Life Domination IX: Die 48 Gesetze der Macht

Life Domination IX: Die 48 Gesetze der Macht

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Von Damian N. Minichowski

Ich habe lange Zeit überlegt, ob dieser Artikel auf Aesir Sports (und in dieser Kategorie) erscheinen sollte. Nachdem ich bereits die Hälfte fertig hatte, wurde der Text für mehrere Monate eingemottet, ehe ich ihn innerhalb der letzten Tage fertig gemacht habe.

Zuerst einmal sollte ich an dieser Stelle klar stellen, dass diese „Gesetze der Macht“ nicht von mir sind, sondern auf dem gleichnamigen Werk von Robert Greene, „Power: Die 48 Gesetze der Macht“ beruhen. Hierbei handelt es sich um – naja – einen Guide, der in einer ähnlichen Liga spielst wie Niccolo MachiavellisDer Fürst“ oder Sun Tzu’sDie Kunst des Krieges“.

Robert Greene: Power - Die 48 Gesetze der Macht

Wer eines (oder mehrere) dieser Bücher bereits in den Händen hatte, der weiß, dass die darin geäußerten Empfehlungen nicht immer ethisch und moralisch einwandfrei sind – dies trifft auch auf die 48 Gesetze der Macht zu, die eben darauf hinauslaufen eine machtvolle Position aufzubauen und zu erhalten.

Dieser Artikel spiegelt meine eigene Denkweise nicht 1:1 wieder und zwar insofern, als dass ich mir durchaus eingestehen kann, dass es Momente und Situationen im Leben einer Person gibt, wo einige dieser Regeln durchaus hilfreich sein können und zum Verständnis beitragen (z.B. wenn du dir wirklich ein paar üble Feinde im Leben gemacht hast, die dir körperliche wie mental an die Wäsche wollen).

Das heißt: Dieser Life Domination Artikel schlägt nicht in die romantische Kerbe, die zu einem guten Leben ermutigt. Vielmehr ist es ein philosophischer Beitrag, der an manchen Stellen sehr gut die Brutalität und Skrupellosigkeit im Machtkampf nachskizziert und zum Denken animieren soll.

Wer aufmerksam liest, der wird sicherlich die eine oder andere Parallele zur Politik, seinem eigenen Leben oder dem Verhalten von Personen aus dem nahen und fernen Bekanntenkreis wiederkennen. 

Das Prädikat lautet daher: Lesen auf eigene Gefahr!

P.S.: Wenn du dir nicht den Stempel “Arschloch” verpassen willst, solltest du die 48 Gesetze der Macht nicht unbedingt zu einem Lebenscredo machen.

Life Domination VIII: Die 48 Gesetze der Macht

Gesetz Nr. #1: Überflügel niemals den Meister

Sorge dafür, dass diejenigen über dir sich stets überlegen fühlen. Durch dein Verlangen danach andere zu befriedigen oder sie zu beeindrucken, solltest du niemals zu weit gehen, wenn es darum geht dein Talent zu offenbaren oder du könntest genau das Gegenteil erreichen – nämlich zu Furcht und Unsicherheit anregen. Lasse deine Meister brillianter erscheinen, als sie tatsächlich sind und du wirst in die Sphäre der Macht aufsteigen.

Gesetz Nr. #2: Setze niemals zu viel Vertrauen in Freunde und lerne, wie du deine Feinde für deine Zwecke missbrauchst

Achte auf deine Freunde – sie werden dich viel schneller betrügen, da sie sich sehr leicht von Neid anstecken lassen. Sie werden darüber hinaus verdorben und tyrannisch werden. Heuere aber einen ehemaligen Feind an und er wird dir loyaler gegenüber sein als ein Freund, da er dir mehr zu beweisen hat. Tatsächlich hast du mehr vor deinen Freunden zu fürchten, als vor deinen Feinden. Wenn du keine Feinde hast, dann finde einen Weg, um dir welche zu machen.

