Review: Bodymedia Fit Core Armband im Test

Review: Bodymedia Fit Core Armband
(Last Updated On: 31. Juli 2018)

Von Carmine Stillitano | Benötigte Lesezeit: 11 Minuten |


Bevor ich mich dem ausführlichen Review zum Bodymedia Fit Core Armband widme, möchte ich mich vorweg bei Aesir Sports ganz herzlich für das Zusenden des Geräts bedanken und für die Möglichkeit, als einer der Ersten treuen Aesir Sports-Leser das Tracking-Device zu testen. Als langjähriger Fitness-App Nutzer und penibler Kalorien-Tracker hatte ich schon länger damit geliebäugelt mir das Bodymedia Armband zuzulegen. Grundsätzlich war der Hintergedanke für den Kauf eines Fitness-Trackers, meinen Kalorienverbrauch noch genauer zu bestimmen bzw. nachzuvollziehen, um meine Anpassungen in Bezug auf die Ernährung noch zielgerichteter vornehmen zu können. Eine nicht ganz unerhebliche Erleichterung für einen Wettkampf-Athleten aber auch Otto-Normal-Fitness-Sportler, der seinen Körperfettanteil reduzieren oder Muskeln aufbauen möchte.

Gewiss lernt man seinen Körper über die Jahre hinweg besser kennen und weiß mit der Zeit seinen täglichen Bedarf genauer abzuschätzen. Doch wie setzt sich dieser Endwert letztendlich zusammen? Wie sieht es im Detail mit den Verbrauch einzelner Alltagsaktivitäten aus? Beruf, Freizeit, Training, Schlaf. Ich hatte es satt mich auf die gängigen Kalorien-Rechenformeln und PAL-Werte verlassen zu müssen und wollte einen genaueren Einblick über meinen Tagesverlauf bekommen. Da das Sense Wear Armband aufgrund der Anschaffungskosten nie interessant für mich war, kam das Bodymedia Fit Core Armband wie gerufen.

Ich war natürlich gespannt. inwiefern das unscheinbar wirkende Armband wirklich hält was es verspricht. Schließlich wird das Fit Core nach wie vor von vielen bekannten Fitness-Bloggern & Youtubern als DAS Konkurrenz-Produkt zum sehr viel teureren Sense Wear Armband (Kostenpunkt +1000€) gepriesen. Ähnliche Funktionen, gleiches Gewicht, gleiche Genauigkeit (<90%) – teilweise punktet das Bodymedia Fit Core sogar mit umfangreicheren Messdaten und besserer Einbindung von Apps.

Mit entsprechend hohen Erwartungen und einer ordentlichen Portion Skepsis bin ich in die Testphase reingestartet und habe das Wearable Gadget auf Herz und Nieren für euch getestet. Von dem etwas umständlichen Anmelde- und Registrierungsprozess des Bodymedia Trackers, bis hin zur Eingabe und Online Auswertung der Nutzerdaten. Vor allem die Funktionalität, das Handling und die Alltagstauglichkeit speziell für Fitness-Sportler und Bodybuilder standen für mich im Fokus der Testphase und ich darf eines vorwegnehmen – Ich wurde sehr positiv überrascht.

Review: Bodymedia Fit Core Armband im Test

Steckbrief: “Bodymedia Fit Core“

Review: Bodymedia Fit Core Armband im Test„Das Bodymedia Fit Core Armband, klein und unscheinbar in seiner Erscheinung, ist ein hilfreiches Fitness-Gadget, um einen gesunden Lebensstil zu entwickeln. Es liefert Dir alle Tools die Du benötigst um Deine Kilos purzeln zu lassen und bildet die Essenz Deines Abnehm- und Fitness-Plans. Das Bodymedia Gerät wertet bis zu 5000 Datensätze mithilfe vier sensibler Sensoren pro Minute aus – von Deinen täglich verbrannten Kalorien, Schritten und deinem Aktivitätslevel, bis hin zum Schlaf.

