Studie (Supplementation): Zink versus Gemeine Erkältung – 1:0!

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Studie (Supplementation): Zink versus Gemeine Erkältung – 1:0!

Die Palette der auf dem Markt erhältlichen Nahrungsergänzungsmittel wächst mit jedem Tag ein kleines Stück mehr, doch nur wenige dieser (mitunter teuren) Mittelchen halten auch das, was sie auf bunten Hochglanzplakaten versprechen. Zink dürfte in diesem Segment in jedem Fall zu den potentesten und sinnvollsten Supplementen zählen, wie eine Meta-Studie der Chochrane Collaboration, einem international organisierten Netzwerk von Wissenschaftlern und Ärzten, die sich der evidenzbasierenden Medizin verschrieben haben, zeigt. 

Zwar stand Zink schon seit geraumer in dem Verdacht, Erkältungs- und Grippesymptome zu mildern, doch wie die zusammenfassende Arbeit der Wissenschaftler Meenu Singh und Rashmi R. Das. zeigt, gibt es tatsächlich einen kohärenten Zusammenhang zwischen einem Infekt, der Erkältungsdauer und der Einnahme von Zinkpräparaten.

Der Rhinovirus zeichnet sich nicht nur verantwortlich für die sogenannte “Gemeine Erkältung” (Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerz) sondern auch für eine Reihe von Folgeerkrankungen (Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, Erkrankungen der Atemwege). Im entsprechenden Abstract der Zusammenfassung heißt es im Bezug auf Zink:

“Zinc inhibits rhinoviral replication and has been tested in trials for treatment of the common cold.” [1]

Untersucht wurden in dieser Metastudie eine Reihe von zufallsbasierten Einzelstudien, 15 an der Zahl mit rund 1360 Probanden aller Altersklassen. Die Unterteilung erfolgte in aller Regel in zwei Gruppen, wobei die eine Gruppe ein echtes Zinkpräparat erhielt, während die andere mit einem Placebo versorgt wurde. Die Darreichungsform des Zinks erfolgte entweder als Syrup oder als Pastille. 

Im Fokus stand die Zinkeinnahme in einem Zeitrahmen von mindestens 5 aufeinanderfolgenden Tagen im Falle einer Erkältung bzw. einer Dauereinnahme von mindestens 5 Monaten zur Vorbeugung. Singh und Rashmi kommen zu dem Ergebnis, dass die Einnahme innerhalb der ersten 24 Stunden nach auftreten der Erkältungssymptome die Dauer und die Intensität der Erkältung signifikant beeinflusst. Eine Dauereinnahme in einem Zeitrahmen von mindestens 5 Monaten resultiert in einer verminderten Anfälligkeit für dererlei Erkältungen und verhindert somit den Krankheitsfall und die damit einhergehende Verschreibung von Antibiotika. Hierbei hat sich die Pastillenform als besonders effizient herausgetan, da die hier beobachteten Nebenwirkungen wie auftretende Übelkeit bei Einnahme des Zinks sowie einem schlechten Nachgeschmack in geringerem Maße aufgetreten sind, als in der Syrup-Form.

       

Fazit

Was heißt das schlussendlich für diejenige, die Zink bereits ergänzen? Nun, eigentlich nicht viel Neues, denn im Grunde bekommt man hier nur eine weitere Studie zur Hand, die die Empirie und Selbstbeobachtung nur weiterhin bestätigt.

Ich selbst nehme seid mehreren Jahren Zink als Ergänzung und kann die hier gemachten Beobachtungen voll und ganz unterstützen: verminderte Anfälligkeit für Schnupfen-, Husten und die generelle Erkältungssymptomatik.

Ist Zink ein Vitamin-C-Killer? Vielleicht ;) Aber aufjedenfall zählt es zu den Supplementen, bei denen man im Grunde genommen Nichts falsch machen kann. Wer also noch nicht auf den Trichter gekommen ist, sich mal über Zink zu informieren, sollte dem Supplement eine Chance einräumen – das Geld ist allemal besser angelegt als für irgendwelche magischen All-in-One Formulas. ;)


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weiterführende Links:

Metastudie über Zink im .pdf-Format 

Abstract der Metastudie 

Bildquelle Titelbild: Flickr / AJ Cann ; CC Lizenz


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