Leise Killer: Unterschwellige Chronische Entzündungen

Leise Killer: Unterschwellige Chronische Entzündungen
(Zuletzt aktualisiert am: 29. Januar 2018 )

Von Anna Kemper | Benötigte Lesezeit: 7 Minuten |


Krankheiten wie diverse Krebsarten, Diabetes Typ 2 oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen in der heutigen Zeit zu den häufigsten Todesursachen – vor allem in unserer westlichen Welt. Das ist mehr als nur erschreckend, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass diese Krankheiten eine große Gemeinsamkeit haben: Sie sind die Folge unseres relativ ungesunden westlichen Lebensstils.

Und die Wurzel dieses Übels sind unterschwellige chronische Entzündungen, die sich aufgrund dieses Lebensstils entwickeln und solche „modernen“ Krankheitsbilder verursachen. Selbst wir, die vermeintlich gesund lebenden Sportler, sind nicht unbedingt vor solchen chronischen Entzündungen (und den daraus resultierenden Krankheiten) geschützt. Vielleicht kennst du ja sogar einige völlig gesund wirkende, athletische Menschen aus deinem Bekanntenkreis, die plötzlich aus (scheinbar) unerklärlichen Gründen an Diabetes oder Krebs erkranken oder gar einen Schlaganfall erleiden.

Unterschwellige chronische Entzündungen können derartiges begünstigen und hervorrufen. Und das Fatale daran? Da sich alles im inneren des Körpers abspielt, ist es oftmals auch nicht direkt wahrnehmbar, so dass vermeintlich gesunde Menschen sie häufig unbemerkt mit sich herumtragen.

Leise Killer: Unterschwellige Chronische Entzündungen

Entzündungen: Temporär Vs. Chronisch

Schauen wir uns zunächst einmal an, was genau in unserem Körper bei einem Entzündungsprozess abläuft.

Entzündungen sind eigentlich nichts Schlechtes – ganz im Gegenteil: Sie werden vom unserem Körper genutzt, um das Überleben zu sichern. Entzündungen sind eine Reaktion unseres Immunsystems, bei der es darum geht uns vor eindringenden Krankheitserregern zu schützen oder um Gewebereparation bei gefährlichen Verletzungen zu unterstützen. Diese Immunreaktion besteht in der Regel aber nur für einen begrenzten Zeitraum und wird anschließend wieder herunterreguliert. Anders verhält es sich jedoch mit chronischen Entzündungen.

Entzündungen: Temporär Vs. Chronisch

Entzündungen sind lebensnotwendig. Akut und temporär helfen sie uns gegen Pathogene und bei der Gewebsreparatur. Problematisch wird es, wenn sie chronisch werden. (Bildquelle: Pixabay.com / Clker-Free-Vector-Images ; CC Lizenz)

Wie der Name schon sagt, ist dieser Zustand permanent. In der Regel sind diese Entzündungszustände auch nicht so ausgeprägt, wie beispielsweise eine Entzündungsreaktion bei einer Verletzung, die sich durch Rötung, Schwellung und Wärme bemerkbar macht. Tatsächlich bemerken wir diese chronischen Entzündungen normalerweise überhaupt nicht…bis auf einmal die Diagnose „Krebs“ oder „Diabetes“ lautet [1].

Wie schon gesagt, werden Entzündungen beispielsweise durch eindringende Krankheitserreger verursacht. Diese Pathogene haben sogenannte Pathogen assoziierte Muster (kurz: PAMPs), die unser Immunsystem erkennt. Daraufhin werden die Zellen des Immunsystems, also Makrophagen, Monozyten und Co. aktiviert, um den Eindringligen den Garaus zu machen. Gleichzeitig wird aber auch noch NF-κB, ein sogenannter Transkriptionsfaktor aktiviert, der wiederum die Produktion von proinflammatorischen Zytokinen – und somit die Entzündungsreaktion – einleitet.

NF-κB wird übrigens nicht nur durch eindringende Krankheitserreger aktiviert, sondern auch durch oxidativen Stress und freie Radikale, die ebenfalls Entzündungsreaktionen auslösen. Findet eine derartige Entzündungsreaktion für einen begrenzten Zeitraum statt, um beispielsweise feindliche Bakterien, Viren und ähnliches abzuwehren, dann ist das Ganze eine gute Sache (und für uns z.T. sogar überlebenswichtig). Geschieht dies jedoch über einen längeren Zeitraum, also chronisch, wird es gefährlich.