Das Bodymedia Fit Core ist klinisch geprüft und nutzt die präziseste Technology auf dem Markt, um Deinen Kalorienverbrauch zu messen und somit den Abnehm-Erfolg zu steigern. Jeder Mensch verwertet Kalorien auf eine andere Art und Weise. Aus diesem Grund funktionieren standardisierte Abnehm-Programme oftmals nicht. Das Bodymedia Fit System arbeitet mit Deinem individuellen metabolischen Profil. Die personalisierten Information helfen Dir dabei genau zu evaluieren welche Strategie Du wählen musst, um Dein Abnehm-Ziel zu erreichen.“ – Freie Textübersetzung von Amazon.com

Auf einen Blick

  • Gefeatured bei NBC´s The Biggest Loser
  • Trage das Bodymedia Fit Core Armband um Deinen Kalorienverbauch, Schritte, Aktivitätslevel und Deine Schlafqualität zu messen
  • Tracke Dein Essen mit dem Online Tool oder einer Mobile App
  • Importiere die Ernährungsdaten von Apps wie MyFitnessPal
  • Bekomme personalisiertes Feedback von Deinem Bodymedia Fit Coach
  • Synchronisiere Deine Daten mit dem Online Activity Manager per USB-Datenkabel (Anmeldung nach 3-monatiger Free Trial-Version)
  • Bodymedia Fit Core Armband
  • Preis: 99 €
  • Wo zu kaufen? Bei Amazon

Bodymedia Fit Core | Lieferumfang

Das Bodymedia Fit Core Paket enthält neben dem kleinen Messgerät und dem dazugehörigen Armband, ein zusätzliches USB-Kabel zum Synchronisieren der Daten und Aufladen des Geräts. Dazu gibt es ein überschaubares Handbuch, mit einer Anleitung für den Erstgebrauch und Aktivierung des Bodymedia Armbands. Ein schönes Add-On von Bodymedia ist der beigefügte Free Trial Code, um die komplette Funktionalität des Online Activity Managers 3 Monate kostenlos nutzen zu können. Anschließend kostet die Nutzung weitere 6.95 $ (~6.56 €) monatlich. Übrigens gewährleistet Bodymedia eine monatliche Kündigungsoption, die laut Erfahrungsberichten auch anstandslos vonstatten geht.

Aktuell ist es nicht möglich das Gerät offline zu synchronisieren und seine Daten ausgewertet zu bekommen, insofern ist eine Anmeldung über www.bodymedia.com Pflicht.

Wichtig: Trotz 3-monatiger kostenloser Nutzung des Online Managers ist eine Kreditkarte zum aktivieren des Kontos notwendig. Über den Anmelde-Prozess und & Co später mehr.

Bodymedia Fit Core | Aufmachung/ Material (4/5)

Review: Bodymedia Fit Core Armband im TestDas Gerät wird gut geschützt in einer eingeschweißten Plastik-Verpackung ausgeliefert. Die Verarbeitung des Geräts ist vom äußeren Eindruck her vollkommen in Ordnung und vergleichsweise hochwertig gegenüber dem Nike Fuelband oder Jawbone. Zumindest macht es auf den ersten Blick keinen „China-Billig-Ramsch-Eindruck“. Das Design ist sehr schlicht gehalten, was ich persönlich überaus angenehm finde, da man gerade im Sommer das Bodymedia nicht sonderlich gut verstecken kann.

Das dazugehörige Armband besteht aus einem elastischen Gummi, das per Klettverschluss am Oberarm fixiert werden kann. Das eigentliche Messgerät ist ohne weiteres in die dafür vorgesehene Halterung ein- und auszuklipsen. Das Armband kann laut Herstellerangaben sehr einfach nachbestellt werden, was mit Sicherheit nach längerem, intensiven Gebrauch des Bodymedia irgendwann notwendig sein wird (mittlerweile lassen sich Ersatzbänder in groß und klein auch bei Gadgetkings bestellen).

Ich habe in meiner Testphase, bis auf die normale Fusselbildung am Klettverschluss, die man bei regelmäßiger Nutzung nun einmal nicht vermeiden kann, keine Einbüßen in Sachen Elastizitäsverlust oder Ausleiern der Halterung feststellen können.