Gesetz Nr. #3: Verberge deine Absichten

Bringe die Leute aus dem Gleichgewicht und halte sie im Dunkeln, indem du niemals deine Absicht hinter deinen Taten verrätst. Wenn sie nicht wissen, was du vorhast, dann können sie auch keine Verteidigung vorbereiten. Führe sie weit genug an einem falschen Pfad entlang, hülle sie in Rauch und wenn die Zeit gekommen ist und sie deiner Absichten gewahr werden, wird es bereits zu spät sein.

Gesetz Nr. #4: Sage stets weniger, als notwendig ist

Wenn du andere Menschen versuchst durch Worte zu beeindrucken, erscheinst du umso gewöhnlicher und umso weniger Herr der Lage, je mehr du erzählst. Selbst wenn du lediglich etwas Banales von dir gibst, wird es originell wirken, wenn es du es vage, offen und rätselhaft lässt. Personen, die über Macht verfügen, beeindrucken und schüchtern ein, indem sie weniger sagen. Je mehr du von dir gibst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du etwas Törichtes sagst.

Gesetz Nr. #5: Es hängt so viel ab vom Ruf – Beschütze ihn mit deinem Leben

Die Reputation ist der Eckpfeiler der Macht. Durch deinen Ruf kannst du einschüchtern und gewinnen; rutscht du aus, bist du allerdings verwundbar – und wirst von allen Seiten angegriffen. Sorge dafür, dass ein Ruf unangreifbar bleibt. Seit stets auf der Hut vor Angriffen und verteitle sie, bevor sie passieren. Lerne in der Zwischenzeit, wie du deine Feinde vernichten kannst, indem du deinerseits Löcher in ihre Reputation reißt. Stell dich anschließend daneben und schau zu, wie sie durch die öffentliche Meinung aufgeknöpft werden.

Gesetz Nr. #6: Bemühe dich um jeden Preis um Aufmerksamkeit

Alles wird anhand seiner Erscheinung bewertet; was ungesehen bleibt, zählt rein gar nichts. Verliere dich niemals in der Masse und lass dich nicht von der Vergessenheit begraben. Steche heraus. Falle auf um jeden Preis. Mache aus dir einen Magneten der Aufmerksamkeit, indem du größer, farbenfroher und mysteriöser erscheinst, als die ausdruckslosen und ruhigen Massen.

Gesetz Nr. #7: Lasse die anderen für die Arbeit erledigen, aber beanspruche den Lohn für dich

Nutze die Weisheit, das Wissen und die Beinarbeit anderer Menschen, um deine Sache voranzubringen. Eine solche Assistenz wird dir nicht nur viel Zeit und Energie sparen, sondern dir desweiteren eine gottähnliche Aura der Effizienz und Geschwindigkeit verleihen. Am Ende werden deine Helfer in Vergessenheit geraten und an dich wird man sich erinnern. Tue niemals selbst etwas, dass andere für dich erledigen können.

Gesetz Nr. #8: Lasse andere Leute zu dir kommen – Nutze Köder, wenn notwendig

Wenn du eine andere Person dazu zwingst zu agieren, dann bist du derjenige, der die Kontrolle hat. Es ist stets besser, wenn du den Gegner zu dir kommen lässt und er so dazu gezwungen ist seine eigenen Pläne in diesem Prozess aufzugeben. Locke ihn mit unglaublichen Reichtümern – und greife dann an. Du hältst die Karten.

Gesetz Nr. #9: Gewinne durch deine Handlungen, nicht durch Streit

Jeder momentane Triumph, von dem du denkst, du hättest ihn durch Streit errungen, wird zu einem Pyrrhussieg: Die Verbitterung und Feindseligkeit, die du dadurch heraufbeschwörst, wird stärker sein und länger andauern, denn jede augenblickliche Veränderung der Meinung. Es ist viel machtvoller Andere dazu zu bringen dir – durch deine Taten – zuzustimmen, ohne ein Wort zu sagen. Demonstriere, statt zu erklären.