Von Arthritis bis Krebs: Die Folgen chronischer Entzündungen

Das wird deutlich, wenn man die Folgen solcher chronischer Entzündungen einmal genauer betrachtet.

So schädigen die Proteine, die im Zuge von Entzündungen aktiv werden, sogenannte Entzündungsmediatoren wie unser NF-κB, das Gewebe in unserem Körper und beschleunigen deren Alterung. Die Alterung betrifft nicht nur unsere Haut, was aus kosmetischer Sicht für den ein oder anderen schon schlimm genug wäre. Viel erschreckender ist jedoch, dass vor dieser frühzeitigen Alterung auch die Gewebe in unserem Gehirn nicht verschont bleiben. Stichwort: Alzheimer.

Von Arthritis bis Krebs: Die Folgen chronischer Entzündungen

Arthritis, Diabetes, Alzheimer … und Krebs. Chronische Entzündungen gelten als Schlüsselelement in der Entstehung von Erkrankungen. (Bildquelle: Pixabay.com / PDPics ; CC Lizenz)

Auch degenerative Arthritis, Makuladegeneration, eine Augenkrankheit die zum Erblinden führen kann und Arteriosklerose, eine der Hauptursachen für Schlaganfall werden durch chronische Entzündungen hervorgerufen [1][3].

Auch kann man chronischen Entzündungen wohl die Entstehung diverser Krebsarten, wie Darmkrebs, Magenkrebs und Speiseröhrenkrebs zuschreiben. Verantwortlich dafür sind die Entzündungsmediatoren. Diese setzten eine Reihe von Reaktionen in Gang, welche schlussendlich die Tumorbildung fördern  [4][5].

Eine weitere Auswirkung von chronischen Entzündungen, die vor allem den figurbewussten Sportler hellhörig machen sollte, ist Insulinresistenz. Der Grund dafür ist, dass unser – durch die Entzündung permanent alarmiertes – Immunsystem, Unmengen von Energie verschlingt, darunter in Form von Glukose.

Da unser Gehirn nun um seine Energieversorgung fürchtet, muss es verhindern, dass die Glukose im Blut zu schnell durch Insulin beseitigt wird. Die logische Schlussfolgerung: Insulinresistenz. Die Entwicklung von Diabetes Typ 2 bleibt dann nur noch eine Frage der Zeit [1][6].

Auch der gesundheitsbewusste Sportler kann betroffen sein

In der fortschrittlichen, westlichen Welt in der wir leben sind wir einer ganzen Reihe entzündungsfördernden, sogenannten proinflammatorischen Faktoren ausgesetzt. Einer der wohl dominantesten Faktoren, den ich hier jedoch nur kurz ansprechen möchte, da er uns Sportler in der Regel eher nicht betrifft, sind Fettzellen.

Übergewichtige Menschen schleppen in der Regel permanent unterschwellige Entzündungen mit sich herum. Denn Fettzellen produzieren und sondern proinflammatorische Proteine ab. Darunter der uns bereits bekannte Transkriptionsfaktor NF-κB, sowie diverse Interleukine. Das Resultat: Herzkreislauferkrankungen, Diabetes usw. Also die typischen Krankheitsbilder bei Fettleibigkeit eben [7].

Auch der gesundheitsbewusste Sportler kann betroffen sein

Regelmäßíges Training und proteinreiche Ernährung machen noch keinen gesunden Athleten. Viele Sportler haben mit fortwährenden Entzündungen zu kämpfen! (Bildquelle: Pixabay.com / blitzmaerker ; CC Lizenz)

Obwohl die meisten von uns, auch wenn sie vielleicht aktuell nicht ihre Wunschfigur haben, von Fettleibigkeit und Übergewicht weit entfernt sein dürften, sind wir dennoch einer ganzen Menge proinflammatorischen Faktoren ausgesetzt. Einer der wichtigsten Faktoren ist die Nahrung die wir täglich zu uns nehmen. Denn die westlichen Essgewohnheiten, denen wahrscheinlich der Großteil der Bevölkerung hierzulande nachgeht, sind reich an entzündungsfördernden und arm an entzündungshemmenden Lebensmitteln. Es scheint sogar so zu sein, dass schlanke, jedoch ungesund ernährte Menschen eher an, durch Entzündungen verursachten Krankheiten, erkranken und sterben als gesund ernährte, dicke Menschen [6].