Das Messgerät sollte idealerweise am Oberarm, auf Höhe des Trizeps, angelegt werden. Ich habe das Bodymedia Fit Core zu keiner Zeit als unangenehm oder störend empfunden. Auch nicht beim Schlafen oder im Training. Man gewöhnt sich sehr schnell daran, was für den guten Tragekomfort spricht.

Kleiner Wehrmutstropfen: Das Gerät ist nicht wasserdicht und sollte dementsprechend beim Duschen, Schwimmen oder sonstigen Aktivitäten im oder unter Wasser nicht getragen werden. Schweißabsonderungen verträgt es laut Herstellerangaben jedoch ohne Probleme (dafür ist es schließlich auch gemacht). Interessant wäre ein Test im Sommer, wo man erfahrungsgemäß etwas mehr ins Schwitzen kommt oder bei Testkandidaten, die eher zu den Typen aus der Kategorie „AXE-Werbung“ gehören (wer die Werbung kennt, was ich meine J) .

Bodymedia Fit Core | Funktion / Handling (4/5)

Review: Bodymedia Fit Core Armband im TestWie eingangs erwähnt, erfüllt das Bodymedia Fit Core Fitness Armband hauptsächlich die Funktion den Kalorienverbrauch anhand des Aktivitätsniveaus zu messen. Umso umfangreicher und präziser Du Deine Körperdaten und Dein Aktivitätsniveau eingangs bestimmst, desto exakter die Daten. Geschlecht, Größe, Alter, Gewicht und Dein tägliches Aktivitätsniveau (PAL-Wert) bilden die Grundlage der Auswertung über den Online Activity Mananger. Einmal eingegeben, soll das Bodymedia Fit Armband laut Hersteller alles erkennen: Treppen laufen, Cardiotraining, Krafttraining, schlafen oder auf der faulen Haut liegen – laut Bodymedia kein Problem für das Fitness Armband.

Doch bevor Du in den Genuss kommst alle Daten einzugeben kommt der erste kleinere Dämpfer.

Inbetriebnahme – Ein kurzer Ausflug zum Anmeldeprozess (3/5):

Eines Vorweg: Bodymedia hat keinen deutschen Support. Da das Tracking-Device bis dato nur im englischsprachigen Raum erhältlich ist, darfst Du Dich durch den gesamten Anmeldeprozess in englischer Sprache durchkämpfen (in der Aesir Sports Facebook-Gruppe helfen wir dir aber gerne weiter, wenn du Schwierigkeiten damit hast).

Auch die personenspezifischen Daten müssen bei der Einrichtung des Accounts in amerikanische Pfund und Inches angegeben werden. Mit dem Google-Umrechner stellt das aber keine größere Hürde da. Im Internet gibt es mittlerweile auch einige Tutorials, wie man die Werte im Nachhinein in metrische Einheiten (Kilo und cm) ändern kann. Nervig ist es trotzdem.

Review: Bodymedia Fit Core Armband im Test

Der Anmeldeprozess selbst ist auch nicht ohne. Eine Kreditkarte ist zwingend notwendig für die Anmeldung und Aktivierung des Kontos – selbst wenn Du nur die Free Trial Phase nutzen möchtest. Bei der Eingabe der Rechnungsadresse hast Du die Option zwischen Kanada und USA zu wählen. Das bedeutet, dass Du eine Rechnungsadresse „erfinden“ musst. Das ist insofern kein Problem, weil Bodymedia Deine Adresse nicht wirklich überprüft, sondern lediglich die Kreditkartendaten stimmen müssen. Ich habe einfach meine deutsche Heimadresse genommen und USA / New York ausgewählt (man darf ja noch träumen J). Ab dann heißt es nur noch Deinen Free Trial Code eingeben und ab geht´s.