Gesetz Nr. #10: Infektion – Meide die Unglücklichen

Du kannst durch das Elend anderer sterben – emotionale Zustände sind so ansteckend, wie Krankheiten. Du denkst vielleicht, du würdest einem ertrinkenden Mann helfen, doch in Wahrheit wirst du nur dein eigenes Disaster herbeiführen. Die vom Pech verfolgten ziehen das Unglück manchmal durch eigenes Verschulden auf sich selbst; und sie werden es auch auf dich ziehen. Verbünde dich stattdessen mit den Zufriedenen und Glücklichen.

Gesetz Nr. #11: Lerne, Menschen von dir abhängig zu halten

Um deine Unabhängigkeit zu wahren, musst du stets gebraucht und gewollt sein. Je mehr man sich auf dich verlässt, desto mehr Freiheit wirst du haben. Mache das Glück und die Prosperität der Menschen von dir abhängig – und du wirst vor nichts Angst haben müssen. Lehre sie niemals so viel, dass sie es ohne dich tun können.

Gesetz Nr. #12: Nutze selektive Ehrlichkeit und Generösität, um dein Opfer zu entwaffnen

Eine aufrichtige und ehrliche Tat wird ein Dutzend Unehrlicher verhüllen. Offenherzige Gesten der Ehrlichkeit und Generösität sorgen dafür, dass sogar die Aufmerksamkeit der misstrauischten Menschen fällt. Öffnet deine selektive Ehrlichkeit erst einmal das Loch in ihrer Verteidigung, kannst du sie nach deinem Willen blenden und manipulieren. Ein Geschenk zur rechten Zeit – ein trojanisches Pferd – wird denselben Zweck erfüllen.

Gesetz Nr. #13: Wenn du nach Hilfe fragst, appelliere an das Eigeninteresse der Menschen; niemals um ihre Gnade oder Dankbarkeit

Wenn du dich an einen Verbündeten wenden musst, um Hilfe zu erhalten, dann kümmere dich nicht darum ihn an deine vergangene Beihilfe und deine guten Taten zu erinnern. Er wird einen Weg finden, um dich zu ignorieren. Stattdessen solltest du etwas in deiner Bitte oder deiner Allianz mit ihm enthüllen, dass ihm einen Vorteil verschafft – betone diesen Vorteil übermäßig und disproportional. Er wird dir enthusiastisch antworten, wenn er sieht, dass er etwas bei der Sache gewinnen kann.

Gesetz Nr. #14: Verhalte dich wie ein Freund, arbeite wie ein Spion

Kenntnis über deinen Rivalen ist entscheidend. Nutze Spione um wertvolle Informationen zu sammeln, die dafür sorgen, dass du stets einen Schritt voraus bist. Noch besser: Spiele selbst den Spion. Lerne in politischen und sozialen Begegnungen nachzubohren. Frage indirekte Fragen, um die Menschen dazu zu bringen ihre Schwachstellen und Intentionen zu verraten. Es gibt keine Gelegenheit, die keiner Gelegenheit für die Kunst des Spionierens bietet.

Gesetz Nr. #15: Zerstöre deinen Gegner vollständig

Alle großartigen Anführer seit Moses wussten, dass ein gefürchteter Gegner vollständig zerstört werden muss. (Manchmal haben sie es auf die schwere Tour gelernt). Wenn ein Aschefunken, unabhängig davon wie schwach er noch glimmen mag, nicht vollständig verloschen wird, dann wird das Feuer irgendwann ausbrechen. Es wird mehr dadurch verloren, wenn du auf halbem Wege inne hältst, als durch die total Vernichtung: Der Gegner wird sich erholen und er wird nach Rache sinnen. Zerquetsche ihn – nicht nur körperlich, sondern auch geistig.

Gesetz Nr. #16: Nutze Abwesenheit, um Respekt und Ehre zu erhöhen

Zu viel Zirkulation schmälert den Preis: Je öfter du zu sehen und zu hören bist, desto gewöhnlicher erscheinst du. Wenn du dich bereits in einer Gruppe etabliert hast, sorgt ein temporärer Rückzug dafür, dass mehr über dich geredet wird – ja, sogar dass du stärker bewundert wirst. Du musst lernen, wann es besser ist zu gehen. Erschaffe einen Wert durch Seltenheit.

