser zählt auf höfliche Art und Weise eventuell ein paar Punkte auf die er anders sieht. Zudem gibt er eventuell lieb gemeinte Verbesserungsvorschläge. Hate ist einfach nur, wenn dich jemand verletzen will. Wenn dich jemand anpissen will. Warum auch immer, weil er Langeweile hat oder weil er dich für einen Dummschwätzer hält.

Über positive Kritik freue ich mich, betrachte diese jedoch auch mit Abstand. Hinterfrage ob dem auch wirklich so ist. Über negative Kritik – ganz ehrlich – freut sich keiner. Aber ich nutze diese um mich eventuell verbessern zu können. Ich bin niemals Anti gegenüber einem Verbesserungsvorschlag oder einer anderen Meinung.

Hast du selbst Fitness-Kanäle auf YouTube abonniert? Gibt es bei dir eine Top 5 Liste? Wie sähe diese aus?

Definitv. Viele meiner Freunde sind YouTuber. Wer gerne was lernen will, der guckt sich die Videos von Matt Ogus, Omarlsuf oder im deutschsprachigen von BroSep Fitness oder Built by Science an.

Ich gucke mir außerdem gerne die Videos von Phillip Zwoll und Rico Lopez Gomez an, weil es Freunde von mir sind und ich mir die Videos gerne angucke.

Welche 5 Tipps würdest du jemandem geben, der vorhat in deine Fußstapfen zu treten und einen solchen Kanal zu gründen?

  1. Bleib du selbst.
  2. Mache das, weil du Spaß daran hast, nicht um damit Geld zu verdienen.
  3. Verkaufe deinen Arsch nicht an „Sponsoren“.
  4. Wenn du wirklich jemanden erreichen möchtest, dann gehe auf deine „Follower“ ein. Höre Ihnen zu, lese ihre Kommentare und gib Ihnen Antworten.
  5. Hater ignorieren. Niemals negative Kommentare kommentieren und somit pushen. Gib den positiven Kommentaren mehr Aufmerksamkeit, diese haben es auch verdient.

Hast du ein Lieblingszitat / Motto?

Mehrere sogar. Ich liebe die Philosophie. Mein eigenes Motto steht auch auf meiner Brust umrandet von Flügeln, welche für die Freiheit stehen, welche mir das Training gibt.

Dream. Believe. Achieve. und LIFT HEAVY DIE YOUNG.

Wobei letzteres auch für den Frust in mir steht, da ich gesundheitlich so eingeschränkt bin, dass ich eigentlich nicht trainieren darf. Ich möchte mich aber durch nichts und niemanden einschränken lassen und mir nicht das nehmen lassen, was mir im Leben sehr viel bedeutet, denn wenn ich im Leben nicht das machen kann, was mich erfüllt, dann brauche ich auch nicht leben. Von daher sterbe ich lieber jung, als auf das zu verzichten, was mich eigentlich erst leben lässt. – LIFT HEAVY DIE YOUNG.

Andre Patris Interview

Wenn du gerade nicht am trainieren bist – was machst du dann? Hast du noch andere Hobbies abseits des Sports?

Ich denke mein zweites Hobby ist definitiv das Kochen und das Essen. Ich liebe Essen und ich liebe auch etwas Leckeres zu kochen und koche auch sehr gerne für andere – und freue mich sehr wenn es Ihnen schmeckt.

Beim Kochen kann ich kreativ sein und meinen Gedanken freien Lauf lassen. Kochen entspannt mich und senkt meinen Blutdruck. Ebenso wie das Essen.

Außerdem mache ich ansonsten auch gerne alle anderen Sportarten. Ich brauche Bewegung. Ich fahre gerne Longboard im Sommer, spiele Fußball oder fahre lange Strecken mit dem Rennrad oder Mountainbike.

Ich lese sehr viel, wobei ich nicht unbedingt Bücher lese sondern oftmals einfach unglaublich viel google, was mich gerade so interessiert.

Wie wichtig ist dir der Sport und das Training? Könntest du dir vorstellen „ohne“ zu leben?

Ich glaube diese Frage erübrigt sich an dieser Stelle, haha. :D

Wie geht dein persönliches Umfeld mit deinem leidenschaftlichen Hobby um? Musst du dir manchmal dumme Sprüche anhören?

Für jeden in meinem Umfeld ist es völlig normal. Jeder weiß, dass ich es liebe und dass ich viele Stunden im Fitnessstudio verbringe. Dumme Sprüche muss ich mir nie anhören. Ich weiß eigentlich auch ziemlich gut damit umzugehen und kann mich in jeder Situation an mein Umfeld anpassen.

Bist du religiös?

Ich bin ungetauft. Aber ich glaube, dass ich glaube.

Worauf bist du am meisten stolz?

Dass ich es bis hier geschafft habe. Ich hatte keine einfache Vergangenheit.

Hast du irgendwelche Träume, Pläne und Ziele, die du in den kommenden Jahren realisieren möchtest? Woran arbeitest du zurzeit?

Definitiv. Ich bin stetig dran mich selbst zu verbessern, neue Dinge zu lernen und mein Wissen zu erweitern.

Zurzeit konzentriere ich mich sehr auf den Sport und auf das Coaching von ganz normalen Leuten, bis hin zur Wettkampfvorbereitung von unerfahrenen und auch erfahrenen Athleten.

Mir macht es unglaublich Spaß und solange ich das machen kann, werde ich dies auch tun. Zurzeit arbeite ich an einem etwas größerem sehr zeitaufwendigem Ziel, einem Lebenstraum von mir.

Was hat dich im Leben besonders weit nach vorne gebracht? Welchen Rat kannst du unseren Lesern geben?

In der Schule aufgepasst zu haben. :D Vor allem haben mich Rückschläge nach vorne gebracht. Jedes Mal, wenn ich mich z.B. verletzt habe im Training, dann habe ich einiges dazu gelernt. Habe mich aufgrund dessen intensiver mit der Materie, in diesem Fall der Anatomie, der richtigen Bewegungsausführung auseinandergesetzt.

Daraus resultierte wiederum eine bessere Muscle-Mind-Connection. Dies ermöglichte mir wiederum den Muskel gezielter zu trainieren. Das bedeutet letztendlich, dass ich durch die Verletzung – also durch den Rückschlag – eventuell erst die Möglichkeit bekommen habe mein volles Potenzial zu nutzen.

Vielleicht hätte ich mich nie intensiver mit diesem Thema auseinandergesetzt, wenn ich mich nicht verletzt hätte. Vielleicht wäre ich aufgrund dessen irgendwann stagniert und hätte das Ganze an den Nagel gehangen. Aber die Rückschläge haben mich frustriert, mich angetrieben.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit für uns genommen hast, Andre!



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Bildquelle Titelbild: Andre Patris


 

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