Der ein oder andere wird sich nun vielleicht denken: „Auf mich trifft das nicht zu. Ich ernähre mich „gesund“, halte mich streng an meine Diät, esse wenig Fett / Kohlenhydrate und zu McDonald’s gehe ich sowie so nie.“

Das ist schön und gut, doch die klassische „Hühnchen, Reis und Magerquark“-Diät ist leider weit von „gesund“ entfernt. Wie sieht es denn mit dem regelmäßigen, und damit meine ich täglichen (!), Konsum von Obst und Gemüse aus? Achtest du auf eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren, sprich isst du regelmäßig fetten Fisch? Nimmst du genügend Vitamine und Mineralstoffe zu dir (und das nicht nur über Supplemente, sondern auch über die konventionelle Nahrung?) Und wie sieht es aus mit sekundären Pflanzenstoffen? Dachte ich es mir doch!

Eine anti-inflammatorische Ernährung: Die Grundfesten

Zu den wohl prominentesten proinflammatorischen Faktoren in unserem Essverhalten gehören industriell hergestellte trans-Fettsäuren, ein hohes Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis und der übermäßig Konsum gesättigter Fettsäuren. Achtung, hier steht übermäßig, denn der gut informierte Leser weiß, dass auch gesättigte Fettsäuren wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden sind – anders als ein zu niedriger Konsum von Omega-3-Fettsäuren. Der Verzehr von Fisch einmal pro Woche wird mit einem 15% geringerem Risiko an kardiovaskulären Krankheiten zu erkranken in Verbindung gebracht. Kardiovaskuläre Krankheiten zu denen Arteriosklerose, koronare Herzkrankheiten und dergleichen gehören, gehen meist auf chronische Entzündungen zurück [6].

Fettiger Fisch enthält viele wertvolle Omega 3 Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken

Fettiger Fisch, wie Lachs, Thunfisch und Makrele, enthalten wertvolle essenzielle Fettsäuren, die Omega 3 Fette. Diese können entzündungshemmend wirken – daher sollte Fisch öfter Mal auf deiner Speisekarte stehen! (Bildquelle: Pixabay.com / greekfood-tamystika ; CC Lizenz)

Auch der mangelnde Konsum von Obst und Gemüse fördert unterschwellige Entzündungen in unserem Körper. So zeigten Studien, dass der Konsum von 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag, anstelle von nur 3 Portionen, das Risiko an einer koronaren Herzkrankheit zu erkranken um 7% senkte. Das Risiko für einen Schlaganfall scheint dadurch sogar um ganze 26% zu sinken. Im Umkehrschluss wird ein geringer Konsum von Obst und Gemüse mit  einem erhöhten Risiko für gewisse Krebsarten wie Magen-, Speiseröhren-, Lungen- und Darmkrebs in Verbindung gebracht. Übrigens alles Krankheitsbilder denen Entzündungen zu Grunde liegen [6].

Obst und Gemüse enthält eine ganze Palette sekundärer Pflanzenstoffe, die entzündungshemmend und antioxidativ wirken. Wir erinnern uns: Oxidativer Stress und freie Radikale können chronische Entzündungen verursachen. Auch sind Obst und Gemüse wichtige Lieferanten von Ballaststoffen. Diese Ballaststoffe sorgen für eine gesunde Magen-Darm-Flora, die ebenfalls eine große Rolle im Verhindern von chronischen Entzündungen spielt – denn es gibt eine ganze Reihe von Darmbakterien, die sogenannte Lipopolysaccharide, kurz LPS, produzieren und in unsere Blutbahn abgeben (siehe hierzu meinen ausführlichen Artikel „Darmbakterien – Und ihre Rolle im Kampf gegen die Pfunde“).