Gesetzt Nr. #17: Halte die Anderen in Furcht: Kultiviere eine Atmosphäre der Unvorhersehbarkeit

Menschen sind Kreaturen der Gewohnheit mit einem unstillbaren Bedürfnis nach Vertrautheit bei den Dingen, die andere Personen tun. Deine Vorhersehbarkeit gibt ihnen ein Gefühl der Kontrolle. Dreh den Spieß um: Sei um jeden Preis unvorhersehbar. Ein Verhalten, welches keine Konsistenz oder keinen Zweck zu haben scheint, wird dafür sorgen, dass sie kein Gleichgewicht aufrechterhalten können, so dass sie ihre Energie dafür verschwenden werden eine Erklärung für deine Züge zu finden. Treibt man dies bis zum Extrem, so kann diese Strategie einschüchternd und terrorisierend wirken.

Gesetz Nr. #18: Baue keine Festungen, um dich zu schützen – Isolation ist gefährlich

Die Welt ist gefährlich und Gegner sind überall – jeder muss sich verteidigen. Eine Festung scheint am sichersten. Doch Isolation setzt dich viel größeren Gefahren aus, als dass sie dich vor ihnen schützt – sie schneidet dich ab von wertvollen Informationen, sie macht dich auffällig und zu einem leichten Ziel. Besser ist es dagegen sich mit Menschen zu umgeben und Verbündete zu finden, sich zu vermischen. Durch die Menge bist du vor deinen Gegnern geschützt.

Gesetz Nr. #19: Wisse, mit wem du es zu tun hast – verärgere nicht die falsche Person

Es gibt viele verschiedene Arten von Menschen da draußen und du kannst dir nie sicher sein, dass jeder auf die gleiche Weise auf deine Strategien reagiert. Täusche oder manövriere einige Leute aus und sie werden den Rest ihres Lebens auf Rache aus sein. Sie sind die Wölfe im Schafspelz. Wähle deine Opfer und Gegner weise – verärgere nicht die falsche Person.

Gesetz Nr. #20: Verschreibe dich niemandem

Es ist der Narr, der stets vorschnell Partei ergreift. Verschreibe dich keiner Seite oder Sache, außer deiner eigenen. Indem du die Unabhängigkeit wahrst, wirst du zum Meister anderer – das Ausspielen von Menschen gegeneinander, so dass sie dich verfolgen.

Gesetz Nr. #21: Spiel den Dummen, um einen Dummen zu fangen

Niemand mag es sich dümmer zu fühlen, als die Person von nebenan. Der Trick besteht darin,  deinem Opfer das Gefühl zu geben, dass es klug sei – nicht nur klug, sondern auch klüger als du. Erst einmal davon überzeugt, werden sie niemals vermuten, dass du anderweitige Ziele verfolgst.

Gesetz Nr. #22: Nutze die Aufgeber-Taktik: Verwandle Schwächen in Stärken

Wenn du schwächer bist, dann solltest du niemals um der Ehre Willen kämpfen; gib stattdessen auf. Das Aufgeben gibt dir Zeit, um dich zu erholen, Zeit um deinen Bezwinger zu peinigen und zu irritieren, Zeit um darauf zu warten, bis seine Macht schwindet. Gib ihm nicht die Zufriedenheit dich im Kampf besiegt zu haben – gib zuerst auf! Indem du den anderen Weg gehst, wirst du ihn wütend machen und ihn verwirren. Mache das Aufgeben zu einem Werkzeug der Macht.

Gesetz Nr. #23: Konzentriere deine Kräfte

Konserviere deine Kräfte und Energien, indem du sie auf ihren stärksten Punkt konzentrierst. Du hast mehr davon, wenn du eine reiche Mine findest und tiefer gräbst, als wenn du von einer ertragslosen Mine zur nächsten eilst – Intensität besiegt Extensität zu jeder Zeit. Wenn du nach Quellen der Macht suchst, um dich zu erheben, dann solltest du diesen einen Schlüsselförderer, die fette Kuh, die dir für eine lange Zeit Milch spendet, finden.