Auch wenn das Bodymedia Fit Core Armband vor allem in der kraftsportorientierten Fitness-Community einen enormen Zulauf gefunden hat, so darf man eines nicht vergessen – Das Gerät wurde ursprünglich als Kontroll-Tool für die Gewichtsabnahme bei Normalpersonen entwickelt. Wer also wie ich mit der Erwartung rangeht, sein Muskelaufbau-Ziel damit besser zu steuern, wird leider (etwas) enttäuscht werden. Muskelaufbau ist kein wählbares Trainings-Ziel bei der Profileingabe. Man muss also etwas Hand- und Kopfarbeit betreiben und die zusätzlichen Kalorien die man für den Aufbau benötigt eigenhändig hinzurechnen. Durch die genauen Messdaten jedoch eine leicht zu bewältigende Aufgabe, die jeder hinbekommen sollte.

Review: Bodymedia Fit Core Armband im Test

…ist die Anmeldung erst erleidgt, kann es auch schon losgehen: Das Bodymedia Fit Core Armband ist mehr als nur ein „Pedometer für Erwachsene“, denn neben der Schrittzahl lässt sich damit auch das Schlafverhalten analysieren. Umständlich: Die Umrechnung von lbs zu kg.

Man hat die Option zwischen „Gewichtsabnahme“, „Gewicht halten“ und „Aktiverer Lebensstil“ zu wählen. Zusätzlich kann man selbstdefinierte Ziele festlegen, z.B. wie viele Schritte man am Tag erreichen möchte oder wie hoch das angepeilte tägliche Trainings- und Bewegungspensum sein soll.

Insgesamt bietet der Online Manager neben den Standardeingaben Geschlecht, Alter, Größe und Gewicht, eine ganze Reihe an Eingabemöglichkeiten, um sein Profil so individuell wie möglich zu gestalten – bis hin zur Eingabe der Herzfrequenz und der Kopplung mit Fitness Apps.

Review: Bodymedia Fit Core Armband im Test

Sitzt, wackelt nicht und hat Luft: Im Praxistest hat sich herausgestellt, dass das Tragen weitaus weniger nervig ist, als angenommen. Man gewöhnt sich sogar erstaunlich schnell an das Bodymedia Fit Core Armband.

Apropos Fitness Apps. Bodymedia bietet eine große Auswahl an zertifizierten Apps aus den Bereichen Ernährung, Fitness, Gesundheit & Wohlbefinden an, um seine Daten noch umfangreicher und genauer tracken zu können. Ich habe das Bodymedia Fit Core Armband unter anderem mit meiner Standard Food-App MyFitnessPal verknüpft. Nach einer unkomplizierten Verifizierung lief die Datenübertragung zwischen Bodymedia und MyFitnessPal einwandfrei ab – und das in beide Richtungen.

Das Bodymedia Fit Core Armband erfasst seine Werte über zwei verbaute Silverplatten am eigentlichen Messgerät. Es misst sowohl über Deine Körpertemperatur, als auch über die Hautreaktion (hauptsächlich das Schwitzen) Deinen Kalorienverbrauch. Diese Funktionalität, gekoppelt mit einem 3-Achsen-Beschleunigungssensor, verhilft dem Bodymedia Fit Core dabei möglichst genaue Werte auszuspucken. Im Gegensatz zu dem Bodymedia Fit Link Armband besitzt die Core Edition keine Bluetooth Funktion. Demzufolge muss das Gerät zum Auslesen der Daten über den Online Activity Manager immer wieder über den USB Eingang synchronisiert werden. Da man sowieso die Batterie regelmäßig aufladen muss, eigentlich kein störender Faktor – zumindest für mich nicht. Möchte man jedoch mal eben seinen aktuellen Kalorienstand per Smartphone App abrufen (z.B. während des Trainings) wird es eher schwierig.

Das Bodymedia Fit Core gibt Dir über einen Signalton regelmäßig Feedback über den Datenempfang sobald Du es an- bzw. ablegst. Auch über einen Druckpunkt am Gerät selbst kann man zwischendurch überprüfen ob die Daten vom Bodymedia Armband empfangen werden. Ich hatte während der gesamten Testphase nie Probleme mit dem Datenempfang. Obwohl die Signaltöne in den ersten zwei Tagen bei mir aus unerklärlichen Gründen nicht auftraten, wurden die Daten laut Activity Manager anstandslos gemessen. Etwas verwundert war ich, dass das Bodymedia Armband auch dann einen Kalorienverbrauch angezeigt, wenn das Armband nicht getragen wird. Nach kurzer Recherche stellte sich aber heraus, dass das Online Tool auch bei Nichtbenutzung einen Standard-Wert anhand Deiner Dateneingaben errechnet.