LPS gehört zu den PAMPs und ruft eine Entzündungsreaktion im Körper hervor. Haben sich nun vornehmlich solche LPS-produzierenden Bakterien in unserem Darm angesiedelt, wird aus einer akuten Entzündungsreaktion schnell eine chronische Sache. Nun ist es so, dass die LPS-produzierenden Bakterien auf besonders fett- und zuckerhaltige Nahrung stehen. So zeigt sich beispielsweise bereits nach 3 Tagen fett- und zuckerlastiger Ernährung eine signifikante Erhöhung der LPS- Konzentration im Blut.  Im Gegensatz dazu stehen die „gesunden“ Bakterien, also die die uns vor den entzündungsfördernden Bakterien schützen, besonders auf pflanzliche Ballaststoffe. Das bedeutet, wer kaum Obst und Gemüse isst, lässt seine gesunde Darmflora im wahrsten Sinne des Wortes verhungern und erhöht das Risiko, für durch die falsche Darmflora hervorgerufene, Entzündungen [8][9][10]11].

Der Inbegriff von Proinflammatorisch: Rauchen kann Entzündungsherde verursachen und chronische Entzündungen begünstigen

Der Inbegriff von Proinflammatorisch: Rauchen kann Entzündungsherde verursachen und chronische Entzündungen begünstigen. (Bildquelle: Pixabay.com / Kruscha ; CC Lizenz)

Zu weiteren proinflammatorischen Faktoren zählen Dinge wie zu wenige Schlaf, Stress, mangelnde Bewegung (was für unsereins wohl kaum das Problem sein dürfte) und verschmutzte Luft. Auch der Konsum von Zigaretten, egal ob aktiv oder passiv, ist ein proinflammatorischer Faktor. Denn Zigarettenrauch verursacht oxidativen Stress und wie wir bereits wissen löst dieser Entzündungsreaktionen aus [6][12].

Fazit? Lebe bewusster, um chronische Entzündungsherde zu minimieren

Chronische Entzündungen und ihre Folgen kann man gut und gerne zu den Haupttodesursachen in der westlichen Welt zählen. Betroffen sind nicht nur unsere vermeintlich ungesund lebenden, übergewichtigen, sich von Fastfood ernährenden Mitmenschen. Studien zeigen, dass so gut wie jeder von uns, aufgrund unseres westlichen Lebensstils, betroffen sein kann.

Selbst diejenigen unter uns, die sich kalorien-, kohlenhydrat- oder fettarm ernähren, sind nicht vor chronischen Entzündungen geschützt, denn wie du hier erfahren hast, ist die klassische Bodybuilder-Pute-mit-Reis-Diät nicht wirklich das Wahre, wenn es darum geht chronischen Entzündungen vorzubeugen. Einige unter uns werden kaum auf die empfohlenen 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag kommen oder? Bei wie vielen kommt noch ganz traditionell jeden Freitag Fisch auf den Tisch? Und wie sieht es aus mit genügend Schlaf und Entspannung, im meist doch sehr stressigen Alltag? Den Zigarettenkonsum erwähne ich gar nicht erst, da ich davon ausgehe, dass der ambitionierte Sportler sowieso nicht dem Tabak frönen wird (Augenzwinker).

Mein Fazit ist, dass selbst wir gesundheitsbewussten Sportler einfach noch ein wenig bewusster leben sollten, vor allem was unsere Ernährung angeht. Denn auch wenn wir uns im Moment gesund fühlen, in ein paar Jahren kann das schon ganz anderes aussehen.

Das Thema chronische Entzündungen interessiert dich und du möchtest mehr darüber erfahren? Als fortführende Literatur empfehlen wir dir die beiden Bücher „Versteckte Entzündungen: Wie sie die gefährlichen Krankmacher aufspüren und entschärfen“ von Schaenzler/Faist sowie „Entzündungen: Die heimlichen Killer“ von Prof. Dr. Michaela Döll.