Gesetz Nr. #24: Spiele den perfekten Schmeichler

Der perfekte Schmeichler überlebt in einer Welt, in der sich alles um Macht und politische Geschicklichkeit dreht. Er hat die Kunst der Umwege gemeistert; er schmeichelt, er liefert an Vorgesetzte und übt Macht über andere auf eine graziöse Art und Weise aus. Lerne und wende die Gesetze des Schmeichlertums an, dann wird es kein Limit in deiner Fähigkeit zum Aufstieg geben.

Gesetz Nr. #25: Revolutioniere Dich

Akzeptiere nicht die Rollen, in die dich die Gesellschaft drängt. Revolutioniere dich, indem du eine neue Identität schmiedest, eine, die Aufmerksamkeit befiehlt und das Publikum niemals langweilt. Sei der Meister deines eigenen Bildes, anstatt andere definieren zu lassen, wer du bist. Beziehe dramatische Geräte in deine Gesten und Aktionen mit ein – deine Macht wird dadurch erhöht und dein Charakter wird größer wirken, als das Leben selbst.

Gesetz Nr. #26: Halte deine Hände sauber

Du musst der Inbegriff für Anstand und Effizienz sein: Deine Hände sollten niemals durch Fehler und ekelhafte Bedürfnisse beschmutzt werden. Bewahre eine solche fleckenlose Erscheinung, indem du andere als Sündenböcke und Handlanger für deine Tarnung verwendest.

Gesetz Nr. #27: Nutze das Bedürfnis der Menschen zu glauben, um eine kultartige Anhängerschaar zu kreieren

Menschen haben ein unbändiges Verlangen danach an etwas zu glauben. Werde zum Fokuspunkt eines derartigen Bedürfnisses, indem du ihnen einen Grund lieferst, einen Glauben zum Folgen. Halte deine Worte vage, aber voller Versprechungen; betone Enthusiasmus über Rationalität und klares Denken. Gib deinen neuen Jüngern Rituale zum Ausführen, frage sie nach Opfern in deinem Namen. In der Abwesenheit organisierter Religion und großer Zwecke wird dir dein neues Glaubenssystem eine Menge Macht liefern.

Gesetz Nr. #28: Schreite mit Mut zur Tat

Wenn du dir unsicher bist, welchen Weg du einschlagen sollst, dann versuche es erst gar nicht. Deine Zweifel und dein Zögern wird die Ausführung infizieren. Schüchternheit ist gefährlich: Besser ist es mutig zur Tat zu schreiten. Alle Fehler, die du durch Waghalsigkeit begehst, sind durch noch mehr Waghalsigkeit zu korrigieren. Jeder verehrt die Mutigen; keiner ehrt die Schüchternen.

Gesetz Nr. #29: Plane bis zum Ende

Das Ende ist alles. Plane den ganzen Weg bis dahin durch und nehme mögliche Konsequenzen, Hindernisse und Schicksalsschläge, die deine harte Arbeit zu Nichte machen könnten und anderen deinen Ruhm bescheren, mit ins Kalkül auf. Indem du bis zum Ende durchplanst wirst du nicht durch die Umstände überwältigt sein und du wirst wissen, wann du aufhören musst. Führe das Schicksal mit Gefühl und helfe dabei die Zukunft zu entscheiden, indem du im Voraus denkst.

Gesetz Nr. #30: Lasse alles, was du erreichst, mühelos aussehen

Deine Taten müssen natürlich und leicht ausgeführt anmuten. All die Mühe und Übung, all die Tricks, die darin hineinfließen, müssen im Verbogenen bleiben. Wenn du aktiv wirst, dann agiere mühelos, so als ob du noch sehr viel mehr tun könntest. Vermeide die Versuchung, um zu zeigen, wie hart du arbeitest – dies wirft nur Fragen auf. Lehre niemanden deine Tricks oder sie werden gegen dich verwendet werden.