Zu dem Online Activity Manager selbst

Der Online Activity Manager ist sehr benutzerfreundlich und übersichtlich gestaltet. Man hat alles auf einen Blick – von Kalorienaufnahme und -verbrauch, Kaloriendefizit, Aktivitätsniveau, Bewegungspensum und Schlafdauer. Durch einen weiteren Klick kommt man in die Detailansicht der einzelnen Punkte, wo man auf die Minute genau seinen Verbrauch nachvollziehen kann.

Ich war erstaunt, wie genau das Bodymedia Fit Core meine Aktivitäten erkannt hat. Man kann die Werte sehr gut interpretieren und für sich bewerten. Vor allem die überaus interessante Erkenntnis, wie der Kalorienverbrauch beim Training unterschiedlicher Muskelgruppen, bestimmten Trainingsformen (z.B. HIIT oder Tabata) und der eigenen Tagesform variiert. Wirklich erstaunlich und gleichzeitig aufschlussreich. Man lernt das eigene Training und seinen Alltagsaktivitäten besser einzuschätzen und seinen Kalorienverbrauch und –bedarf zielgenauer anzupassen.

Review: Bodymedia Fit Core Armband im Test

Übersichtlich und nachvollziehbar: Das Gerät zeigt die Tagesaktivität sehr präzise an. Man erkennt sofort, wo es körperlich zur Sache ging und was den Stoffwechsel auf Touren gebracht hat. Dies kann in vielen Fällen auch gleichzeitig als Motivationshilfe dienen. Wer zusätzlich seine Kalorienaufnahme mit einer App trackt und diese mit dem Gadget verbindet, der sieht auch ob er im Kalorienplus oder -defizit ist. Easy.

Bodymedia Fit Core | Preis (4/5)

Ist der Preis von 129,99 € gerechtfertigt? Im Nachhinein lautet meine Antwort ganz klar ja. Im Gegensatz zu den teils günstigeren Geräten wie dem Fitbit, Jawbone, Nike Fuelband oder wesentlich teureren Sensewear, bekommt man einen größeren Funktionsumfang und teilweise sogar präzisere Daten geliefert. Das Preis-Leistungsverhältnis ist absolut stimmig und die 6€ Monatsgebühren für die Nutzung des Online Managers machen meiner Meinung nach den Bock auch nicht fett. Vor allem, da man monatlich die Möglichkeit hat den Account zu kündigen. Erfahrungsgemäß beschränkt sich der Einsatz eines Fitness-Armbands meistens sowieso nur auf einige Monate im Jahr und nicht das ganze Jahr über hinweg (zumindest war das mein Plan J).

Bodymedia Fit Core | Gesamtfazit

Review: Bodymedia Fit Core Armband im TestDie gesunde Mischung aus Skepsis und Vorfreude hat sich am Ende der Testphase ausgezahlt. Die anfänglichen Bedenken, ob das Bodymedia Armband tatsächlich meine Erwartungen erfüllen wird und trotz des großen Preisunterschiedes mit dem teureren Sense Wear von den Messwerten und der Funktionalität mithalten kann, waren schnell verflogen.

Wenn es überhaupt etwas zu kritisieren gibt an dem Gerät, dann wahrscheinlich nur die ersten Schritte VOR der eigentlichen Nutzung. Hat man aber erst einmal die etwas umständliche Registrierung und Ersteinrichtung bewältigt, ist das Handling des Bodymedia Fit Core Armband ein Kinderspiel. Anlegen, fertig. Abends vor dem Schlafengehen bei Bedarf kurz an den Rechner anschließen und man hat alle Messdaten sofort auf einen Blick. Einfacher geht es fast nicht. Wer gerne auch mal zwischendurch sehen möchte wie der aktuelle Stand ist, der muss zum etwas teureren Produkt greifen und auf das Bodymedia Fit Link mit integrierter Bluetooth Funktion setzen (189,99€). Wirklich vermisst habe ich persönlich diese Option nicht.