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Über Anna Kemper

Anna Kemper verfügt über ein abgeschlossenes Masterstudium im Bereich der Mikrobiologie, verfügt über eine Fitnesstrainer-B-Lizenz und arbeitet als Personal Trainer. Zurzeit absolviert sie eine Weiterbildung im Bereich des Rehasports, die sie voraussichtlich im April 2016 erfolgreich abschließen wird. Anna betreibt seit mehr als 10 Jahren Leistungssport im Bereich Judo und Brazillian Jiu-Jitsu und führt überdies hinaus ihre eigene BJJ-Schule. Im leistungsorientierten Kampfsport spielen neben dem technischen Können vor allem körperliche Fitness und insbesondere die richtige Ernährung eine große Rolle.
Ein wichtiges Thema im Kampfsport sind Diäten zur Gewichtsreduktion. Durch die langjährige Betreibung des Leistungssportes hat sich Anna sehr viel mit Ernährung, Diäten und Fitnesstraining auseinandergesetzt. Durch ihr biologisches Studium gilt dem Bereich Ernährung (vor einem wissenschaftlichen Hintergrund) besonderes Interesse.
Wenn du mehr über Anna und ihr Schaffen erfahren oder eine persönliche Betreuung möchtest, kannst du sie über ihre Seite auf VIP-Training-Frankenthal.de besuchen und kontaktieren.

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Quellen & Referenzen

[1] Franceschi, C., & Campisi, J. (2014): Chronic Inflammation (Inflammaging) and Its Potential Contribution to Age-Associated Diseases. J Gerontol A Biol Sci Med Sci. Vol. 69 No. 1: 4-9. URL: http://biomedgerontology.oxfordjournals.org/content/69/Suppl_1/S4.full.pdf+html.

[2] Kim, Y. W., et al. (2014): Inflammation and oxidative stress in angiogenesis and vascular disease. J Mol Med. Vol. 91 No. 3: 323 -328. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3656485/.

[3] Klein, R. J., et al. (2005): Complement Factor H Polymorphism in Age-Related Macular Degeneration. Science. Vol. 308 No. 5720: 385-389. URL: http://science.sciencemag.org/content/308/5720/385.short.

[4] Schacter, E., et al. (2002): Chronic inflammation and cancer. Oncology. Vol. 16 No. 2: 217 – 226 URL: http://europepmc.org/abstract/med/11866137.

[5] Macarthur, M., et al. (2004): Inflammation and Cancer II. Role of chronic inflammation and cytokine gene polymorphisms in the pathogenesis of gastrointestinal malignancy. American Journal of Physiology. Vol. 286 No. 4: 515-520. URL: http://ajpgi.physiology.org/content/286/4/G515.

[6] Ruiz-Núñez, B., et al. (2013): Lifestyle and nutritional imbalances associated with Western diseases: causes and consequences of chronic systemic low-grade inflammation in an evolutionary context. Journal of Nutritional Biochemistry. Vol. 24: 1183 – 1201. URL: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0955286313000545.

[7] Bruun, J. M., et al. (2006): Diet and exercise reduce low-grade inflammation and macrophage infiltration in adipose tissue but not in skeletal muscle in severely obese subjects. Am J Physiol Endocrinol Metab. Vol. 290: 961-967. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16352667.

[8] Kaur, C. & Kapoor, H. C. (2001): Antioxidants in fruits and vegetables – the millennium’s health. Food Science & Technology. Vol. 36 No. 7: 703-725.  URL: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1365-2621.2001.00513.x/full.

[9] De Filippo, C., et al. (2010): Impact of diet in shaping gut microbiota revealed by a comparative study in children from Europe and rural Africa. PNAS. Vol. 107 No. 33: 14691-14696. URL: http://www.pnas.org/content/107/33/14691.short.

[10] Tilg, H., et al. (2009): Obesity and Microbiota. Gastroenterology. Vol. 136: 1476 – 1483. URL: http://www.gastrojournal.org/article/S0016-5085(09)00440-5/abstract.

[11] Tilg, H. & Kaser, H. (2011): Gut microbiome, obesity, and metabolic dysfunction. J Clin Invest. Vol. 121 No. 6: 2126 – 2132. URL: http://www.jci.org/articles/view/58109.

[12] Lee, J., et al. (2012): Cigarette Smoking and Inflammation: Cellular and Molecular Mechanisms. J Dent Res. Vol. 91 No. 2: 142 – 149. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21876032.


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