Gesetz Nr. #31: Kontrolliere deine Optionen – Lasse anderen mit den Karten spielen, die du austeilst

Die besten Täuschungen sind jene, die es so aussehen lassen, als hätten die Anderen eine Wahl: Deine Opfer denken, sie haben die Kontrolle, aber in Wirklichkeit sind sie nur Marionetten. Gib den Leuten Optionen, die zu deinem eigenen Nutzen führen, unabhängig davon, welche sie auch wählen mögen. Zwinge sie dazu ein geringeres von zwei Übeln zu wählen, die beide deinem Zwecke dienen. Setze sie auf die Hörner eines Dilemmas: Sie werden durchbohrt, wohin auch immer sie sich hinwenden.

Gesetz Nr. 32: Spiele mit den Fantasien der Leute

Die Wahrheit wird oftmals vermieden, da sie hässlich und unangenehm ist. Berufe dich niemals auf die Wahrheit und Realität, solange du nicht vorbereitet bist auf die Wut, die nach dieser Entzauberung folgt. Das Leben ist so hart und anstrengend, dass die Menschen sich an all jenen orientieren, die in der Lage sind Romantik oder Oasen der Fantasie zu erschaffen. Es liegt sehr viel Macht in den Fantasien der Massen verborgen.

Gesetz Nr. #33: Finde die Daumenschraube eines jeden Mannes

Jeder verfügt über Schwächen, einem Loch in der Mauer der Burg. Diese Schwäche ist in der Regel eine Unsicherheit, eine unkontrollierbare Emotion oder ein Bedürfnis; es kann auch ein kleines geheimes Vergnügen sein. Was es auch ist: Sobald es einmal entdeckt wurde, ist es die Daumenschraube, die du zu deinem Vorteil nutzen kannst.

Gesetz Nr. #34: Sei auf deine eigene Art und Weise loyal: Handle wie ein König, um wie einer behandelt zu werden

Die Art und Weise, wie du dich trägst, wird oftmals darüber entscheiden, wie man dich behandelt; langfristig sorgt vulgäres und gewöhnliches Verhalten dafür, dass die Leute dich nicht respektieren werden. Ein König respektiert sich selbst und inspiriert die gleiche Empfindung in anderen. In dem du hoheitsvoll und selbstsicher mit deinen Kräften umgehst, sorgst du dafür, dass es so aussieht, als wärst du dazu bestimmt eine Krone zu tragen.

Gesetz Nr. #35: Meistere die Kunst des Timings

Lasse es nie so aussehen, als würdest du dich beeilen – Eile betrügt den Mangel an Kontrolle über dich selbst und über die Zeit. Wirke stets geduldig, so als ob du wüsstest, dass alles am Ende zu dir kommt. Werde ein Detektiv des richtigen Moments und erspüre den Geist der Zeiten, die Trends, die dich zur Macht tragen werden. Lerne einen Schritt zurück zu machen, wenn die Zeit noch nicht reif sein sollte und schlage erbarmungslos zu, wenn sie die Reife erreicht hat.

Gesetz Nr. #36: Verachte die Dinge, die du nicht haben kannst; sie zu ignorieren ist die beste Rache

Indem du ein so unbedeutendes Problem anerkennst, gibst du ihm die Existenz und Kredibilität. Je mehr Aufmerksamkeit du deinem Gegner zollst, desto stärker machst du ihn; und ein kleiner Fehler macht es oftmals noch viel schlimmer und offensichtlicher, sobald du versuchst ihn zu beheben. Manchmal ist es besser die Dinge dabei beruhen zu lassen. Wenn es etwas gibt, was du haben möchtest, aber nicht haben kannst, dann übe dich in Verachtung. Je weniger Interesse du zeigst, desto überlegener wirkst du.