Ein bisschen hat es sich angefühlt wie damals mit dem kleinen Tamagotchi. Zusammenfassend kann ich sagen, dass es eine erkenntnisreiche Erfahrung war zu sehen, wie viele Kalorien ich tatsächlich über den gesamten Tag verbrauche und welche Auswirkungen die unterschiedlichen Alltagsaktivitäten und der tägliche Schlaf wirklich haben. Interessant war ebenfalls die Auswertung und Aufschlüsselung der einzelnen Trainingseinheiten – ob HIIT, Tabata oder ein schweres Beintraining im Vergleich mit einer lockeren Arm-Einheit. Die Werte sind gut nachvollziehbar für den Nutzer und lassen auch die Hohe Messgenauigkeit des Gerätes Rückschlüsse ziehen.

Aus Sicht eines Fitness-Athleten oder Wettkampf-Bodybuilders, der wie ich selbst das Bodymedia vorwiegend dazu nutzen möchte, um seinen Kalorienbedarf und –verbrauch während der Diät genauer im Auge zu behalten, mehr als zufriedenstellend. Mit ca. 90% Genauigkeit der Messwerte (laut Hersteller bis zu 95%) liegt man in jedem Fall besser, als mit den errechneten Werten gängiger Online-Kalorienbedarfsrechner.

Auch der Tragekomfort ist super, so dass man bereits nach wenigen Tagen Nutzung vollkommen vergisst, dass man das kleine Gadget am Arm trägt.

Würde ich zum Kauf raten? Das hängt davon ab. Wenn Dich schon immer interessiert hat wie viele Kalorien Du tatsächlich verbrauchst, um Rückschlüsse daraus zu ziehen, wie Du Deine Ernährung noch besser an Dein Trainingsziel anpassen kannst, dann überleg nicht lange und besorg Dir das gute Stück.

Einem blutigen Anfänger, der vielleicht gerade mit dem Training begonnen hat und dessen (sportspezifische) Ernährung noch in Kinderschuhen steckt, würde ich erst einmal davon abraten. Hier sollten erst die Grundlagen, sowohl beim Training als auch bei der Ernährung gelegt werden, bevor man auf Level 2.0 aufsteigt und Feintuning für seine Diät betreibt – obwohl selbst hier das Bodymedia Fit Core eine durchaus tragende Rolle für die Langzeitmotivation spielen kann. Nicht umsonst war das Gerät ein wichtiges Tool der letzten Staffel von „The Biggest Loser“ (in den Staaten). Der tägliche Blick auf die Tagesauswertung kann extrem motivierend sein. So kam es auch bei mir schon gut und gerne dazu, dass ich bei knapp 2000 fehlenden Schritten den ein oder anderen Abendspaziergang getätigt habe, um noch mein Tagesziel zu erreichen.

Alles in allem also ein absolutes Must-Have für ambitionierte Kraft- und Ausdauersportler, die ihr Training und ihre Ernährung noch zielgerichteter aufeinander abstimmen möchten und vor allem ein wunderbares Tool, um bei der nächsten Diät nicht wieder im Dunkeln tappen zu müssen, wenn es heißt seinen Kalorienbedarf zu bestimmen.

HIER kannst du die beiden Armbänder (CORE & LINK)bekommen (nur für begrenzte Zeit & solange der Vorrat reicht)


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Über Carmine Stillitano

Gute Trainingseinheiten und eine durchdachte Ernährung sind für mich zwei unzertrennliche Faktoren. Aus diesem Grund trainiere ich nicht nur leidenschaftlich gerne, sondern lege ebenso großen Wert auf abwechslungsreiche, gesunde Fitness-Rezepte. Über die Jahre habe ich eine ganz große Passion für das Kochen entdeckt und probiere immer wieder gerne neues aus.

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