Gesetz Nr. #37: Erschaffe fesselnde Spektakel

Bestechende Bilder und große symbolische Gesten erschaffen eine Aura der Macht – jeder reagiert auf sie. Inszeniere Spektakel für all jene um dich herum, die voller fesselnder visueller Eindrücke und glühender Symbole sind, die deine Präsenz erhöhen. Benommen von den Erscheinungen wird niemand bemerken was du wirklich tust.

Gesetz Nr. #38: Denke, wie du es für richtig hältst, aber verhalte dich wie die Anderen

Wenn du eine Show daraus machst, wie du gegen die Zeiten angehst, mit deinen unkonventionellen Ideen und unorthodoxen Wegen paradierst, werden die Leute lediglich denken, dass du Aufmerksamkeit suchst und auf sie herab siehst. Sie werden einen Weg finden, um dich zu bestrafen und dich unterlegen zu fühlen. Es ist wesentlich sicherer sich in den Mantel des Gewöhnlichen zu hüllen. Teile deine Originalität nur mit Freunden und jenen, die deine Einzigartigkeit zu schätzen wissen.

Gesetz Nr. 39: Schlage auf den Busch, um Wild aufzuscheuchen

Wut und Emotionen sind strategisch konterproduktiv. Du musst stets die Ruhe bewahren und objektiv bleiben. Doch wenn du die Möglichkeit besitzt deine Feinde wütend zu machen, während du selbst besonnen bleibst, gewinnst du einen entscheidenden Vorteil. Bringe deine Feinde aus dem Gleichgewicht: Finde den Riss in ihrer Eitelkeit, durch den du sie aufscheuchen kannst – und du wirst die Strippen ziehen.

Gesetz Nr. #40: Verachte das kostenlose Mittagessen

Was als gratis angeboten wird, ist oftmals gefährlich – es involviert üblicherweise irgendeinen Trick oder eine versteckte Verpflichtung. Was einen Wert besitzt ist es auch wert dafür zu bezahlen. Indem du auf deine eigene Art und Weise bezahlst, hältst du dich frei von Dankbarkeit, Schuld und Betrug. Oftmals ist es auch weise den vollen Preis zu zahlen – Exzellenz besitzt keine abgerundeten Ecken. Sei großzügig mit deinem Geld und lasse es zirkulieren, denn Generösität ist ein Zeichen und ein Magnet für Macht.

Gesetz Nr. #41: Vermeide es in die Fußstapfen des großen Mannes zu treten

Was als erstes passiert, scheint oftmals besser und origineller als das, was danach kommt. Wenn du in die Fußstapfen eines großen Mannes oder berühmter Eltern trittst, dann wirst du zweimal so viel erreichen müssen, wie sie, um sie zu überstrahlen. Verliere dich nicht in ihrem Schatten, oder der Vergangenheit, die du nicht erschaffen hast: Mache dir einen eigenen Namen und eine Identität, indem du den Kurs veränderst. Erschlage den alles überschattenden Vater, verachte sein Erbe und erlange die Macht durch deinen eigenen Glanz.

Gesetz Nr. #42: Schlage den Schäfer und die Schafe werden sich zerstreuen

Ärger kann häufig bis zu einem einzigen Individuum zurückverfolgt werden – dem Aufrührer, dem arroganten Untergebenen, dem vergifteten Günstling. Wenn du solchen Personen Raum zum Handeln gibst, werden andere ihrem Einfluss unterliegen. Warte nicht, bis sich der Ärger, den diese Personen heraufbeschwören, multipliziert; versuche nicht mit ihnen zu verhandeln – sie sind nicht zu erretten. Neutralisiere ihren Einfluss, indem du sie isolierst oder verbannst. Schlage an der Quelle des Ärgers zu und die Schafe werden sich zerstreuen.

Gesetz Nr. #43: Arbeite an den Herzen und Gedanken der Anderen

Zwang kreiert eine Reaktion, die am Ende gegen dich arbeiten wird. Du musst andere dazu betören, dass diese sich in deine Richtung bewegen wollen. Eine Person, die du betört hast, wird zu einer loyalen Spielfigur. Und der Weg, um andere zu betören besteht darin auf ihren individuellen Psychologien und Schwächen zu operieren. Weiche die Widerstandsfähigen auf, indem du an ihre Emotionen appellierst, mit dem spielst, was ihnen lieb und teuer ist oder was sie fürchten. Ignoriere die Herzen und Gedanken der Anderen und sie werden anfangen dich zu hassen.

Gesetz Nr. #44: Entwaffne und versetze in Wut mit dem Spiegel-Effekt

Der Spiegel reflektiert die Wirklichkeit, doch er ist auch ein ausgezeichnetes Werkzeug der Täuschung: Wenn du deine Gegner spiegelst und genau das tust, was sie tun, dann können sie deine Strategie nicht identifizieren. Der Spiegel-Effekt verhöhnt sie und stellt sie bloß, so dass sie überreagieren. Indem du einen Spiegel zu ihren Psychen hochhältst, betörst du sie mit einer Illusion, so dass sie glauben, dass du ihre Werte teilst; indem du einen Spiegel zu ihren Handlungen hochhältst, lehrst du sie eine Lektion. Nur wenige können der Macht des Spiegel-Effekts widerstehen.

Gesetz Nr. #45: Predige die Notwendigkeit einer Veränderung, aber reformiere niemals zu viel auf einmal

Jeder versteht die Notwendigkeit für Veränderungen im Großen und Ganzen, doch auf der Tag-zu-Tag Ebene sind Menschen Kreaturen der Gewohnheit. Zu viele Innovationen sind traumatisch und werden zu Widerständen führen. Wenn du neu in einer machtvollen Position oder ein Außenseiter bist, der eine Machtzentrale aufbauen will, dann setze Zeichen des Respekts für die alte Art die Dinge anzugehen. Wenn Veränderungen notwendig sind, dann lasse es wie eine zärtliche Verbesserung der Vergangenheit aussehen

Gesetz Nr. #46: Erscheine niemals zu perfekt

Indem du besser als andere erscheinst, gibst du dich stets der Gefahr preis, doch noch gefährlicher ist es, wenn du den Anschein erweckst keine Makel und Schwächen zu haben. Neid erschafft stille Gegner. Es ist daher klug hin und wieder Eitelkeiten zu zeigen und sich harmlosen Lastern hinzugeben, um Neid und Missgunst zu vermeiden und um menschlicher und nahbarer zu erscheinen. Nur Götter und Tote können ungestraft perfekt sein.

Gesetz Nr. #47: Überschreite nicht die Grenze, auf die du abgezielt hast: Lerne im Sieg, wann es an der Zeit ist aufzuhören

Der Moment des Sieges ist oftmals auch ein Moment der größten Niederlage. In der Hitze des Sieges können Arroganz und Selbstsicherheit dazu führen, dass du über dein Ziel hinausschießt und indem du zu weit gehst, machst du dir mehr Feinde, als du besiegst. Lasse dir den Erfolg nicht zu Kopf steigen. Es gibt kein Substitut für Strategie und vorsichtige Planung. Setze dir ein Ziel und wenn du das erreicht hast, dann höre auf.

Gesetz Nr. #48: Nimm die Formlosigkeit an

Indem du eine Form annimmst, einen sichtbaren Plan hast, öffnest du dich für eine Attacke. Anstatt eine Form anzunehmen, die dein Feind erfassen kann, solltest du dich flexibel und in Bewegung halten. Akzeptiere die Tatsache, dass nichts sicher und kein Gesetz fixiert ist. Der beste Weg, um dich zu schützen, besteht darin so fluide und formlos wie Wasser zu sein; setze niemals auf Stabilität oder fortwährende Ordnung. Alles verändert sich.


Die hier dargelegten Gesetze sind lediglich Zusammenfassungen der Kapitel. Falls dich die Thematik näher interessiert, solltest du dir überlegen, ob du nicht das komplette Buch lesen willst. Robert Greene hat zudem noch andere Bucher geschrieben, die in eine ähnliche Richtung gehen. 

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Bildquelle Titelbild: Wikimedia / NeetiR ; CC Lizenz

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